Mittwoch, Dezember 16, 2009

Sola Scriptura oder dämliche Denunziation?

Der schlecht verkappte Antisemit und "Kunstkenner" Othmar Kaufmann (alias Mercator) aus Protzdam brüstet sich wieder einmal mit grandios inszeniertem Halbwissen und will seinen 3 Lesern (sind es eigentlich mehr?) hier weismachen, dass Übertragung ins Deutsche und Übersetzung aus dem Englischen ein und dasselbe sind, wenn er sich auf meinen letzten Eintrag bei Castollux beruft.

Deshalb auch sein heuchlerisch gehauchtes Credo sola scriptura, in dem er sich fälschlicherweise auf Martin Luther und dessen berühmte Aussprache bezieht. Er hat zwar keinen blassen Schimmer von Luther, meint aber, mit seiner dahingeworfenen Volldeppenmeldung Staub aufwirbeln zu können, weil ihm die Beachtung in der Blogosphäre fehlt, die er doch so dringend benötigt.

Wie kann man nur so einen Schwachsinn verzapfen! Wenn man von der Reformationsrhetorik, geschweige denn von der Reformation keine Ahnung hat, sollte man besser sein dummes Maul halten.

Memo für Mercator:

Übertragung
ins Deutsche lässt gewissen Spielraum für eigene Formulierungen, ohne den Kern der eigentlichen Intention zu verlassen. Übersetzung aus dem Englischen erfordert Schrift-zu-Schrift-Übersetzung. Letzteres habe ich aber nicht gemacht, sehr verehrter Schleimer Mercator! Deshalb am Schluss meines Artikels auch die Quellenangabe. Wenn es eins zu eins gewesen wäre, hätte ich das ganz oben angegeben! So viel Sorgfalt lege ich immer noch an den Tag.

Abgesehen davon, dass Mercator (Othmar Kaufmann) vergebliche Anstrengungen unternimmt, sich bei meinen Freunden und mir auf heimtückischste Weise einzuschleimen, um dann, ähnlich wie sein Kumpan Arendt, jede gut gemeinte Antwort ins Netz zu stellen und sie dann pervers zu entstellen,
zeigt dies wieder einmal, dass er seiner Ausbildung als Diplompsychologe nicht im Entferntesten gerecht wird.

Nicht jeder Pe**er hat die Disziplin verdient, die er studiert.

Mir tut es leid um alle, die Mercators Hilfe in Anspruch genommen hatten. Waren vielleicht Abraham Melzer und Konsorten dabei?

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P.S.: Ich werde einen Teufel tun, diesem Schleimer Mercator auf seinem Blog einen Kommentar einzustellen. Muss man ihn aufwerten?

Es reicht schon, wenn ich auf meinem eigenen Blog Stellung beziehe, was schon genug Zeitverschwendung ist.


Dienstag, Dezember 15, 2009

Sozialisten: Vom revolutionären Fortschritt zur Repression

Vor 220 Jahren startete die westliche politische Linke ihren Siegeszug im französischen Revolutionsparlament. Partei der Freiheit nannte sie sich damals stolz.

Heute repräsentiert sie die Partei der staatlichen Kontrolle und des Etatismus, also des erklärten Feindes der Freiheit von alters her. Ihre Gründer - Männer und Frauen - gingen mit großer Leidenschaft zu Werke, doch ihre Nachkommen, ab sie nun in Europa oder in den USA leben, sind so blutleer geworden, dass man sich allen Ernstes fragt, ob sie von einem anderen Stern kommen. Ehedem
fortschrittlich-revolutionär mutierten sie zu reaktionären Unterdrückern und Apologeten eines lähmenden Status Quo.

Die Linke hat sich in ihr Gegenteil verkehrt, ihr Blut ist invertiert. Und der Staat? Statt sich auf seine grundlegende Daseinsfunktion zu beschränken, nämlich den Schutz seiner Bürger und deren Absicherung in sozialen Extremsituationen, führte er in eine trostlose Ära radikaler Gleichheit und wurde dadurch zum Instrument einer neuen herrschenden Klasse, die aus den intellektuellen und politischen Eliten hervorging. Nach einigen Startschwierigkeiten freundeten sich die Linken auf beiden Seiten des Atlantiks immer mehr mit dem Projekt an und sind heute Teil dieser leichenstarren Soft Tyranny, vor der schon
Alexis de Tocqueville gewarnt hatte.

Als sich der revolutionäre Pulverdampf verflüchtigt hatte, war die Linke zu einer politischen Bewegung degeneriert, deren Kitt heute mehr denn je lediglich durch die Machtgier ihrer Eliten zusammengehalten wird. Die entscheidende historische Zäsur, wenn man sie denn halbwegs zuverlässig datieren könnte, fand nach dem Zweiten Weltkrieg statt, als die sozialistische Leidenschaft ebenso ausgebrannt war wie ihr faschistischer Zwilling.

Die politische Intensität der alten Welt verdunstete regelrecht im Spektrum der Nachkriegszeit und bedeutete das Ende des revolutionären Europa. Sie machte einer leidenschaftslosen Besserwisser-Kaste Platz, wie sie sich heute speziell in der Europäischen Union herausgebildet hat. Sicher, es gab auch lebhafte Intermezzi wie die Proteste in Frankreich 1968 oder einen Dubček in Prag mit seinem "tschechoslowakischen Weg zum Sozialismus" im selben Jahr, aber das blieb marginal. Oder finden Sie heute noch einen Intellektuellen von damals, der die Sprache der Freiheit spricht? Etwa Cohn-Bendit? Es darf gelacht werden!


Beinahe logisch also, dass alle Linken und Konservativen, die an die alten Ideale glauben und sie wiederbeleben wollen, als „Rechtsradikale“ bezeichnet werden.


Die Linke in den USA ist vom europäischen Bazillus noch nicht so lange befallen, aber seine Wirkung ist deswegen nicht weniger stark. In den vergangenen zwei Jahrhunderten gab es meistens fundamentale Unterschiede zwischen europäischen und amerikanischen Progressiven. Die Europäer waren doktrinärer, die Amerikaner pragmatischer. Die Europäer wollten Marx kongruent in ihren Partei- und Gewerkschaftsprogrammen abbilden, die Amerikaner hatten nie eine wirklich ernst zu nehmende sozialistische Arbeiterbewegung. Und die Europäer waren in einer Weise geil auf Kommunismus, wie es die Amerikaner hoffentlich (und wahrscheinlich) niemals sein werden. Erstere strebten nach „Staatssozialismus“, während die überwiegende Mehrheit der Amerikaner vom
American Dream des Pursuit of Happiness inspiriert war.

Zu Zeiten des New Deal in den 1930er-Jahren befand sich die amerikanische Linke auf halbem Weg in den staatlichem Dirigismus, der auf der arroganten Überzeugung gründet, dass man sich auf gewiefte Leute mehr verlassen kann als auf freie Märkte - und konsequenterweise freie Menschen. Nach dem Zerfall des sowjetischen Kommunismus erkannten dies auch die meisten Betonköpfe diesseits und jenseits des Eisernen Vorhanges. Das Scheitern des sozialistischen Traumes im Westen war so offenkundig und total, dass nur die standhaftesten Sektierer es wagten, anzumerken, dass der amerikanische Traum - harte Arbeit zahlt sich aus, weil unsere Gesellschaft eine revolutionäre Gesellschaft der Chancengleichheit ist - eine Fata Morgana sei und wir eine staatliche Überinstanz bräuchten, die Gerechtigkeit herstellt und erzwingt.

Und obwohl die Linksaußen seit langem die Universitäten und einen Großteil der Medien beherrschen, scheiterten sie meistens (zumindest in den USA) bei der gesellschaftlichen Positionierung ihrer aussichtsreichsten Führungspersönlichkeiten (in Europa sieht es anders aus). In den USA kamen die Sozialisten meistens nicht an, weil ihre Staatsideologie und ihr Etatismus den meisten Amerikanern suspekt waren.


Ihre Ideen wurden zu Recht zurückgewiesen: Schließlich hatten der Marxismus und seine Nachkommenschaft ihre Untauglichkeit schon mehrmals unter Beweis gestellt. Niemand glaubte mehr an die These „Jedem nach seinen Fähigkeiten (oder Arbeit), jedem nach seinen Bedürfnissen“ (K. Marx).

Was blieb also?


Machtgeilheit, gerechtfertigt durch die Überzeugung, dass die neue Nomenklatur uns alle Entscheidungen abnehmen müsse. Die antiaufklärerischen Protagonisten hatten erkannt, dass sie seit Ablehnung ihrer Ideologie die besten Erfolgsaussichten haben, wenn sie ihre Gegner dämonisieren und sich selbst als Partei der Tugend stilisieren. Die alten Ideen wurden durch Groucho-Marxismus ersetzt, etwa nach dem Motto des großen Schauspielers und Entertainers: „Ich habe Prinzipien. Und wenn Sie diese nicht befürworten habe ich andere.“

Übersetzt in die Sprache der Sozialisten heute könnte das heißen:
Wählt uns, weil wir die besseren Menschen sind. Und deshalb sind wir qualifizierter für's Amt. Alles hängt davon ab, ob wir an der Macht sind und Kontrolle ausüben können. Nein, natürlich wollen wir keinen wie auch immer gearteten ’Sozialismus’.
Nimmt man sich wieder das Beispiel USA vor, dann kann man bei Al Gore oder Nancy Pelosi (Sprecherin des US-Repräsentantenhauses [Demokraten]) zwar unschwer einen Hang zu öko-sektiererischem und diktatorischem Verhalten ausmachen, aber „Sozialisten“? Igitt, wer käme denn auf diese Idee? Um ja nicht aufzufallen, sprechen Personen wie sie von einer „Neu- oder Umverteilung des Reichtums“. Wie man aber schnell feststellen kann (siehe am Beispiel des US-amerikanischen Bankenrettungsprogramms), wird der Reichtum unter den politischen Freunden neu verteilt. Es geht also weniger um eine idealistisch geführte Kampagne als um die Aneignung von Reichtum und willkürlicher Macht und meistens darum, sich zu finanzieren und die eigene Hegemonie zu zementieren.

Tocquevilles Prognose trifft zu: Die Freiheit wird durch ein endlos ausuferndes Regulierungssystem gebunden und wir werden versklavt, ohne überhaupt mitzubekommen, wie dieser Prozess abläuft. Deshalb gehen wir wählen und trösten uns mit der Hoffnung, dass unsere politischen Führer nur das Beste für die Gesellschaft wollen. In der Zwischenzeit blasen die Sozialisten qua Gesetzgebung den Staat immer mehr auf und besetzen die Schlüsselpositionen mit ihren Leuten.


Die Geschichte ist voll von Paradoxien, aber keine ist bedrückender als die eines repressiven Staates, der vorgibt, im Namen der Freiheit zu handeln.


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Quelle: Pajamas Media

Montag, Dezember 14, 2009

Das Littman-Syndrom

Erinnern Sie sich noch daran, wie Mitte Juni 2008 der britische Historiker David Littman während einer Sitzung* des UN-„Menschenrechtsrates“ eine Erklärung über die Steinigung von Frauen und die Verheiratung von Mädchen in Ländern, in denen die Scharia angewandt wird, verlesen wollte und abgekanzelt wurde?

Dieser Tag kann mit Fug und Recht als Begräbnis erster Klasse für das Vorhaben der EU gewertet werden, die Scharia als (Mit-) Ursache für Menschenrechtsverstöße in islamischen Ländern zu brandmarken, denn, so der rumänische Ratspräsident
Doru Romulus Costea damals barsch gegenüber dem Delegierten Littman, der diese Missstände deutlich ansprach:
Erklärungen dürfen keine Beurteilungen oder Bewertungen von Religionen enthalten,
und weiter:
Ich garantiere Ihnen, dass beim nächsten Versuch jedes Redners, eine Religion, ein religiöses Gesetz oder Schriftstück zu beurteilen, ich ihm die Redeerlaubnis entziehen werde.
Özcan Mutlu, Grünen-Schulexperte in Berlin, muss das wohl noch im Ohr haben, denn er befindet nach Sarazzins Vorstoß zum Kopftuchverbot lapidar:
Ich halte nicht viel von einem Verbot, weil es die Religionsfreiheit der Kinder einschränkt.
Freiheit der Kinder? Ins gleiche Horn blasen natürlich auch wieder C. Roth und der Integrationsbeauftragte Günter Piening (Grüne).

Im Bild rechts: Verschleierte Mädchen in den Niederlanden.

Alles klar? Man kann es auch deutlicher sagen: Die Scharia steht seit dem 16. Juni 2008 offiziell über der Meinungsfreiheit und ist sakrosankt. Subtil natürlich nur, sagen Beschwichtiger, denn ganz so brachial will man es dann mit der Da'wa auch wieder nicht treiben.


David Littmann schien an jenem Junitag im Jahr 2008 die nachfolgenden Auseinandersetzungen mit dem
Politischen Islam vorausgeahnt zu haben, und auch unsere Befürchtungen bewahrheiteten sich, was den Ablauf von Durban II und die öffentliche Debatte seitdem betreffen sollte: Kritik an Menschenrechtsverstößen im islamischen Machtbereich oder in islamischen Communities im Westen wird seit dem „Fall Littmann“ immer heftiger mit dem Vorwurf des Angriffes auf die Religionsfreiheit und mit dem damit verbundenen idiotischen Kampfbegriff „Islamophobie“ belegt. Und es funktioniert wie geschmiert, wie wir jetzt wieder erleben.

In diesem Zusammenhang lohnt es sich vielleicht abschließend noch, den „
sensiblen Ästheten“ Navid Kermani zu zitieren, der im Zusammenhang mit dem Minarett-Entscheid Folgendes zu vermelden hat:
Die Rechtspopulisten und ihre ehemals liberalen, nun neokonservativ gewendeten Wegbereiter in den Medien, die auch in Deutschland mit dem Furor von Konvertiten auftreten, attackieren zwar den Islam, zielen aber auf das europäische Projekt. Nicht zufällig sind sie durchweg Skeptiker, wenn nicht Gegner des europäischen Einigungsprozesses..[...].
Mag ja sein, dass Kermani mit seiner Schlussfolgerung teilweise richtig liegt, was den Euro-Skeptizismus betrifft, obwohl er damit nur salafistische Nebelkerzen zündet, aber mich ekelt in diesem Zitat etwas anderes an - nämlich seine beleidigte Attitüde, wenn es um Kritik am Islam geht. Er beweist damit, dass er nur austeilen kann, und das nicht zu knapp und ziemlich schmutzig.

Na gut, Meinungsfreiheit, abgehakt. Wir sind da großzügig, oder etwa nicht?


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Hier kann man sich noch einmal das Video mit dem skandalösen Diskussionsverlauf der Sitzung ansehen.

Sonntag, Dezember 13, 2009

Der Blitz unter den Browsern: Google Chrome

Wer bisher noch nicht Google Chrome (Die Extension-Version) als Browser eingerichtet hat, sollte sich vielleicht überlegen, das doch noch zu tun.

Google Chrome
ist unglaublich schnell und lässt in dieser Hinsicht selbst Firefox hinter sich.

Dank an Lukas Lehmann für den Tipp.

Google Chrome
war mir natürlich vorher schon bekannt, bisher eigentlich als Exot wie Safari oder Opera, aber dass er so gut ist hätte ich nicht gedacht. Übrigens: Im Eingabefenster kann man mittels "rechter Mausklick/Kontextmenü" Tippfehler sofort ausbessern.

Wer das eine oder andere Tool vermisst sollte rechts oben beim Schraubenschlüsselsymbol auf "Erweiterungen" gehen. Dort werden die Extensions in einer bis jetzt noch überschaubaren Galerie angezeigt und können heruntergeladen werden.

Übrigens: Add-On-Funktionen wie bei Firefox sind zwar eine nette Beigabe, aber braucht man die unbedingt, wenn sie das System ausbremsen und letztendlich Firefox genauso aufblasen wie IE?

Da Google Chrome Extensions eine BETA-Version ist, wird noch einiges an Verbesserungen folgen.

Tipp: IE und Firefox sollte man deswegen aber nicht aus der Schnellstartleiste herausnehmen....

Freitag, Dezember 11, 2009

Jürgen Todenhöfer und das Begräbnis des objektiven Journalismus

Wenn kalkulierter Schwachsinn auf Öffentlich-Rechtliches trifft

Na gut, das ZDF hatte am 10. Dezember wenigstens Alan Posener, Ralph Möller (sehr sympathisch und impulsiv) sowie den um jedes Wort ringenden Verteidigungsminister zu Guttenberg eingeladen.

Half nicht viel.

Siehe hier (Mediathek einen Tag später beim ZDF….).


Was soll's, wenn Frau Illner pausenlos Herrn Todenhöfer das Wort erteilte und dieser wieder einmal die einmalige Gelegenheit hatte, sein schwachsinniges Buch "Warum tötest du, Zaid?" der Öffentlichkeit vorzustellen?

Kann sie es wirklich nicht lassen, ihn zu protegieren?

Einmal sein Buch kurz unter die Lupe genommen:

Todenhöfer verlässt sich darin ausschließlich auf
Iraker (etliche davon Terroristen) und Formulierungen seiner Rezensenten, nicht aber auf Fakten. Und das wiederum entspricht seiner heimtückischen und unwissenschaftlichen Methode, Emotionen zu schüren, aber auch seiner Eitelkeit, Auflage um jeden Preis zu steigern, wie hässlich inszeniert auch immer.

Und für die Blödheit der Käufer am Weihnachtstisch?


Beispiele aus Rezensionen - kreuz und quer, um fair zu bleiben:

Zuerst einmal eine vorsichtige Kritik:
"Terroristen bzw. diktatorische Regime verstehen die Sprache von Verhandlungen nicht. Falls Todenhöfer dies meint, dann sollte er doch in die Diplomatie bzw. in die Außenpolitik gehen. Oder, falls er den Mut hat, mit den Selbstmordattentätern und deren Kommandeure sprechen, damit sie mit dem aufhören, was gegen die Demokratie und Menschenrechte gerichtet ist. Im übrigen: Hitler war auch ein Diktator.

Soweit müsste Jürgen Todenhöfer doch die Geschichte Hitlers kennen: ob Hitler eine Sprache der Vernunft gefolgt wäre???? Niemals, dass wissen wir doch inzwischen alle. Dieser "Bluthund" hat das deutsche Volk in den Krieg geführt und es bis zum letzten Blutstropfenkämpfen lassen, statt rechtzeitig zu kapitulieren. Er selbst, der Aggressor, war so tapfer, dass er mutig Selbstmord beging.
Herr Todenhöfer seien sie bitte in Zukunft objektiver. Mit Pazifismus alleine kommt man so manchem Menschenrechtsverächter nicht bei. Leider."
Dass Todenhöfer so unbeirrt schwachsinnig weiterreden darf, hat aber auch seinen Grund in Rezensionen wie diesen bei Amazon - und Islam ist Frieden, so schallt es hier uns entgegen von (Z1406); Tippfehler freiwillig von Castollux mitgenommen:
Selbstmord oder unschuldige Leute umzubringen hat mit dem Islam nichts zu tun. Wie jeder Religion ist Islam auch ein sehr friedliches Religion. Es ist sehr traurig, dass unter dem Namen Religion gemordet und die Leute gedemütigt werden. Ich hoffe sehr, dass dieses Buch nicht nur von einfachen Leuten wie ich bin, gelesen wird. Sondern auch von allen führenden Politikern, ob es Christen, Muslime oder Juden sind.

Es wird vielen die Augen öffnen und bestimmt auch einige zum umdenken bringen. Das Hoffe ich sehr!
Hier wird uns offenbart, wie schlecht wir Westler doch eigentlich im Tiefsten unseres Herzens sind:
Wenn man Vorurteile hat, macht einen das BLIND. Es geht hier um Menschen die nichts mit Anschlägen noch den 11.9. zu tun haben. Sie wurden einfach von den USA angegriffen, aufgrund des Öl's. Der Ölpreis ist jetzt für Iraker nicht mehr zu bezahlen, alles wird exportiert. Die meisten Anschläge im Irak werden von Ausländern durchgeführt (ein großer Teil sind Saudi Arabier=Wahabiten-- Sie werden von den meisten Moslems gar nicht als Moslems angesehen- sie stellen ein Bild des Islam da, was gar nicht der Islam ist.

Sie zerstören den Islam, durch sie bekommt man ein falsches Bild vom Islam im Westen.)
Leider gibt es auch hier wieder Menschen bei den Rezensenten die sich Repräsentieren wollen und andere Menschen (vor allem Muslime) schlecht machen bzw. pauschal verurteilen. Dabei wird nicht auf das wirkliche Problem hingewiesen. Das Problem sind wir im Westen mit unserer Ignoranz. Wir haben Angst vor allem Fremden, obwohl es nicht Fremd ist.
Usw., so fremd und so schlecht. Wir sind also böse, weil wir das Fremde kritisch begutachten, wenn es uns feindlich begegnet und unser Grundgesetz nicht akzeptieren willl. Fragt sich nur, was der nächste Rezensent in seinen Tee eingeschüttet hatte, bevor er anfing zu schreiben. Schrieb' er vom edlen Wilden, den wir nicht kennen, den er aber gerne weiter halluzinieren möchte?

Und jetzt wird’s theologisch, denn über Todenhöfers Leser werden Kulturen und Weltreligionen versinnbildlicht, wie Tobias Uhl zum Besten gibt:

Jürgen Todenhöfer berichtet in diesem Buch über seine Reise in den Irak, erzählt von seinen Treffen mit den dortigen Widerstandskämpfern und berichtet über deren Schicksale und Erlebnisse im Zusammenhang mit dem Krieg. Zusätzlich untermauert Todenhöfer seine Erzählungen und Berichte mit aktuellem sowie historischem Bildmaterial und vergleicht Auszüge aus dem Alten und Neuen Testament mit Suren des Korans.
Weiter unten geht's weiter mit borniertem Schwachsinn - wie ein Amateur das eben gern macht.

Doch weg damit….


Knipsn sieht es dann zum Glück doch ein wenig anders:

Ich habe selten ein Buch gesehen, dass die Fakten so verdreht wie diese Publikation. Bereits einige meine Vorgänger haben auf die Einseitigkeit von Todenhöfers Ansichten hingewiesen, was ich für noch stark untertrieben halte (ohne meine Vorredner damit jetzt angreifen zu wollen). Bemerkenswert sind die Vermischung der verschiedenen Glaubensrichtungen des Islams und die teilweise fehlenden Beweise seiner Theorien.

Das Thema Islam, Irak, USA und Gewalt kann und sollte intensiv diskutiert werden- aber bitte nicht so. Jeder, der eine einigermaßen glaubwürdige und gut recherchierte Analyse lesen möchte, sollte die Finger von diesem Buch lassen. Wer wissen möchte, was man kontraproduktives für den notwendigen Diskurs leisten kann, der sollte zuschlagen....
Und Progressor auch:
Kaum zu glauben, dass man in ein Buch so viele Lügen und unbelegten Behauptungen packen kann. Für keine einzige Zahl, die Todenhöfer nennt, gibt es einen Beleg. Es ist widerlich, wenn Banditen die unschuldige Zivilisten töten, als Widerstandskämpfer bezeichnen werden. Der Autor will mit diesem Buch nur seinen Antiamerikanismus ausleben und dafür sind ihm alle Mittel recht.
Lesen Sie die Rezensionen selbst durch. Sehr viele „Pro“ für Todenhöfer werden Sie finden (was anderes auch?) , aber auch manches „Kontra“, das dessen Geschäft mit dem Mitleid durchschaut hat. Ich überlasse Ihnen ein abschließendes Urteil.

Eines kann ich Ihnen jedenfalls nicht empfehlen - Todenhöfers Buch zu kaufen.
Wenn, dann das hier von Tilman Tarach:

Das hat wissenschaftliche Qualität erster Klasse und ist wunderbar zu lesen: Der Ewige Sündenbock. Bitte auch meine Rezension beachten. Die ist nämlich wirklich gut, ganz ohne Bescheidenheit.
Da bin ich furchtbar eitel, gebe ich zu.

Und vielleicht ganz bescheiden erwähnt auch noch mein Buch, das von reformatorischen Sekten handelt, und eigentlich auch etwas mit heutigem Sektengebaren zu tun hat - nur 500 Jahre vorher. Und ein wenig vergleichbar mit...na ja, sie wissen schon.

Mittwoch, Dezember 09, 2009

Give them Pizza!

4:1 gewonnen in Turin!


Und hier ein wundeschönes Bild von Liza.


Bayern München...forever Number One!


Noch Fragen?

Aber wir wollen ja nicht abheben....

Leverkusen, Hamburg, Bremen, Arsenal, Manchester, Chelsea, Barcelona?

Uiiihhhh....Uiiihhhh....

Dienstag, Dezember 08, 2009

So etwas nenne ich Schulordnung

Zufällig gefunden: Aus dem Verhaltenskodex der Hauptschule Insel Schütt in Nürnberg.

Träume ich oder ist dieses Beispiel (pdf-Datei) die Regel? Zumindest wäre es schön, wenn es überall Anwendung fände.

Ganz ohne Ironie: So etwas nenne ich Schulordnung.


Aufgeschwatzte Eisbären und die Klimadiktatur

"Ich sehe allmählich die Bereitschaft zum Demokratieverzicht. Es stimmt mich sehr bedenklich, wenn auf Klimakongressen wie jüngst die Äußerung fällt oder die Frage gestellt wird, ob man autoritären Regimen nicht besser zutrauen könnte als einer Demokratie, die angeblich anstehenden Probleme in den Griff zu bekommen. Was sich da am Horizont abzeichnet ist eine klimapolitische Weltdiktatur."

Professor Gerhard Schulze, Otto-Friedrich-Universität, Bamberg

Recht hat er!

Dazu ein Blick 6 Tage zurück in einen Filmbeitrag aus dem von Ursula Heller
wie immer formidabel moderierten Magazin Kontrovers (Bayerischer Rundfunk), das die Diskussionen (Tricksereien) um klimapolitische Endzeitphantasien aufgreift. Bitte hier oder auf die Abbildung (Quelle: Titanic) klicken.

Maxeiner und Miersch hatten schon richtig beobachtet, als sie das Heraufziehen einer neuen Religion diagnostizierten. Wo theologische Transzendenz und kreative Freiheit abhanden gekommen sind, muss schnellstens Ersatz her, oder wie sagte Baghwan (Osho, 95 Rolls Royce) seinen noch heute benebelten Sanyasin sinngemäß: "Ihr müsst zuerst euer Hirn leeren. Wenn es dann gereinigt ist komme ich als euer neuer Meister, um es wieder zu füllen."


Um die Satire von Titanic aufzugreifen: Die Eisbärenpopulation hat sich vervielfacht (Stand 2007, Tendenz zunehmend).

Montag, Dezember 07, 2009

Arabisches Qualitätsfernsehen

Sehen Sie sich bitte das Video an und beurteilen Sie, wie genau es der allseits gepriesene arabische Vorzegesender Al-Jazeera mit journalistischer Sorgfalt und Fairness nimmt: Er stellt dem Christen Fischer drei relativ deutlich positionierte muslimische "Gesprächspartner" gegenüber. Sehr fair, nicht wahr? Und der Moderator bleibt nicht unparteiisch, wie man das im günstigsten Fall annehmen sollte, sondern verschießt zusätzlich Spitzen gegen Fischer, der kaum dazu kommt, sich zu wehren. Zum Ansehen des Videos bitte hier oder auf die Abbildung klicken.

Einen der Diskussionsteilnehmer dürften manche Leser wiedererkennen. Es ist der radikalislamische Prediger und Islamwissenschaftler sowie ehemalige internationale Sprecher der Muslimbruderschaft, Al-Hilbawi, der von London aus seine Mätzchen betreibt und in diesem Streitgespräch mit der mutigen Löwin Wafa Sultan eine Kostprobe seiner Primitivität gibt.

Übrigens: Al-Jazeera ist ein Sender mit sehr viel Herz und Spenderlaune für "Hilfsbedürftige" wie Samir Kuntar.

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Quelle: MEMRI

Sonntag, Dezember 06, 2009

Hart aber Fair: Hündisches Gewinsel

Wenn Realpolitik und seichtes Toleranzgeschwätz aufeinander treffen.

Eine sehr wichtige persönliche Bemerkung vorweg: Ich fand Wolfgang Bosbachs Stellungnahmen bei Hart aber Fair großartig und mutig - nicht, weil ich Mitglied in seiner bayerischen Schwesterpartei bin, sondern weil er sehr aufrichtig und klar sprach. Friedman war wie immer der „ehrliche Makler“. Sein Problem: Bei aller geschliffenen Rhetorik vergisst er, den Politischen Islam und dessen politische Brisanz anzusprechen bzw. deutlich herauszuheben.


Langsam nervt mich die Diskussion in vielen Blogs und Foren, wie sie stellvertretend für die Debatte hierzulande und auch bei Hart aber Fair geführt wurde, immer mehr. Sie geht mir auf den Geist, auf gut bayrisch, ganz ehrlich.

Und ich werde zunehmend ungeduldig, was die lasche Haltung mancher Freunde zum Politschen Islam betrifft. Ich nehme es ungern in den Mund, weil ich Stereotypen hasse - aber „Political Correctness“ war selten so angebracht wie bei der Sprachregelung, die der lauwarme um Äquidistanz bemühte Moderator Plasberg in dieser Sendung gebraucht hatte.


Hündisches Winseln hätte eigentlich bestens gepasst angesichts der Tatsache, dass er Herrn Mazyek (im Bild rechts) gefühlte 25% der Sendezeit zugeschanzt hatte.

Ja, ich geb’s gerne zu: Ich halte Herrn Mazyek für einen Lügner und Trickser. Und ich kann ihn ums Verrecken nicht ausstehen,wie wir hier in Bayern sagen. Ich glaube ihm auch kein Wort, weil ich weiß, dass er lediglich vorgibt, es gäbe eine muslimische Reformbewegung, obwohl er den radikalen Salafisten nahe steht, die die Scharia nur für vorübergehend „stillgehalten“ sehen.


Aber das was er selbst.


Man sehe sich einmal sein Mienenspiel oder das anderer muslimischer Apologeten bei scharfen Diskussionen an.
Immer das Gleiche: Wenn man Vertreter der (offiziellen) Islamischen Communitity hart auf Themen wie Menschenrechte, Gleichheit von Frauen und Männern, Homosexualität und Vereinbarkeit von Religion und Gesetz abklopft und vieles mehr, was damit zusammenhängt, erntet man ein hämisch-joviales Grinsen. Noch nicht aufgefallen?

Es gibt auch deutsche Kabarettisten, die prinzipiell Islamkritiker als Deppen hinstellen. Was soll's - es gibt auch deutsche Deppen, die den Fußabstreifer für Islamisten machen, so wie dieser Vollpfosten hier an den Tasten.

Warum grinsen diese Typen immer?


Ich sag’s Ihnen, und Sie wissen es wahrscheinlich selbst. Es ist das gleiche Phänomen wie bei allen Sekten:


Diese Typen wissen, dass sie schief liegen, dass sie verharmlosen, wenn Menschen in islamischen Ländern und in Europa missbraucht werden, häuslicher Terror und Pädophilie unter der Hand laufen und Frauen ohne staatliche Sanktionen vergewaltigt und ermordet werden, und dass sie damit eigentlich im Grunde gegen alles sind, was human und menschlich ist.


Einer der Väter des Grundgesetzes (Carlo Schmid, SPD) hat zwei sehr kluge Satz geprägt. Man sollte sie dick unterstreichen:
Carlo Schmid (1949)

„Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass es nicht zum Begriff der Demokratie gehört, dass sie selber die Voraussetzungen für ihre Beseitigung schafft…

Man muss in einer Demokratie auch den Mut zur Intoleranz denen gegenüber haben, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie zu beseitigen!”