Donnerstag, Dezember 01, 2011

SPME-Presseerklärung zum Boykott israelischer Wissenschaftler


Castollux erlaubt sich, mit Genehmigung des SPME folgende Presseerklärung auf seiner Webseite zu veröffentlichen:


Presseerklärung

zum Aufruf schwedischer Wissenschaftler, israelische Hochschulen und ihre Angehörigen zu boykottieren 

Die deutsche Sektion der internationalen Wissenschaftlervereinigung Scholars for Peace in the Middle East (SPME Deutschland) weist mit Empörung den Aufruf schwedischer Wissenschaftler zum Boykott israelischer wissenschaftlicher Kollegen und akademischer Stätten zurück.

Als Wissenschaftlervereinigung halten wir es für völlig unakzeptabel, wenn ein Institut wie das Royal Institute of Technology in Stockholm und Partner eine international höchst ange­se­hene israelischen Forschungsstätte, das Technion - Israel Institute of Technology in Haifa, an dem mehrere - zuletzt auch gerade in diesem Jahr wieder - mit dem Nobelpreis ausgezeich­nete israelische Wissenschaft­ler arbeiten, boykottiert. Israelische Wissenschaftler und Experten sollen hier diskre­ditiert werden, weil sie angeblich an der Diskriminierung der Palästinenser beteiligt seien. Gerade die israelischen Hochschulen, nicht zuletzt auch die in Haifa, in einer Region, in der Bevölkerungsgruppen verschiedener Herkunft friedlich zusam­men leben, bilden ein große Anzahl arabischer Studierender aus, so dass dieser Vorwurf  absurd erscheint.

Israel ist nicht dafür verantwortlich, dass der völkerrechtliche Status der so genann­ten Westbank nach wie vor umstritten ist. Statusfragen des nahöstlichen Friedens­prozesses können nur Teil direkter Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien sein; bis heute erkennt selbst der moderate Flügel der Palästinenser Israel nicht als jüdischen Staat an, darüber schweigen jedoch die Boykottbefürworter. Vor diesem aktuellen politischen Hinter­grund und im Lichte der historischen Verantwortung der Europäer für die Jahrhunderte lang andauernde Verfolgung der Juden ist eine solche einseitige Erklärung nicht nur inakzeptabel und gegen alle internationalen wissenschaftlichen Gepflogenheiten, sie ist aus unserer Sicht auch hochgradig kontraproduktiv für den Fortschritt des Friedensprozesses.

Wissenschaftler sollten sich keinesfalls in eine einseitige antizionistisch motivierte internatio­nale Kampagne einreihen; Boykottauf­rufe gegen Juden gab es bereits im letzten Jahrhundert mit den bekannten schrecklichen Folgen. SPME setzt sich für einen gerechten Frieden zwischen den Bevölkerungsgruppen des Nahen Ostens ein. Die Erklärung der schwedischen Wis­sen­schaftler, die das Ziel hat, israelische Kollegen und Hochschulen einseitig zu diskreditieren, zu sanktionieren und zu isolieren, dient nicht dem Frieden, ist nicht hinnehmbar, und sollte international verurteilt werden.

Die Deutsche Sektion von SPME wird sich auch weiterhin darum bemühen, den Austausch zwischen Wissenschaftlern aus Deutschland und Israel zu intensivieren. 

Sie ruft die schwedischen Kollegen und Kolleginnen auf, ihren Boykottaufruf zurückzunehmen und sich stattdessen aktiv für Verständigung auf beiden Seiten einzusetzen.

Im Auftrag des Vorstands von SPME Germany,

Berlin, den 13. November 2011

Prof. Dr. Ralf R. Schumann

Montag, November 14, 2011

Wie Iran-Sanktionen wirklich funktionieren




Sonntag, November 13, 2011

Napoleon Bonaparte und Rosa Luxemburg: Es wächst letztlich zusammen, was zusammen gehört


Napoleon Bonaparte glaubte jeden Tag, dass er eigentlich Oskar Lafontaine hieße.


Rosa Luxemburg ging es ähnlich: Sie betrachtete sich seit Jahrzehnten morgens vor dem Spiegel, richtete ihren Dutt und halluzinierte, dass sie eigentlich Sahra Wagenknecht verkörpere.

Nun haben sich endlich die beiden bizarrsten schizophrenen Protagonisten des Politikbetriebs der deutschen Linksaußen-Fraktion in ihrer verquasten Doppelgesichtigkeit gefunden, was ja nicht unbedingt ein großes “Wow, überrascht uns!" auslösen müsste.
 

Gut, ich will nicht Häme betreiben, wenn sich Liebende endlich outen, aber eine Gratulationstour für das Zustandekommen der Liaison des Jahres muss doch sein.

Lafontaine und Wagenknecht sind Personen des Öffentlichen Interesses, stehen also nicht unter Artenschutz. Sie sind beide glänzende Rhetoriker und bewährte Volksverdummer. Also werden sie deshalb auch für kommende Parteitage und Wahlveranstaltungen von Die Linke ein unschlagbares Team  bilden.

Eitel genug sind ja beide.

Und wenn sich zwei eigentlich gnadenlos selbstverliebte Turteltäubchen zusammentun, um massiv Klassenkampf der primitivsten Art zu beleben, muss man doch etwas hellhörig werden.

Für mich ist das ganze Spektakel (auch) ein taktischer Schachzug. Selbst die provinziellsten Linksaußen verstehen es, mit den Medien zu spielen.

Sonntag, November 06, 2011

Überwachung durch den Verfassungsschutz: Wieder einmal Doppelmoral beim SPIEGEL

An der Brandswiete scheint man Morgenluft zu wittern, was eine eventuelle Überwachung von Politically Incorrect durch den Verfassungsschutz beträfe:



Wie primitiv man beim SPIEGEL mittlwerweile in seiner Wortwahl geworden ist, zeigt das unsägliche Konstrukt "Islamhasser" in der Überschrift. Ein mittlerweile sehr gut bewährtes Rezept: Alle Islamkritiker werden bezichtigt, nur emotional zu formulieren. In einer weichgespülten "Toleranz"-Gesellschaft kommen solche Paraphrasen immer gut an, weil bequem. Wenn das nicht unterste Demagogen-Schublade ist. Andererseits zeigt dies auch, wie hilf- und sprachlos man seitens der islamophilen Fraktion geworden ist.

Und der Systemoperator setzt zum Artikel-Thread auch gleich den passenden Teaser, damit die Meute wie gewünscht losheulen kann:

Die Behörden wollen islamfeindliche Webseiten stärker kontrollieren.
Nach SPIEGEL-Informationen kündigte Hamburg an,*der Verfassungsschutz werde den Internetauftritt "Nürnberg 2.0" beobachten.
Ob auch die bekannte Seite "Politically Incorrect" ins Visier gerät, prüfen Experten noch.

Ich ahnte schon, dass der SPIEGEL meinen Leserbeitrag nicht veröffentlichen würde. Wie harmlos dieser daherkommt, können Sie hier nachlesen:

Wenn der SPIEGEL darüber sinniert, ob man Webseiten wie PI (Politically Incorrect) unter verstärkte Beobachtung stellen soll, dann stellt sich postwendend auch die Frage, wie es mit der Beobachtung des SPIEGEL selbst verhält. In seinen Foren kann man zu Israel-relevanten Themen seit Jahren in schöner Regelmäßigkeit mehr oder weniger schlecht verklausulierte antisemitische Äußerungen von linken Lesern beobachten, ohne dass die Zensur-Schere in der Redaktion anfängt zu rattern.

Geht mein Post jetzt durch?

Aber beim SPIEGEL kann man sich trösten: es gibt noch schlimmere Adressen:
Süddeutsche, Freitag, Berliner Zeitung, Frankfurter Rundschau u.v.a.

In all' diesen Blättern darf sowohl von Redakteurs- als auch von Leserseite nach Herzenslust über Juden respektive Israel in einer Weise hergezogen werden, dass man schlimmste Befürchtungen haben muss.

Aber linken Antisemitismus gibt es qua Mainstream-Medien ja nicht.

Es darf gelacht - oder besser gesagt, geweint werden ob so viel Doppelmoral.

Apropos Doppelmoral: Am 8. November bin ich wieder in der hiesigen Synagoge zum Gedenken an die Pogromnacht von 1938 eingeladen. Ich "freue" mich jetzt schon auf die vielen Krokodilstränen, die dort von einigen "Freunden Israels" vergossen werden.


Ende der Durchsage.

Wie man IDF-Grenzpolizisten ins "rechte Licht" rückt

Für Fotografen internationaler Nachrichtenagenturen ist es ein Leichtes, israelische Grenzpolizisten wie Monster aussehen zu lassen: Man legt sich auf den Boden und fotografiert in fieser Absicht von unten nach oben, damit auch schön erkennbar wird, wie bösartig und gefährlich sie bei ihrer Arbeit zu Werke gehen; und wie überdimensional sie gegenüber den kleinen Palästinensern erscheinen müssen.

Eine Aufnahme aus dem letzten Jahr, die ich bei Medien BackSpin kommentiert hatte.

 

Jeglicher weitere Kommentar ist überflüssig.

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Korrektur:
Arye Sharuz Shalicar hat mich darauf hingewiesen, dass es sich bei den abgebildeten Uniformierten nicht um IDF-Soldaten handelt, sondern um Grenzpolizisten. Ich habe dies hiermit berichtigt. Ursprünglich hatte ich von IDF-Soldaten gesprochen.

Dank an Arye für die Richtigstellung.



Sonntag, Oktober 23, 2011

9/11-DNA-Analyse: Old Brown Shoes?

In meinem Beitrag 9/11: die DNA bleiben vom 4. Oktober 2011 hatte ich angekündigt, dass ich zum Thema noch etwas nachliefern will.

Viele Leser wissen möglicherweise nicht, dass in den USA noch heute an mehreren tausend Leichenteilen und materiellen Resten aus den Trümmern der Zwillingstürme und dem benachbarten WTC-7 Gebäude geforscht wird. 9/11 ist forensisch-technisch noch nicht abgeschlossen.

Die bisherigen Untersuchungsmethoden werden konsequent verfeinert, um weitere DNA-Spuren aufzuschlüsseln.


Vorweg: Das sagt einiges über die emphatische Kultur der USA aus - eines Landes, das bei uns in Deutschland als „Bananenrepublik“ oder „Staat der Negermusik“ verunglimpft wird, obwohl von dort seit etwa einem Jahrhundert mit die beste Literatur und Malerei kommt.

Im Jahr 2006 wurde eine Grundlagenforschung des US-Justizministeriums veröffentlicht, die erste Aufschlüsse über die Gewinnung von DNA-Spuren seit 9/11-2001 liefert. Sie hat aber keine abschließende Relevanz. Und die Untersuchungen wurden auch nicht eingestellt, obwohl vorher verschiedene Meldungen wie im Jahr 2005 andere Informationen zu bringen schienen:
The forensic investigation ended in early 2005, when the medical examiner's office stated it had exhaused efforts to identify the missing. The victim identification statistics reported in a February 23, 2005 AP article, listed in the following table, remained about the same as those reported in articles published a year after the attack.
Um aber eine ungefähre Vorstellung davon zu bekommen, wie akribisch sich die Suche nach den Spuren der Ermordeten vom 11. September 2001 wirklich gestaltet und welche Ergebnisse immer wieder ans Licht der Öffentlichkeit befördert werden, hier ein Beispiel:

Forensiker des im Stadtteil Manhattan eingerichteten Instituts zur Erforschung der 9/11-Folgen (siehe PDF-Link oben) hatten erst Ende August dieses Jahres die Leichenteile von Ernest James, eines Mitarbeiters des Finanzberaterunternehmens Marsh and McClennan identifiziert.

Er war zum Zeitpunkt des Terroranschlags 40 Jahre alt.


Das ist aber nicht alles: Fast die Hälfte der Leichenreste von meistens pulversierten Terroropfern (40 Prozent) konnten bis heute nicht eindeutig identifiziert werden. Nach offiziellen Angaben starben im World Trade Center 2753 Menschen; so konnten also nur 1629 Tote einem bestimmten Genom zugeordnet werden.

Die deutschstämmige Gerichtsmedizinerin Mechthild Prinz („sichten, sieben, sequenzieren“), in New York zum Thema tätig, hält eine relativ trockene Erklärung für das Problem der Zuordnung von Leichenteilen zu spezifischen Personen parat:
Es besteht keine juristische Notwendigkeit mehr, weil die Opfer ihren Totenschein hätten.
Kann man es sich so einfach machen? Ich denke, Nein!

Es geht hier beileibe nicht um Juristerei, auch nicht um einen imaginären Totenschein oder forensische Spitzfindigkeiten: Es geht um ein Gedenken, das sich an Realitäten des physischen Körpers von Angehörigen festmacht.

Frau Prinz gibt sich zwar im oben unterlegten Hyperlink alle Mühe, Aufklärung zu betreiben, aber so ganz überzeugend und hartnäckig kommt das nicht rüber, wenn sie sagt:

Was wir auch tun: Niemals werden alle Opfer identifiziert werden.
Das mag in einigen Fällen zutreffen, ist aber noch nicht abgeschlossen.

Wie aber die WELT am 7. September schrieb, gibt es viele Ungereimtheiten bzw. schwer zuordenbare Leichenteile:
Anfangs wurden traditionelle Methoden wie der Zahnstatus, Fotografien oder Fingerabdrücke angewendet, um Leichen und Überreste aus den Trümmern zu identifizieren. Doch als die einfacheren Fälle erledigt waren, begann die forensische Detektivarbeit – und selbst die reicht oft nicht aus.
Wie wahr.

Hören wir aber Taylor Dickerson, der als Kriminologe im angeschlossenen Labor arbeitet:
„Ich erinnere mich an einen Fall vor ein paar Jahren; es war ein kleines Knochenteil auf dem Dach des Deutsche-Bank-Gebäudes“, sagt arbeitet. „Es hatte die Größe einer Münze, und wir konnten es jemanden zuordnen, der zu dieser Zeit in den Türmen gearbeitet hatte.“
Sensible Kleinarbeit. Den Opfern und ihren Angehöreigen gewidmet. Wo bleibt Frau Prinz?

Die WELT schreibt außerdem:
Unter strengen Sicherheits- und Hygienevorschriften arbeiten bis heute fünf Wissenschaftler an der Identifizierung von 6314 Knochensplittern, die im Gebiet der Zwillingstürme gefunden wurden. In einem großen Raum reinigt ein Roboter die Überreste, bevor mit DNA-Analysen nach Übereinstimmungen gesucht wird.
Wie schwierig sich die Forschungsarbeiten gestalten, wenn Zufälle eine Rolle spielen, zeigt dieses Beispiel:

Als im Herbst 2005 Abrissarbeiten auf dem Dach des Deutsche Bank-Gebäudes gleich neben Ground Zero durchgeführt wurden, fand man menschliche Knochen. Bradley Adams vom OCME-Projekt Potential Human Remains und sein Kollege Christian Crowder erhielten den Auftrag, sich mit den Funden näher zu beschäftigen. Als im Jahr 2006 ein Bauarbeiter in einem Kanalschacht weitere Knochenfunde aufspürte, schaltete sich das Office of Chief Medical Examiner ein, also die höchste medizinische Untersuchungsbehörde in New York City.

Die neue Baustelle wird immer ein Forschungsort zum Terroranschlag von 2001 bleiben, wenn man in Betracht zieht, dass allein von April bis Juni dieses Jahres rund 600 Kubikmeter Bauschutt durchsiebt und dabei 72 verwertbare Leichenteile gefunden wurden [nach 10 Jahren (!)].

Allein diese Funde reichen aus, dass sich eine Einstellung der DNA-Proben heute und in den nächsten Jahren verbietet - den Angehörigen der Opfer zuliebe.

Das ist die freie Welt ihnen schuldig.

Sonntag, Oktober 16, 2011

Mit Che Guevara ins Bett

In der PR-Abteilung des Mega-Discounters REAL scheint man nicht zu wissen, wer Che Guevara wirklich war, nämlich ein Killer vor dem Scheitan.

Oder hätte man sonst eine neue Bettwäschegarnitur mit dem Konterfei dieses Irren beworben?

Aber was seit Jahrzehnten für viele verträumte Kids und irregeleitete Revoluzzer mit einem merkwürdigen Faible für stalinistische Baskenmützen-Romantik inklusive verdreht daherkommenden und verfäschendem Jesus-Touch gut war, sollte auch für den Umsatz bei REAL taugen.

Manch' Leser mag sich vielleicht jetzt fragen: "Was treibt Castollux dazu, sich auf der Online-Seite von REAL herumzutreiben?"

Ganz einfach: Auf meinem Briefkasten befindet sich kein Aufkleber, der Werbesendungen verweigert. Deshalb landete dort ein Prospekt. Und dann habe ich reagiert.

Dienstag, Oktober 04, 2011

9/11: Die DNA bleiben!

In den USA gibt es eine Behörde, die seit Jahren mit immer neuen und verbesserten wissenschaftlichen Methoden versucht, sämtliche DNA-Spuren der Opfer von 9/11 zu untersuchen, um allen Angehörigen der Opfer die Gewissheit zu geben, wie ihre Lieben ermordet worden sind und wie man ihrer dementsprechend würdig gedenken und trauern kann.

Mehr will ich dazu momentan nicht sagen, weil ich noch recherchieren muss.

Die Arbeit dieser Behörde erfordert viel wissenschaftliche Akribie, Leidenschaft und Ausdauer für das Projekt. Wie Forensische Analyse generell abläuft, kann man hier nachlesen.

In Europa kann man derart Beispielhaftes (und menschlich unglaublich Großartiges, weil unintererssant für europäische Kolumnisten) nicht finden, ganz abgesehen davon, dass im islamischen Kulturkreis Forensik sowieso kein Thema ist: Verscharren, weg und vergessen.

Ja, und wir Westler:

So sind wir halt, in den Augen der radikalen Pazifisten und ihrer muslimisch-"zurückhaltenden" anthropologischen Entsprechungen:

Menschenverachtende Yankees und Verfechter der Freiheit sind wir, weil wir uns sogar um mikroskopisch kleine Leichenbestandteile kümmern, für die sich seit 10 Jahren kein Schwein dieser Erde mehr interessiert. Und das nur, weil unsere Liebe hinter diesem Bemühen steht; und die Sehnsucht danach, dass wir einen Ort des Trauerns brauchen.

In Kürze folgt ein Beitrag dazu.

Angestoßen zu meinem Vorhaben hat mich - indirekt - der großartige Beitrag von Lizas Welt gestern.

Samstag, Oktober 01, 2011

"Wenn die Islamisten sprechen hört man Satan"

Das trifft es genau.



Auch Nichtreligiöse können sich unschwer vorstellen, dass Diktion und Semantik der Islamisten zutiefst dämonische und zutiefst irrationale Züge zeigen.


Lesen Sie bitte den Beitrag von Richard Herzinger:

Der algerische Schriftsteller Boualem Sansal, der in diesem Jahr den Friedenspreis des deutschen Buchhandels erhält, hat der “Neuen Zürcher Zeitung” ein bemerkenswertes, ja bedeutendes Interview gegeben, dem eigentlich kein einziges Wort hinzuzufügen ist. Jenseits aller Verklärung und Mystifikation der Umsturzbewegungen in Nordafrika und dem Nahen Osten macht Sansal in ebenso einfachen wie analytisch scharfen Worten deutlich, wie weit die arabischen Gesellschaften noch immer von einem Zustand entfernt sind, in dem freie Menschen ein freies Leben führen können – und was es bedarf, damit von einem solchen Zustand die Rede sein kann:

“Der arabische Frühling hat noch gar nicht begonnen. Das wahre Gefängnis ist nicht die Diktatur. Die Diktatur ist nur die erste Mauer, aber dahinter befindet sich das echte Gefängnis, sozusagen der Hochsicherheitstrakt, das sind die Kultur und die Frage des Islam. Diese Probleme wurden noch nicht angegangen, und darum sage ich, der arabische Frühling hat noch nicht wirklich begonnen.”

Sansal

Der Schriftsteller zeichnet im weiteren in knappen Strichen ein ebenso schonungsloses wie differenziertes Bild davon, was in den einzelnen Ländern des “arabischen Frühlings” in nächster Zeit zu erwarten sei:

“In Tunesien gibt es vielleicht einen kleinen Anfang, aber nicht mehr. In Ägypten bewegt sich noch gar nichts, die Frage des Islamismus ist ungelöst, ebenso die Frage der Kopten.

Hier geht's schonungslos und frappierend ehrlich weiter.

Montag, September 19, 2011

Rechts-Alarm wegen Politically Incorrect: Der SPIEGEL hyperventiliert wieder einmal

Was SPON geschrieben hat ist ziemlich heftig, wenn auch teilweise berechtigt:

"Politically Incorrect" eng vernetzt mit rechter Szene
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,786915,00.htmll.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,786915,00.html

Wer im Glashaus sitzt, sollte aber auch nicht mit Steinen werfen, denn: Man hätte die Headline auch ganz einfach umschreiben können - nämlich so:


"SPIEGEL" eng vernetzt mit linker Szene
...um im Bild von Schuldzuweisungen ohne ehrliche Selbstreflexion zu bleiben.

Das in Stein gemeißelte und von vielen Linken deshalb oft unhinterfragte 'Nachrichtenmagazin' aus Hamburg sollte sich vielleicht einmal Gedanken darüber machen, welche Geister sich in seinen Foren herumtreiben, ohne(!) dass der Systemoperator eingreift (Lesen sie einmal die Kommentare dort zu 9/11 durch [auch andere Google-Links]; da wird’s einem schlecht). Die antisemitischen Attacken dort (links, bitte schön!) sind in nichts von dem zu unterscheiden, was man auf Altermedia finden kann (dort bitte auf der Suchfunktion weitersehen).

Zu PI


Was dessen Werdegang seit 2005 betrifft kann man übrigens eine interessante und m.E. teilweise sogar relativ positive Entwicklung feststellen, auch wenn ich weiterhin auf kritischer Distanz zu diesem Blog bleiben werde.


Die Webseite wird zunehmend von Autoren gestaltet, die etwas Vernünftiges zu sagen haben und sich Mühe geben, Differenzierungen einzubringen. Die Behauptungen seitens Wolfgang Benz & Co, man würde dort nicht zwischen Menschen (Muslimen) und einer islamischen Ideologie („Religion“) unterscheiden, sind schlicht kaum noch zutreffend, sieht man von Einträgen im Kommentarbereich ab; eigentlich fast schon eine derbe Unterstellung, die einer politischen Vorgabe geschuldet sind.

Wie jeder Castollux-Leser weiß, bin ich kein Freund holzschnittartiger Verallgemeinerungen, aber eines sollte auch klargestellt werden: Die sich langsam anbahnenden redaktionellen Verbesserungen und Lernerfolge bei PI kann man einfach nicht übersehen, auch wenn weiterhin eine gewisse weit überzogene rechtskonservative Linie nicht zu übersehen ist. Und es geht auch nicht um Stefan Herre. Er ist nicht PI. Dazu fehlt ihm die persönliche Distanz zum Sujet, leider.Und: Was ist eigentlich so schlecht daran, wenn es eine Partei wie Die Freiheit gibt“? Sie distanziert sich übrigens von Pro NRW ganz enschieden.

Abgesehen davon: Medien-Deutschland hat überhaupt kein Problem mit Tageszeitungen wie der Frankfurter Rundschau, der Berliner Zeitung und Neues Deutschland - allesamt Nachfolgeblätter in der Tradition sozialistischer und links-antiisraelisch/antisemitisch intendierter Gleichschaltungsjournalistik der SED mit sehr fragwürdiger Journalimus-Ethik, siehe diese widerliche Grafik in meinem Artikel aus dem Jahr 2008, in dem von Matthias Küntzels Problemen mit einem ND-Redakteur die Rede ist.

Ich kann mich bisher nicht daran erinnern, dass Vertreter der Partei Die Freiheit Lobeshymnen auf rechtsfaschistische Systeme gesungen hätten. Daran, dass die Partei Die Linke eben solche Lobgesänge auf Fidel Castros Kuba abgeseimt hat aber sehr wohl! Jungle World und Bahamas, übernehmt bitte!

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Nachtrag:
Der SPIEGEL schreibt, dass Pfarrerin Christine Dietrich sich erst jetzt von PI gelöst habe, was den Eindruck erwecken soll, sie hätte bis dato alle Beiträge von PI unterstützt oder redaktionell begleitet. Das stimmt so nicht. Abgesehen von dieser Richtigstellung ändert dies nichts daran, dass ich die redaktionelle Linie von PI, die ich oben angesprochen hatte, prinzipiell für [positiv] ausbaufähig halte. Was für Kommunisten als selbstverständlich hingenommen wird muss auch für [Rechts-] Konservative gelten. So einfach kann das mitunter sein.