Mittwoch, August 12, 2009

Südzonen-Auftragsschreiber: Zensur inklusive

Entweder man ist in der Forenmoderation der Süddeutsche Zeitung zu dumm, einfachste Sätze zu kapieren oder redaktionell hoffnungslos gleichgeschaltet - oder beides, was sich gegenseitig nicht unbedingt ausschließt.

Mein Verbrechen: Ich hatte zu diesem Artikel H. Leyendeckers einen Leserbrief geschrieben, der es gerade mal' auf etwa 1 Minute Lebenszeit brachte, ein anderer Leserbrief hingegen, der die Auslöschung aller "Parias"forderte (gemeint waren alle Amerikaner) , 24 Stunden Halbwertszeit zugestanden bekam und auch nur gelöscht wurde, weil ich energisch protestiert hatte.

Worum ging es? Leyendecker hatte behauptet, "dass die Bush-Regierung wenig ausgelassen hat, um den Wirrköpfen (Sauerlandgruppe) einen entsprechenden Vorwand zu liefern."
Und ein gewisser "Jörg" hatte sich pflichtschuldigst Leyendeckers Meinung im Forum angeschlossen.

Daraufhin meine Wenigkeit im SZ-Forum:


=============
@Jörg

Sie schreiben: Und dass die hanebüchene Sicherheitspolitik der USA/der Bush-Regierung hier eine große Rolle gespielt hat, ist doch wohl nicht zu bezweifeln.

------------------------

Das ist schlicht Unsinn - wie übrigens auch Leyendeckers "Begründung".


Folgt man dieser Logik hätte es keine islamisch motivierten Anschläge vor 2001 geben dürfen. Gab es aber zuhauf. Und wenn man sauber zurückrechnet, schon seit den 1970er-Jahren. Selbst die Attentäter von München hatten schon islamistische Motive (neben vorgeschobenen sozialistischen). Und wenn man noch sauberer zurückrechnet sogar bis in die 1930er Jahre des 20. Jahrhunderts, als auch in "Palästina" eingewanderte amerikanische Juden von Henkersknechten des Muftis von Jerusalem (Hitlers Freund) massakriert wurden.

Der Hass der Sauerlandtäter speist sich zum einen aus eben diesen Motiven (Konvertiten sind meist 150-Prozentige) und zweitens aus dem Geist der 68er-Generation, die alles dämonisiert, was auch nur im Entferntesten nach dem großen Satan (USA) und dem kleinen Satan (Israel) riecht. Gäbe es in den USA und Israel keine Juden, hätten die linken Antisemiten keinen Grund, beide Staaten zu hassen.

Herr Leyendecker hat ein Problem, das anzusprechen.

Warum, lässt sich relativ leicht erklären, wenn man sich die Realität ansieht, die von der "USA-und israelkritischen" Meinungsführerschaft dominiert wird.


Wie war das noch vor wenigen Monaten? Am 9. November wie jedes Jahr noch Gedenken für die toten Juden zur Reichspogromnacht von 1938 heucheln und Wochen später auf den Straßen "Juden ins Gas" rufen, weil der einzige Staat in Nahost sich gegen eine Mörderbande gewehrt hat. Hier liegt das Problem.
Wurde mein Leserbrief vielleicht gelöscht, weil ich Palästina in An- und Abführungszeichen gesetzt hatte?

Nein, sicher nicht: Man hat mich wohl rausgeschmissen, weil ich darauf hingewiesen hatte, dass es auch linke und muslimische Antisemiten gibt. Das passt schlicht nicht in die Landschaftspflege der SZ.


Samstag, August 08, 2009

Grüne Antisemiten? Gibt's nicht!

Wir wissen Bescheid:

Es gibt keine grünen Antisemiten. Herr Rupp belehrt uns:

Worauf sich Nazis beziehen, liegt nicht in der Verantwortung derer, die sich geäußert haben (joerg_Antwort vom August 4th, 2009 09:33:; Screenshot von Castollux kopiert).

Ein grünes und großes Wort!

Wir werden Herrn Rupp jetzt bei eben diesem nehmen und die intellektuelle Verbindung von manchen Grünen zu Nazis in der Vergangenheit und Gegenwart etwas genauer unter die Lupe nehmen - nicht zuletzt, weil Jörg Rupp uns in seinem Blog abgewürgt hat.

Er scheint den Artikel von Clemens Heni nicht gelesen zu haben, den ich ihm wärmstens empfohlen hatte. Oder hat ihn eine Leselähmung befallen
, weil Nachdenklichkeit angesagt war?

Herr Rupp ist (komischerweise) niemals für eine Stellungnahme bereit, wenn es um gutbürgerlichen Antisemitismus geht, weil er unsere Andeutung nicht teilen oder begreifen will, dass Nazis, extreme Linke, verquaste und sektiererische Grüne und Islamisten manchmal gleiche Schnittmengen haben, was dieses Problem betrifft.


GRÜN IST GUT!

Jörg Rupp (gelernter IT-Spezialist) hat kein Problem damit, Menschen wie BillBrook, Heplev und mich auf seinem Blog als unbelehrbar abzuschmettern, wenn wir ihn fragen, warum Frau Langer das BVK bekommen hat.


Wir werden uns in nächster Zeit damit beschäftigen, inwieweit die GRÜNEN Probleme damit haben, Ex-Nazis und Stalinisten in ihren Reihen seit den 1970er-Jahren geduldet zu haben.

Und wir werden uns auch sukzessive damit auseinandersetzen, wie diese Tradition fortgewirkt hat. Bis heute.


Das ist so sicher wie das grüne T-Shirt Herrn Rupps, der bekennt, dass er ab und zu auch mal Siedler spielt, obwohl er als alter Pazifist damit Probleme hat. Natürlich nur virtuell - versteht sich:
Ich spiel' ein bisschen Siedler - bis maximal vier, wenn ich Zeit dafür finde (Klatschen; "Hoho...")

Aber als alter Pazifist, der ich auch bin, habe ich natürlich so ein paar Probleme damit. Aber dazu gleich ein bisschen mehr (zustimmendes Lachen im Vordergrund).
Noch Fragen?

Freitag, August 07, 2009

Ulrich Sahm: Arafats mysteriöser Tod

GASTBEITRAG

Arafats mysteriöser Tod
ULRICH W. SAHM
Jerusalem, 7. August 2009


Hinweis: (Fast) alle Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern.

Bis heute ist die Todesursache des PLO-Gründers und palästinensischen Präsidenten Jassir Arafat umstritten (Bild rechts: Inschrift auf Arafats Grab).

Am 12. Oktober 2004 brach Arafat nach einer Mahlzeit in seinem Hauptquartier in Ramallah, der Mukata, zusammen. Er wurde in ein Pariser Krankenhaus ausgeflogen. Erst nachdem das finanzielle Erbe Arafats, darunter eine monatliche Apanage für seine Witwe Suha in Höhe von 22 Millionen Dollar jährlich ausgehandelt war, erklärten die französischen Ärzte am 11. November 2004 Arafats Tod. Jordanische Hubschrauber brachten seinen Sarg nach Ramallah, wo er unter Tumulten im Hof der Mukata begraben worden ist.

Schlechtes Omen für Arafat: Während des Trauerzugs von Arafats Sarg bricht plötzlich eines der Pferde, das die Lafette zieht, tot zusammen.









Wegen des Chaos' beim Begräbnis wird Arafats Sarg senkrecht in die Grube herabgelassen. So ist gewiss, dass er nicht gen Mekka schaut, wie es sich für einen guten Moslem geziemt.


Jetzt hat die Autonomiebehörde beschlossen, neben seinem mehrfach umgestalteten Mausoleum für 1,2 Millionen Euro ein Museum zu errichten, finanziert durch Steuergelder der EU (siehe nächstens Bild unten links). Den Grundstein dazu will Abbas am Jahrestag von Arafats Tod legen.



Die unklare Todesursache Arafats wurde vom Neffen Arafats, dem ehemaligen Uno-Botschafter der PLO und Außenminister der Autonomiebehörde, Nassar el Kidwa, beim Fatah-Parteitag in Bethlehem thematisiert. Die zweitausend Delegierten erhoben sich und bestätigten mit erhobenen Händen „einstimmig“ die Feststellung, dass Arafat von Israel „vergiftet“ worden sei. Erwartungsgemäß wies Israel in einer offiziellen Erklärung diese „Verschwörungstheorie“ empört zurück.

Arafats Tod erhielt für die Fatah eine brisante politische Aktualität. Faruk Kadoumi, schärfster Kritiker von Abbas, der Autonomiebehörde und der Osloer Verträge mit Israel, PLO-Mitgründer und Leiter der „politischen Abteilung“, hatte behauptet, dass Abbas zusammen mit den Israelis Arafat vergiftet hätte. Für die Fatah ist Arafat eine Ikone und einziges Bindeglied. In Bethlehem tagt die zerstrittene Partei unter einem überdimensionalen Portrait ihres mythologischen Gründervaters. Obgleich el Kidwa und andere hochrangige PLO-Mitglieder den „mehrere hundert Seiten starken französischen Ärztebericht“ besitzen, wurde er von der Autonomiebehörde nicht veröffentlicht, heißt es am Freitag in Haaretz. Diese israelische Zeitung hatte den ihr ebenfalls vorliegenden Report im September 2005 auszugsweise veröffentlicht.

Das Gutachten wurde damals israelischen Ärzten vorgelegt. Daraus gehe hervor, dass in Paris keinerlei Gifte in Arafats Körper entdeckt worden seien. Gleichzeitig erwähnte der Report keine Ursache für die Krankheit Arafats. In den Hunderten Seiten des Gutachtens gebe es nach Angaben der israelischen Ärzte „nicht die geringste Andeutung, dass Arafat unter AIDS gelitten habe“, obgleich die beschriebenen Symptome typisch für für die Immunschwäche seien. Zudem kursierten in der Umgebung Arafats schon vor seinem Tod Gerüchte, wonach er mit HIV infiziert sei. Aus dem Report gehe hervor, dass Arafat wahrscheinlich an den Folgen einer Nahrungsmittelvergiftung gestorben sei.

Zu der Verschwörungstheorie, wonach Israel oder die PLO-Spitzen Arafat vergiftet hätten, schreiben die Reporter des Haaretz: „Die Vorstellung, dass der damalige Ministerpräsident Ariel Scharon gemeinsame Sache mit palästinensischen Politikern gemacht hätte, um Arafat umzubringen, entbehrt jeglicher Logik.“ Die Reporter empfehlen Abbas, den „vertraulichen“ Ärztereport zur Veröffentlichung freizugeben, „damit sich jeder ein eigenes Urteil“ bilden könne.

Die Zuverlässigkeit französischer Angaben muss freilich in Frage gestellt werden, wenn man Arafats offiziellen Totenschein prüft. Da wird Jerusalem und nicht Kairo als Geburtsort angegeben. Die Namen seiner Eltern werden als „unbekannt“ angegeben.

Aus eigener Erfahrung sei hier erwähnt, dass israelische Soldaten 2002 die Mukata Arafats umzingelt hatten und in einem Zimmer neben Arafats Sitzungssaal saßen. Im Jahr 2004 war es leichter, sich Arafat mit schweren Taschen zu nähern, als ein israelisches Restaurant oder Kaufhaus zu betreten. Die wachhabenden Sicherheitsleute verlangten von Journalisten nur, ihr Handy abzugeben und warfen keinen Blick in die Taschen mit Kameras und Aufnahmegeräten. In denen hätte man auch eine Pistole oder eine Handgranate verstecken können. Die Durchleuchtungsmaschine beim Eingang zu Arafats Hauptquartier war monatelang außer Betrieb und mit einer Plastikplane verdeckt.

-----------------
Dank an Ulrich Sahm!

Donnerstag, August 06, 2009

“Lass’ es bleiben Maestro!“

Daniel Barenboim, moralischer Taktgeber von eigenen Gnaden im israelisch-palästinensischen Konflikt, behauptet von sich immer wieder, dass er am politischen Tagesgeschäft nicht interessiert sei. Dies hinderte ihn bisher jedoch nie daran, sich permanent arabisch-palästinensischen Forderungen anzuschließen - was irgendwann ja auch mit der palästinensischen Staatsbürgerschaft“ belohnt wurde.

Wie sehr Barenboim seine eigenen Wurzeln in Frage stellt (um es höflich zu formulieren), kann man jetzt wieder nachlesen: Er unterstützt die Forderung, Jerusalem solle zur arabischen Kulturhauptstadt 2009 ernannt werden. Gut ins Bild passt auch seine unlängst vorgebrachte Formulierung, Israel habe zwar das Recht, sich zu verteidigen, aber doch bitte ohne Gewaltanwendung! Leider wurde diese selten dämliche Aussage von seinen palästinensischen Freunden nicht so höflich goutiert wie er sich das wahrscheinlich erhofft hatte.

Weiß der „unpolitische Barenboim“ (auch „unpolitische“ Menschen verhalten sich im negativen Sinne politisch), dass er mit seiner Unterstützung für den arabischen Vorstoß dazu beiträgt, die Rechtmäßigkeit Jerusalems als Hauptstadt des jüdischen Staates Israel noch mehr zu unterminieren?

Ja, er weiß es. So bescheiden kann kein Mensch sein, um dies nicht zu begreifen, auch wenn er pausenlos im Orchestergraben abtaucht und unschuldig postuliert, dass
„es hier nicht um ein politisches, sondern ausschließlich um ein kulturelles Ereignis in einer Stadt [geht], die Mittelpunkt von drei Weltreligionen ist“,
so der Dirigent und Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper.


Die Kulturbeflissenheit des Herrn mit dem weißen Stöckchen spielt dem politischen Hauptstadtanspruch der arabisch-palästinensischen Seite in die Karten. Schade, dass er Najem Wali noch nicht gelesen hat!

Schlechte Partitur, Herr Barenboim!

Dienstag, August 04, 2009

Please don't forget Iran!

PLEASE!

Die Freiheitskämpfer im Iran erwartet möglicherweise die Todestrafe.

Bitte helft uns, in welcher Form auch immer, dass man indirekt Einfluss auf das Gerichtsurteil nehmen kann.


Just get new information on FreeIranNow!

Stay with us....!

TOLERANZ !

Liebe Leser,

mögen Sie Gerhard Polt?

Nach Karl Valentin vielleicht das größte und liebenswerteste Grantler-Urgestein, das Bayern in den letzten 50 Jahren hervorgebracht hat. Und Bayern ist wahrlich überproportional vertreten, was gute Satire betrifft.

Polts Performance Toleranz (
obwohl älteren Datums, aber vielleicht sein Meisterwerk neben dem bissigen My Ling) passt so richtig in die politische Landschaft von heute, in der dieser Begriff mehr als überstrapaziert wird. Zur "Toleranz" hat sich auch H. M. Broder in seinem letzten Buch treffend geäußert.

Bei so viel Klasse kann man - denke ich - Polt auch nachsehen, dass er einst mit den Bayern-Hassern, den Toten Hosen, auf Tournee gegangen ist. Er repräsentiert Kabarett in seiner ureigenen, fast genialen Intention des "Derbleckens", wie wir in Bayern sagen - im Gegensatz zu diesem komischen Witzbold für Arme oder diesem Artisten für pseudointellektuelles USA-Bashing. Eine hervorragend gelungene "Abrechnung" mit dem deutschen "Hahaha-Wohlfühlkabarett" für schlichte Gemüter gibt's sowieso hier.

Was mir an Polt neben seiner derb-liebenswerten Art besonders gut gefällt: Er mag' die Menschen, drischt nicht bösartig auf sie ein, ist politisch nicht festgelegt und legt sich dennoch mit jedem an. Er ist ein exzellenter Chronist alltäglicher Sauereien und Liebenswürdigkeiten.

Die YouTube-Fassung zu Polts genialer Aufführung fand ich leider nur gesplittet vor.

Macht nix....


Viel Spaß - und bitte nicht totlachen!





Die eine oder andere Polt-Satire werde ich sicher noch nachliefern. Und bei Übersetzungsproblemen helfe ich gerne.


P.S.: Dank' an Lizas Welt für seine informativen Beiträge zum Thema "Satire" in Deutschland.

Samstag, August 01, 2009

Grüne Sekte (?) und einer ihrer Adlaten?

Liebe Leser,

auf BLOG GRÜN-(P) PUR meint Adlatus Jörg Rupp, alles in die Waagschale werfen zu müssen, was Tübingens OB Boris Palmer, die Langer-Affäre betreffend, zur Ehre gereichen solle. Ich hatte ihm dazu ein paar höfliche und passende Worte in seinen Kommentarbereich geschrieben. Das Ergebnis: Stures Beharren, Gegenangriff und kindische Ausflüchte.

Daraufhin habe ich ihm Folgendes geschrieben:

Sehr geehrter Herr Rupp [Abbildung; Quelle],

sind wir uns dahingehend einig, dass wir beide Frau Anetta Kahane sehr schätzen - eine sehr mutige Frau, die hin und wieder bei MUT veröffentlicht (Sie kennen die engagierte Seite sicher, die ich selbst für meine Arbeit verwende)?


Gut.

Dann lege ich Ihnen jetzt vor, was Frau Kahane gesagt hat, und ich denke, Sie werden nichts dagegen haben:
"Die Grünen haben aber auch Bürgermeister, natürlich im Westen, so wie in der Stadt Tübingen. Dort gab es einen anderen Fall von Gefühllosigkeit, der freilich kein Menschenleben kostete, aber mit einem totalitären Anspruch auf Wahrheit spielt, der sehr vielen Menschen das Leben gekostet hat. Es handelt sich um die Entscheidung des Bürgermeisters, eine Frau für das Bundesverdienstkreuz vorzuschlagen, die sich mit den übelsten Antisemiten und Mördern verbündet, sie erklärt und verteidigt, um die ohne jeden Zweifel bestehenden Probleme und Missstände in Israel anzuprangern.

Diese Frau heißt Felicia Langer, ist Anwältin, arbeitet aber heute vor allem als Anklägerin Israels. Am liebsten tut sie dies in Deutschland, wo sie ein dankbares Publikum findet. Nun, anprangern, warum nicht? Das Problem jedoch - sie ist keine Demokratin. Ihre Argumentation, ihre Haltung und ihre Gesinnung erinnert daran, dass sie Mitglied des Zentralkomitees der kommunistischen Partei Israels war.

Dabei ist es wirklich egal, ob sie ihre bipolare, von Antiimperialismus und Klassenkampf geprägte Weltsicht als Jüdin oder Nicht-Jüdin vorträgt. Ihr Menschenbild, von Israelfeinden hoch gelobt, vor allem von Tübingens Bürgermeister, entsprach vollkommen dem in der DDR propagierten. Felicia Langer wurde von Erich Honecker persönlich eingeladen, die beiden vereinte eine Art Humanismus zu der auch die Unterstützung antisemitischer Terroristen wie Abu Nidal und sein Trupp gehörte, die überall auf der Welt Attentate gegen jüdische Einrichtungen mit etlichen Toten verübt hatten.


Dass heute ein grüner Bürgermeister stellvertretend für eine in der Linken weit verbreiteten Atti-tüde Langer als Symbol des Humanismus preist und der Bundespräsident ihr das Verdienstkreuz verliehen hat, zeugt ebenso von einem eigenartigen Verständnis für Empathie und Geschichte. Genauso wie nach der Ermordung der jungen Frau in Dresden.

Ethisch, menschlich und sogar politisch richtig wäre es gewesen, wenn diejenigen, die sich gegen Rassismus und Rechtsextremismus einsetzen und dem Mord an Marva anprangern, auch gegen die Ehrung von Felicia Langer protestiert hätten. Und die Freunde Israels, auch die kritischen, hätten gut und gern auch etwas mehr Bereitschaft zeigen können, die Lage ganz normaler Muslime anzuerkennen und etwas Mitgefühl nach dieser schrecklichen Tat zeigen können. Dass dies leider weitgehend ausgeblieben ist, zeigt wie nah sich Ost und West inzwischen gekommen sind. Oder wie wenig sie mitunter trennt."


Anetta Kahane

------------------
Hier der Link (bitte etwa zur Mitte nach unten scrollen).

Ist Frau Kahane verrückt, irrt oder pauschalisiert sie, was Sie mir und anderen unterstellen? Können wenigstens Frau Kahanes Worte an Ihrer grenzenlos äquidistanten Selbstgerechtigkeit und scheinbar unverrückbaren Enkulturation etwas ändern? Oder denken Sie, dass Frau Kahane keine eigene Meinung hat?

Beste Grüße
Bernd Dahlenburg, M.A.
Evang. Theologe / Freier Redakteur

---------------------
P.S: Sprechen wir doch endlich sachlich darüber, was Frau Langer für das BVK "qualifizierte". Manchmal kann es auch nicht schaden, Fehler einzugestehen. Das praktizieren wir im täglichen Leben doch auch so, nicht wahr? Ist "Grün Sein" eine unhinterfragbare Religion? Oder gar eine Sekte, die alles abblockt, was nicht in ihr weltanschauliche Raster passt?

Geben Sie sich und Ihrer Partei eine Chance zur Aufrichtigkeit!

============

Hattip:
Tobias

Und bitte nicht vergessen: Unterstützt FreeIranNow!

Update, 5. August 2009: Herr Rupp hat keinen Lernbedarf. Deshalb hat er mir (u.a.) mitgeteilt, dass meine nächsten Kommentare gelöscht werden. So läuft das bei grünen IT-Spezialisten wie ihm: Wenn seine Festplatte einen Crash hat macht er andere dafür verantwortlich.


Donnerstag, Juli 30, 2009

Claus Klebers bombige Fehlzündung

Gleich mehrmals war sie gestern angekündigt worden und sollte das ZDF-Highlight des Abends werden - Claus Klebers und Helga Andersens sündhaft teure Dokumentation Die Bombe, Atomwaffen außer Kontrolle

Ich habe den ersten Teil gestern gesehen und ziehe schon jetzt mein Fazit: Vergeudete Zeit.

Das erste Mal fällt Kleber unangenehm auf, als er eine Soldatin im Bunker der amerikanischen Malstrom Air Base mit hämischem Zungenschlag nachäfft und ihr attestiert, sie wäre zur Maschine mutiert und würde ihren Text runterrattern, nur weil sie schüchtern ihren patriotischen Gedanken Ausdruck verleiht, und er schickt ein "sie müssen ja noch funktionieren, bevor sie sterben" voraus, so, als wären Einsatzbefehle eines demokratischen Präsidenten zynischer als die eines russischen Kommandeurs, den er Minuten später (diesmal ohne kritische Nachfrage) eine Raketenabschussrampe streicheln lässt.

Hendrina Khan, die Frau des Atomschmugglers Abdul Qadir Khan, darf vor der Kamera ungehindert die USA als einen Staat brandmarken, der an nichts anderes gedacht habe als Japan mit A-Bomben auszulöschen. Ob der Abwurf der zwei Bomben nicht doch aus ganz anderen Motiven bzw. Überlegungen geschah, unterlässt Claus Kleber in seiner Nachbearbeitung. Wie schrecklich aber auch, dass die Vereinigten Staaten die Bombe vor Hitler und Japan hatten!

Wenn Herr Kleber den scheidenden IAEA-Chef El-Baradei über den grünen Klee lobt und sagt, dass dieser 12 Jahre lang versucht habe, die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern, muss man an der Seriosität dieser "Dokumentation" endgültig massive Zweifel hegen.

El-Baradei hat mit Ali Larijani, dem damaligem Verhandlungsführer des Iran bei der IAEA und heutigen Parlamentspräsidenten des Mullahregimes, eng zusammengearbeitet. Und er hat auf Proteste des iranischen Regimes (!) reagiert, indem er Chris Charlier, den hartnäckigsten Inspekteur des iranischen Atomprogramms, von einem Tag auf den anderen Büroklammern zählen ließ, also schlicht rausschmiss. Chris Charlier gibt heute keine Interviews mehr. Warum? Das kann man an fünf Fingern abzählen. Wieder keine Nachfrage Klebers, während er gemütlich mit Baradei durch Manhattan schlendert.

Am Ende dieser ersten Folge kommt Kleber zu einer merkwürdigen Schlussfolgerung: Die "Großen" müssten damit anfangen, umzudenken und ihre A-Waffen abzuschaffen.

Eine naivere Einschätzung habe ich selten gehört: Abgesehen davon, dass die USA und Russland ihre START-Gespräche fortsetzen wollen (was Kleber abermals ignoriert), tut der ZDF-Anchorman so, als würden islamistische oder andere brachialideologisch ausgerichtete Staaten auf Atomwaffen verzichten, wenn rational agierende Demokratien diesen Schritt zuerst vollzögen.

Klebers Denkweise ist nicht nur überaus töricht sondern auch brandgefährlich. Kein Wunder, dass er Obama im Geiste zustimmt.

Teil 2 und 3 dieser GEZ-Gebührenvernichtungsaktion werde ich nur periphär verfolgen, wenn überhaupt.

Update: Teil 2 hat Heplev
sich angetan.

Mittwoch, Juli 29, 2009

Felicias Apartheidfantasien(?) und die Realität

Liebe Leser, wie Sie wissen, bezeichnet Felicia Langer Israel als Apartheidstaat und zieht dabei das Südafrika vor der Machtübernahme des ANC zum Vergleich heran. Warum Sie ihren Preis bekam und von wem wissen wir mittlerweile auch.

So in etwa könnte
ein heute veröffentlichter Bericht aussehen, wenn er von Langers Steilvorlagen ausginge:
Unruhen und Massenstreiks erschüttern Israel:

Die arabische Bevölkerung fordert von Präsident Peres endlich einen ernsthaften Kampf gegen die Armut. Doch die Regierung - bald 180 Tage im Amt - ist immer noch in Feierlaune. Und hat sich protzige neue Dienstwagen bestellt und ein Riesenkabinett aufgeblasen.

Die Angst vor ähnlich fremdenfeindlichen Unruhen wie seit 1948 wächst. In Haifa wurden in der vergangenen Woche bereits die Geschäfte drusischer und arabischer Händler verwüstet und geplündert. In Jerusalem gingen die Shops christlicher Devotionalienhändler in Flammen auf. Bürgermeister Nir Barkat versetzte die Sicherheitskräfte der Stadt in "höchste Alarmbereitschaft", um das Wiederaufflammen von Pogromen wie vor einem Jahr zu verhindern. [...]


Netanyahus Likud-Blog ist aufgeschreckt. Ex-Gorilla Lieberman, in Netanyahus Kabinett zuständig fürs Grobe und die Koordinierung der Innenpolitik, sagte öffentlich: "Irgendetwas haben wir falsch gemacht. Wir müssen aufwachen und umsteuern." Sein Kabinettskollege Moshe Ya'lon sieht das allerdings viel gelassener: "Es ist undenkbar, dass die Menschen gegen Bibis Regierung revoltieren, die sie erst vor gerade mal 6 Monaten ins Amt gewählt haben." Schuld an dem Desaster sei Netanyahus Vorgänger-Regierung unter dem geschassten Premier Ehud Olmert.

Und nun zum Staat, um dessen Apartheidprobleme es wirklich geht.
Unruhen und Massenstreiks erschüttern Südafrika:

Die schwarze Bevölkerung fordert von Präsident Jacob Zuma endlich einen ernsthaften Kampf gegen die Armut. Doch die Regierung - bald 100 Tage im Amt - ist immer noch in Feierlaune. Und hat sich protzige neue Dienstwagen bestellt.


Die Angst vor ähnlich fremdenfeindlichen Unruhen wie im vergangenen Jahr wächst. In Balfour wurden in der vergangenen Woche bereits die Geschäfte äthiopischer und pakistanischer Händler verwüstet und geplündert. In Kapstadts Township Gugulethu gingen die Shops somalischer Asylanten in Flammen auf. Bürgermeister Dan Plato versetzte die Sicherheitskräfte der Stadt in "höchste Alarmbereitschaft", um das Wiederaufflammen von Pogromen wie vor einem Jahr zu verhindern.

Zumas ANC-Partei ist aufgeschreckt. Ex-Finanzminister Trevor Manual, in Zumas Regierung für die Koordinierung der gesamten Regierungspolitik verantwortlicher Minister, sagte öffentlich: "Irgendetwas haben wir falsch gemacht. Wir müssen aufwachen und umsteuern." Sein Kabinettskollege Tony Sexwale sieht das allerdings viel gelassener: "Es ist undenkbar, dass die Menschen gegen Zumas Regierung revoltieren, die sie erst vor gerade mal drei Monaten ins Amt gewählt haben." Schuld an dem Desaster sei Zumas Vorgänger-Regierung unter dem geschassten Präsidenten Thabo Mbeki.
So viel zur Apartheidinterpretation einer BVK-1-Trägerin. Was sagt das aber darüber hinaus über diejenigen aus, die sie für das Kreuz vorgeschlagen haben und es ihr anhefteten? Und was sagt das über diejenigen aus, die ihr applaudieren?

Dienstag, Juli 28, 2009

Iranischer Schwimmer verschnupft

Mein Appell an alle Versteher des iranischen Regimes: Kommt bitte nicht wieder mit der ollen Kamelle, dass die Angehörigen eines iranischen Sportlers im Teheraner Evin-Gefängnis oder in sonstigen Folterkellern schmachten müssen, wenn er gegen israelische Kollegen antritt. Die Athleten wissen vorher, dass bei einem großen Sportereignis die Wahrscheinlichkeit besteht, auf einen Israeli zu treffen bzw. sie kennen die Startzuteilungen. Also handelt es sich um eine bewusst politische Geste.

Israelnetz

Schwimm-WM: Iranischer Sportler sagt Wettkampf gegen Israeli ab

ROM (inn) - Ein iranischer Schwimmer hat am Dienstagmorgen seine Teilnahme an einer Qualifikationsrunde bei den Weltmeisterschaften in Rom verweigert. Der Grund: Mit Mohammad Alirerzaei sollte auch ein Israeli ins Becken steigen. Der Iraner hatte bereits bei den Olympischen Spielen in Peking vor einem Jahr seinen Start kurzfristig abgesagt.

Wie die Tageszeitung "Jediot Aharonot" meldet, erschien Alirerzaei zur Qualifikation für die 50 Meter Brustschwimmen der Herren nicht beim Schwimmbecken. In dieser Runde ging auch der Israeli Mickey Malul an den Start. Und wie der Untertitel der Aufnahme rechts zeigt, ist Herr Alirezaei Wiederholungstäter.

Am Montag war hingegen der Iraker Saif Alaslam Said al-Saadi über 100 Meter Rücken an der Seite des israelischen Athleten Itai Chammah angetreten.
Berichten zufolge war er sich zuvor nicht darüber im Klaren, dass er gleichzeitig mit dem Israeli ins Becken musste, weil sich dieser erst spät angemeldet hatte.

Kein neues Phänomen
In Peking hatte der Iraner Alirerzaei nicht an dem Vorlauf für die 100 Meter Brustschwimmen teilgenommen. Als Begründung gab er eine Krankheit an. Für den Wettbewerb hatte sich auch der israelische Schwimmer Tom Be´eri angemeldet. Das Internationale Olympische Komitee akzeptierte damals die Absage und teilte mit, es habe keinen Verstoß gegen die Richtlinien gegeben.

Bereits bei früheren Sportveranstaltungen hatten iranische Athleten ihre Teilnahme zurückgezogen, sobald sie auf israelische Konkurrenten trafen. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen weigerte sich ein iranischer Judoka, gegen einen Israeli zu kämpfen. Er sorgte dafür, dass sein Körpergewicht die Vorgaben seiner Klasse überschritt und wurde in der ersten Runde disqualifiziert. Im Iran wurde er vom damaligen Präsidenten Mohammed Chatami wie ein Goldmedaillengewinner geehrt. Sowohl der Internationale Judoverband als auch das Internationale Olympische Komitee sahen davon ab, den Sportler Arasch Miresmaeili zu bestrafen.