Quelle (via MEMRI): Al-Jarida, Kuwait, 23. Februar 2011
Weil hier Kuwait als Quelle angegeben wird: Im Nachbarland Saudi Arabien rumort es jetzt auch schon, siehe hier. Vielleicht wird der Karikaturist dann noch ganz andere Bildchen malen müssen.
Das Motto vieler deutscher (linker) Medien generiert sich schäbiger und heuchlerischer denn je in Richtung primitivster Mainstream-Medien - und es etabliert sich auf einem Niveau, das man sonst sophisticated der BILD zuschreibt:„Säge jeden gnadenlos ab, sobald er den kleinsten [privaten] Fehler macht!“ (Und wenn er Adeliger ist erst recht).Oder eine andere (t)deutsch-etatistische Lebensweisheit, die sich allein schon in ihrer erbärmlich linken Apologetik gnadenlos erschöpft:
Bleibe möglichst klein und unbedeutend, verhalte dich devot, stecke deinen Kopf in den Sand, und schrei' nur dann lauthals auf, wenn andere für dich krähen, und hindere jeden anderen Menschen daran, sich von deinem Billig-Bildungsniveau abzuheben“Denn nichts ärgert den links oder rechts gestrickten deutschen Michel mehr als ein positiv denkender Konservativer oder Liberaler, der etwas Gescheites im politischen Tagesgeschäft intellektuell-selbständig formulieren oder umsetzen will und kann. [Denn] das macht ihn in den Augen des deutschen Michels konspirativ und unsympathisch, weil denkend.
Manchmal lohnt es sich eben doch, ein wenig länger wach zu bleiben, bei Facebook z.B., wenn man nicht schlafen kann. Da ist immer was los.Das ägyptische Volk sollte diese Erfahrung mit sich selbst machen können und nicht daran gehindert werden, weil man Angst hat, dass Islamisten darauf lauern, an die Macht zu kommen. Nein, die Ägypter entscheiden, und sie tragen auch die Verantwortung für diese Entscheidung.Ja, ich weiß, Hamed Abdel-Samad hatte bei Abfassung des Interviews am 8. Februar noch viele Hoffnungen - wir auch, und er ging davon aus, dass sich in Ägypten alles zum Guten wenden würde. Aber so hart es klingt: Außenansichten sind manchmal nüchterner und treffender als emotional geprägte, die das eigene Land betreffen - umgekehrt trifft das natürlich genauso zu.
65% der Ägypter sind nach einer Umfrage von Anfang 2009 der Auffassung, dass die Sharia in islamischen Ländern strikte Anwendung finden solle. Ferner sind 88 % dafür, dass westliche Werte keinen Einzug in islamische Länder finden sollen.Hier der Link zur pdf-Datei:
Lieber Thomas,Iran Is Firm In Continuing Nuclear Path – We Don't Need World Powers; There Will Be A New Middle East – Without The U.S. And IsraelDas heißt, dass der Iran im Windschatten der Demokratiebewegung in Ägypten fleißig weiter aufgerüstet hat.
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Quelle und mehr Text hier: MEMRI Iranian
Kein Mensch hat etwas dagegen, wenn WikiLeaks in Person des eitlen Gecks Julien Assange schreckliche Vorfälle aufdeckt, wie z.B. den Beschuss von Kameraleuten in Bagdad (wurde ja auch von der US-Justiz aufgenommen, was übrigens auch wieder für eine funktionierende Demokratie spricht). Aber darüber sprechen USA-Hasser nicht gerne….
Okay, Chamäleons wie El-Baradei kann man eigentlich nicht beim Wort nehmen. Sie wechseln sprunghaft ihre Farbe und sind ebenso dingfest zu machen wie Aale, die in Olivenöl getaucht worden sind.Einwurf von Castollux:
Ich sehe in Ägypten sehr wenige Frauen demonstrieren. Im Iran war das anders: da sahen wir eine Unmenge hoffnungsvoller weiblicher Gesichter auf den Straßen, ohne Schleier, geschminkt und geradezu provokativ auftretend: "Wir sind da, wir sind die Jugend und Zukunft Persiens"!
Sie wurden schnell weggeprügelt, verschleppt, ermordet und von unseren Medien vergessen.
Zufall?
Gibt es da nicht auch Berührungsängste seitens der Friedensbewegung und Medien getreu der Maßgabe: "Frauen sollten nicht in die Berichterstattung über Demos eingebunden werden, weil die Scheichs das nicht wollen?"
Gibt es hier nicht auch Berührungsängste, weil man glaubt, präkolonioale "Sünden" aufarbeiten zu müssen? Wenn das so wäre, fände ich das mehr als schäbig - sowohl gegenüber den Leidenden in Ägypten als auch gegenüber der Leserschaft hier im Westen.
Abgesehen davon fand am 12. Juni 2009 im Iran das erste Mal! eine groß angelegte Demonstration gegen ein islamisches Regime statt.
Heute passiert in Ägypten eine Revolution ähnlichen Ausmaßes gegen ein diktatorisches Regime, das nicht (!) islamisch gestützt war, sondern sich vielleicht auf dem Weg zum sunnitischen Klerikalfaschismus befindet, wenn nach der friedlichen Revolution nicht die richtigen Weichen gestellt werden.
Hat der Westen prinzipiell ein Problem damit, wenn es um Solidarität mit Menschen geht, die gegen ein islamisches Regime aufstehen?
Ja, und ich davon bin überzeugt davon, weil sich unsere Intellektuellen, unsere Behörden und Kirchen mit der islamischen Bedrohung arrangiert haben. Sie haben aufgegeben....
Anders kann man sich die Vehemenz, mit der die Medien jetzt vorgehen, kaum erklären, denn: es geht ja darum, unsere eigenen Beziehungen zu Mubarak und anderen Despoten in Frage zu stellen, und nicht darum, was der Islamismus in den heute zur Frage stehenden Umbruchländern vorbereitet bzw. in den Köpfen reformbereiter Jugendlicher anstiftet.
Ich behaupte ganz frech: Die Demokratiebewegung in Ägypten - und ich unterstelle ihr einmal, dass sie tatsächlich eine ist -, wird hauptsächlich von muslimischen und antisemitischen Männern bestimmt. Wer das nicht sieht ist blind - auch Broders Freund Hamed Abdel-Samad (siehe Fußnote (1), der am Sonntag von Anne Will hofiert wurde und teilweise dummes Zeug daherredete. War ich im falschen Film?
Man sollte nicht vergessen, dass die Hälfte aller Ägypter hinter der Muslimbruderschaft steht. Vielleicht stellt sich dann etwas mehr nüchterner Pragmatismus bei allen deutschen und westlichen "Islamspezialisten" ein.