Für meine Anita und alle Liebenden
Der Sittich links im Bild bin natürlich ich. So viel Macho-Sexismus muss erlaubt sein.
Mittwoch, Februar 20, 2013
Freitag, Februar 08, 2013
Video-Interview mit Birgit Kelle: Weibliche Emanzipation funktioniert auch ohne Künast & Co
Während der letzten Wochen und
Monate ist die Feminismus-Kritikerin Birgit Kelle in den Medien oft als fehlgeleitete Verteidigerin des angeblich grassierenden Macht-Sexismus’
der Männer präsentiert worden - so, als präsentiere sie eine vernachlässigbare Exotin
weiblicher Herdprämien-Idylle.
Dass diese so genannte Herdprämien-Idylle
(Für mich übrigens auch eine Beleidigung meiner Freundin Anita) überhaupt nicht zutrifft,
zeigt sie in diesem sehr erfrischenden Video, das vom christlichen
Medienmagazin PRO aufgezeichnet wurde.
Montag, Februar 04, 2013
Was geschah auf der norwegischen Insel Utøya vor Breiviks Massenmord?
Damit keine Irritationen entstehen: Im unten zitierten
Interview Manfred Gerstenfelds mit Ivar Fjeld geht es in keiner Weise darum, Breiviks
abscheuliches Handeln zu rechtfertigen bzw. nach einer wie auch immer gearteten
Entschuldigung oder Erklärung für Breiviks Handeln zu suchen.
Wir erinnern uns:
Unmittelbar nach Breiviks Verbrechen wurden seitens der linken Medien seine vermeintlichen Mentoren in der konservativen Ecke verortet - auch heute noch. So schnell vergessen Elefanten nicht. Damals gab es kaum Einwände gegen eine Medien-Hatz auf (rechts-) konservative und liberale Journalisten.
Unmittelbar nach Breiviks Verbrechen wurden seitens der linken Medien seine vermeintlichen Mentoren in der konservativen Ecke verortet - auch heute noch. So schnell vergessen Elefanten nicht. Damals gab es kaum Einwände gegen eine Medien-Hatz auf (rechts-) konservative und liberale Journalisten.
Nun hat sich der Rauch verzogen, aber die Gerüchte um
linksextremistische Umtriebe auf der Insel Utøya scheinen sich zu
konkretisieren.
Noch einmal: Es geht hier lediglich um Hintergrundinformation,
nicht um konstruierte Kausalzusammenhänge. Aber es gehört auch zur journalistischen
Sorgfaltspflicht, über die Vorgänge auf Utøya vor dem Attentat zu
berichten. Unten der Originaltext ohne Änderungen.
Manfred Gerstenfeld interviewt Ivar Fjeld (direkt vom Autor)
Übersetzung: Heplev
Übersetzung: Heplev
Am 22. Juli 2011 tötete der norwegische Faschist und
Terrorist Anders Behring Breivik 69 junge Menschen in einem Lager der
AUF-Jugendorganisation der Arbeitspartei – der führenden Regierungspartei – auf
der Insel Utøya. Dieses Lager diente als Veranstaltungsort, um den Gemütern der
Kinder ab 14 Jahren die Parteiideologie einzuimpfen. Später wurde international
bekannt, dass hierzu auch die Förderung einer antiisraelischen Geisteshaltung
gehörte.
Ivar Fjeld (rechts)
Ivar Fjeld ist ein nichtjüdischer norwegischer Journalist.
Er war früher lokaler Leiter der AUF und Medienberater des Politikers Olaf
Akselsen von der Arbeitspartei, als der 2001 Öl- und Energieminister war. Sein
Buch Die Rote und Grüne Terrorinsel wurde Anfang 2013 vorgestellt. Darin wird
die Geschichte dessen diskutiert, was auf der Insel Utøya geschah.
Ich wurde in einer traditionellen, säkularen norwegischen Familie aufgezogen. Bis 2004, als ich unsere christliche Herkunft entdeckte, war ich ein Bewunderer von Yassir Arafat. Wir waren allerdings immer moderat und glaubten nie, dass Gewalt als politisches Mittel genutzt werden sollte. An einem gewissen Punkt im Jahr 2006 brach die AUF mit ihren moderaten Traditionen und vollzog eine scharfe Wende nach links.
Der AUF gehört die Insel Utøya samt ihren Einrichtungen. Als lokaler AUF-Leiter nahm ich 1986 und 1987 an diesem Lager teil. Selbst damals gab es palästinensische Teilnehmer. Sie nahmen Drogen und teilten diese mit den norwegischen Jugendlichen. Wir beschwerten uns darüber beim damaligen Jugendsekretär der Arbeitspartei, Stale Dokken, doch er und seine Kollegen zogen es vor das zu vertuschen.
Damals leitete der heutige norwegische Premierminister Jens Stoltenberg die AUF. Er muss sich bewusst gewesen sein, dass die palästinensischen „Gäste“ auf der Insel Pot rauchten und den 14- und 15-jährigen Mitgliedern der Arbeiterjugend Drogen anboten. In meinem Buch von 2006, Vom Atheismus zum christlichen Glauben, erwähnte ich diesen Drogenskandal. Ich gab Stoltenberg ein Exemplar meines Buches. Er schickte mir eine handgeschriebene Dankeskarte. Ich bin mir nicht sicher, ob er das Buch jemals las oder nicht.
2007 begann die AUF die Anlagen auf Utøya vermieten. Als ideologische Bewegung hätten sie sich sehr genau aussuchen sollen, wem sie die Insel zur Verfügung stellte. Eine der Organisationen, an den sie vermietet wurde, war allerdings die Jugendbewegung der kleinen norwegischen, kommunistischen Roten Partei (Rodt). Zu ihren Mitgliedern gehören Leninisten, Marxisten und Maoisten.
Die Rote Jugendbewegung lud Jugendliche der Palästinensischen Volksbefreiungsfront (PFLP) zur Teilnahme an ihrem Lager ein. Die PFLP wird von den USA, der Europäischen Union, Kanada und Großbritannien als Terrororganisation geführt. Während des Lagers wurde Geld für die PFLP gesammelt. Ich habe Dokumente und Bilder, die das beweisen.
Die AUF ist bereits 2006 ein formelles Bildungsprogramm mit der Fatah-Jugend eingegangen. Sie nannten dieses palästinensische Gremium ihre „Schwester-Organisation“. Mitglieder der Fatah-Jugend waren regelmäßige Gäste in Lagern auf Utøya.
Im Utøya-Lager von 2010 gründete die AUF „den Staat Palästina“. Sie zäunten ein Gebiet ab und bauten eine Trennmauer. Sie gaben einigen Jugendlichen den Auftrag Grenzwachen zu sein. Der Generalsekretär der Arbeitspartei, Raymond Johansen, besuchte Utøya. Er wollte „Palästina“ besuchen. Die Wachen forderten ihn auf seinen „Personalausweis“ vorzuzeigen. Innerhalb von „Palästina“ gab es ein Banner mit der Aufschrift: „Zeigt Verachtung für die Taten von Israel und Free Gaza.“
Im Utøya-Lager von 2011 wurde Israel ebenfalls dämonisiert und zwar von AUF-Leitern und antiisraelischen Referenten auf Besuch. Es gab ein riesiges Banner, das zum Boykott Israels aufforderte. Es gab viele Länder, zu deren Boykott sie mit viel mehr Berechtigung hätten aufrufen können, aber wie gewöhnlich nahmen sie Israel. Als der damalige Außenminister Jonas Gahr Støre Utøya besuchte, sprach er sich gegen den Boykott aus, doch er wurde vor dem Boykott-Banner fotografiert. Støre sagte, Israels Zaun müsse abgebaut werden, wohl wissend, dass dies zu vermehrten Terroranschlägen führen würde.
Es hat unbestätigte Berichte gegeben, dass die Jugendlichen auf Utøya gelehrt wurden, wie palästinensischen Freiheitskämpfern beigebracht wird mit israelischen Soldaten umzugehen.
Es hat in Norwegen viele Gerüchte gegeben, was wirklich auf Utøya stattfand. Ich habe ausführlich geforscht, um die Aktivitäten der Gruppen zu dokumentierten, die auf die Insel eingeladen wurden. Ich wollte, dass die Menschen die Fakten kennen. Es scheint so, dass die Linie dazwischen, den Israelis „Verachtung entgegenzubringen“ und der Anwendung von Gewalt gegen unschuldige Zivilisten innerhalb Israels verwischt wird. Sommerlager auf Utøya haben die in Norwegen bereits weit verbreiteten antiisraelischen Gefühle weiter geschürt.
Mitglieder der regierenden Links-Mitte-Koalition in Norwegen haben Terroristen auf norwegischem Boden empfangen. Diese Leute nutzen Gewalt als politisches Mittel und töten im Rahmen ihrer Aktivitäten unschuldige Zivilisten. Das hat hauptsächlich im Nahen Osten und besonders in Israel stattgefunden, wo israelische Zivilisten das Ziel waren. Es gibt Beweise dafür, dass das Büro des Premierministers sich der Willkommenshaltung gegenüber den Terroristen durchaus bewusst ist und diese unterstützt.
Ich kann nur hoffen, dass mein Buch dazu führen wird, dass Norwegen seine Grenzen für Terroristen aller Couleur schließt. Dann werden auch Gruppen, die Terror einsetzen, aus politischen Workshops und ideologischen Sommerlagern wie denjenigen, die wir in Utøya gesehen haben, ausgeschlossen. Es ist ein trauriges Zeugnis für Norwegen, dass man bis zu den fürchterlichen Morden Breiviks warten musste, um etwas über die antiisraelischen Aktivitäten zu erfahren, die ein fast unbekannter Teil der Geschichte Utøyas sind.
Ich wurde in einer traditionellen, säkularen norwegischen Familie aufgezogen. Bis 2004, als ich unsere christliche Herkunft entdeckte, war ich ein Bewunderer von Yassir Arafat. Wir waren allerdings immer moderat und glaubten nie, dass Gewalt als politisches Mittel genutzt werden sollte. An einem gewissen Punkt im Jahr 2006 brach die AUF mit ihren moderaten Traditionen und vollzog eine scharfe Wende nach links.
Der AUF gehört die Insel Utøya samt ihren Einrichtungen. Als lokaler AUF-Leiter nahm ich 1986 und 1987 an diesem Lager teil. Selbst damals gab es palästinensische Teilnehmer. Sie nahmen Drogen und teilten diese mit den norwegischen Jugendlichen. Wir beschwerten uns darüber beim damaligen Jugendsekretär der Arbeitspartei, Stale Dokken, doch er und seine Kollegen zogen es vor das zu vertuschen.
Damals leitete der heutige norwegische Premierminister Jens Stoltenberg die AUF. Er muss sich bewusst gewesen sein, dass die palästinensischen „Gäste“ auf der Insel Pot rauchten und den 14- und 15-jährigen Mitgliedern der Arbeiterjugend Drogen anboten. In meinem Buch von 2006, Vom Atheismus zum christlichen Glauben, erwähnte ich diesen Drogenskandal. Ich gab Stoltenberg ein Exemplar meines Buches. Er schickte mir eine handgeschriebene Dankeskarte. Ich bin mir nicht sicher, ob er das Buch jemals las oder nicht.
2007 begann die AUF die Anlagen auf Utøya vermieten. Als ideologische Bewegung hätten sie sich sehr genau aussuchen sollen, wem sie die Insel zur Verfügung stellte. Eine der Organisationen, an den sie vermietet wurde, war allerdings die Jugendbewegung der kleinen norwegischen, kommunistischen Roten Partei (Rodt). Zu ihren Mitgliedern gehören Leninisten, Marxisten und Maoisten.
Die Rote Jugendbewegung lud Jugendliche der Palästinensischen Volksbefreiungsfront (PFLP) zur Teilnahme an ihrem Lager ein. Die PFLP wird von den USA, der Europäischen Union, Kanada und Großbritannien als Terrororganisation geführt. Während des Lagers wurde Geld für die PFLP gesammelt. Ich habe Dokumente und Bilder, die das beweisen.
Die AUF ist bereits 2006 ein formelles Bildungsprogramm mit der Fatah-Jugend eingegangen. Sie nannten dieses palästinensische Gremium ihre „Schwester-Organisation“. Mitglieder der Fatah-Jugend waren regelmäßige Gäste in Lagern auf Utøya.
Im Utøya-Lager von 2010 gründete die AUF „den Staat Palästina“. Sie zäunten ein Gebiet ab und bauten eine Trennmauer. Sie gaben einigen Jugendlichen den Auftrag Grenzwachen zu sein. Der Generalsekretär der Arbeitspartei, Raymond Johansen, besuchte Utøya. Er wollte „Palästina“ besuchen. Die Wachen forderten ihn auf seinen „Personalausweis“ vorzuzeigen. Innerhalb von „Palästina“ gab es ein Banner mit der Aufschrift: „Zeigt Verachtung für die Taten von Israel und Free Gaza.“
Im Utøya-Lager von 2011 wurde Israel ebenfalls dämonisiert und zwar von AUF-Leitern und antiisraelischen Referenten auf Besuch. Es gab ein riesiges Banner, das zum Boykott Israels aufforderte. Es gab viele Länder, zu deren Boykott sie mit viel mehr Berechtigung hätten aufrufen können, aber wie gewöhnlich nahmen sie Israel. Als der damalige Außenminister Jonas Gahr Støre Utøya besuchte, sprach er sich gegen den Boykott aus, doch er wurde vor dem Boykott-Banner fotografiert. Støre sagte, Israels Zaun müsse abgebaut werden, wohl wissend, dass dies zu vermehrten Terroranschlägen führen würde.
Es hat unbestätigte Berichte gegeben, dass die Jugendlichen auf Utøya gelehrt wurden, wie palästinensischen Freiheitskämpfern beigebracht wird mit israelischen Soldaten umzugehen.
Es hat in Norwegen viele Gerüchte gegeben, was wirklich auf Utøya stattfand. Ich habe ausführlich geforscht, um die Aktivitäten der Gruppen zu dokumentierten, die auf die Insel eingeladen wurden. Ich wollte, dass die Menschen die Fakten kennen. Es scheint so, dass die Linie dazwischen, den Israelis „Verachtung entgegenzubringen“ und der Anwendung von Gewalt gegen unschuldige Zivilisten innerhalb Israels verwischt wird. Sommerlager auf Utøya haben die in Norwegen bereits weit verbreiteten antiisraelischen Gefühle weiter geschürt.
Mitglieder der regierenden Links-Mitte-Koalition in Norwegen haben Terroristen auf norwegischem Boden empfangen. Diese Leute nutzen Gewalt als politisches Mittel und töten im Rahmen ihrer Aktivitäten unschuldige Zivilisten. Das hat hauptsächlich im Nahen Osten und besonders in Israel stattgefunden, wo israelische Zivilisten das Ziel waren. Es gibt Beweise dafür, dass das Büro des Premierministers sich der Willkommenshaltung gegenüber den Terroristen durchaus bewusst ist und diese unterstützt.
Ich kann nur hoffen, dass mein Buch dazu führen wird, dass Norwegen seine Grenzen für Terroristen aller Couleur schließt. Dann werden auch Gruppen, die Terror einsetzen, aus politischen Workshops und ideologischen Sommerlagern wie denjenigen, die wir in Utøya gesehen haben, ausgeschlossen. Es ist ein trauriges Zeugnis für Norwegen, dass man bis zu den fürchterlichen Morden Breiviks warten musste, um etwas über die antiisraelischen Aktivitäten zu erfahren, die ein fast unbekannter Teil der Geschichte Utøyas sind.
Dr. Manfred
Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des Jerusalem Center of Public
Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.
Freitag, Januar 25, 2013
Holocaust-Gedenktag übermorgen: Augsteins Pflichttermin?
Schließlich sagte er doch,
dass man ihm gegenüber den Vorwurf des Antisemitismus inflationär gebrauche und man deshalb den eigentlichen Antisemitismus nicht mehr richtig
wahrnehme.
Immer häufiger wird Israels Besatzungspolitik mit dem Antisemitismus-Argument gegen jede Kritik in Schutz genommen. Dadurch verliert der Begriff seine Bedeutung und das Thema seine Würde. All das nützt den wirklichen Judenfeinden - und es schadet Israel.
Können wir uns also auf
einen würdevoll gestalteten Kolumnenbeitrag Augsteins bei SPIEGEL ONLINE „freuen“?
Übermorgen, am 27. Januar,
zum Holocaust-Gedenktag, wird man wieder in ganz Betroffenheits-Deutschland obligatorische Krokodilstränen für tote Juden vergießen. So viel ist sicher. Gemeinsam mit dem 9. November, der an die Reichspogromnacht erinnert, symbolisiert dieser
Tag ja, dass außer den Deutschen niemand so viel aus dem Holocaust gelernt
hätte wie sie - nicht einmal die Juden, die ja „aus Auschwitz nichts gelernt“
haben.
Arm in Arm mit manchen naiv-fraternisierenden
jüdischen Gemeinden erinnert man dann daran, dass Antisemitismus eine Gefahr sei,
die nur von rechter oder konservativer Seite aus kommen könne und Muslime in der Fortschreibung seit 1933 die
Opfer von heute wären. Konsequenterweise sind Hass-Demos wie diese
in den Massenmedien nicht einmal eine Randnotiz wert.
Dass es auch einen linken Antisemitismus gibt, der sich immer ungenierter
geriert, wird weiterhin verschwiegen. Vielleicht sollte Augstein am 27. Januar besser alle Termine streichen und sich stattdessen dieses Video ansehen:
Mittwoch, Januar 23, 2013
Nach den Wahlen in Israel: Westliche Medien demonstrieren absolute Unkenntnis
In den Massenmedien wird gerne zu sehr vereinfachenden Formulierungen gegriffen, wenn es um die Einschätzung der politischen Lager in Israel speziell nach Wahlen geht.
Claudio Casula gibt ein wenig politische Israel-Kunde und räumt nebenbei mit einigen Vorurteilen auf.
Der Rechtsruck
Das war jetzt also der von allen erwartete “Rechtsruck”? Wie es aussieht, besteht zwischen dem “rechten” und dem “linken” politischen Lager nach den Knessetwahlen ein Patt, womit alle Unken, die es schon vorher und wieder mal besser wussten, offensichtlich falsch lagen. Unken wie Bettina Vestring. “Israel wählt gefährlich” hieß ihr von völliger Ahnungslosigkeit in der Sache, dafür durch Voreingenommenheit bestechender Kommentar in der Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau, denn was gefährlich ist und für wen, das weiß eine deutsche Online-Redakteurin mit grandiosem Mut zur israelkritischen Einstellung immer noch am besten.
Oder eben nicht. Die fragmentierte Parteienlandschaft Israels spiegelt die Vielfalt seiner Bevölkerung wieder, und jeder Staatsbürger hat mehr oder weniger gute Gründe für seine Wahlentscheidung. Religiöse Juden wählen religiöse Parteien, Araber wählen meistens – aber durchaus nicht immer – arabische Parteien (kleine Anekdote: bei diesen Wahlen stimmten im von Arabern bewohnten Taybe 22 Wähler für Likud-Beytenu, 19 gar für die siedlernahe Partei von Naftali Bennet) oder gar nicht; wer den Palästinensern misstraut, wählt Likud, wer ihnen trotz allem immer noch vertraut, wählt Meretz oder Avoda und so weiter. Hinzu kommt, dass beileibe nicht nur der Konflikt mit der arabischen Welt eine Rolle spielt, die Israelis also nicht zwingend morgens mit dem Palästinenserproblem aufwachen und abends mit ihm zu Bett gehen, sondern handfeste Dinge, die ihr Leben betreffen: die hohen Lebenshaltungskosten etwa; im Fall der streng religiösen Juden und der Araber auch durchaus Interessen, die allein ein bestimmtes Milieu betreffen.
Da wird es mit den Rechts-links-Schubladen schon schwierig. Was etwa macht einen Lieberman zu einem “Ultranationalisten”? Immerhin favorisiert er eine Politik der Loslösung von den Palästinensern. Nicht nur gewährte er ihnen unter gewissen Umständen einen eigenen Staat – kaum, weil sie ihn etwa verdienten, sondern weil er sie einfach loswerden will – vielmehr würde er diesem, aus demselben Grund, sogar noch israelisch-arabische Gemeinden diesseits der Green Line on top draufpacken, was für deren Bewohner allerdings, allem Diskriminierungsgerede zum Trotz, eine Horrorvorstellung ist. Als Nationalisten kann man den Unsympathen Lieberman durchaus bezeichnen – aber als “Ultranationalisten”? Hinzu kommt, dass seine Partei, die vor allem die Interessen der russischen und osteuropäischen Einwanderer vertritt, mit religiösen Vorrechten nichts am Hut hat. Rechts ist eben nicht gleich auch religiös.
Was ZEIT online nicht daran hindert, in einem Artikel zu den Wahlen hanebüchene Aussagen wie diese zu machen:
Im Parlament besteht damit ein Patt zwischen dem religiösen rechtsnationalistischen Lager und den Parteien der politischen Mitte mit den arabischen Parteien.
Das dröseln wir hier gern einmal kurz exemplarisch auf. Wie wir gesehen haben, sind rechts und religiös nicht unbedingt deckungsgleich, die platte Beschreibung des erstgenannten Lagers ist unzulässig. Auch ist nicht jeder Konservative gleich “nationalistisch” oder gar “rechtsnationalistisch”. Nun zu den Parteien der “politischen Mitte”. Dazu scheint die linke Arbeitspartei ebenso zu gehören wie Meretz, eine Partei, die in etwa mit den deutschen Grünen zu vergleichen ist. Um hier Parteien der Mitte zu erkennen, muss man schon eine sehr eigenwillige Perspektive einnehmen. Links scheint demnach keine Partei zu sein.
Dabei wird es bei den arabischen Parteien noch prekärer: Hadash ist kommunistisch, Ta’al vor allem antizionistisch, also grundsätzlich staatsfeindlich, und Balad (arabisch-) nationalistisch und sozialistisch. Nationalsozialistisch, wenn man so will. Ihre bekannteste Vertreterin, Hanin Zoabi, segelte 2010 mit türkischen Dschihadisten auf der Mavi Marmara gen Gaza.
So wie sich der kleine Moritz in der ZEITonline-Redaktion das vorstellt, gibt es aber nur die finsteren, religiösen und nationalistischen Kräfte auf der einen Seite und die guten Parteien der Mitte und die der armen diskriminierten Araber auf der anderen. Wer’s glaubt, gehört sicher zu jenen, die in den vergangenen Wochen und Monaten dem “Rechtsruck”-Geraune frönten. Solchen Leuten jedoch ernsthaft Kompetenz in der Sache zuzubilligen und sich auf ihre Voraussagen und die ihrer Zulieferer wie Gideon Levy von Ha’aretz und anderen üblichen Verdächtigen zu verlassen, ist grob fahrlässig. Da macht man weniger falsch, wenn man nach Sitte der altrömischen Auguren das Fressverhalten von Hühnern im heiligen Bezirk oder die Eingeweide von Tieren beobachtet.
Über 30 Parteien sind zur Parlamentswahl angetreten, jede dritte hat die Hürde genommen und wie seit jeher wird in Jerusalem eine Koalitionsregierung gebildet werden. Wie es aussieht, springt am Ende ein Mitte-rechts-Bündnis dabei heraus, das die Positionen der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung vertritt – in jeder Demokratie dieser Welt ein völlig normaler Vorgang.
Man wäre auch in Deutschland gut beraten, diese zumal für nahöstliche Verhältnisse einzigartige Demokratie fair zu beurteilen statt sich in Klischees und Ressentiments zu suhlen. Und man möge den Unterschied zu den palästinensischen Nachbarn wahrnehmen; diese haben bei ihrem letzten, auch schon deutlich zu lange zurückliegenden Urnengang mehrheitlich für die Hamas gestimmt, sich bei der Wahl zwischen Pest und Cholera also für die Pest entschieden. Sie haben damals wirklich “gefährlich gewählt”, auch wenn es die FR nicht mitbekommen hat. Verglichen damit, wäre selbst der prognostizierte “Rechtsruck” in Israel immer noch Peanuts gewesen. Wenn er denn passiert wäre.
Claudio Casula gibt ein wenig politische Israel-Kunde und räumt nebenbei mit einigen Vorurteilen auf.
Der Rechtsruck
Das war jetzt also der von allen erwartete “Rechtsruck”? Wie es aussieht, besteht zwischen dem “rechten” und dem “linken” politischen Lager nach den Knessetwahlen ein Patt, womit alle Unken, die es schon vorher und wieder mal besser wussten, offensichtlich falsch lagen. Unken wie Bettina Vestring. “Israel wählt gefährlich” hieß ihr von völliger Ahnungslosigkeit in der Sache, dafür durch Voreingenommenheit bestechender Kommentar in der Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau, denn was gefährlich ist und für wen, das weiß eine deutsche Online-Redakteurin mit grandiosem Mut zur israelkritischen Einstellung immer noch am besten.
Oder eben nicht. Die fragmentierte Parteienlandschaft Israels spiegelt die Vielfalt seiner Bevölkerung wieder, und jeder Staatsbürger hat mehr oder weniger gute Gründe für seine Wahlentscheidung. Religiöse Juden wählen religiöse Parteien, Araber wählen meistens – aber durchaus nicht immer – arabische Parteien (kleine Anekdote: bei diesen Wahlen stimmten im von Arabern bewohnten Taybe 22 Wähler für Likud-Beytenu, 19 gar für die siedlernahe Partei von Naftali Bennet) oder gar nicht; wer den Palästinensern misstraut, wählt Likud, wer ihnen trotz allem immer noch vertraut, wählt Meretz oder Avoda und so weiter. Hinzu kommt, dass beileibe nicht nur der Konflikt mit der arabischen Welt eine Rolle spielt, die Israelis also nicht zwingend morgens mit dem Palästinenserproblem aufwachen und abends mit ihm zu Bett gehen, sondern handfeste Dinge, die ihr Leben betreffen: die hohen Lebenshaltungskosten etwa; im Fall der streng religiösen Juden und der Araber auch durchaus Interessen, die allein ein bestimmtes Milieu betreffen.
Da wird es mit den Rechts-links-Schubladen schon schwierig. Was etwa macht einen Lieberman zu einem “Ultranationalisten”? Immerhin favorisiert er eine Politik der Loslösung von den Palästinensern. Nicht nur gewährte er ihnen unter gewissen Umständen einen eigenen Staat – kaum, weil sie ihn etwa verdienten, sondern weil er sie einfach loswerden will – vielmehr würde er diesem, aus demselben Grund, sogar noch israelisch-arabische Gemeinden diesseits der Green Line on top draufpacken, was für deren Bewohner allerdings, allem Diskriminierungsgerede zum Trotz, eine Horrorvorstellung ist. Als Nationalisten kann man den Unsympathen Lieberman durchaus bezeichnen – aber als “Ultranationalisten”? Hinzu kommt, dass seine Partei, die vor allem die Interessen der russischen und osteuropäischen Einwanderer vertritt, mit religiösen Vorrechten nichts am Hut hat. Rechts ist eben nicht gleich auch religiös.
Was ZEIT online nicht daran hindert, in einem Artikel zu den Wahlen hanebüchene Aussagen wie diese zu machen:
Im Parlament besteht damit ein Patt zwischen dem religiösen rechtsnationalistischen Lager und den Parteien der politischen Mitte mit den arabischen Parteien.
Das dröseln wir hier gern einmal kurz exemplarisch auf. Wie wir gesehen haben, sind rechts und religiös nicht unbedingt deckungsgleich, die platte Beschreibung des erstgenannten Lagers ist unzulässig. Auch ist nicht jeder Konservative gleich “nationalistisch” oder gar “rechtsnationalistisch”. Nun zu den Parteien der “politischen Mitte”. Dazu scheint die linke Arbeitspartei ebenso zu gehören wie Meretz, eine Partei, die in etwa mit den deutschen Grünen zu vergleichen ist. Um hier Parteien der Mitte zu erkennen, muss man schon eine sehr eigenwillige Perspektive einnehmen. Links scheint demnach keine Partei zu sein.
Dabei wird es bei den arabischen Parteien noch prekärer: Hadash ist kommunistisch, Ta’al vor allem antizionistisch, also grundsätzlich staatsfeindlich, und Balad (arabisch-) nationalistisch und sozialistisch. Nationalsozialistisch, wenn man so will. Ihre bekannteste Vertreterin, Hanin Zoabi, segelte 2010 mit türkischen Dschihadisten auf der Mavi Marmara gen Gaza.
So wie sich der kleine Moritz in der ZEITonline-Redaktion das vorstellt, gibt es aber nur die finsteren, religiösen und nationalistischen Kräfte auf der einen Seite und die guten Parteien der Mitte und die der armen diskriminierten Araber auf der anderen. Wer’s glaubt, gehört sicher zu jenen, die in den vergangenen Wochen und Monaten dem “Rechtsruck”-Geraune frönten. Solchen Leuten jedoch ernsthaft Kompetenz in der Sache zuzubilligen und sich auf ihre Voraussagen und die ihrer Zulieferer wie Gideon Levy von Ha’aretz und anderen üblichen Verdächtigen zu verlassen, ist grob fahrlässig. Da macht man weniger falsch, wenn man nach Sitte der altrömischen Auguren das Fressverhalten von Hühnern im heiligen Bezirk oder die Eingeweide von Tieren beobachtet.
Über 30 Parteien sind zur Parlamentswahl angetreten, jede dritte hat die Hürde genommen und wie seit jeher wird in Jerusalem eine Koalitionsregierung gebildet werden. Wie es aussieht, springt am Ende ein Mitte-rechts-Bündnis dabei heraus, das die Positionen der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung vertritt – in jeder Demokratie dieser Welt ein völlig normaler Vorgang.
Man wäre auch in Deutschland gut beraten, diese zumal für nahöstliche Verhältnisse einzigartige Demokratie fair zu beurteilen statt sich in Klischees und Ressentiments zu suhlen. Und man möge den Unterschied zu den palästinensischen Nachbarn wahrnehmen; diese haben bei ihrem letzten, auch schon deutlich zu lange zurückliegenden Urnengang mehrheitlich für die Hamas gestimmt, sich bei der Wahl zwischen Pest und Cholera also für die Pest entschieden. Sie haben damals wirklich “gefährlich gewählt”, auch wenn es die FR nicht mitbekommen hat. Verglichen damit, wäre selbst der prognostizierte “Rechtsruck” in Israel immer noch Peanuts gewesen. Wenn er denn passiert wäre.
Samstag, Januar 19, 2013
Mein "Dialog" mit der Webseite "Der Moslem"
Auf der Webseite Der Muslim nimmt man es mit Höflichkeitsformen und
der selbst eingeforderten politischen Sprachregelung nicht allzu genau. Hier wird
gegen Henryk M. Broder in primitivster Weise ausgekeilt was das Zeug hält. Jede halbwegs gelungene semantische Redewendung
dort dient nur dem einzigen Zweck, Broder (als Göre) in den Dreck zu ziehen und persönliche Auseinandersetzungen für eine politische Schlammschlacht zu instrumentalisieren.
Dabei schreckt Der Muslim in Pamphleten wie diesem auch nicht vor Wortungetümen wie „jüdische
Analwälte“ zurück. Das sind nicht die einzigen Fundstücke.
Ich weiß nicht viel, was diese persönliche Auseinandersetzung betrifft, aber ich erkenne spätestens bei solchen Formulierungen, dass seitens Der Muslim sämtliche Essentials der journalistischen Fairness missachtet werden.
Und dieser (mein) Beitrag hatte sein Wutschnauben ausgelöst:
Ich weiß nicht viel, was diese persönliche Auseinandersetzung betrifft, aber ich erkenne spätestens bei solchen Formulierungen, dass seitens Der Muslim sämtliche Essentials der journalistischen Fairness missachtet werden.
Deshalb hatte ich (Castollux) dort
auch einige Bemerkungen hinterlassen, die bei einem Leser („The Cock!!!“) schweres
Unbehagen auslösten. Er schrieb mir also (Printscreen):
Und dieser (mein) Beitrag hatte sein Wutschnauben ausgelöst:
Frage:
Ist diesem „The Cock“ noch
zu helfen, oder sollte man nicht doch von dem neuen Gesetzesvorschlag Gebrauch
machen, dass man psychisch Verwirrte, die eine Gefahr für mich und die
Gesellschaft darstellen, einfach einmal für kurze Zeit ruhigstellt?
Zumindest sollte man diese
Webseite zukünftig sehr genau unter die Lupe nehmen und bei Facebook indizieren.
Donnerstag, Januar 17, 2013
EU für Moslembrüder-Regierung: 5 Milliarden in den Sand setzen
EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy will dem äyptischen Präsidenten Mursi bzw. seiner gemeingefährlichen Muslimbruder-Gang
5 Milliarden in den Allerwertesten
schieben.
Nach Studium der drei Videos wird man erkennen, dass das Geld „bestens
investiert“ ist.
Dienstag, Januar 08, 2013
Vergewaltigte und ermordete Frauen in Indien: Mahatma Gandhis Erbe?
Wie mehrere Tageszeitungen berichten, hat sich der prominente indische Guru Asaram Bapu (Abbildung rechts) in einer “Predigt“ zum Mord an der 23-jährigen Medizinstudentin
Jyothi Singh Pandey am 16. Dezember in Neu-Delhi folgendermaßen geäußert:
"Hätte sie Gottes Namen gerufen, hätte sie sie (die Angreifer) "meine Brüder" genannt, ihre Hände und Füße umklammert und gesagt, "ich bin eine hilflose Frau, Ihr seid meine Glaubensbrüder", dann wäre das nicht passiert."
Es ist kein Zufall, dass perverse Verharmlosung und Legitimation
von Vergewaltigung und Mord ausgerechnet von einem hinduistischen Guru formuliert wird, folgte Asaram Bapu doch einem prominenten
Vorbild, das in Indiens Gesellschaft den Grundstein für Passivität gegenüber patriarchalischer
und externer Gewalt legte - Mahatma Gandhi.
Es überrascht auch nicht, dass sich Verfechter des christlichen Radikalpazifismus auf Gandhi berufen, spricht der sich doch dafür aus, dem Feind alles zuzulassen, den Schutz der Freiheit, der eigenen Familie bzw. Gemeinschaft/Staat im Konfliktfall aber hintanzustellen.
Es überrascht auch nicht, dass sich Verfechter des christlichen Radikalpazifismus auf Gandhi berufen, spricht der sich doch dafür aus, dem Feind alles zuzulassen, den Schutz der Freiheit, der eigenen Familie bzw. Gemeinschaft/Staat im Konfliktfall aber hintanzustellen.
Doch wo gibt es Analogien zwischen Guru Asaram Bapu und
Mahatma Gandhi? Gibt es Beispiele dafür, wie kongruent der Guru und Gandhi dachten?
Um das herauszufinden, muss man Gandhi selbst zitieren und erfahren, wie er über Juden, Nazis und Palästina dachte. Hier nur ein paar
Beispiele aus einer Vielzahl von Passagen:
Gandhi über die Juden während des Zweiten Weltkrieges:
Gandhi über die Juden während des Zweiten Weltkrieges:
Können die Juden gegen diese organisierte und schamlose Verfolgung Widerstand leisten? Gibt es einen Weg, ihre Selbstachtung zu behalten, sich nicht hilflos zu fühlen, beiseite geschoben und verlassen? Ich denke schon. […] Wenn ich Jude wäre und in Deutschland geboren […], würde ich Deutschland selbst dann noch als meine Heimat betrachten, so wie der größte nichtjüdische Deutsche, und ich würde es herausfordern, mich erschießen oder in den Kerker werfen zu lassen […]. Und das freiwillig auf sich genommene Leid brächte ihnen und mir innere Stärke und Freude…
Gandhis Erklärung dafür, dass die Juden von einem
Blutbad an ihnen nur profitieren könnten:
Wenn aber die jüdische Psyche (Geist, Seele) auf das freiwillige Leiden vorbereitet sein könnte, würde selbst das Blutbad, das ich prognostiziert habe, sich zu einen Tag der Danksagung und der Freude umkehren, dass Jehova die Befreiung der Rasse selbst aus den Händen des Tyrannen bewirkt hatte.
Wie Gandhi sich die Zukunft der Juden in Palästina vorgestellt
hatte, beschreibt er so:
Der Ruf nach einer nationalen Heimstätte für die Juden berührt mich nicht besonders. Ihr Bewegrund entspringt der Bibel und der Hartnäckigkeit, mit der die Juden die Rückkehr nach Palästina ersehnt haben. Warum sollten sie nicht, wie andere Völker der Erde auch, da ihr Land zu Eigen zu machen, wo sie geboren sind und ihren Lebensunterhalt verdienen? Palästina gehört den Arabern….Es wäre jedenfalls ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die stolzen Araber in der Weise zu erniedrigen, dass Palästina den Juden als nationale Heimstätte ganz oder teilweise überlassen wird. Das Palästina biblischer Vorstellung entspricht nicht den geografischen Vorgaben.
Sie [die Juden] phantasieren das nur. […] Sie können sich in Palästina nur niederlassen, wenn die Araber das zulassen. […] Und sie sollten sich darauf konzentrieren, das Herz der Araber umzustimmen. Der gleiche Gott, der die Herzen der Araber anrührt, spricht auch die Herzen der Juden an. Sie können wählen - entweder erschossen oder ins Tote Meer geworfen zu werden, ohne dass ein Finger gegen sie erhoben wird. Sie werden die Weltmeinung für ihre religiöse Überzeugung bekommen. […]
Ich verteidige nicht die arabischen Übergriffe …Ich wünschte, sie [die Araber] hätten den Weg der Gewaltlosigkeit gewählt, als sie widerstanden, was sie mit Recht als einen unrechtmäßigen Eingriff auf ihr Land ansahen. Aber im Einklang mit allgemein akzeptierten Vorstellungen von Recht und Gerechtigkeit kann nichts gegen den arabischen Widerstand vorgebracht werden.
Wir sehen also:
In Leuten wie Guru Asaram Bapu regt sich derselbe Geist wie in Mahatma Gandhi: friedfertig bis zum Zeitpunkt der Vernichtung des potentiellen Opfers, wobei sich bei Gandhi noch das "große weltpolitische Gewissen" regt. Dass der Mann dumm wie Bohnenstroh war (Karl Popper) interessiert die Friedensfreunde hier allerdings nicht.
Ein Opfer darf es bei den Hindu-Machos allerdings nicht geben, nämlich das der Eltern, falls die Mutter eine Tochter zur Welt bringt: die wird entweder sofort abgetrieben oder später ermordet/verbrannt, da die immens teure Mitgift in einigen Landesteilen Indiens immer noch von der Braut beziehungsweise den Eltern eingebracht werden muss.
Nicht nur die islamische Welt, sondern auch Indien hat noch einen sehr weiten Weg vor sich, was die Gleichberechtigung der Frauen betrifft.
***
Welche Meinung Mahatma Gandhis Enkel von den Juden hat, kann man hier nachlesen. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
In Leuten wie Guru Asaram Bapu regt sich derselbe Geist wie in Mahatma Gandhi: friedfertig bis zum Zeitpunkt der Vernichtung des potentiellen Opfers, wobei sich bei Gandhi noch das "große weltpolitische Gewissen" regt. Dass der Mann dumm wie Bohnenstroh war (Karl Popper) interessiert die Friedensfreunde hier allerdings nicht.
Ein Opfer darf es bei den Hindu-Machos allerdings nicht geben, nämlich das der Eltern, falls die Mutter eine Tochter zur Welt bringt: die wird entweder sofort abgetrieben oder später ermordet/verbrannt, da die immens teure Mitgift in einigen Landesteilen Indiens immer noch von der Braut beziehungsweise den Eltern eingebracht werden muss.
Nicht nur die islamische Welt, sondern auch Indien hat noch einen sehr weiten Weg vor sich, was die Gleichberechtigung der Frauen betrifft.
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Welche Meinung Mahatma Gandhis Enkel von den Juden hat, kann man hier nachlesen. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Sonntag, Januar 06, 2013
Was sich alle Antizionisten hinter die Ohren schreiben sollten
...ist Martin Luther Kings Ermahnung an einen Mitchristen
Der Text ist älteren Datums, muss aber angesichts der Verharmlosungs- und Verleumdungsstrategien der Antisemiten im öffentlichen Raum stets neu ins Gedächtnis gerufen werden.
Quelle: Hagalil
Martin Luther King: Brief an einen
antizionistischen Freund
"... Du erklärst, mein Freund, dass Du kein Judenhasser, sondern bloß "Antizionist" bist. Und ich sage, lasse die Wahrheit von hohen Berggipfeln erklingen, lasse sie in allen Tälern der grünen Erde Gottes wiederhallen: Wenn Menschen Zionismus kritisieren, meinen sie Juden – dies ist Gottes eigene Wahrheit.
Antisemitismus, der Hass auf das jüdische Volk, war und bleibt ein dunkler Fleck auf der Seele der Menschheit. In dieser Hinsicht sind wir einer Meinung. Und Du sollst wissen: Antizionismus ist dem Wesen nach antisemitisch und wird es immer sein.
Warum? Du weißt, dass Zionismus nichts Geringeres, als der Traum und das Ideal des in sein eigenes Land zurückkehrenden jüdischen Volkes ist. Das jüdische Volk, lehrt uns die Heilige Schrift, lebte einst glücklich in einem blühenden Staat im Heiligen Land. Von dort ist es von Römischen Tyrannen vertrieben worden, von den gleichen Römern, die Unseren Herrn grausam ermordet haben. Vertrieben aus seiner Heimat, sein Land in Schutt und Asche gelegt, gezwungen, durch die ganze Welt zu wandern, litt das jüdische Volk unter der Knute jeden Tyrannen, der gerade über es herrschte.
Das Volk der Schwarzen, mein Freund, weiß, was es bedeutet, die Qualen der Tyrannei von Herrschern, die wir nicht gewählt haben, zu ertragen. Unsere Brüder in Afrika haben um die Anerkennung und Verwirklichung unseren natürlichen Rechts, in Frieden unter unserer eigenen Souveränität in unserem eigenen Lande zu leben, gefleht, um sie gebeten, sie gefordert – nach ihr VERLANGT.
Wie einfach sollte es doch jedem, der dieses unveräußerliche Recht aller Menschen schätzt, fallen, das Recht des jüdischen Volkes, in seinem alten Land Israel zu leben, zu verstehen und zu unterstützen. Alle wohlwollenden Menschen jubeln über die Verwirklichung des Versprechen Gottes, Sein Volk in Freude zurückkehren zu lassen, um sein geplündertes Land wiederaufzubauen. Dies ist Zionismus, nicht mehr und nicht weniger.
Und was ist Antizionismus? Die Verweigerung dem jüdischen Volke eines Grundrechts, das wir mit Recht für die Völker Afrikas verlangen und allen anderen Völkern der Welt zugestehen. Die Diskriminierung von Juden, mein Freund, weil sie Juden sind. Kurz gesagt, es ist Antisemitismus.
Der Antisemit freut sich über jede Gelegenheit, seiner Bosheit freien Lauf zu lassen. In der westlichen Welt ist es mit der Zeit aus der Mode gekommen, sich zum Hass auf Juden offen zu bekennen. Der Antisemit muss deshalb ständig nach neuen Formen und Zuhörerschaften für sein Gift suchen. Wie sehr er diese neuen Maskerade genießt! Er hasst keine Juden, er ist bloß "Antizionist"!
Mein Freund, ich beschuldige Dich nicht des absichtlichen Antisemitismus. Ich weiß, dass Du, genau so wie ich, eine aufrichtige Liebe für Wahrheit und Gerechtigkeit und eine Abscheu gegen Rassismus, Vorurteile und Diskriminierung empfindest. Aber ich weiß, dass Du – wie manche andere – in Deinem Glauben, zugleich "Antizionist" sein und den Grundsätzen, die Du und ich teilen, treu bleiben zu können, fehlgeleitet bist. Lass meine Worte in den Tiefen Deiner Seele wiederhallen: Wenn die Menschen Zionismus kritisieren, meinen sie Juden – Du sollst hier keinen Fehler machen."
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(Quelle: www.projectonesoul.com/durban_king.htm , Nach: M.L. King Jr., "Letter to an Anti-Zionist Friend", Saturday Review XLVII (Aug. 1967), p. 76. Nachgedruckt in: M.L. King Jr., This I Believe: Selections from the Writings of Dr. Martin Luther King Jr. (New York, 1971), pp. 234-235.)
"... Du erklärst, mein Freund, dass Du kein Judenhasser, sondern bloß "Antizionist" bist. Und ich sage, lasse die Wahrheit von hohen Berggipfeln erklingen, lasse sie in allen Tälern der grünen Erde Gottes wiederhallen: Wenn Menschen Zionismus kritisieren, meinen sie Juden – dies ist Gottes eigene Wahrheit.
Antisemitismus, der Hass auf das jüdische Volk, war und bleibt ein dunkler Fleck auf der Seele der Menschheit. In dieser Hinsicht sind wir einer Meinung. Und Du sollst wissen: Antizionismus ist dem Wesen nach antisemitisch und wird es immer sein.
Warum? Du weißt, dass Zionismus nichts Geringeres, als der Traum und das Ideal des in sein eigenes Land zurückkehrenden jüdischen Volkes ist. Das jüdische Volk, lehrt uns die Heilige Schrift, lebte einst glücklich in einem blühenden Staat im Heiligen Land. Von dort ist es von Römischen Tyrannen vertrieben worden, von den gleichen Römern, die Unseren Herrn grausam ermordet haben. Vertrieben aus seiner Heimat, sein Land in Schutt und Asche gelegt, gezwungen, durch die ganze Welt zu wandern, litt das jüdische Volk unter der Knute jeden Tyrannen, der gerade über es herrschte.
Das Volk der Schwarzen, mein Freund, weiß, was es bedeutet, die Qualen der Tyrannei von Herrschern, die wir nicht gewählt haben, zu ertragen. Unsere Brüder in Afrika haben um die Anerkennung und Verwirklichung unseren natürlichen Rechts, in Frieden unter unserer eigenen Souveränität in unserem eigenen Lande zu leben, gefleht, um sie gebeten, sie gefordert – nach ihr VERLANGT.
Wie einfach sollte es doch jedem, der dieses unveräußerliche Recht aller Menschen schätzt, fallen, das Recht des jüdischen Volkes, in seinem alten Land Israel zu leben, zu verstehen und zu unterstützen. Alle wohlwollenden Menschen jubeln über die Verwirklichung des Versprechen Gottes, Sein Volk in Freude zurückkehren zu lassen, um sein geplündertes Land wiederaufzubauen. Dies ist Zionismus, nicht mehr und nicht weniger.
Und was ist Antizionismus? Die Verweigerung dem jüdischen Volke eines Grundrechts, das wir mit Recht für die Völker Afrikas verlangen und allen anderen Völkern der Welt zugestehen. Die Diskriminierung von Juden, mein Freund, weil sie Juden sind. Kurz gesagt, es ist Antisemitismus.
Der Antisemit freut sich über jede Gelegenheit, seiner Bosheit freien Lauf zu lassen. In der westlichen Welt ist es mit der Zeit aus der Mode gekommen, sich zum Hass auf Juden offen zu bekennen. Der Antisemit muss deshalb ständig nach neuen Formen und Zuhörerschaften für sein Gift suchen. Wie sehr er diese neuen Maskerade genießt! Er hasst keine Juden, er ist bloß "Antizionist"!
Mein Freund, ich beschuldige Dich nicht des absichtlichen Antisemitismus. Ich weiß, dass Du, genau so wie ich, eine aufrichtige Liebe für Wahrheit und Gerechtigkeit und eine Abscheu gegen Rassismus, Vorurteile und Diskriminierung empfindest. Aber ich weiß, dass Du – wie manche andere – in Deinem Glauben, zugleich "Antizionist" sein und den Grundsätzen, die Du und ich teilen, treu bleiben zu können, fehlgeleitet bist. Lass meine Worte in den Tiefen Deiner Seele wiederhallen: Wenn die Menschen Zionismus kritisieren, meinen sie Juden – Du sollst hier keinen Fehler machen."
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(Quelle: www.projectonesoul.com/durban_king.htm , Nach: M.L. King Jr., "Letter to an Anti-Zionist Friend", Saturday Review XLVII (Aug. 1967), p. 76. Nachgedruckt in: M.L. King Jr., This I Believe: Selections from the Writings of Dr. Martin Luther King Jr. (New York, 1971), pp. 234-235.)
Jan Fleischhauer: Wa(h)re Freundschaft kann nicht wanken
Man ist ja so einiges gewohnt, was exotische Freundschaften in Journalistenkreisen betrifft: da liefern sich die Kontrahenten über Jahre hinweg einen Schreibkrieg nach dem anderen und auf einmal sieht man, wie sie sich in Talkshows herzen und freundschaftlich duzen. Dafür gibt es etliche Beispiele, die man hier nicht aufzählen muss.
Was Jan Fleischhauer in diesem SPIEGEL-Beitrag abgeliefert hat, ist schlicht enttäuschend, weil er darin mit keinem Wort Jakob Augsteins über die Jahre hinweg gepflegt-antisemitisch konnotierte Sprache anspricht. Wenn er schon dagegen ist, dass sein Freund und Antizionist (Ist ein Antizionist etwa kein Antisemit?) in's seiner Meiung nach falsche Eck gestellt wird, frage ich mich, über was die beiden Freunde so reden, wenn sie beim Plausch zusammensitzen.
Jan Fleischhauer kennt dieses Scheinargument aus Antizionisten-, also Antisemiten-Kreisen sicher:
Gerade die Freundschaft zu Israel verpflichtet uns zur
Kritik etc...
Nun ist sicher nicht jeder, der so argumentiert, zwangsläufig auch Antisemit, aber er muss sich den Einwand gefallen lassen, dass zumindest(!) sein Statement antisemitisch konnotiert ist, ob aus Unwissenheit, Ignoranz oder grenzenloser Dummheit.
All' diese Erklärungsversuche treffen jedoch auf einen Intellektuellen wie Jakob Augstein nicht zu.
Was bleibt dann außer subtiler Unterstellung und antijüdischer Manipulation? Hat Jan Fleischhauer darüber schon einmal mit Augstein gesprochen, und wenn ja, welche Konsequenzen hat er daraus gezogen?
Man könnte meine oben zitierte "Verbindlichkeitserklärung" zur wahren Freundschaft ggenüber Israel nun instrumentalisieren und Jan Fleischhauer als Anleitung für den Umgang mit Augstein an die Hand geben. Das funktioniert aber in diesem Fall leider nicht, weil Fleischhauer den eigentlich gebotenen Salto rückwärts sicher nicht mehr wagt. Wenn er sich das nächste Mal mit Augstein in privater Traulichkeit trifft, sollte er seinem Freund wenigstens unmissverständlich klarmachen, dass etliche seiner Äußerungen und die überstrapazierte Fixierung auf Juden eindeutig antisemitisch sind. "Wahre Freundschaft kann nicht wanken" heißt es doch in einem alten deutschen Volkslied. Ich habe da aber meine Zweifel, insbesondere nach dieser öffentlichkeitswirksamen Parteinahme für Augstein.
Jan Fleischhauer hätte es dabei belassen können, allein das Ranking Augsteins ironisch zu hinterfragen und ihn ansonsten an seinen Äußerungen zu messen. Genau das hat er aber unterlassen, weil er sonst selbst in eine Argumentationsnot geraten wäre.
Nun ist sicher nicht jeder, der so argumentiert, zwangsläufig auch Antisemit, aber er muss sich den Einwand gefallen lassen, dass zumindest(!) sein Statement antisemitisch konnotiert ist, ob aus Unwissenheit, Ignoranz oder grenzenloser Dummheit.
All' diese Erklärungsversuche treffen jedoch auf einen Intellektuellen wie Jakob Augstein nicht zu.
Was bleibt dann außer subtiler Unterstellung und antijüdischer Manipulation? Hat Jan Fleischhauer darüber schon einmal mit Augstein gesprochen, und wenn ja, welche Konsequenzen hat er daraus gezogen?
Man könnte meine oben zitierte "Verbindlichkeitserklärung" zur wahren Freundschaft ggenüber Israel nun instrumentalisieren und Jan Fleischhauer als Anleitung für den Umgang mit Augstein an die Hand geben. Das funktioniert aber in diesem Fall leider nicht, weil Fleischhauer den eigentlich gebotenen Salto rückwärts sicher nicht mehr wagt. Wenn er sich das nächste Mal mit Augstein in privater Traulichkeit trifft, sollte er seinem Freund wenigstens unmissverständlich klarmachen, dass etliche seiner Äußerungen und die überstrapazierte Fixierung auf Juden eindeutig antisemitisch sind. "Wahre Freundschaft kann nicht wanken" heißt es doch in einem alten deutschen Volkslied. Ich habe da aber meine Zweifel, insbesondere nach dieser öffentlichkeitswirksamen Parteinahme für Augstein.
Jan Fleischhauer hätte es dabei belassen können, allein das Ranking Augsteins ironisch zu hinterfragen und ihn ansonsten an seinen Äußerungen zu messen. Genau das hat er aber unterlassen, weil er sonst selbst in eine Argumentationsnot geraten wäre.
Jeder, der hinter die Tarnkappen-Semantik Augsteins blicken kann, erkennt, dass er durch und durch Antisemit ist - ein
linker Antisemit, der sich hinter dem scheinbar harmlosen Terminus Antizionismus
versteckt. Nur Jan Fleischhauer will das nicht entdecken, weil - ja weil Jakob Augstein sein Freund ist.
Ich befürchte, dass der von Jakob Augstein und dessen Gesinnungsfreunden propagierte Antisemitismus im Gewande des Antizionismus sich im so genannten Bildungsbürgertum nicht nur halten, sondern sogar verstärken wird, denn nichts ärgert 20 Prozent der Deutschen so sehr wie die Tatsache, dass es in Nahost einen Staat gibt, dessen schiere Existenz sie an ihre dunkle Vergangenheit erinnert. Man muss nicht lange suchen, um einen kleinen Vorgeschmack dafür zu bekommen, wie ein Blick in die Leserbrief-Foren etablierter Zeitungen reicht.
Ist dieses "Gebilde Israel" erst einmal weg, hat die Volkseele wieder Ruh' und man kann sich voll und ganz der Durchsetzung einer Öko-Diktatur widmen.
Aber das ist ja dann hoffentlich wieder Jan Fleischhauers Thema. Das Thema Augstein jedenfalls hat er gewaltig in den Sand gesetzt.
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