Posts mit dem Label Alex Margolin werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Alex Margolin werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, April 16, 2011

Mit moralischer Gleichsetzung saubere Berichterstattung untergraben

HonestReporting Kommentar, 16. April 2011

Alex Margolin


(Übersetzung Castollux)


Als Richter Richard Goldstone seinen berühmten Gastbeitrag zum Goldstone Report veröffentlicht hatte, offenbarte er – möglicherweise unbeabsichtigt – eine der hervorstehenden Voreingenommenheiten des nach ihm benannten Untersuchungsausschusses, der den Bericht anfertigte. Er arbeitete, so scheint es, mit der tief empfundenen Annahme, dass zwischen Israel und der Hamas eine moralische Gleichwertigkeit bestünde.

Diese Tendenz zu moralischer Äquidistanz kann man auch bei der Berichterstattung zu den letzten gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen erkennen.

Auch wenn nahezu alle Mainstream-Nachrichtenmedien über die Geschichte als die von Aktion und Reaktion berichteten, die durch einen Anschlag der Hamas auf einen israelischen Schulbus ausgelöst worden war und zu israelischen Vergeltungsschlägen auf Ziele im Gaza-Streifen geführt hatte, so lieferte doch die Berichterstattung den irreführenden Eindruck, Israel und Hamas seien moralisch gleichzusetzen.


Was die Nachrichten ausließen war das Motiv des Vorsatzes - genauer gesagt, sie vertuschten die Tatsache, dass es der Hamas allein darum ging, israelische Schulkinder zu ermorden, und Israels Absicht bei der militärischen Antwort darin bestand, seine Bürger zu schützen.

Der Unterschied zwischen beiden Seiten zeigt sich am deutlichsten, wenn man die jeweiligen Motive untersucht. Der ursprüngliche, fehlerhafte Goldstone Report wurde jedoch von seinen Verfassern dermaßen eingetrübt, dass keine Unterschiede mehr herausgearbeitet werden konnten.

Goldstone selbst räumt nun ein, dass es keinen Beleg dafür gibt, der auf irgendeine israelische Absicht hinwiese, während des Gaza-Krieges Zivilisten unter Beschuss zu nehmen. In Ermangelung von Beweisen, die eindeutig in irgendeine Richtung wiesen, ging seine „logische Schlussfolgerung“ von israelischer Schuld aus:
Dass die der Hamas zugeschriebenen Verbrechen absichtlich verübt wurden, ist klar – ihre Raketen wurden gezielt und wahllos auf zivile Ziele abgefeuert.

Die Vorwürfe bezüglich einer israelischen Absicht basierten auf Tod und Verwundung von Zivilisten in Situationen, in denen unsere Untersuchungskommission keine Beweise vorfand, aus denen man weitere angemessene Schlüsse hätte ziehen können.
Mit anderen Worten: die Kommission beschloss aufgrund der Tatsache, dass palästinensische Zivilisten Leid erfuhren, Israel habe – ebenso wie die Hamas – absichtlich Zivilisten beschossen.

Erstaunlicherweise konnte die Kommission nicht erkennen, dass Israels einzige Absicht für einen Krieg in Gaza darin bestand, den Hamas-Raketen auf israelische Zivilisten ein Ende zu bereiten. Hätte es keinen Raketenbeschuss gegeben, wäre es zu keinem Krieg gekommen.

Aber in einer Welt moralischer Gleichsetzung zwischen Aggressor und Angegriffenem sind Motive irrelevant. Beide Seiten schossen, und beide Seiten verursachten Verluste unter der Zivilbevölkerung. Deshalb ist zwischen beiden Seiten moralisch kein Unterschied zu machen.

Diese Voreingenommenheit moralischer Gleichsetzung – die Unfähigkeit, zwischen vorsätzlicher Aggression der Hamas gegen israelische Zivilisten (die „selbstverständlich“ war) und Israels Motiv, seine Bürger gegen eben diese Aggression zu schützen, eine Unterscheidung zu treffen – bestätigt sich angesichts der Berichterstattung in dieser Region immer wieder.

Als letztes Wochenende die Gewalt eskalierte, widmete sich ein Artikel nach dem anderen Israels Reaktion auf das auslösende Geschehen – den vorsätzlichen Angriff der Hamas auf einen israelischen Schulbus mit einer Panzerabwehrrakete.

Dieser Associated Press-Artikel war beispielhaft für die Berichterstattung zur Gewalt in Gaza:
Israel bombardierte am Samstag ununterbrochen Hamas-Ziele im Gazastreifen mit Luftschlägen und Panzerangriffen und Panzergranaten, tötete dabei Angaben palästinensischer Offizieller zufolge vier Kämpfer, während palästinensische Raketen bei den intensivsten Kämpfen seit dem Gaza-Krieg tiefer nach Israel eindrangen.

Insgesamt wurden 18 Gazaner getötet und mehr als 65 verwundet, seit Israel die Militärschläge nach einem Hamas-Angriff auf einen israelischen Schulbus am Donnerstag entfesselte. Eine Panzerabwehrrakete traf den Bus, fügte einem 16-jährigen Jungen schwere Verletzungen zu und verwundete den Fahrer.
Es könnte vernünftig erscheinen, in erster Linie über die Verluste zu berichten. Aber eine trockene Nacherzählung der Aktionen ohne Erwähnung der dahinter stehenden Motive kann die Atmosphäre der Ereignisse nicht schildern.

Statt über die Ereignisse zu berichten als einen von der Hamas absichtlich herbeigeführten Anschlag und den folgenden israelischen Versuch, weitere Anschläge zu verhindern und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, bekommen wir eine ausführliche Beschreibung der Kampfhandlungen, die nach merkwürdigen „Wie du mir so ich dir“-Attacken in einem moralischen Vakuum klingen.

Time Magazine verwendete in seinem Teaser für das Aufflackern der Kämpfe im Gazastreifen sogar die Phrase „Auge um Auge, Zahn um Zahn“*.

Die Redewendung suggeriert, dass alle Gewalt im Wesentlichen gleich zu bewerten sei – so, als seien die Motive der Hamas irrelevant gewesen. Im Beitrag von Associated Press ist es Israel, das Gewalt „entfesselt“ hat – hier aber so, als sei der Angriff auf den Bus überhaupt kein Auslöser gewesen.

Kein Wunder also, wenn die Leute bei diesem Thema von einer „Gewaltspirale“ sprechen. Wenn die Medien nicht in der Lage sind, den Unterschied zwischen Hamas-Aggression und Israels Verteidigung aufzuzeigen, vernachlässigen sie das zentrale Element der Geschichte, das den Menschen ermöglicht zu begreifen, was passiert war.


Aber sorgfältige Berichterstattung würde die Dinge so zeigen, wie sie wirklich sind: eine Partei, die Präzisionsraketen auf Schulkinder mitten aus ihrer Zivilbevölkerung heraus abschießt (siehe Video unten). Dann würden die Menschen erkennen, dass es zwischen Israel und der Hamas keine moralische Gleichsetzung geben kann. Vielleicht kapiert es dann selbst Goldstone.

—————-
*Zu Auge um Auge, Zahn um Zahn:

Es kann nicht oft genug betont werden, dass diese Formulierung (oft genug auch von oberflächlichen Christen) immer wieder falsch interpretiert bzw. ausgelegt wird. Der SPIEGEL hatte in überaus dämlicher Weise sogar einmal seine Titelseite damit aufgemacht.
Deshalb hier noch einmal eine deutliche theologische Richtigstellung. (bd)

Montag, Oktober 18, 2010

Dreigleisig veröffentlichen: Text, Video, Audio, Bilder und mehr….

HonestReporting Media BackSpin

Gesellschaftsredakteur Alex Margolin schreibt gelegentlich Einträge zu sozialen Medienfragen. Er ist für HonestReportings Facebook-Seite verantwortlich.


Der Aufstieg sozialer Medien hat es für alle einfacher gemacht, ihre Gedanken und Meinungen weltweit zu veröffentlichen, und er vervielfachte die Möglichkeiten für die Menschen, sich mitzuteilen.


Jeder, der eine Digitalkamera oder ein Smart Phone besitzt, kann Videos bei YouTube oder Fotos bei flickr einstellen: Diejenigen, die lieber schriftlich unterwegs sind, können einen Blog aufmachen oder Beiträge auf speziellen Seiten einstellen, die auf Informationsaustausch spezialisiert sind; ganz einfach ist es auch, Audio-Podcasts aufzuzeichnen und sie mittels iTunes oder Podbean zu verschicken.


Aber die beste Option kann sein, so viele verschiedene Formen wie möglich [gleichzeitig; Castollux] zu nutzen, um eine einzelne Story zu schreiben. Man nennt das “Transmediales Geschichtenerzählen“ und - wie übereinstimmend viele Internet-Experten sagen, darunter auch Steve Rubel -, im Überangebot der Geräusche des Internets wahrgenommen zu werden:

Transmediales Geschichtenerzählen braucht nicht viel Fantasie. Da reichen Tools, die kaum finanziellen Aufwand benötigen. Alles muss jedoch durchdacht sein. Dies erfordert, dass Experten in diesem Geschäft sich darauf verstehen, wie man einerseits gute Stories bringt und gleichzeitig Text, Video, Audio und Bilder in Beziehung zum Schauplatz bringt, über den man berichtet.

Transmediales Geschichtenerzählen ist die Zukunft des Marketings. Und jene, die in der Lage sind, formatübergreifend zu arbeiten und ihre Fachkenntnisse teilen zu können, werden sich im Zeitalter der digitalen Relativität und Beliebigkeit vom Rest der User abheben. Jedoch bleibt abzuwarten, wer sich durchsetzen wird.

Um im transmedialen Geschichtenerzählen erfolgreich zu sein ist es von entscheidender Bedeutung, fließenden Zusammenhang zwischen verschiedenen Formaten herzustellen und nicht den gleichen Inhalt in verschiedenen Formaten zu wiederholen. Anfang dieses Jahres hatte HonestReporting Erfolg mit dem Vorstoß, Comedy Central zu zwingen, ein widerliches Videospiel von deren Webseite zu nehmen, und das hauptsächlich deshalb, weil HonestReporting für seinen Ansatz eine Multi-Plattform nutzte.

HonestReportings Aktion beinhaltete ein allgemein gehaltenes Kommuniqué zum Thema, ein Audio-Podcast, das das Videospiel näher beleuchtete und eine Facebook Gruppe, die als Vervielfältigungsmedium wirkte.


Der dreigleisig vorgetragene Ansatz band wesentlich mehr Menschen in die Aktion ein. Kommuniqué und Podcast dienten als Gärungssubstanzen, die von vielen Bloggern und Kommentatoren aufgegriffen wurden. Und jede Einbindung brachte Facebook-Unterstützergruppen dazu, eine kritische Protestmasse aufzubauen.


Angesichts der unglaublichen Vielfalt der verfügbaren Materialien im Internet heute ist viel Kreativität vonnöten, um Beachtung zu finden. Eine gute Geschichte allein in einem Format zu bringen, ist schwierig, und sie auf ein anderes Format zu übertragen noch schwieriger. Aber die Aussicht auf Erfolg scheint den Aufwand wert zu sein.

-------------
Crosspostet mit Medien BackSpin.

Dienstag, Juli 13, 2010

Wie geht es weiter mit Facebook?

Verblassendes Facebook

Alex Margolin

Alex Margolin, HonestReportings Redakteur für Soziale Medien, trägt gelegentlich mit Beiträgen zu relevanten Themen bei. Er zeichnet für HonestReporting bei Facebook verantwortlich.


Was die Verbreitung von Informationen im Internet betrifft wird es schwer, eine effektivere Plattform als Facebook zu finden.


Die Webseite wartet mit einer Mitgliederzahl von 400 Mio. weltweit auf, darunter 125 Mio. aktive Nutzer allein in den USA. Und ihr Hauptanliegen - Freunde miteinander in Verbindung zu halten - bedeutet einen Informationsfluss von Freund zu Freund und Netzwerk zu Netzwerk mittels vertrauter Beziehungen, also der effektivsten Form, Aufmerksamkeit der Menschen zu erregen.


Facebook
ist mittlerweile zu einem solch' großen Player unserer Mainstream-Kultur geworden, dass es beinahe schon wie ein Miniatur-Internet im Originalnetz funktioniert - von der Ausnahme abgesehen, dass es keine Anonymität zulässt, was den Diskurs sauber und (in den meisten Fällen) verantwortlicher führen lassen könnte.


Wie wirkungsvoll Facebook sein kann, sahen wir während der Krise um die Gaza-Flottille. Eine Gruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die Wahrheit über die Gaza-„Aktivisten“ zu verbreiten, hat 252.700 Mitglieder. Eine weitere zum gleichen Thema 97.000. Eine dritte Facebook-Gruppe spielte auch die Schlüsselrolle bei HonestReportings Kampagne, Comedy Central
zur Entfernung eines israelfeindlichen Spieles von ihrer Webseite zu zwingen.

Aber es scheint so auszusehen, als stieße der Internet-Gigant an seine Grenzen.


Inside Facebook
zufolge konnte die Webseite im Juni nur 320.000 neue Mitglieder registrieren. Auch wenn die meisten Internetanbieter neidisch auf diese für sie unglaubliche Zahl blicken, repräsentiert sie doch einen riesigen Absturz gegenüber 7,8 Millionen neuen Mitgliedern im Mai.


Noch überraschender ist jedoch die abnehmende Akzeptanz bei der demographisch gesehen wichtigsten Klientel bisher, den Altersgruppen zwischen 18 und 44. Gleichzeitig verzeichnete Facebook jedoch einen Mitgliederzuwachs bei den 13-17-Jährigen und 45-55-Jährigen.
Wired magazine mit einer eigenen Bewertung zum Rückgang der Facebook-Zahlen:
Ein Grund könnte in der über Mai und Juni anhaltenden Kontroverse zur Datenschutzrichtlinie und Machtfülle von Facebook zu sehen sein - ein Umstand, der höhere Umsatzzahlen verhinderte und sogar einige User veranlasste, Facebook kaum noch aufzurufen.

Eine weitere Erklärung bestünde darin, dass es sich lediglich um eine statistische Abweichung oder das Resultat von Veränderungen im Werbesystem handelt, das von ’Inside Facebook’ für die Entstehung der Zahlenwerte verantwortlich gemacht wird.


Nicht von der Hand zu weisen ist auch das Argument, dass nahezu jeder US-Amerikaner, der Interesse an Facebook bekundet, dies bereits nutzt. Facebook selbst spricht von 125 Millionen aktiven US-Usern und steuert nach eigenem Bekunden auf die 500-Millionen-Grenze zu.
Heißt das, dass Facebook seinen Zenit erreicht hat? Verblasst bald sein herausragender Internet-Status? Wahrscheinlich nicht. Hinter Google hält es immer noch den zweiten Platz bei den meistfrequentierten Webseiten überhaupt. Und es bleibt die größte Seite für den Online-Austausch von Fotos.

Da aber das Wachstum der Webseite abflacht, könnte dies einen Strategiewechsel bei Facebook zur Folge haben. Statt auf Mitgliederzuwachs zu schauen könnte es sich mehr auf die Verbesserung seiner Servicequalität zugunsten der bereits existierenden Mitglieder konzentrieren. Das könnte Methoden zur Stärkung zwischen Freunden und eine Verbesserung des Informationsaustausches nach sich ziehen.


Für jene also, die Facebook als Plattform für Virenbefall sehen, könnte der „Absturz“ des sozialen Mediums noch die beste Nachricht sein.


Quelle: HonestReporting (Media Backspin)

=========
Zuletzt bei Alex: Are Hyperlinks Hyper-Jinxed?

Sonntag, Mai 02, 2010

Antisemitismus: Unterschätztes Web

Übernommen aus Medien BackSpin:

Antisemitismus und die neuen Mainstream-Medien

Alex Margolin, HonestReportings Redakteur für Soziale Medien, trägt gelegentlich mit Beiträgen zu relevanten Themen bei. Er zeichnet für HonestReporting bei Facebook verantwortlich.


Andre Oboler, führende Autorität zum Thema Antisemitismus im Internet, forderte kürzlich eine größere Haftungspflicht derjenigen Sozialen Medien, die antisemitische Inhalte auf ihren Webseiten zulassen.

Oboler betont, dass sich die Standards vertretbarer Sprachregelungen zwischen herkömmlichen Medien und Internet unterscheiden. Während offenkundiger Antisemitismus in den Mainstream-Medien inakzeptabel wäre ist auf einigen Internetseiten „Rassismus nicht schlimmer als das falsche Fußballteam zu unterstützen“.


Dieser Normenverlust, so Oboler, stellt eine Gefahr dar, der man sich stellen muss: „Wenn die Online-Gesellschaft fortfährt, ein moralisches Vakuum zu erzeugen, kann der Verlust an Achtung vor der Menschenwürde bald auf die ‚reale’ Welt ausstrahlen“.


Oboler hat Recht – nicht nur bezüglich Hasspredigten. Jede Webseite, die Raum für Beleidigungen und Falschdarstellungen zu Israel gibt, sollte genauso zur Rechenschaft gezogen werden wie die traditionellen Medien. Wie Oboler unterstreicht, erfahren einige dieser Plattformen eine bisher nie dagewesene Aufmerksamkeit:
YouTube z.B. hat eine fünfzigfach höhere Zugriffszahl als die Verbreitung der 10 größten amerikanischen Tageszeitungen zusammen. Darf ein solch machtvolles Medium wirklich ohne Aufsicht des Gesetzgebers existieren? Ist mit der Macht, die Unternehmen wie Youtube ausüben, nicht auch eine Verpflichtung der Gesellschaft gegenüber verbunden?
Staatliche Aufsicht ist ein Aspekt der Lösung. Zweifellos sollte Material, das in Sozialen Medien wie Facebook und MySpace veröffentlicht wird, oder Inhalt auf kommerziellen Dienstleistung wie Flickr mit zigmillionen Nutzern, ebenso einer Aufsicht unterliegen wie jedes Mitglied der Mainstream-Medien.

Ändern muss sich aber auch die allgemeine öffentliche Haltung gegenüber Sozialen Medien und dem Internet. Solange die Öffentlichkeit eine Trennung zwischen „traditionellen“ und „neuen Medien“ wahrnimmt, wird Doppelmoral überwiegen. Eine bessere Benennung wäre „Die neuen Mainstream-Medien“, bezogen auf die größten Mitglieder beider Gruppen, die nach den gleichen Standards funktionieren.


Die neuen Mainstream-Medien würden traditionelle Konsumenten der NY Times und des Wall Street Journals neben Facebook-, Twitter-, YouTube-Nutzern und denen anderer riesiger Sozialer Medien einreihen. Dasselbe gilt für enorm viel besuchte Webseiten wie Huffington Post, die auf dem besten Wege ist, die NY Times schon 2010 bei den Online-Zugriffen zu überflügeln. Und wie es aussieht findet der Umbruch gerade statt. Zum ersten Mal wurde mit ProPublica eine rein online betriebene Medienplattform mit dem Pulitzer-Preis für Berichterstattung ausgezeichnet.


Diese Form der Anerkennung könnte mehr Übernahme von Verantwortung für alle Online-Plattformen nach sich ziehen – aber nur, wenn die Öffentlichkeit das auch fordert.


———

Kürzlich bei Alex nachzulesen: Nichts mehr gratis?