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Samstag, April 16, 2011

Mit moralischer Gleichsetzung saubere Berichterstattung untergraben

HonestReporting Kommentar, 16. April 2011

Alex Margolin


(Übersetzung Castollux)


Als Richter Richard Goldstone seinen berühmten Gastbeitrag zum Goldstone Report veröffentlicht hatte, offenbarte er – möglicherweise unbeabsichtigt – eine der hervorstehenden Voreingenommenheiten des nach ihm benannten Untersuchungsausschusses, der den Bericht anfertigte. Er arbeitete, so scheint es, mit der tief empfundenen Annahme, dass zwischen Israel und der Hamas eine moralische Gleichwertigkeit bestünde.

Diese Tendenz zu moralischer Äquidistanz kann man auch bei der Berichterstattung zu den letzten gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen erkennen.

Auch wenn nahezu alle Mainstream-Nachrichtenmedien über die Geschichte als die von Aktion und Reaktion berichteten, die durch einen Anschlag der Hamas auf einen israelischen Schulbus ausgelöst worden war und zu israelischen Vergeltungsschlägen auf Ziele im Gaza-Streifen geführt hatte, so lieferte doch die Berichterstattung den irreführenden Eindruck, Israel und Hamas seien moralisch gleichzusetzen.


Was die Nachrichten ausließen war das Motiv des Vorsatzes - genauer gesagt, sie vertuschten die Tatsache, dass es der Hamas allein darum ging, israelische Schulkinder zu ermorden, und Israels Absicht bei der militärischen Antwort darin bestand, seine Bürger zu schützen.

Der Unterschied zwischen beiden Seiten zeigt sich am deutlichsten, wenn man die jeweiligen Motive untersucht. Der ursprüngliche, fehlerhafte Goldstone Report wurde jedoch von seinen Verfassern dermaßen eingetrübt, dass keine Unterschiede mehr herausgearbeitet werden konnten.

Goldstone selbst räumt nun ein, dass es keinen Beleg dafür gibt, der auf irgendeine israelische Absicht hinwiese, während des Gaza-Krieges Zivilisten unter Beschuss zu nehmen. In Ermangelung von Beweisen, die eindeutig in irgendeine Richtung wiesen, ging seine „logische Schlussfolgerung“ von israelischer Schuld aus:
Dass die der Hamas zugeschriebenen Verbrechen absichtlich verübt wurden, ist klar – ihre Raketen wurden gezielt und wahllos auf zivile Ziele abgefeuert.

Die Vorwürfe bezüglich einer israelischen Absicht basierten auf Tod und Verwundung von Zivilisten in Situationen, in denen unsere Untersuchungskommission keine Beweise vorfand, aus denen man weitere angemessene Schlüsse hätte ziehen können.
Mit anderen Worten: die Kommission beschloss aufgrund der Tatsache, dass palästinensische Zivilisten Leid erfuhren, Israel habe – ebenso wie die Hamas – absichtlich Zivilisten beschossen.

Erstaunlicherweise konnte die Kommission nicht erkennen, dass Israels einzige Absicht für einen Krieg in Gaza darin bestand, den Hamas-Raketen auf israelische Zivilisten ein Ende zu bereiten. Hätte es keinen Raketenbeschuss gegeben, wäre es zu keinem Krieg gekommen.

Aber in einer Welt moralischer Gleichsetzung zwischen Aggressor und Angegriffenem sind Motive irrelevant. Beide Seiten schossen, und beide Seiten verursachten Verluste unter der Zivilbevölkerung. Deshalb ist zwischen beiden Seiten moralisch kein Unterschied zu machen.

Diese Voreingenommenheit moralischer Gleichsetzung – die Unfähigkeit, zwischen vorsätzlicher Aggression der Hamas gegen israelische Zivilisten (die „selbstverständlich“ war) und Israels Motiv, seine Bürger gegen eben diese Aggression zu schützen, eine Unterscheidung zu treffen – bestätigt sich angesichts der Berichterstattung in dieser Region immer wieder.

Als letztes Wochenende die Gewalt eskalierte, widmete sich ein Artikel nach dem anderen Israels Reaktion auf das auslösende Geschehen – den vorsätzlichen Angriff der Hamas auf einen israelischen Schulbus mit einer Panzerabwehrrakete.

Dieser Associated Press-Artikel war beispielhaft für die Berichterstattung zur Gewalt in Gaza:
Israel bombardierte am Samstag ununterbrochen Hamas-Ziele im Gazastreifen mit Luftschlägen und Panzerangriffen und Panzergranaten, tötete dabei Angaben palästinensischer Offizieller zufolge vier Kämpfer, während palästinensische Raketen bei den intensivsten Kämpfen seit dem Gaza-Krieg tiefer nach Israel eindrangen.

Insgesamt wurden 18 Gazaner getötet und mehr als 65 verwundet, seit Israel die Militärschläge nach einem Hamas-Angriff auf einen israelischen Schulbus am Donnerstag entfesselte. Eine Panzerabwehrrakete traf den Bus, fügte einem 16-jährigen Jungen schwere Verletzungen zu und verwundete den Fahrer.
Es könnte vernünftig erscheinen, in erster Linie über die Verluste zu berichten. Aber eine trockene Nacherzählung der Aktionen ohne Erwähnung der dahinter stehenden Motive kann die Atmosphäre der Ereignisse nicht schildern.

Statt über die Ereignisse zu berichten als einen von der Hamas absichtlich herbeigeführten Anschlag und den folgenden israelischen Versuch, weitere Anschläge zu verhindern und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, bekommen wir eine ausführliche Beschreibung der Kampfhandlungen, die nach merkwürdigen „Wie du mir so ich dir“-Attacken in einem moralischen Vakuum klingen.

Time Magazine verwendete in seinem Teaser für das Aufflackern der Kämpfe im Gazastreifen sogar die Phrase „Auge um Auge, Zahn um Zahn“*.

Die Redewendung suggeriert, dass alle Gewalt im Wesentlichen gleich zu bewerten sei – so, als seien die Motive der Hamas irrelevant gewesen. Im Beitrag von Associated Press ist es Israel, das Gewalt „entfesselt“ hat – hier aber so, als sei der Angriff auf den Bus überhaupt kein Auslöser gewesen.

Kein Wunder also, wenn die Leute bei diesem Thema von einer „Gewaltspirale“ sprechen. Wenn die Medien nicht in der Lage sind, den Unterschied zwischen Hamas-Aggression und Israels Verteidigung aufzuzeigen, vernachlässigen sie das zentrale Element der Geschichte, das den Menschen ermöglicht zu begreifen, was passiert war.


Aber sorgfältige Berichterstattung würde die Dinge so zeigen, wie sie wirklich sind: eine Partei, die Präzisionsraketen auf Schulkinder mitten aus ihrer Zivilbevölkerung heraus abschießt (siehe Video unten). Dann würden die Menschen erkennen, dass es zwischen Israel und der Hamas keine moralische Gleichsetzung geben kann. Vielleicht kapiert es dann selbst Goldstone.

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*Zu Auge um Auge, Zahn um Zahn:

Es kann nicht oft genug betont werden, dass diese Formulierung (oft genug auch von oberflächlichen Christen) immer wieder falsch interpretiert bzw. ausgelegt wird. Der SPIEGEL hatte in überaus dämlicher Weise sogar einmal seine Titelseite damit aufgemacht.
Deshalb hier noch einmal eine deutliche theologische Richtigstellung. (bd)

Sonntag, März 29, 2009

HonestReporting: Big Lies (II)

Während des letzten Gaza-Konflikts konnte es den Weltmedien nicht schnell genug gehen, Israel schlimmster Kriegsverbrechen zu bezichtigen, ohne abzuwarten, bis alle Fakten auf dem Tisch lagen.

Einmal wurde behauptet, Israel hätte eine UN-Schule bombardiert und 42 Zivilisten getötet. Wie unser Video zeigt war diese Geschichte eine reine Erfindung. Man war - wieder einmal - einer Lüge aufgesessen, weil die Headlines mit heißer Nadel gestrickt wurden. Und es sollte nicht der letzte unrühmliche Fall von Gossip-Journalismus in diesem Krieg bleiben.

Unterdessen rühmt Hamas-Sprecher Fawsi Barhum die Berichterstattung der Medien während des Konfliks.

Bitte klicken Sie auf die Abbildung unten oder hier.

HonestReporting


Dienstag, Januar 06, 2009

The Big Lies: Coming Soon

Die nächste Verleumdungswelle von Hamas und Massenmedien rollt an


Wichtige Vorbemerkung zur Tagesaktualität:

Der
SPIEGEL berichtet heute, dass die IDF-Kräfte eine UNRWA-Schule beschossen haben. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Er lässt aus - beabsichtigt oder unbeabsichtigt -, dass von einem Standpunkt unmittelbar neben der Schule schweres Feuer auf die israelischen Soldaten eröffnet wurde und die IDF dieses Feuer erwiderte. Und er lässt aus, dass die UNRWA seit Jahren eine sehr zwielichtige Rolle spielt, weil sie a) den Friedensprozess behindert und b) zu Terrorgruppen die notwendige Distanz vermissen lässt. Deshalb war auch schon ihre Auflösung erörtert worden.
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Die Medien sind in der Hand von Terroristen einen mächtige Waffe und Israel hat dabei meistens das Nachsehen. Wie HonestReporting mit seiner interaktiven Reihe Big Lies dokumentierte (alternativ auf die Abbildung klicken), haben die Palästinenser schon mehrmals mit ihren PR-Aktionen gepunktet - im Fall „Mohammed al-Dura“, beim „Massaker von Jenin“, beim Vorfall am Strand von Gaza, den manipulierten Fotos aus dem Libanonkrieg 2006 und anderen Pallywood-Produktionen. Während israelische Truppen in Gaza Bodenoperationen durchführen und die Hamas mehr und mehr in die Ecke gedrängt wird warnt Professor Richard Landes vor dem, was hinter der Ecke lauern könnte:
Ob durch unabsichtlichen israelischen Treffer oder Hamas-Inszenierung, Sie können von einem spektakulären Blutbad unter der Zivilbevölkerung in den kommenden Tagen ausgehen; gefolgt von einer Orgie Pallywood-Fotogafien, die in ihrer Wirkung durch die willfährigen westlichen Medien zusätzlich verstärkt werden und noch größere Raserei in den Straßen der moslemischen und westlichen Welt bewirken. Das ist Bestandteil des Hamas-Drehbuches…und dies wird erst aufhören, wenn die Medien zur Vernunft kommen. Dies steckt dahinter, dazu die Obszönität, mit der vermutlich vorgegangen werden wird.
Das Muster war schon längst bekannt und entfaltete seine explosive Wirkung zuletzt im Libanonkrieg 2006, den Israel gewann und dessen siegreichen Abschluss die Hisbollah für sich reklamierte, indem sie behauptete, dass unter den libanesischen Zivilisten ein Blutbad angerichtet worden wäre. Dass sie für diese Opfer verantwortlich war ging im allgemeinen Mediengetöse unter.
Also beachten Sie Folgendes, wenn Sie bei bewaffneten Konflikten die Medien für sich gewinnen wollen:
Stellen Sie sicher, dass Sie schockierend hohe Verluste in der Zivilbevölkerung haben, was alle politischen Entscheidungsträger auf Ihre Seite zieht - vorweg die [anderen] arabischen Länder und Gruppierungen, die konsequent und im Geheimen an Israels Niederlage oder Auslöschung arbeiten. Und wer, der die Bilder von toten Kindern auf dem Bildschirm sieht und den Aufruhr in den arabischen Straßen, würde sich letztendlich nicht auf Ihre Seite schlagen - das „Opfer“?

Sie haben die europäischen Staatschefs und Diplomaten auf Ihrer Seite, die vorher in naivem Wunschdenken meinten, sich Unparteilichkeit leisten zu können - in der Hoffnung, Israel möge die Schlange [den Terror] bald enthaupten. Sie haben schließlich die Journalisten und Nachrichtenmoderatoren auf Ihrer Seite, die es nicht erwarten können, sich auf Israel wegen dessen „Unverhältnismäßiger Reaktion“ zu stürzen.


Aber was, wenn nicht die Israelis den Fehler begehen und eine größere Anzahl Menschen mit einem Schlag töten, wie am Strand von Gaza oder in Kfar Qana?…. Würde die Hamas wirklich ein Blutbad unter ihren eigenen Leuten aushecken?
Zum vollständigen Artikel von Richard Landes bitte hier klicken.

Die Hamas feuert weiterhin ihre Raketen auf israelische Dörfer und Städte ab, versteckt sich hinter Zivilisten und benutzt sie als menschliche Schutzschilde. Sie nimmt also keinerlei Rücksicht auf die eigenen Leute in Gaza. Verluste in der palästinensischen Zivilbevölkerung sind deshalb unvermeidlich, auch wenn die
IDF mit allen Mitteln versucht, dieses Szenario zu vermeiden. In der Vergangenheit sind die Medien immer wieder auf Pallywood-Produktionen hereingefallen. Diesmal erwarten wir eine weitere Verleumdungskampagne.

Watchdogs wie
HonestReporting setzen darauf, über die Medien aufzuklären. Die palästinensische Berichterstattung bringt stets neue große Märchen und hält es später – wie die meisten Massenmedien - nicht für nötig, sich zu entschuldigen, wenn ihre Lügen aufgedeckt werden. Dabei sind die Medien doch vorgewarnt, weil sie sich in der Vergangenheit oft genug und zu gerne reinlegen ließen oder selbst unwürdige Verleumdungsspielchen initiierten.

Zur Doppelmoral


In all den oben genannten Fällen scheiterten die Mainstream-Medien daran, die palästinensischen Behauptungen zu verifizieren. Stattdessen legten sie größten Wert auf palästinensische „Augenzeugen“ oder so genannte Menschenrechtsorganisationen und „unabhängige Institute“, die in Wirklichkeit einseitig den palästinensischen Standpunkt vertreten. Mehr dazu hier und hier. Zu oft sind die Medien froh, die palästinensische Version der Geschichte zu bekommen - in den allermeisten Fällen natürlich, ohne nachzufragen. Und noch heute sehen wir nicht, dass viele palästinensische Geschichten als das bezeichnet werden, was sie Wirklichkeit sind, nämlich billige Propaganda.

Der gegenwärtige Konflikt findet auch über den Äther seine Entsprechung, ebenso wie in den Printmedien und im Internet. Israelische Sprecher haben völlig legitim die Initiative ergriffen, während der Bodenoperation aus Gaza zu berichten. Die Effektivität hat im Vergleich zu vorangegangenen Operationen zugenommen, und sie hat ihrerseits zu eigenen Berichten bei anderen Medienunternehmen geführt.
Aber warum bezeichnet Paul Reynolds (BBC) israelische Verlautbarungen als "Propaganda"? Und warum ist er bei IDF-Videos kritisch, wenn sie in starkem Kontrast zu palästinensischen Quellen stehen? Reynolds selbst äußert sich aber so:
Die israelische Propaganda verfolgt zwei Hauptziele.

Das erste soll die Luftangriffe rechtfertigen. Das zweite soll zeigen, dass es im Gazastreifen keine humanitäre Krise gibt.


Beide Ziele sollen Israel international in eine starke Position bringen und seiner Diplomatie ermöglichen, als Schutzschirm zu fungieren, während es gleichzeitig Forderungen nach einem Waffenstillstand ablehnt.


Israel verfolgte das erste Ziel in der Weise, dass es sehr aktiv die Story verbreitete, die Hamas trage die Schuld an den Kampfhandlungen. Der Anblick von Hamas-Raketen, die in Israel einschlugen, war in diesem Zusammenhang sehr hilfreich.


Es hat auch Lastwagen mit Nahrungsmitteln passieren lassen und betont, dass es die Menschen nicht verhungern lässt, auch wenn sie stark eingeschränkt sind.


Israel scheint zu glauben, dass sich sein Vorhaben lohnt.


Majorin Avital Leibovich, der regelmäßig in den internationalen Medien erschienen ist, sagte: "Einige Medien sind vorteilhaft für Israel.“

Warum ist das „Propaganda“, und warum sollte Israel sich dafür rechtfertigen müssen, dass es seine Bürger gegen Hamas-Raketen schützt? Abschließend wichtige Quellen, die Ihnen bei der Auseinandersetzung mit der antiisraelischen Berichterstattung helfen.

Zum ersten Beitrag von Alan Dershowitz gibt es eine Übersetzung.


Israels Vorgehen ist vollkommen verhältnismäßig. Alan Dershowitz, Wall Street Journal
Israel's Gaza Defense, Wall Street Journal
Hamas's Military Force in the Gaza Strip, The Intelligence and Terrorism Information Center
The Six Months of the Lull Arrangement, The Intelligence and Terrorism Information Center
The Gaza rules, Victor Davis Hanson, San Francisco Chronicle
Video: Scenes during and after a Hamas missile strike on an Israeli town
Video: Finding hope beyond the Gaza conflict, Inmitten der Gewalttätigkeit und der Konfrontation in Südisrael und Gaza arbeiten israelische und palästinensische Ärzte zusammen, um das Leben eines palästinensischen Babys zu retten.
Flickr photos. Israelische Städte und Ortschaften unter Beschuss.

Quelle: HonestReporting
Hattip: Heplev

Dienstag, Dezember 09, 2008

Freunde, die Politblogger* (vielleicht) nicht ausgesucht hat...

...die aber sicher nicht nur aus dem Web-Off kommen und auf meinen letzten Beitrag etwas unwirsch reagieren, darunter ein menschliches Wesen, das sich als Freund von Politisch Korrekt ausgibt.

Glück gehabt, PK, kann ich da nur sagen, dass der Schreiber nicht ganz zurechnungsfähig zu sein scheint. Vielleicht Gehirnwäsche?

Lassen wir ihn doch zu Wort kommen. Natürlich im Original und ohne Rechtschreibkorrektur.

Kostprobe:

Anonym hat gesagt...

Unglaublich.

Sie haben sich bereits bei dem auf PK abgedrucktem Schriftwechsel mit dem Autor lächerlich gemacht aber ihr Blogpost dazu setzt ja noch eine Krone auf.

Ihr Schreibstil der einen gebildeten Eindruck vermitteln soll ist leider durchsetzt durch lauter Kindereien die höchstens auf einen Schüler schließen lässt (Diddy, The Kidddy...).

Zum Thema haben sie es tatsächlich geschafft in so viel Text keinerlei konkretes unterzubringen.

Beinahe der gesamte Text ist nur voll mit Anschuldigungen und krampfhaft peinlichen Versuchen PK in irgendeine antisemitische (haben sie überhaupt eine Ahnung was ein "Semit" ist?) Ecke zu drängen. Von der Qualität her erfüllt es also natürlich die kellerartigen Vorgaben die wir von PI-Jüngern gewohnt sind.

Die Frage die sich hier stellt ist nur: wozu brauchen wir noch einen Dummschwätzer der seine Hirnverdrehtheit in die Öffentlichkeit trägt?

Naja es hilft sicher den PK-Leuten da sie spätestens jetzt wissen, daß ihr Undercover-Faschisten tatsächlich Angst habt, daß der Blog offiziell euer Bildblog wird. Ich muss euch sagen, für mich ist er das schon und ich werde ihn überall wo ich auf PI-Schwachsinn treffe weitergeben.

Ich glaube jeder gute Deutsche sollte sehen wie lern resistent seine Zöglinge sind und wie sich wieder neue Rassengewalt aufbaut und selbst rechtfertigt....und das alles unter der Fahne des Projudaismus.

Ihr seid eine Schande für Deutschland.

(PS. wenn Sie schon eine Behauptung verlinken (siehe Levy&DVU) reicht es nicht auf die Homepage der DVU zu verlinken wenn man diese untermauern will...da steht nämlich nichts darüber. Aber das wussten Sie sicher auch.
PK hat sich da mehr Mühe gegeben um PI Bande zur NPD nachzuweisen: http://www.politischkorrekt.info/?p=2820

Ich nehme an die Zeit zur Recherche hat nicht mehr gereicht nachdem PK Sie mit der Veröffentlichung Ihres Schriftverkehrs derart entblößt hat aber der Beitrag in Ihrem eigenen Blog wirkt nun wie ein letztes Rumjammern mit Umsichtreten eines Kleinkindes :)

9. Dezember 2008 08:18

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So viel vorerst zum Statement eine Lesers und Fans von Politblogger*.

*Bis März 2009 hieß der Blog "Politisch Korrekt".

Sonntag, Oktober 12, 2008

Wie man Online-Schmierfinken im Web ausbremst

Im virtuellen Leben rumort es beinahe ebenso wie im realen: Verleumdungsprozesse landauf, landab. Überall, wo sich Bits und Bytes guten Tag sagen besteht heute - mehr denn je - die Gefahr, dass schlecht meinende Mitmenschen tonnenweise Schmutz über dich ausgießen, Sätze entstellen, aus dem Zusammenhang reißen und neu zusammenreimen oder schlicht nur ihrem mehr oder weniger platten Antisemitismus, ihrem offen oder versteckt vorgebrachtem Rassismus, ihrer borniert-linken Besserwisserei und ihrer strunzdummen rechtsradikalen Gesinnung Ausdruck verleihen und Kondolenzen ausschreiben, wie jetzt nach dem Ableben eines österreichischen Politikers, der „die Beschäftigungspolitik der Nazis eine gute Sache“ nannte und chiffriert über das "amerikanische Finanzjudentum" der Ostküste schwadronierte. (Im Bild links oben das Gemälde "Das Gerücht" von Paul Weber)

In Dortmund lebt ein Mann, dem es diebisches Vergnügen bereitet, meinen Blogfreunden, politisch nahe stehenden Autoren und mir (Er "widmet" mir gleich zwei konfus konstruierte Webseiten, kann aber heute noch nicht meinen Namen richtig schreiben), seit Jahren mit den unflätigsten Beleidigungen und seinem (Selbst-) Hass auf den Pelz zu rücken. Wenn ich nach meinem Real-Namen google, befinden sich unter den ersten 20 Einträgen einige seiner Verweise, was nach dem Google-Prinzip der Häufigkeit, wonach die meist aufgerufene Seite ganz oben steht (Konkurrierende Suchmaschinen listen manchmal nach anderen Kriterien auf), darauf hinweist, dass sein Schund den einen oder anderen dankbaren Abnehmer findet.

Doch genug davon vorerst. Um mich geht es nicht. Und Castollux-Leser wissen wahrscheinlich, wen ich meine. Im Unterschied zu ihm verbreite ich über meine politischen Gegner keine Falschmeldungen.


Vor ein paar Wochen bin ich im Time Magazin auf einen interessanten Beitrag von Anita Hamilton gestoßen, der das Problem „Verleumdung im Internet“ behandelt. Die Ausführungen Hamiltons verdienen es, gelesen zu werden, auch wenn sie von den Gegebenheiten in der angelsächsischen Medienlandschaft ausgehen. Sie sind aber, was die inhaltliche Diktion betrifft, jederzeit auf den deutschsprachigen Web-Markt übertragbar.
Castollux hat den Beitrag (sehr gerne, etwas verspätet nach dem Urlaub) übersetzt. Ich habe mir wenige sprachliche Glättungen und Einschübe vorbehalten, ohne dezidiert den Inhalt zu verändern.

Anita Hamilton

Online verleumdet? Wie man Web-Attacken begegnet

Hässliche Trennungsrituale, in der Öffentlichkeit ausgetragen, sind schon schlimm genug. Aber was, wenn die/der Ex anfängt, im Internet vor Millionen Ihre dreckige Wäsche auszubreiten? So geschehen am 10. April, als die britische Schauspielerin Tricia Wash-Smith das erste von drei YouTube-Videos einstellte, in welchem sie ihren Bald-nicht-mehr-Ehemann wegen seines fragwürdigen Charakters und seiner unzulänglichen sexuellen Potenz vor seiner Familie, der sie in herzlicher Abneigung verbunden war, zum Clown abstempelte. Tricia Walsh-Smiths Videos, die zusammengerechnet von mehr als 4 Millionen Menschen gesehen wurden, spiegeln mehr als die Verzweiflung einer verschmähten Frau wider. Sie sind Teil eines größeren und rapide wachsenden Problems, das da heißt: Online-Rufmord.

Eine herabwürdigende Äußerung gibt es immer mal wieder, und im realen Leben ist sie meist auch schnell wieder vergessen. Die gleiche Boshaftigkeit kann online gestellt aber eine unerwünscht große und dauerhafte Wirkung entfalten. „Nun müssen wir uns mit diesem gigantischen Megaphon namens Internet herumplagen und -schlagen, weil schon das leiseste Räuspern wenig später bei Google aufzufinden ist“, so Matt Zimmerman, führender Anwalt bei der Electronic Frontier Foundation.
Heute, wenn mehr und mehr Menschen soziale Networks wie Facebook aufsuchen, auf Seiten wie TripAdvisor.com und Yelp.com mit anderen Usern diskutieren und Kommentare schreiben oder ähnliches mehr, wird alles viel ernster genommen als jemals zuvor. Streithändel eskalieren - manchmal vor Tausenden Zeugen - und die Reaktionen der Beleidigten fallen entsprechend harsch aus. Viele versuchen, ihre Peiniger lahm zu legen, indem sie eine Widerlegung der kompromittierenden Anfälle veröffentlichen oder Webmaster auffordern, verleumderisches Material zu löschen. Einige Leute überziehen ihre Kritiker mit Unterlassungsklagen. Andere wiederum greifen zum letzten Mittel und beauftragen Firmen, die darauf spezialisiert sind, die verloren gegangene Online-Reputation wiederherzustellen. Aber das kostet…nicht nur Geld.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten die Ressourcen, jede Attacke mit einem Gegenangriff zu beantworten: Barack Obama z.B., frustriert wegen der Gerüchte um seine Abstammung und religiöse Vergangenheit, richtete im Juni eine Webseite namens Fight The Smears ein, um wirksam reagieren zu können. Doch mit Ärger verbundene Dinge selbst in die Hand zu nehmen kann manchmal ganz schön stressig sein, besonders dann, wenn man seine eigentliche Arbeit dadurch vernachlässigen muss.


Berühmt-berüchtigt war der Fall des Wikipedia-Gründers Jimmy Wales im Jahr 2005, der versucht hatte, den eigenen Eintrag auf der Seite zu seinen Gunsten zu manipulieren: Wiki-User hatten spitz bekommen, dass er Quellenangaben seines Co-Gründers Larry Sanger gelöscht hatte, und - noch peinlicher - Hinweise auf eine von ihm gegründete Rechercheseite gefunden, die u.a. pornografischen Inhalt enthielt. Heute versucht das Programm WikiWatcher, ähnliche Entgleisungen bei anderen Wiki-Einträgen aufzudecken - beispielsweise, als ExxonMobil versuchte, die Auswirkungen des Valdez-Ölteppichs auf die Umwelt herunterzuspielen, oder als das FBI daran dachte, Luftaufnahmen von Guantánamo zu löschen, obwohl das Gefangenenlager selbst diese Bilder auf seiner Webseite eingestellt hatte.

Wenn Sie Ihre Kritiker selbst nicht zum Schweigen bringen können scheint der Gang zum Kadi und eine damit verbundene Verleumdungsklage das effektivste Mittel zu sein, ein Problem zu lösen. Aber um einen Rechtsstreit gewinnen zu können müssten Sie nachweisen, dass absichtlich falsche Behauptungen wesentlich mehr als nur Ihre Gefühle verletzt haben. Sie müssten auch genau wissen, wen Sie verklagen wollen (können), was angesichts so unübersichtlich vieler anonymer und pseudonymer Web-Beiträge - speziell auf Tratschseiten wie Juicy Campus, Faceliss und The Dirty - nahezu unmöglich ist, ohne eine ganze Armee von Webmastern aufmarschieren zu lassen. Darüber hinaus befreit der 1996 erlassene Communications Decency Act (Ähnlich wie der Haftungsausschluss hier in Deutschland) von irgendeinem Obligo für Beiträge, die Besucher auf der Webseite hinterlassen haben. „Lächerlich, dass Sie für etwas im Internet nicht zur Rechenschaft gezogen werden können“, so Chris Martin, Gründer von Reputation Hawk*, einem Dienstleister, der für die Wiederherstellung eines ramponierten Ansehens im Web zuständig ist.**

Das Hauptanliegen von Dienstleistern wie Reputation Hawk ist, die erste Seite aller Google-Suchresultate mit negativen Einträgen oder Links zu löschen. „Die ersten 5 Einträge bezeichnen wir als Gefahrenzone“, erklärt Chris Martin, „weil Sie nicht nach unten scrollen müssen um sie zu sehen“. Für 1.500 Dollar monatlich erstellt Reputation Hawk neue Webseiten, die keinen Hinweis auf negative Manipulationen enthalten (In der Regel mit dem eigenen Namen in der URL), richtet Links zu positiven Erwähnungen im Netz auf Seiten wie Digg und Del.icio ein und bringt positive Blogs auf Blogger oder Wordpress, was natürlich nicht von der eigenen Verantwortung für die weitere Pflege der Seite befreit.
„Sie nehmen alle diese neuen Informationen, die wir einstellen und üben so einen immensen Druck auf die Top-10-Resultate aus, die nach unten abgedrängt werden“, so Martin, der hinzufügt, „dass es Monate dauern kann, bis ein Online-Image wieder aufgepäppelt ist“. Aber „wenn man einmal aus den (negativen) Top 10 rutscht ist das schon ganz okay“. Eine perfekte Lösung ist das natürlich nicht, denn Leser, die sich durch mehrere Seiten durchklicken, finden immer noch etwas, das ihnen nicht passt.

Wenn Sie nicht Tausende Dollar übrig haben ist es wohl am besten, ihre Verleumder direkt anzugehen. „Die Antwort auf schlechte Rede ist mehr Rede“ formuliert Matt Cutts von Google, verantwortlich für das Ranking von Suchergebnissen. Für den Anfang empfiehlt er, Google Alerts mit dem eigenen Namen als Suchbegriff einzurichten. Jedes Mal, wenn Ihr Name auf einer Web- oder Blogseite erscheint, werden Sie automatisch per E-Mail benachrichtigt. So wissen Sie wenigstens, ob Sie ein Problem haben, und wenn, dann mit wem.

Wenn Sie schließlich Ihre Kritiker aufgespürt haben, sollten Sie sich ihre Antwort gut überlegen:

Selena Kellinger, Besitzer eines Ladens für Partyservice im kalifornischen San Jose, entschuldigte sich bei einer Kundin, die sich auf der Webseite Yelp kritisch über ihr Unternehmen geäußert hatte. Die Kritikerin Jumoke Jones war von Kellingers Antwort so beeindruckt, dass sie ihren negativen Beitrag durch einen positiven ersetzte. Karl Idsvoog, Journalistik-Professor an der Kent State University Ohio, wählte einen mehr konfrontativen Weg: Er antwortete auf den Vorwurf eines Studenten auf der Seite Rate My Professors (Bewertungsseite, auf denen die Studenten Noten für ihre Professoren verteilen), er sei ein „unverschämter, respektloser, anmaßender Snob“, indem er auf der Webseite Professors Strike Back dem Studenten entgegenhielt: „Wir sind hier nicht beim Babysitten. Wir sind hier, um Fachleute auszubilden. Werden Sie endlich erwachsen“.


Die (positive) Kehrseite der brodelnden Online-Gerüchtküche ist, dass zumindest jenen Gerechtigkeit widerfährt, die sich zu Recht ihren schlechten Ruf eingehandelt haben. „Jeder dahergelaufene Gauner denkt, dass wir hier sind, um ihm aus der Patsche zu helfen“, sagt Robert Russo, Geschäftsführer von Defend My Name. Für Halunken kann das Web-Megaphon ein nützliches Instrument sein. Für alle anderen aber ist es gut zu wissen, dass man zurückschlagen kann, wenn die Virtual Community ihre Geräuschkulisse erzeugt.


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*Momentan nicht aufrufbar.

**In Israel wurde diesbezüglich vor ein paar Monaten ein Gesetzesentwurf eingebracht, der vorsieht, Blogger ebenso wie offizielle Medien für deren Beiträge auch juristisch zur Verantwortung zu ziehen.

Dank an Pesach Benson von HonestReporting, der durch einen Hinweis auf seinem Blog Media BackSpin mich dazu bewogen hat, diesen Beitrag zu schreiben und den Text von Anita Hamilton zu übersetzen.

Sonntag, Juli 06, 2008

Beeb, Beeb, BBC: Schlagzeilen laufen Amok

Wenn Tim Franks, fest angestellter Griffelspitzer und Tastatur-Zampano bei der BBC, aus seinem Fenster im Büro der Jerusalem Capital Studios die Jaffa-Straße hinunterblickt, entgeht ihm im Regelfall selten etwas, was nicht irgendwie zu verwursten wäre - und im Verwursten von Nachrichten ist die BBC einsame Weltspitze. Im Gebäudekomplex haben viele internationale Medien wie der britische Mediengigant (verballhornt Beeb), CCN, Sky News und etliche andere Medien Outlets ihre Büros eingerichtet. Einige Anschläge in der Vergangenheit wurden nicht zufällig in der Nähe des Medienhauses verübt, weil man sich als Terrorist an keinem Platz in Jerusalem und vielleicht weltweit so sicher sein kann, fast zeitgleich mit dem Geschehen in die Schlagzeilen zu kommen wie hier.

Entgangen ist Tim Franks auch am Dienstag, den 2. Juli wohl kaum etwas, als ein palästinensischer Einwohner Ostjerusalems sich einen Radlader schnappte, um eine beispiellos wahnwitzige Amokfahrt zu inszenieren. Er raste auf zwei Busse, etliche Autos und unschuldige Passanten zu, tötete mindestens 3 Menschen und verwundete Dutzende Passanten, bevor er von einem Soldaten und einem Polizisten erschossen wurde, der in einer halsbrecherischen Aktion auf das Fahrerhaus gesprungen waren.

Es ist nicht das erste Mal und auch kein Zufall, dass (auch) ausgerechnet die BBC bei schrecklichen Vorfällen wie diesem zu einem Mittel greift, das ethisch höchst verwerflich ist und von der Absicht zeugt, unehrlich und verzerrend zu berichten, um aus einem gegen israelische Bürger gerichteten Anschlag in Sophisticated Speech etwas zu konstruieren, das sich gegen den israelischen Staat und seine Bürger richtet.

Wie Pesach Benson von HonestReporting schnell feststellte, hatte die BBC unmittelbar nach dem Anschlag folgende Schlagzeile produziert: „Israelischer Radladerfahrer erschossen“. Auf den ersten Blick konnte das den Eindruck erwecken, hier wäre ein Israeli Amok gelaufen und es handle sich um einen Vorfall, der nicht im Entferntesten etwas mit einem palästinensischen Täter zu tun hätte. (siehe Screenshot).

Warum ging Tim Franks nicht die paar Meter runter zur Straße und erkundigte sich bei den Sicherheitsbehörden? Man kennt ihn und hätte ihm Auskunft geben bzw. auf die Pressekonferenz verweisen können. War er kurz auf dem Klo, um seinen Angstschiss abzulassen? Die etwas später abgeänderte Schlagzeile entbehrt dann nicht einer gehörigen Portion bösartiger Komik: „Bulldozer-Amokfahrt erschüttert Israel“.

Abgesehen davon, dass eine Bulldozer-Amokfahrt wohl das Letzte ist, was den Staat Israel in seinen Grundfesten erschüttern könnte (wie hier heimtückisch impliziert), weil er tagtäglich mit der Terrorgefahr lebt, ist die Wortwahl in dieser Schlagzeile an dreister Euphemisierung kaum zu übertreffen.

In der Nahostberichterstattung, und da besonders im Kontext des israelisch-palästinensischen Konfliktes, hatte man bei der BBC noch nie Skrupel, jede erdenkliche Auseinandersetzung zwischen der IDF und Palästinensern sprachlich so ins „rechte“ (falsche) Licht zu rücken, dass palästinensische Terroristen zu anonymen, ziellos umher irrenden „home made“- Kassams mutierten und umgekehrt IDF-Operationen zu unverhältnismäßigen Racheaktionen des jüdischen Staates.

Beispiel gefällig? „Raketen verletzen Dutzende in Israel“ titelt der britische Medienriese, vergisst aber (absichtlich?), den Absender anzugeben, der so freundlich war (und weiterhin ist) seine Tod bringende Fracht nach Sderot oder Ashkelon zu tragen.

Zur dogmatisch unverrückbaren und beinahe schon verklärt interpretierten Konstante der BBC-Berichterstattungsphilosophie gehört selbstredend der Einsatz brachialer Headline-Monster wie in diesen Beispielen: "Israelis töten Militante in Gaza" (Die "Militanten" feuerten vorher Raketen auf Israel) oder "Kinder durch israelischen Militärschlag getötet" (Die Kinder spielten nahe einer Raketenabschussrampe).

HonestReporting hatte dazu ein Communiqué verfasst. Abgesehen davon, dass hier der "Täter" in Kollektivhaft genommen wird ("Die Israelis" und selbstredend die Juden in Gestalt des Staates Israel), wird eine Täter-Opfer-Konstellation fortgeschrieben, die in weiten Teilen der westlichen Presse - und hier besonders der europäischen - eine unheilvolle Tradition entwickelt hat.

Ich weiß nicht, ob Tim Franks und sein Arbeitgeber Cricket -, Rugby- oder Fußballfans sind.

Eines aber sicher nicht: Leidenschaftliche Befürworter eines wenigstens in Ansätzen erkennbar investigativen und redlichen Journalismus. Mister Franks hat's leicht: Die Beschwerdestelle der BBC federt alle kritischen Leseranfragen stellvertretend für ihn ab, denn - wer möchte schon gerne mit Alan Johnston tauschen, der trotz devoter Haltung gegenüber Hamas und Fatah mehrere Monate als Geisel eines Gaza-Klans gehalten wurde?


Beeb, Beeb, BBC….

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Nachtrag, 7. Juli:


BBC entschuldigte sich für die Ausstrahlung drastischer Bilder vom Anschlag letzte Woche.
Die Hölle gefriert, wenn sich Beeb für irgendetwas entschuldigt.

Update, 6. Juli: Redakteur Craig Oliver verteidigt die Entscheidung.

Freitag, Mai 09, 2008

Geburtstagsgeschenk für Israel: BBC erteilt Geschichtsunterricht


Zum 60-jährigen Geburtstag Israels durfte natürlich eine Bestandsaufnahme des „besten Nahost-Experten“ im BBC-Stall nicht fehlen: Jeremy Bowen (links im Bild), des Öfteren schon durch hochqualifizierte Berichterstattung und „Unparteilichkeit“ aufgefallen, durfte diesmal die einstündige Dokumentation „The Birth Of Israel“ fabrizieren, die - wen wundert’s - wieder überdeutlich seine Handschrift trägt. Die Sendung ist online nur in Großbritannien zu sehen - in absehbarer Zeit wohl auch in ganz Europa.

Honest Reporting hat sich natürlich wieder mit dem journalistischen Treiben Jeremy Bowens befasst, denn Eines ist sicher: Bei ihm lohnt es sich immer, genau hinzusehen. Castollux hat übersetzt.


HonestReporting

Jeremy Bowens Dokumentation ist gespickt mit Fehlern und historischem Revisionismus

Die Ereignisse, die bis zur Schaffung des heutigen modernen Staates Israel vor genau 60 Jahren führten, sind wieder und wieder von qualifizierten Historikern untersucht worden. Warum nur wurde Jeremy Bowen die Verantwortung für die einstündige Dokumentation „Die Geburt Israels“ am 4. Mai übertragen? (Online nur in Großbritannien zu empfangen; der Film wird möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt international ausgestrahlt).

Nahost-Redakteur Bowen zeigt immer wieder eine einseitige Betrachtungsweise gegenüber Israel und bezüglich des regionalen Konflikts, und seine Dokumentationen folgen diesem Strickmuster.

Einen Vorgeschmack auf das, was zu erwarten ist, bieten erste Sekunden der Ausstrahlung, die Bilder der Kuppel des islamischen Felsendoms und ein Kruzifix vor der Silhouette Jerusalems zeigen. Trotz der tiefen religiösen Verbundenheit des Judentums zu Jerusalem und dem Land Israel wird dieser Fakt unbegreiflicherweise ausgelassen. Und hierin besteht der Hauptfehler des kompletten Beitrages - die legitimen Wurzeln des jüdischen Volkes im Land Israel, die über drei Jahrtausende zurückreichen, werden entweder heruntergespielt, delegitimiert oder gänzlich ignoriert.

• Das Recht der Juden auf ihren Staat infrage stellen:

Während Bowen von palästinensischen Bauern spricht, die das Land seit Jahrhunderten bestellten, wird der ununterbrochenen jüdischen Anwesenheit, die bis vor die Antike zurück reicht, kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Stattdessen unterstellt er, dass die Wellen jüdischer Einwanderer in der Zeit vor der Staatsgründung ein fremdes Implantat gewesen seien.

An keiner Stelle macht Bowen deutlich, dass ein souveräner Palästinenserstaat niemals existiert hat und vor der Teilung die palästinensischen Araber sich keine andere Identität gegeben hatten. Tatsächlich aber ignoriert Bowen die etwa 100.000 Araber, die alleine während der Zeit des britischen Mandats aus den Nachbarländern auswanderten und heute als Palästinenser betrachtet werden.

Bowen fasst die Balfour-Erklärung von 1917 simplifizierend in einem Satz zusammen: „Eine Nation, die das Land eines Anderen an einen Dritten verspricht“, und lässt zweckdienlicherweise aus, dass das „Land des Anderen“ nicht der Realität entsprach und dass die dritte Nation [das jüdische Volk] legitimen und wahren Anspruch auf dieses Land gehabt hat.

Und als ob er uns diesen Punkt immer wieder einbleuen wollte spricht Bowen davon, dass der Holocaust ein neues Argument für einen jüdischen Staat geschaffen habe. Will Bowen damit andeuten, dass es vor dem Genozid der Nazis kein moralisches Thema war? Auch wenn der Holocaust zweifellos die dringende Notwendigkeit eines jüdischen Staat bewiesen hat, so sollte er in keiner Weise legitime jüdische Ansprüche auf einen eigenen Staat vor (!) der Vernichtung des europäischen Judentums schmälern.

Trotz dieser Tatsache erklärt eine [in der Sendung] befragte Person: „Warum das palästinensische Volk vertreiben, um es einen Preis für ein Verbrechen zahlen zu lassen, das es nicht begangen hat?“ Auch wenn Bowen kurz den vorübergehenden Besuch des Muftis von Jerusalem in Nazi-Deutschland bei Hitler erwähnt, unterschlägt er sowohl die Unterstützung des palästinensischen Führers für Hitler als auch seine Beteiligung an der Ermordung europäischer Juden während des Krieges.

• Moralische Gleichsetzung:

Bowen verwendet die BBC-typische Haltung der moralischen Gleichsetzung, wenn er den gegenwärtigen Konflikt beschreibt: „Israel geht mit Luftschlägen und Bodenangriffen vor. Palästinenser beschießen israelische Grenzstädte mit Raketen. Beide Seiten geben dem Gegner die Schuld.“ Folglich wird palästinensischer Terror mit israelischen Bemühungen, seine Bürger zu beschützen, gleichgesetzt.

• Palästinensische und arabische Opferrolle:

Bowen jedoch nimmt Abstand von dieser Gleichsetzung und ergreift stattdessen jede sich bietende Möglichkeit, einen arabischen David als Opfer des israelischen Goliaths darzustellen. Noch immer werden die Araber - trotz einer Geschichte der Aggression gegen die Juden, darunter die Gewaltexzesse der 1920er-Jahre und 1936 sowie das niederträchtige Hebron-Massaker 1929 - als Opfer jüdischer Macht und Boshaftigkeit gezeichnet.

Bowen verschweigt die Tatsache, dass Israel unmittelbar nach seiner Unabhängigkeitserklärung von fünf arabischen Armeen gleichzeitig angegriffen wurde. Stattdessen gibt er sich größte Mühe, die in Zahlen ausgedrückte und logistische Übermacht der israelischen Armee zu betonen, um sein Konzept der arabischen Opferrolle durchzuziehen. Auch wenn Historiker davon ausgegangen sind, die Araber seien schlecht vorbereitet gewesen, um einen Krieg zu gewinnen, sollte diese Tatsache nicht darüber hinwegtäuschen, dass es dieselben arabischen Armeen waren, die einen Angriffskrieg begonnen hatten, auch wenn sie ihn letztendlich verloren. Bowen hätte auch nicht die wirklichen Opfer und Bedrängnisse herunterspielen dürfen, die der noch junge israelische Staat ertragen musste, der während des Unabhängigkeitskrieges etwa 1% seiner Bevölkerung verlor.

Parteiisch in der Teilungsfrage:

Wenn er sich auf die Teilung des Mandatsgebietes Palästina bezieht, behauptet Bowen: „Die Juden haben das beste Stück davon bekommen - mehr als die Hälfte des Landes, obwohl sie etwa 10% Land besessen hatten und es doppelt so viele Araber gab“.

Bowen zitiert historische Fakten so, bis sie ihm passend erscheinen, um wiederum die Araber als Opfer darzustellen

Tatsächlich jedoch beruhte die Grenzziehung allein auf demografischen Faktoren und etwa 60% des jüdischen Staates sollten sich in der Wüste Negev befinden, während die Araber einen Großteil des landwirtschaftlich bebaubaren Landes nutzten.

Außerdem belegen britische Statistiken, dass 70% des Landes, das später Israel werden sollte, sich nicht in Besitz arabischer Bauern befand. Die Ländereien wurden nach Abzug der Briten wieder unter israelische Kontrolle gestellt. Etwa 9% des Landes befand sich in jüdischem Besitz und 3% in den Händen von Arabern, die später israelische Staatsbürger wurden. Das bedeutet, dass nur ungefähr 18% des gesamten Gebietes Arabern gehört hatte, die das Land vor und nach dem arabischen Einfall in Israel verlassen hatten.

• Die Wahrheit massakrieren:

Jüdische Angriffe auf Araber werden von Bowen mit viel Detailversessenheit hochgespielt, mit Behauptungen von „Massakern“ gegen Palästinenser, die im Filmbeitrag besonders hervorgehoben werden: Arabische Angriffe auf Juden werden in weit abstrakteren Begriffen geschildert.

Bowen widmet der Geschichte von Deir Yassin viel Sendezeit, versäumt aber, den Kontext hinter dem Vorfall anzusprechen oder die Politisierung und die sich widersprechenden Berichte darüber, was wirklich vorgefallen ist.

Dabei beabsichtigten die israelischen Streitkräfte sicher nicht, ein „Massaker“ an Nichtkämpfern zu verüben; in Wirklichkeit war es eine grimmige Schlacht, als Einwohner von Deir Yassin und ausländische Kräfte das Feuer auf die Israelis eröffneten.

Bowen fährt fort und zitiert einen Haganah-Geheimdienstoffizier aus jener Zeit, der Angaben über schreckliche Grausamkeiten machte, die von den Irgun- und Lehi-Truppen in Deir Yassin begangen worden sein sollten. Dieselbe Quelle wurde vom israelischen Historiker Dr. Uri Milstein infrage gestellt, der zu dem Schluss kommt, dass dies aus politischen Gründen produziert wurde, um Irgun und Lehi zu diskreditieren und ihre Einbindung in die regulären israelischen Streitkräfte zu verhindern.

Interessanterweise verlässt sich Bowen auf den „Augenzeugen“-Bericht von Hazzem Nusseibeh, einem palästinensischen Journalisten aus dieser Zeit, der in einer früheren BBC-Dokumentation tatsächlich zugab, er sei angewiesen worden, Behauptungen über jüdische Gräueltaten in Deir Yassin zu übertreiben, um die arabischen Armeen dazu zu bewegen, den palästinensischen Arabern zu Hilfe zu eilen (was den gegenteiligen Effekt hatte, nämlich die Araber zur Flucht aus ihren Häusern bewog): Nusseibeh sagte in der BBC-Serie “Israel and the Arabs: the 50 Year Conflict” zu Deir Yassin Folgendes (Bitte nach unten srollen. Weitere Quelle: IsraelVisit):

„Das war unser größter Fehler. Wir wussten nicht, wie unsere Leute darauf reagieren würden. Als sie erfahren hatten, dass in Deir Yassin Frauen vergewaltigt worden seien (was eine Fälschung war [Nusseibeh]) flohen sie in panischer Angst."

Nusseibeh wiederholt diese Behauptung in Bowens Dokumentation, die sich stattdessen auf eine Sekundärquelle beruft, jedoch nicht mehr.

• „Ethnische Säuberung“ :

Bowen betreibt auch Schindluder mit der historischen Interpretation von Plan D., wenn er den Vorwurf zitiert, dass diese militärische Operation der Israelis mit der Absicht geschah, eine „Ethnische Säuberung“ an der arabischen Bevölkerung zu praktizieren. Obwohl er zugibt, dass es zum angesprochenen Fall unterschiedliche Meinungen zwischen den Historikern gibt, kommt er mit dem Vorurteil, dass „die Juden den Angriff begonnen" hätten.

Und dies trotz des vorherrschenden historischen Standpunktes, gestützt durch angesehene Historiker dieser Epoche wie Benny Morris, der daran festhält, dass es keinen zionistischen „Plan“ oder Blankoscheck für die Vertreibung der arabischen Bevölkerung oder gar einer „ethnischen Säuberung“ gab. Plan Dalet vom 10. März 1948 war das Gesamtkonzept der Haganah - des jüdischen Militärs, das später zur Israel Defense Force wurde - um den erwarteten pan-arabischen Anschlag auf den jüdischen Staat abzuwehren.

Bowen erlaubt sich auch die Freiheit zu behaupten, dass „jüdische Führer darüber diskutiert hätten, die Araber auf Jahre hinaus zu vertreiben“, ohne historische Quellen oder Hintergrundkontext anzubieten. Niemals hat eine israelische Regierung diese Politik übernommen oder angewandt.

Hattip: HonestReporting