Montag, Dezember 07, 2009

Arabisches Qualitätsfernsehen

Sehen Sie sich bitte das Video an und beurteilen Sie, wie genau es der allseits gepriesene arabische Vorzegesender Al-Jazeera mit journalistischer Sorgfalt und Fairness nimmt: Er stellt dem Christen Fischer drei relativ deutlich positionierte muslimische "Gesprächspartner" gegenüber. Sehr fair, nicht wahr? Und der Moderator bleibt nicht unparteiisch, wie man das im günstigsten Fall annehmen sollte, sondern verschießt zusätzlich Spitzen gegen Fischer, der kaum dazu kommt, sich zu wehren. Zum Ansehen des Videos bitte hier oder auf die Abbildung klicken.

Einen der Diskussionsteilnehmer dürften manche Leser wiedererkennen. Es ist der radikalislamische Prediger und Islamwissenschaftler sowie ehemalige internationale Sprecher der Muslimbruderschaft, Al-Hilbawi, der von London aus seine Mätzchen betreibt und in diesem Streitgespräch mit der mutigen Löwin Wafa Sultan eine Kostprobe seiner Primitivität gibt.

Übrigens: Al-Jazeera ist ein Sender mit sehr viel Herz und Spenderlaune für "Hilfsbedürftige" wie Samir Kuntar.

-----------
Quelle: MEMRI

Sonntag, Dezember 06, 2009

Hart aber Fair: Hündisches Gewinsel

Wenn Realpolitik und seichtes Toleranzgeschwätz aufeinander treffen.

Eine sehr wichtige persönliche Bemerkung vorweg: Ich fand Wolfgang Bosbachs Stellungnahmen bei Hart aber Fair großartig und mutig - nicht, weil ich Mitglied in seiner bayerischen Schwesterpartei bin, sondern weil er sehr aufrichtig und klar sprach. Friedman war wie immer der „ehrliche Makler“. Sein Problem: Bei aller geschliffenen Rhetorik vergisst er, den Politischen Islam und dessen politische Brisanz anzusprechen bzw. deutlich herauszuheben.


Langsam nervt mich die Diskussion in vielen Blogs und Foren, wie sie stellvertretend für die Debatte hierzulande und auch bei Hart aber Fair geführt wurde, immer mehr. Sie geht mir auf den Geist, auf gut bayrisch, ganz ehrlich.

Und ich werde zunehmend ungeduldig, was die lasche Haltung mancher Freunde zum Politschen Islam betrifft. Ich nehme es ungern in den Mund, weil ich Stereotypen hasse - aber „Political Correctness“ war selten so angebracht wie bei der Sprachregelung, die der lauwarme um Äquidistanz bemühte Moderator Plasberg in dieser Sendung gebraucht hatte.


Hündisches Winseln hätte eigentlich bestens gepasst angesichts der Tatsache, dass er Herrn Mazyek (im Bild rechts) gefühlte 25% der Sendezeit zugeschanzt hatte.

Ja, ich geb’s gerne zu: Ich halte Herrn Mazyek für einen Lügner und Trickser. Und ich kann ihn ums Verrecken nicht ausstehen,wie wir hier in Bayern sagen. Ich glaube ihm auch kein Wort, weil ich weiß, dass er lediglich vorgibt, es gäbe eine muslimische Reformbewegung, obwohl er den radikalen Salafisten nahe steht, die die Scharia nur für vorübergehend „stillgehalten“ sehen.


Aber das was er selbst.


Man sehe sich einmal sein Mienenspiel oder das anderer muslimischer Apologeten bei scharfen Diskussionen an.
Immer das Gleiche: Wenn man Vertreter der (offiziellen) Islamischen Communitity hart auf Themen wie Menschenrechte, Gleichheit von Frauen und Männern, Homosexualität und Vereinbarkeit von Religion und Gesetz abklopft und vieles mehr, was damit zusammenhängt, erntet man ein hämisch-joviales Grinsen. Noch nicht aufgefallen?

Es gibt auch deutsche Kabarettisten, die prinzipiell Islamkritiker als Deppen hinstellen. Was soll's - es gibt auch deutsche Deppen, die den Fußabstreifer für Islamisten machen, so wie dieser Vollpfosten hier an den Tasten.

Warum grinsen diese Typen immer?


Ich sag’s Ihnen, und Sie wissen es wahrscheinlich selbst. Es ist das gleiche Phänomen wie bei allen Sekten:


Diese Typen wissen, dass sie schief liegen, dass sie verharmlosen, wenn Menschen in islamischen Ländern und in Europa missbraucht werden, häuslicher Terror und Pädophilie unter der Hand laufen und Frauen ohne staatliche Sanktionen vergewaltigt und ermordet werden, und dass sie damit eigentlich im Grunde gegen alles sind, was human und menschlich ist.


Einer der Väter des Grundgesetzes (Carlo Schmid, SPD) hat zwei sehr kluge Satz geprägt. Man sollte sie dick unterstreichen:
Carlo Schmid (1949)

„Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft…

Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”

Donnerstag, Dezember 03, 2009

Willi Winkler und der Mann der Tat

Willi Winkler will sich seinen Dieter Kunzelmann nicht von ein paar Wahrheiten über die Bombe im jüdischen Gemeindehaus kaputtmachen lassen.

Sie stören seinen ideologischen Komfort.

Von Thierry Chervel

Willi Winkler und der Mann der Tat

Dass es linken Antisemitismus gibt, hat sich inzwischen sogar bis in die Linke herumgesprochen. Und doch ist es bis heute bestürzend, wie asymmetrisch die Wahrnehmung der Öffentlichkeit ist. Gerät eine Institution wie die Kirche in Verdacht, dann ist das Rauschen in den Blättern groß: Aber so empörend Benedikts XVI. Abwiegeln ist – wen repräsentieren schon die Piusbrüder? Weit weniger Interesse erregte fast gleichzeitig der postkoloniale Stand-up-Comedian Dieudonné, der vor einem johlenden Massenpublikum den Holocaustleurgner Robert Faurisson mit einem selbstgeschaffenen Preis für Political Incorrectness auszeichnete.

Bitte weiterlesen....

Iran: Auch Gespenster können kommunizieren

Michael Ledeen, der bei Pajamas Media schreibt, fragt sich weiter unten, wie die Antwort des Westens auf die Tricksereien des Iran aussehen könnte. Die IAEA sabberte weiter und verkündete lauthals (Überraschung, Überraschung), dass der Iran nicht wirklich auf die starken Forderungen der Großmächte reagiert hatte. Nobelpreisträger El-Baradei, endlich auf seinen Ruhestand zusteuernd, verkündete großspurig, dass die Nachforschungen am „Dead End“ angekommen seien. Wer Baradeis Kumpanei mit dem iranischen Regime in der Vergangenheit richtig einzuschätzen weiß, wird zu einer ganz anderen Bewertung dieses „ehrlichen Maklers“ kommen.

Wie dem auch sei: Die Mullahs haben den Stinkefinger gezeigt, eine Ausweitung ihres Atomprogramms angekündigt und dazu auch die Zusammenarbeit mit Obama, die er in seiner „New Policy“ angekündigt hatte.


Was nun?


Ziemlich verwirrend das alles, nicht wahr? Da Michael Ledeen niemanden kennt, der das aufdröseln könnte, hat er einen Verblichenen um Aufklärung gebeten. Wenigstens einmal funktionierte das Hexenbrett und flugs war er mit seinem Lieblingsgeist von James Jesus Angleton verbunden (abgekürzt hier JJA), dem ehemaligen Chef der CIA-Auslandsaufklärung. (Michael Ledeen abgekürzt als Ml)
.

Angleton rechts im Bild

JJA: Eben zeigt sich, wie einfach Täuschung funktioniert, auch wenn die Fakten offensichtlich sind.


Ml:
Wie können Sie von Täuschung reden, wenn Sie die Fakten nicht kennen?


JJA: Das ist ja der Witz daran. Und manchmal sind sie so schlau in ihrer Täuschungsmasche, dass du selbst dann verlierst, wenn du gewinnst. Nimm’ zum Beispiel die Story mit dem Qom-Reaktor. Wie üblich war es ein geheimes Projekt. Wir haben es enttarnt. Dann - und das ist weitaus alarmierender, haben sie erkannt, dass wir Bescheid wussten, und sie sind damit an die Öffentlichkeit gegangen. So sind sie uns zuvorgekommen, haben es zuerst verkündet und uns dann „eingeladen“, nachzusehen - Wochen später. In der Zwischenzeit haben sie die verdammten Beweise aus dem Weg geschafft. Was wir dann vorfanden war eine abgetakelte Fabrik und ein Geheimnis: Wie konnten sie wissen, dass wir es wussten? Haben sie uns infiltriert? Oder einen unserer Verbündeten? Oder die IAEA?

Ml:
Wissen wir es jetzt?


JJA:
Können Sie vielleicht annehmen, aber ich bezweifle das. Unsere Gegenspionage ist nicht so besonders gut. Das FBI scheint schließlich mehr an israelischer Lobbyarbeit interessiert zu sein als an amerikanischen Jihadisten….


Ml: Jetzt sagen die Iraner, dass sie 10 weitere Reaktoren hochziehen wollen.


JJA: Klar, und nach unserem Kenntnisstand haben sie schon längst damit begonnen. Oder zumindest zum Teil. Oder überhaupt nicht. Haha, erzähl’ keinen Quatsch; es ist unmöglich zu sagen, wann sie wirklich eine richtige Erklärung abgeben.

Ml: Es hört sich an wie der bekannte Zauberspruch, nicht wahr? Man weiß genau, wenn er sagt, dass „ich jetzt das Kaninchen aus meinem Hut verschwinden lasse…“

JJA: Genau. Wenn er den ausspricht, ist das Kaninchen längst verschwunden. So, wie wenn die Mullahs ihre Ärmel umkrempeln, ihren Stab schwingen und sagen, dass „wir jetzt 10 Reaktoren aus dem Nichts hervorzaubern“ und sie wahrscheinlich einige davon schon haben.


Ml: Wie sieht also die Lösung aus? Was sollte Obama tun?

JJA:
Zuerst einmal damit aufhören, er hätte geglaubt, dass seine Entscheidung die Welt verändert hätte. Die Iraner scheren sich einen Dreck um den Namen des amerikanischen Präsidenten, seine „Gastgeschenke“ oder seine rhetorischen Talente. Sie wollen Amerika vernichten.


Ml: Und dann gibt es noch die Geschichte. Jeder amerikanische Präsident von Jimmy Carter bis zum heutigen Präsidenten hat versucht, ein Abkommen mit dem Iran zu erreichen, und er scheiterte.

JJA: Genau. Das ist eine logische Folgerung aus dem ersten Punkt. Bleibt nur noch zu sagen, dass die Franzosen, Briten und Deutschen einige Deals aushandeln wollten. Ein weiterer Fehlschlag.


Ml: Also - Ist Krieg unvermeidlich?


JJA: Er ist nicht nur unvermeidlich, er ist schon im Gange. Seit dreißig Jahren schon. Aber kein Präsident hat das je zugegeben. Irgendjemand muss den Fokus von den Raketen - wo sie uns jederzeit täuschen können - lenken auf den Krieg, von dem wir bereits eine Menge wissen und noch mehr erfahren könnten, wenn die Gegner des Regimes gesehen hätten, dass wir zurückschlagen.

Ml:
Wie?


JJA:
Die meisten Iraner, einschließlich der Funktionäre in der höchsten Führungsetage des Regimes, würden davon ausgehen, dass wir nicht besiegt werden könnten, wenn wir uns entschieden, zurückzuschlagen. Sie würden versuchen, uns zu helfen… manche haben das jetzt schon versucht.


Ml: Jene Abtrünnigen, die sich das Regime am wenigsten zurückwünscht.


JJA:
Richtig, und Sie können sicher sein, dass es weitere gibt im Iran, die den Israelis Informationen geben, die Franzosen, die Briten….


Ml: Nun zu uns. Ich traf einige von denen zuletzt 2001 und erhielt einige sehr wertvolle Informationen über iranische Aktivitäten in Afghanistan.


JJA:
Aber, wie ich schon sagte, die politischen Entscheider wollen davon nichts wissen. Sogar Tenet war verärgert.


Ml: Ja, aber er hat in seinem Buch jede Menge Unsinn darüber erfunden.


JJA:
Okay (das Hexenbrett verlor langsam seine Wirkung und Angletons Stimme verhallte), wenn Sie die Wahrheit nicht hören wollen….


Und weg war er. Ich bekam nicht einmal die Chance, ihn zu fragen, wie er sich unsere Möglichkeit vorstelle, zurückzuschlagen.


Bis dann also….

----------------
Castollux hat das fiktive Interview aus dem Englischen ins Deutsche übertragen. Hier die Quelle.

Zu Felicia Langer: Wenn Lügen und schlechter Geschmack Kreise ziehen

Einfach nur die Links aufrufen, das reicht schon. Jüdische Antisemiten erfreuen sich eines immer größer werdenden Publikums in Deutschland.

Viel muss man da nicht kommentieren.
Und wo Stuttgart genannt wird kann Tübingen (B. Palmer) eigentlich nicht weit sein, oder?

DHBW Stuttgart: Eine Zeitzeugin gibt Auskunft – Lesung und Vortrag ...
November 2009 war die jüdische Schriftstellerin, Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Felicia Langer in der Fakultät Sozialwesen zu Gast. ...

Um Hoffnung kämpfen - Felicia Langer - NEU & KEIN POR bei eBay.de ...
Finden Sie Um Hoffnung kämpfen - Felicia Langer - NEU & KEIN POR in der eBay- Kategorie Bücher, Belletristik, Unterhaltungsliteratur, Sonstige als ...

Ganz besonders "nett":

Rundschreiben
(pdf)
Bundesverdienstkreuz für unsere Schirmfrau Felicia Langer. Am 16. Juli 2009 wurde unsere Schirmfrau, die Menschenrechtsanwältin Felicia Lan- ...

Was "bücher.de" so empfiehlt (bitte beim Link nach unten scrollen)

Reiner Braun, Fritz Brickwedde, Thomas Held, Eberhard Neugebohrn ...
Strukturelle Probleme des Friedensprozesses im Nahen Osten (Felicia Langer).

Mittwoch, Dezember 02, 2009

Malerische Staffeleien, Teil 3

Hier der dritte Teil der Gemäldereihe meines Bruders Hans. Die ersten 20 Bilder kann man sich hier und hier ansehen. Zum Vergrößern bitte anklicken. Interessenten wenden sich bitte an mich. Ich werde die Anfragen weiterleiten.

Mit diesem Teil heute sind es insgesamt 30 Bilder.


Bunte Würfel, in schwarzem Rahmen, 40 x 60 cm


Landschap, Lucht Oranje, 60 x 80 cm


Antiker Rahmen, 60 x 80 cm


Strand, 60 x 80 cm


Diptychon, 2 x 30 x 70 cm


Fische, (Aquarell), ca. 40 x 50 cm


Fisch, ca. 40 x 50 cm


Frauen, (abstrakt), 100 x 100 cm


Blaue Wolken, (Größe bitte nachfragen)


Rote Wolken, 100 x 100 cm

Dienstag, Dezember 01, 2009

Abstandsmesser bei Alpenföhn

Hallo Freunde,

letzten Donnerstag war ich (wohl das letzte Mal in diesem Jahr bei annähernd 3 bis 12 Grad plus) mit dem Fahrrad unterwegs und radelte bei Föhn (nicht Fön) gegen Süden. Wow, wurde das kalt gegen 16 Uhr bei der Rückfahrt. Gut, wenn man die richtige Ausrüstung hat (Dreifach oben, zweifach unten; spezielle Fahrradkleidung).

Wie weit (Kilometer) war das Zugspitzmassiv (links in Bild) bei dieser Aufnahme von mir entfernt?