Man sollte Hamas-Führer Khaled Mashal ernstnehmen, wenn er in der Eingangssequenz sagt, dass Israel seinem Untergang entgegensehe. Bitte hier oder auf die Abbildung klicken.

Quelle: HonestReporting

Eine heimtückische Analogie kehrt an die Universitäten als Teil einer Verleumdungskampagne zurück, die Israel delegitimieren soll.Problematisch ist, dass die Verfechter der Apartheid-Analogie, falls ihnen nicht widersprochen wird, sich dazu veranlasst fühlen, die Meinungsfreiheit zu ersticken und eine offene Debatte an den Hochschulen mit Einschüchterungs- und Drangsalierungsversuchen zu unterdrücken.Wir empfehlen [hier] jene Medienbeiträge und Kommentatoren, die das Konzept der IAW als das durchschaut haben, was es tatsächlich ist und Kanadas National Post als "Festival des Fanatismus“ bezeichnet:
Erst kürzlich hinderten sie Botschafter Michael Oren daran, seine Rede auf dem Campus der University of California (Irvin) zu Ende zu führen, und am selben Tag störten sie in massiver Form Außenminister Danny Ayalon an der University of Cambridge (UK) und schrien (vermutlich) auf Arabisch "Schlachtet die Juden ab!“ Unterdessen beugte sich die Israel-Society derselben Universität dem aggressiven Druck moslemischer Studenten, einen Vortrag des Historikers Benny Morris abzusagen.
In ihrer eigentlichen Begrifflichkeit ist die IAW aufgrund zweier zueinander in Beziehung stehenden Aspekte beleidigend:
Zum einen veranlasst sie die Beteiligten, ein einzelnes Land zu verteufeln - eine an sich schon fanatische Praxis. Anders als z.B. „Antirassismus-Woche“ oder „Woche der Vielfalt“ verfolgt die IAW nicht ein bestimmtes Konzept, sondern nimmt eine bestimmte Personengruppe ins Visier, die durch Religion und Staatsbürgerschaft definiert wird. Zum anderen zieht sie dabei einen falschen und vergifteten Vergleich zwischen Israel und dem Südafrika der Apartheid-Ära.
Zusammengenommen ist die kombinierte Botschaft mehr oder weniger die gleiche, wie sie von Mahmoud Ahmadinejad und der Hamas kommuniziert wird - dass Israel ein einzigartig böser und fundamental illegitimer Staat sei. Auch wenn die Redner der IAW im Allgemeinen sorgfältig darauf achten, dass die Forderung nach Israels Vernichtung nicht explizit ausgesprochen wird: Diese Botschaft leitet sich selbstverständlich von der Behauptung ab, dass der jüdische Staat im fundamentalen Sinne unrechtmäßig sei.
Die abwegige Assoziation zwischen Apartheid und Israel ansprechend, unterstreicht Gideon Shimoni, emeritierter Professor am Institut für Zeitgenössisches Judentum der Hebräischen Universität Jerusalem, dass der historische Zusammenhang des jüdisch-arabischen Konflikts in Nahost sich fundamental von der Apartheid-Ideologie der Afrikaans sprechenden Weißen im Verhältnis zur schwarzen Bevölkerung in Südafrika unterscheidet. Er hebt hervor, dass der an Israel gerichtete Apartheidvorwurf ein hinterlistig gebrauchtes Werkzeug in den Händen derer ist, die den Rechtsanspruch der Juden auf eine existenzfähige nationale Heimstätte ablehnen.
Zudem vertritt er die These, dass „jene, die den Apartheidvorwurf in den Mund nehmen, angestaubte antizionistische Argumente verwenden…[und] leicht erkennbare Beurteilungsmaßstäbe von Doppelmoral auf Israel übertragen, was sich auf die charakteristische antisemitische Prämisse zurückführen lässt, dass alles, was Juden tun, an sich böse sei, ihr Nationalismus eingeschlossen."
Indem sie also „Apartheid“-Konstrukte auf israelische Politik und Handlungen beziehen, haben Israels Feinde das ultimative Vehikel für sich entdeckt, mit dem sie den jüdischen Staat und seine Unterstützer weltweit delegitimieren und dämonisieren können.
Das heutige Israel und das Südafrika von damals verbindet so gut wie nichts. In Südafrika beherrschte eine weiße Minderheit mit rabiaten Methoden die schwarze Mehrheit. Nichtweißen waren die Bürgerrechte verwehrt, und 1958 beraubte man sie sogar der Staatsbürgerschaft. Demgegenüber haben israelische Araber, die etwa ein Fünftel der Landesbevölkerung stellen, dieselben bürgerlichen und politischen Rechte, wie sie israelischen Juden zustehen. Araber sitzen als Abgeordnete in der Knesset und leisten Dienst im Militär, obwohl die meisten von ihnen von der Einberufung befreit sind. Was immer dies auch darstellt – und es sieht verdächtig nach liberaler Demokratie aus - kann keine Apartheid sein….Während diese neue Schlacht an den Hochschulen tobt, erscheint der falsche Apartheidvorwurf mit so schöner Regelmäßigkeit in den Medien und anderen Orten wie Jimmy Carters schändlichem Buch Palestine: Peace Not Apartheid.
Dennoch hören Israels Kritiker nicht auf, diesen Staat mit dem Apartheid-Attribut zu attackieren, obgleich sie doch wissen müssen oder wissen sollten, dass sie Verleumdung betreiben. Interessanterweise wenden sie den Begriff nicht auf Saudi-Arabien an, das ein System von Geschlechter-Apartheid aufrechterhält, wie man es sich besser funktionierender nicht vorstellen kann oder wie sonstwo in der arabischen Welt, wo Palästinenser nicht selten weniger Rechte besitzen als in Israel: Frauen dürfen nicht einmal Auto fahren, geschweige denn wählen.
Für seine arabischen Nachbarn ist Israel der Feind schlechthin. Und als sehr problematisch kann es sich erweisen, wenn man als Araber das anders sieht und sogar noch in israelisches "Feindesland" reist, um sich selbst vor Ort ein Bild zu machen.