Posts mit dem Label Palästinenser werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Palästinenser werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, Juni 22, 2013

München 1972: Freipressung der palästinensischen Attentäter durch deutsche Behörden inszeniert?

Dank an Dr. Elvira Grözinger.

Hier das Mossad-Protokoll.
Für das Video vom Bayerischen Rundfunk bitte hier oder auf die Abbildung unten klicken.

Montag, Mai 27, 2013

Tapfere palästinensische Brandbombenwerfer benutzen Journalisten als menschliche Schutzschilde

Aus dem Medien Backspin von HonestReporting:

Unten ein Video, das Palästinenser zeigt, wie sie Brandbomben auf israelische Soldaten werfen und sich dabei hinter Reportern verstecken.

Man kann nicht genau erkennen, wann oder wo das Video gedreht wurde, aber The Commentator hat es gestern auf YouTube eingestellt.

Diese Brandbomben werfenden Palästinenser nutzen eindeutig die Anwesenheit der Reporter aus. Man könnte es auch "Kollateralschäden sind zu erwarten" nennen.

Wir alle wissen, wem man die Schuld zuschreiben wird, wenn ein ausländischer Reporter verletzt wird, der solch einen Zusammenstoß filmt.*

---------
*Abgesehen davon scheinen sich die Reporter nicht so ganz unfreiwillig bei den radikalen Palästinensern aufzuhalten: von ihrer Position aus gesehen sind sie ausschließlich darauf erpicht, die Reaktion der IDF-Soldaten zu dokumentieren. Würden sie von der gegenüberliegenden Seite aus filmen, sähe man noch besser, wie viele Palästinenser an diesen Gewaltakten beteiligt sind.

Die meisten der hier agierenden Reporter sind Palästinenser und dienen als so genannte Stringer (Freie Mitarbeiter) für westliche Medien/Nachrichtenagenturen (castollux).

 

Mittwoch, März 30, 2011

Pflichtlektüre: Abd al-Katif al-Mulhims Geschichtslektion

Aus dem Newsletter der israelischen Botschaft vom 29. März 2011:

Wenn wir Israel 1948 anerkannt hätten

Von Abd al-Katif al-Mulhim


Erstmals traf ich Palästinenser, als ich in der saudi-arabischen Provinz al-Hasa in die erste Klasse ging. Sie waren von der Grundschule bis zum Gymnasium die Lehrer, die ich am liebsten mochte, die moralischsten und vernünftigsten.

Als ich zwischen 1975 und 1979 an der amerikanischen Marineakademie SUNY studierte, las ich viele Bücher über Palästinenser, Araber und Israelis und jeden Artikel, der über die vielen Gelegenheiten veröffentlicht wurde, die die Palästinenser zur Lösung ihres Problems verpassten, vor allem beim Camp-David-Abkommen zwischen Ägypten und Israel. Ich las auch über das Leben der Palästinenser in den USA und anderswo und traf sie. Sie haben Erfolg in jedem Bereich, in dem sie tätig sind. Währenddessen befinden sich die arabischen Staaten in der unteren Hälfte der Rankings zu Erziehung und Entwicklung, und ich frage mich immer wieder: Was wäre geschehen, wenn die Palästinenser und die Araber sich am 14 Mai 1948 mit der Anwesenheit Israels abgefunden und sein Existenzrecht anerkannt hätten? Wäre die arabische Welt stabiler, demokratischer und fortschrittlicher geworden?

Wenn die Araber Israel 1948 anerkannt hätten, wären die Palästinenser von den hohlen Versprechungen der arabischen Despoten befreit worden, die immer wieder sagten, die Flüchtlinge würden in ihre Häuser zurückkehren und Israel ins Meer geworfen. Einige der arabischen Führer missbrauchten die Palästinenser für ihre Ziele, um ihr eigenes Volk zu unterdrücken und an der Macht zu bleiben. Seit 1948 bis heute ist der einfachste Weg für einen arabischen Politiker, zum Helden und Führer der arabischen Welt zu werden, so laut wie möglich seine Absicht zu verkünden, Israel zu vernichten. Dafür muss er noch nicht einmal einen einzigen Soldaten einziehen (Reden kostet nichts).

Wenn die Araber Israel 1948 anerkannt hätten, wäre es nicht nötig gewesen, 1952 einen Umsturz in Ägypten gegen König Faruk zu initiieren, und Ägypten wäre 1956 nicht von Großbritannien, Frankreich und Israel angegriffen worden. Auch der Krieg im Juni 1967 wäre nicht ausgebrochen. Israel wäre nicht gewachsen, und wir, die Araber, hätten die UN-Resolution nicht gebraucht, die von Israel verlangt, sich hinter die Grenzen von 1967 zurückzuziehen. Der Zermürbungskrieg zwischen Ägypten und Israel, der von Ägypten größere Verluste gefordert hat als von Israel, wäre nicht ausgebrochen. Nach 1967 wurde Israel auch zu einem strategischen Verbündeten der USA. Davor war das Bündnis nicht so eng, wie viele in der arabischen Welt denken. In besagtem Zeitraum weigerte sich die amerikanische Regierung, Israel mit neuartigen Waffen zu beliefern, und die Israelis kämpften hauptsächlich mit französischen und britischen Waffen.

Die palästinensische Not wurde ausgenutzt, um eine weitere stabile Monarchie zu Fall zu bringen, dieses Mal im Irak, und gegen eine blutige Tyrannis in einem der reichsten Staaten der Welt auszutauschen. Der Irak ist reich an natürlichen Ressourcen, seine Böden sind fruchtbar, es gibt Wasser im Überfluss und zahllose archäologische Stätten. Das Blutvergießen im Irak wurde fortgesetzt, und es ereigneten sich dort viele gewaltsame Umstürze, einer davon, in den sechziger Jahren, auf Initiative der Brigade, die zur Unterstützung der Befreiung Palästinas ausgesandt werden sollte. Stattdessen kehrte sie um und übernahm die Macht in Bagdad. Viele Jahre später verkündete Saddam Hussein, er werde Jerusalem via Kuwait befreien, und wieder wurde die palästinensische Not als Vorwand für einen Krieg missbraucht.

Hätten die Araber Israel 1948 anerkannt, hätte sich 1968 auch der Umsturz in einem anderen reichen Land, nämlich gegen den König Idris in Libyen, nicht ereignet, und Muammar Gaddafi wäre nicht an die Macht gekommen. Auch bei weiteren Militärputschen in der arabischen Welt, wie in Syrien, im Jemen und im Sudan, wurden die Palästinenser als Ausrede missbraucht. Das Regime von Gamal Abdel Nasser pflegte zu sagen, die Golfstaaten seien „verrückt“, und versuchte, ihre Regierungen mithilfe der Medien und militärischer Kräfte zu stürzen. Sein Luftwaffe griff sogar die Südgrenze Saudi-Arabiens an, von den Stützpunkten, die er im Jemen hielt.

Selbst der Iran, der nicht arabisch ist, benutzt Palästina, um die Meinung seiner Bürger von der inneren Unruhe abzulenken. Ich erinnere mich, wie Ayatollah Khomeni verkündete, er werde Jerusalem via Bagdad befreien, und Präsident Ahmadinejad lässt kriegerische Erklärungen hören, obwohl noch nicht einmal ein einziger Feuerwerkskörper vom Iran in Richtung Israel geschossen wurde.

Derzeit bleiben die Palästinenser allein. Jeder arabische Staat ist mit seiner eigenen Krise beschäftigt, und der israelisch-palästinensische Konflikt ist vorläufig von der Tagesordnung verschwunden.

Der Autor ist ein pensionierter hoher Offizier der saudischen Marine.
(Haaretz, 25.03.11)

Freitag, Oktober 24, 2008

Ach diese schrecklichen Checkpoints!

Wohl kaum eine Frau aus den palästinensischen Autonomiegebieten wird in westlichen Friedenszirkeln, Kirchengemeinden, DIG’s und GCJZ’s so oft herumgereicht wie Professorin Dr. Sumaya Farhat-Naser (links im Bild zusammen mit Kollege Uri Avnery)

„Israel benutzt die Checkpoints, um den Palästinensern ihre Rechte zu verweigern und sie zu demütigen“.

Dieser Satz stammt wortwörtlich nicht von ihr, aber es vergeht kaum ein Tag und kaum eine Rede, kein Referat vor der andächtig lauschenden Gemeinde ihrer Verehrer in diversen Zirkeln ohne über "diese schrecklichen Checkpoints“ gesprochen wird. Dabei darf sich Frau Naser des Beifalls ihrer Jünger gewiss sein; und als kritisch nachfragender (störender) Zeitgenosse werde ich meist mit entrüsteten Zischlauten zurechtgewiesen. Aber was will man auch anderes von Leuten erwarten, die sich israelfreundlich geben, oft aber eine satt antizionistische Grundierung in ihrer politischen Farbenlehre aufweisen, was nichts weniger als die Ablehnung der Eyistenz des Staates Israel meint - den sie als „künstliches Gebilde“ oder „Jude unter den Völkern“ betrachten. "Israelfreundlich" ist meistens - so meine Beobachtung - auf folkloristische Elemente und Reiseberichte oder Gedächtnisveranstaltungen beschränkt; daher auch die ohrenbetäubende Ahnungslosigkeit oder trotzige Realitätsverweigerung, wenn's um historische Fakten geht.

Farhat Naser steht lediglich als einzelnes prominentes Beispiel für all diejenigen, die sich als Friedensapostel aufspielen, aber den Terror der palästinensischen Seite als Notwehrakt und wer weiß was alles sonst noch bezeichnen. Daher nur folgerichtig, dass in diesem sich stets neu erfindenden Wahrnehmungsvakuum eines der schlimmsten Übel immer wieder zur Sprache kommt, das die Menschheit und Frau Naser vorneweg heimsucht, nämlich die angeblich so menschenverachtende Praxis der Kontrollen an den israelischen Checkpoints. Klar doch, wenn Frau Naser nicht selten auch mal länger als eine Stunde am Checkpoint ausharren muss, weil es die Sicherheitskontrollen so erfordern. Und damit komme ich (endlich) zum Punkt: Es geht Frau Naser und Kollegen nicht vorrangig um die (leider meist selbst verschuldeten) Unannehmlichkeiten im palästinensischen Alltag, sondern allein um ihre Bequemlichkeit. Wenn sie es schon nicht aushalten kann, endlich durchgewunken zu werden, wie können es dann die Palästinenser?

Und die Zuhörer klatschen….


Mitchell Bard ärgert sich auch schon länger über die Krokodilstränen-Tourneen frei schaffender Friedensakrobaten und die weltfremde Rhetorik der sie nachäffenden Medien. Er hat dazu klare Worte gefunden. Castollux hat wie immer übersetzt und unwesentliche Einschübe vorgenommen, die inhaltlich aber keine Veränderung bewirken.

Mitchell Bard
MYTHEN UND FAKTEN

Es ist nichts Außergewöhnliches für (alle) Länder, wenn sie ihre Grenzen schützen und Checkpoints einrichten - unter anderem, um illegalen Einwanderern den Zugang zu verwehren und Spitzbuben davon abzuhalten, Verbrechen zu begehen. Auch die Vereinigten Staaten unterhalten Kontrollpunkte an ihren Grenzen und Flughäfen und, wie die Amerikaner bei 9/11 erfahren mussten, sind dies äußerst dringende, wenn auch nicht alle Gefahren ausschließende Sicherheitsmaßnahmen.

Was Israel betrifft ist die Notwendigkeit von Checkpoints durch das Verhalten der Palästinenser provoziert worden. Die Terroranschläge in Israel gegen israelische Bürger haben dem jüdischen Staat keine andere Wahl gelassen als Barrieren zu errichten, um es Terroristen so schwer wie möglich zu machen, in israelisches Territorium einzudringen oder durch die PA-Gebiete (Im Westjordanland) zu fahren und dort Anschläge zu verüben.

Für unschuldige Palästinenser bedeuten die Checkpoints Unbill, aber sie verhindern viele Terroranschläge und retten somit Menschenleben dies- und jenseits der Grenze.
So auch am 5. Oktober 2008, als am Hawara-Kontrollpunkt nahe Nablus zwei Rohrbomben in einem Paket entdeckt wurden, das ein Palästinenser in seinem Fahrzeug versteckt hatte. Oder am 8. Juni 2008, als ein 18-jähriger Palästinenser am selben Checkpoint Bekanntschaft mit Handschellen machte. Sein Problem: Er hatte in seinem Auto sechs Rohrbomben, jede Menge Patronen und einen Sack Schwarzpulver gebunkert. „Es gehört zum Alltag, dass wir hier Bomben finden…und jeden Tag beschlagnahmen wir Messer und andere Waffen“ so Korporal Ron Bezalel von der Militärpolizei.

Gerade drei Wochen zuvor war ein weiterer Palästinenser festgenommen worden, der seinen um den Leib geschnallten Sprenggürtel mit fünf Rohrbomben bespickt hatte.
Bei einem Vorfall am 2. November 2002 fuhr ein mit Jeans beladener Van am Checkpoint vor. Die Soldaten überprüften die Personalien der Passagiere und stellten fest, dass einer von ihnen ein gesuchter Verbrecher war. Also wurde der Lieferwagen ausgeladen und alle Kartons geöffnet. Ausgerechnet im letzten Karton wurde man fündig: In ihm war ein Sprengstoffgürtel gepackt, der einem Selbstmordbomber zugestellt werden sollte. Zwei Wochen später hielt ein Taxi am selben Kontrollpunkt. Die Soldaten fanden zwei Computer im Kofferraum. Ihnen fiel sofort auf, dass die Geräte ungewöhnlich schwer waren. Sie öffneten die Gehäuse und - qui vois-tu venir? - zum Vorschein kamen zwei Sprengstoffgürtel und ein Gewehr.

Maßlos übertreibende und groß aufgeblasene Medienberichte suggerieren, israelische Grenzschützer würden palästinensische Frauen belästigen oder schikanieren. Leider aber können auch palästinensische Frauen als potenzielle Sicherheitsbedrohung nicht ignoriert werden. So nahmen zum Beispiel Beamte eines Checkpoints im Norden Jerusalems eine Frau fest, die einen Kinderwagen schob, aus dem kein vergnügliches Glucksen oder aufmüpfiges Gequengel eines Babys zu vernehmen war. Stattdessen kamen so nette Spielzeuge wie eine Pistole, zwei gefüllte Munitionskästen und ein Messer zum Vorschein. Während einer Hausdurchsuchung nach einem flüchtigen Hamas-Kämpfer wurden die Truppen dessen Schwester gewahr, die seine Knarre in ihre Unterwäsche gesteckt hatte. Eine weitere Frau hielt während einer Hausdurchsuchung eine Handgranate unter ihrem Baby versteckt.


Handelsgüter, Lebensmittel, Medikamente, Krankentransporte und Rettungssanitäter unterliegen weiterhin keinen Einschränkungen; lediglich während fortgesetzter Anschläge kommt es vorübergehend zu gewissen Einschränkungen. Alle Palästinenser, die in Israel mit gültigen Papieren einer regulären Beschäftigung nachgehen, können die Kontrollposten passieren. Einschränkungen erfolgen (kurzfristig) nur, wenn die Sicherheitslage dies erforderlich macht.


Absperrungen werden nicht errichtet, um die Palästinenser zu demütigen, sondern die Sicherheit israelischer Bürger zu gewährleisten. Leider haben aber palästinensische Terroristen immer dann, wenn Israel seine Maßnahmen gelockert und Checkpoints aufgelöst hatte, die Gelegenheit dazu genutzt, neue Anschläge auf unschuldige Israelis zu verüben.

----------
Kurze Anmerkung zum Schluss: Während der letzten Wochen wurden im Westjordanland mehrere Dutzend Checkpoints aufgelöst. Reaktion in der westlichen Presse: Tendenz gegen Null.

Sonntag, Mai 04, 2008

Wie die NY Times Jesus palästinensisch "eingemeindet"


Es ist wirklich zum Verzweifeln, wenn man sich von manchen Leuten anhören muss, Jesus sei Palästinenser gewesen, habe palästinensisch gesprochen etc. Seit Arafat mit dieser dreisten Lüge auch noch hausieren ging, hält sich dieser Unsinn in der (ver-)öffentlich(t)en Nahost-Debatte unter vermeintlichen Kennern der historischen Bezüge wie ein einbetonierter Kaugummi unter der Tischkante.

Dass nun ausgerechnet die „Gray Lady“ New York Times auf einer kirchenhistorisch und exegetisch extrem glitschigen Schmalspur daher kommt, wie man es selbst nicht von manchen Hobbytheologen gewohnt ist, mag auf den ersten Blick sehr verwundern. So ganz überraschend kommt es letztendlich dann aber auch wieder nicht, vergegenwärtigt man sich der Tatsache, dass theologisches Halbwissen auch vor den Feuilletons nicht Halt macht, nicht zuletzt aufgrund einer zunehmenden Esoterisierung sonst so abgeklärt daher kommender Säkularisten. Ein bisschen Religion darf’s schon sein…

Wenn man von einer Sache nichts versteht sollte man einen Fachmann zu Rate ziehen - oder noch besser - die Finger davon lassen. Aber Kolumnen wollen gefüllt sein und der „aufgeklärte“ Leser braucht Trivial-Theologie oder Fast Food-Exegese, damit er von sich behaupten kann, ein Theologiestudium sei überflüssig. Ähnlich dachte zeitlebens auch Rudolf Augstein vom SPIEGEL, dessen „theologiekritische“ Aufsätze seit Beginn der 60er-Jahre nur so von Unwissenheit und Ignoranz strotzen, dass man sich im Nachhinein fragen muss, wie derart leichtfertig so viel Druckerschwärze vergeudet werden konnte. Beim patriarchisch geprägten Führungsstil Augsteins andererseits auch nicht wirklich überraschend.

CAMERA SNAPSHOT hat die Ungereimtheiten des Times-Artikels aufgedeckt, HEPLEV den Beitrag übersetzt und mit kommentierenden Einschüben versehen. Vielen Dank an ihn.


„Palästina zur Zeit Jesu“

CAMERAs snapshot hat eine Fehldarstellung der New York Times aufgegriffen, in der behauptet wurde, dass Jesus vor zwei Jahrtausenden in Palästina Aramäisch sprach“. CAMERA erklärt zu Recht:

Zu Lebzeiten Jesu gab es so etwas wie „Palästina“ nicht, da die Römer Judäa erst hundert Jahre nach dem Tod Jesu in „Palästina“ umbenannten. Während der Zeit Jesu lagen Bethlehem und Jerusalem in dem, was gemeinhin Judäa genannt wurde; Nazareth lag in dem, was man allgemein von Galiläa bezeichnete. Die New York Times sollte ihren faktischen Fehler korrigieren, Judäa und Galiläa mit Namen zu benennen, die erst ein Jahrhundert später existierten.

Geschichtliche Fakten sind: Im Jahr 132 n. Chr. gab es – erneut – einen Aufstand der Juden gegen die Römer unter Bar Kochba. Erst im Jahr 135 n. Chr. konnten sie ihn niederschlagen. Der Kaiser war derart erbost über den Aufstand, seine Folgen und seine Dauer, dass er alles Jüdische austilgen wollte. Daher benannte er den Landstrich um und gab ihm einen Namen, der an die Erzfeinde Israels, die Philister erinnerte: Palästina. (Wer es nicht weiß: Die Philister waren ein aus der Ägäis(1) stammendes Seefahrervolk, das zur Zeit der Römer schon einige Jahrhunderte lang nicht mehr existierte.) Fakt ist auch, dass der Name völlig außer Gebrauch kam – bis er in der jüngeren Vergangenheit wieder in Mode kam, um das Heilige Land, vor allem aber das britische Mandatsgebiet zu beschreiben.

CAMERA schreibt weiter:

Man muss nur die christliche Bibel öffnen, um Bezüge auf Judäa und Galiläa zu finden. Beispiele: Lukas 1,5: Herodes (der Große) ist „König von Judäa“; Lukas 2,4: „Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem“; Lukas 3,1: „als Pontius Pilatus Statthalter in Judäa war“.

Das sind korrekte Hinweise. Nur sind gerade (deutschsprachige) Bibeln auch eine Quelle der Fehlinformation, wenn man sich dort die Landkarten ansieht. Die Lutherbibeln in der Übersetzung von 1956 und 1964, wie auch die in der Übersetzung von 1984 enthalten eine Landkarte „Palästina zur Zeit des Neuen Testaments“; „Die gute Nachricht“ in der Ausgabe von 1976 enthält den gleichen Titel der entsprechenden Landkarte, genauso die Neufassung von 1997; ebenso verhält es sich mit der Bruns-Bibel (1962). Die „Hoffnung für alle“ fehlt mir derzeit, aber ich meine mich zu erinnern, dass auch dort eine Karte mi demselben Titel zu finden war.

Ausnahmen, die mir vorliegen, sind einmal die Genfer Studienbibel, die zwei Karten enthält, in der die richtigen Namen der Landstriche aufgeführt sind („Leben und Wirken Jesu“; „Das Römische Reich zur Zeit des Neuen Testaments“); zweitens die Schlachter-Übersetzung Version 2000, die „Israel zur Zeit von Jesus Christus“ schreibt. Meine Elberfelder Bibel enthält keine Landkarten. Meine englischen Übersetzungen auch nicht.

Elektronisch sieht es wohl nicht unbedingt besser aus als in den gängigen Bibeln: Mein PC-Bibelatlas enthält eine Karte „Palästina zur Zeit Jesu“.

Was will man den Leuten vorwerfen, wenn sie solche Fehlinformationen in ihren Bibel vorgesetzt bekommen? Das macht die Sache nicht besser, aber verständlich, auch wenn es lächerlich ist. Einen Begriff durch einen anderen zu ersetzen, ist äußerst schwer. Die „Palästinenser“ haben eine erfolgreiche Kampagne gestartet, die diese Falschinformation ausnutzte und sich zu einem Volk erfunden, das um sein Selbstbestimmungsrecht in seinem „angestammten“ Land kämpft, dessen Name allen bekannt ist, ihnen weder gehört noch zusteht.

Umso mehr muss darauf hingearbeitet werden, dass diese Falschdarstellungen aus den Köpfen der Menschen verschwinden und durch die richtigen Begriffe ersetzt werden.

(1) Andere Ansätze gehen auch von einer Herkunft der Philister aus Kreta aus.

Hattip: HEPLEV

Sonntag, April 13, 2008

Palästinenser: „60 Jahre Naqba“



Israel feiert - Gott sei Dank - 60 Jahre Staatsgründung

Zuerst einmal großen Glückwunsch für die großartige Entwicklung eines (nicht mehr ganz so) jungen Staates, der sich trotz aller Widrigkeiten im internationalen Kontext und der feindseligen arabischen Umwelt etablieren konnte.

Und wie:

Es gibt keinen Staat im Nahen oder Mittleren Osten, der nur im Entferntesten an die demokratische, soziale, technische und wirtschaftliche Aufbauleistung des jüdischen Staates und seine Ist-Situation heranreichen könnte.

(Israel-) kritische „Freunde“ merkten mir gegenüber einmal unwissernderweise an, dass Israel keine Verfassung wie die der Bundesrepublik kenne.

Wie töricht: Hätten sie sich einmal vorher in der israelischen Wirklichkeit umgesehen, dann hätten sie festgestellt, dass die israelische Verfassung aus „mehreren Grundgesetzen“ besteht, die wesentlich ausdifferenzierter sind als das deutsche Grundgesetz und nur noch ihrer endgültigen Gesamtausstattung bedürfen - aber eben nicht "Verfassung" heißen, wie wir uns das immer besserwisserisch vorstellen.

Doch das nur am Rande…

Warum feiern die Palästinenser nicht „60 Jahre Palästina?“

Und warum begreifen sie nach 60 Jahren noch immer nicht, dass man einen eigenen Staat auch ohne Gewalt bekommen kann?

Asaf Romirowsky hat dazu seine Gedanken niedergeschrieben. Castollux hat sie übersetzt.

Herzlichen Dank an Heplev, der sich die Mühe gemacht hat, die Sprechblasen von DryBones so schön graphisch in deutscher Sprache in Szene zu setzen. Ich weiß heute nicht mehr, wie das geht, obwohl "Photoshop" einmal mein "Lieblingsspielzeug" war.


Palästinenser: „60 Jahre Naqba“

Die Palästinenser denken immer noch, sie befänden sich im Jahr 1948

Die palästinensische Überlieferung bezeichnet Israels Unabhängigkeitskrieg von 1948 als Naqba - „die Katastrophe“. Die Geburtsstunde eines souveränen jüdischen Staates wird als Ursache allen Übels wahrgenommen, weil dies angeblich bestätige, wie eine kleine jüdische Gemeinde die Araber ("Palästinenser") ihres Landes beraubt habe.

Das stets wiedergekäute Mantra in der arabischen Geschichtsschreibung - ein überstrapaziert inszeniertes Hauptaugenmerk auf Diskriminierung und Ungleichheit. Im Allgemeinen neigen arabische Gelehrte und Juristen dazu, den riesigen Bestand von Materialien zum Krieg, die gefunden wurden, zu ignorieren, und sie zielen darauf ab, was legitime oder illegitime Behauptungen sind, und UN-Resolutionen als Ein und Alles zu sehen.

Heute feiern wir Israels 60. Geburtstag und die Palästinenser sind immer noch das einzige Volk, das sich über einen Flüchtlingsstatus definiert. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gab es weltweit etwa 140 Millionen Flüchtlinge weltweit. Alle hatten sich integriert - mit einer Ausnahme - den Palästinensern. So lange also das palästinensische „Flüchtlingsproblem“ existiert wird der israelisch-palästinensische Konflikt andauern.

Nun, um zu illustrieren, wie lange die Palästinenser gelitten haben, hat die Palästinensische Autonomiebehörde eine neue Initiative gestartet, des 60. Jahrestages von Israels Geburtstages dadurch zu gedenken, dass sie alle Palästinenser, die in der Diaspora leben - „in Israel zu Lande, auf dem Meer und über die Medien“ - zusammenzurufen, um machtvoll das „Heimkehrrecht“ der Palästinenser zu implementieren.

Die Konstruktion - entworfen von Ziad Abu Ein, einem hochrangigen Fatah-Mitglied und stellvertretenden Minister für Gefangenenangelegenheiten in der PA - zieht den Schluss, dass sich die Palästinenser dazu entschieden hätten, die UN-Resolution 194 zu implementieren, um für das Recht der palästinensischen Flüchtlinge auf Rückkehr einzustehen.

Das Vorhaben dieses Plans - ungeachtet dessen, ob er jemals umgesetzt worden wäre - ist deutlich sperrend gegen die Jubiläumsfeiern Israels ausgerichtet, indem man das Recht auf „Rückkehr“ in den Vordergrund stellt und - noch tief greifender - die Palästinenser zu allen Aktionen aufruft, die gegen Israel möglich sind.

Artikel 11 der Resolution, die im Dezember 1948 verabschiedet wurde, sagt, dass „Flüchtlinge, die in ihre Heimat zurückzukehren und in Frieden mit ihren Nachbarn leben wollen, erlaubt werden sollte, zum frühest möglichen Zeitpunkt dies in die Tat umsetzen zu können, und dass Kompensation für diejenigen geleistet werden sollte, die nicht zurückzukehren wegen des Verlustes oder der Zerstörung von Eigentums, das unter dem internationalen Gleichheitsprinzip durch Regierungen oder Autoritäten verantwortlich festgesetzt wurde.“

Weg zur Zerstörung

Was in Wirklichkeit ignoriert wird ist der Wunsch zum Frieden; mehr noch - was nicht berücksichtigt ist, ist die Tatsache der Forderung nach 4,25 Mio. Arabern - Flüchtlingen des Septemberkrieges von 1948 - und ihren Nachkommen - die nach Israel immigrieren [sollen, d. Übersetzer], die jüdische Majorität in eine Minderheit umwandeln und Israels Identität als souveränen jüdischen Staat zum Ende bringen.

Anders gesagt: Dieses Beispiel kann nur ein Ergebnis zeitigen: Das Ende des jüdischen Staates. (Das Reden über Fragen der „Berechtigung“ versetzt politische Entscheidungsträger und Akademiker in die [bequeme] Lage, sich nicht verantwortlich zu fühlen).

Im Ganzen gesehen basiert diese Diskussion um das Rückkehrrecht auf einer zugespitzten Lesart der Geschichte - einer, die von einer israelischen Verantwortlichkeit für die Lösung des Flüchtlingsproblems mittels „ethnischer Säuberung“ ausgeht. Entschädigung durch die angeblich schuldige Partei beinhaltet die Rückkehr der Flüchtlinge und ihrer Nachkommen.

Letztendlich trachten die Palästinenser - 60 Jahre, nachdem der moderne Staat Israel ins Leben gerufen wurde - nach Wegen der Zerstörung.

hattip: heplev

Montag, März 10, 2008

REUTERS gründlich auf die Finger geschaut....


Einjahresanalyse: „Bilder des Monats“ von REUTERS

HonestReporting hat sich wieder die Mühe gemacht, die Unvoreingenommenheit eines Mediengiganten über das Jahr 2007 hinweg abzuchecken. Die Nachrichtenagentur REUTERS (Im folgenden Text nicht mehr in VERSALIEN) hatte HonestReporting und uns Lesern Besserung versprochen, nachdem sie sich im letzten Jahr einen dicken Schnitzer geleistet hatte.

Lesen Sie bitte, was dabei herauskam.

Es wurde noch viel schlimmer

62% der Bilder in unserer Studie zeigten Wohlwollen für die Palästinenser. Jeden Monat wählte
Reuters aus Tausenden ihrer eigenen Fotografien für den Kalender „Bilder des Monats“ etwa 250 Exemplare aus. Diese Kollektion portraitiert Menschen und Ereignisse rund um den Globus aus den Bereichen Kultur, Sport, Politik - dazu herausragende Nachrichtenereignisse. Reuters nutzt diesen Fotokalender, um die Aufmerksamkeit auf die besten Ergebnisse ihrer Arbeit in jedem Monat zu lenken.

Entscheidende Ergebnisse

Nachdem wir schon vorher Reuters’ Objektivität zu ihrer subjektiv ausgewählten Reihe von
Bildern (siehe Schreibtischkalender unten) hinterfragt hatten, interessierten wir uns dafür, ob jener Fall einen einmaligen Fehltritt darstellte oder ob Reuters wirklich ein ernstes Voreingenommenheitsproblem in ihrer Berichterstattung zum arabisch-israelischen Konflikt hat.

Wir sahen uns die Fotografien an, die Palästinenser oder Israelis zeigten - von Reuters für den Jahreskalender „Pictures“ für das Jahr 2007 ausgewählt. Insgesamt 2.666 Fotos. Unsere Ergebnisse basieren auf 124 Fotografien von Israelis und Palästinensern (von Reuters als „Beste des Monats“ beworben):

• 62% der Bilder erzeugen Mitleid (Sympathie) für die Palästinenser.

• Fünfzehn Fotoaufnahmen über palästinensischen Bestattungen wurden als „Bilder des Monats“ ausgewählt. Kein Bild von Bestattungen der israelischen Opfer im Konflikt wurde ähnlich behandelt (Auch keine Bilder von Beerdigungen der Tausenden bei Kampfhandlungen Getöteten in Darfur, Afghanistan, Sri Lanka oder anderswo auf der Welt).

• Die Bilder rückten immer wieder Israelis als Aggressoren und die Palästinenser als Leidtragende in den Blickpunkt. Nur 10% der Bilder konnten als mitfühlend für Israelis betrachtet werden.

Reuters nicht eingelöstes Versprechen gegenüber den Lesern von HonestReporting

Im Januar 2007 regte HonestReporting seine Leser an, Reuters wegen seines Bürokalenders 2007 anzuschreiben. Dieser Kalender enthielt elf farbenfrohe Bilder zu Kultur, Sport und Menschen aus aller Welt - ohne irgendwelche politischen Untertöne. Doch ein Monatsbild zeigte einen palästinensischen Terroristen, versehen mit einer mehr als unachtsam gestalteten Bildunterschrift, die Sympathie für seine Sache bekundet.

Als Antwort auf die Beschwerden der Leser von HonestReporting schrieb Reuters-Chefredakteur David Schlesinger folgenden Beitrag in seinem Blog:

"Kürzlich empfahl eine Website - HonestReporting - ihren Lesern, Zuschriften zu meinem Beitrag über Fotostandards einzuschicken, um das Thema „Reuters- Kalender 2007“ zur Sprache zu bringen. Der Kalender wurde zum Diskussionsthema, weil ein Monatsfoto einen palästinensischen Militanten zeigte. Besagtes Foto stach aus den meisten anderen ausgewählten Monatsbildern heraus, auf denen Tänzer, Schwimmer, Künstler oder Bauern abgebildet waren…

..Die zahlreichen Kommentare, die wir wegen der Auswahl erhalten haben, werden das nächste Mal sicher berücksichtigt werden, wenn ein Gremium des Unternehmens die Auswahl von Bildern für den Kalender oder zu anderen Zwecken zusammenstellt.
Wir nahmen an, dass das Versprechen Schlesingers, die Beschwerden der Leser „zu berücksichtigen“, bedeutete, dass zukünftige Fotoserien ausgewogener ausfallen würden."

Bilder des Monats

Die Kollektion „Bilder des Monats“ entspricht Schlesingers Definition des „[wenn ein] Gremium des Unternehmens die Auswahl von Bildern für den Kalender oder zu anderen Zecken zusammenstellt“. Wenn sein Versprechen gegenüber den Lesern von HonestReporting wahr war, würden wir davon ausgehen, eine ausgeglichene und unvoreingenommene Auswahl der Fotografien aller Monate zu sehen, die als geeignet erachtet worden waren, Teil der besten Bilder des Monats zu sein.

Wir haben alle Monatsauswahlen analysiert. 2.666 Fotografien aus dem Jahr 2007. Von diesen 2.666 Bildern 125 dargestellte Szenen und Menschen aus Israel und den Gebieten der PA. Wir fanden heraus, dass 62,4% der Aufnahmen entweder Mitleid (Sympathie) für die Palästinenser oder eine negative Reaktion gegenüber den Israelis hervorriefen. Nur 10,4% konnten so gesehen werden, dass sie irgendein Verständnis für die israelische Seite erwecken würden.

Wir stießen auf eine Unmenge Bilder von palästinensischen Bestattungen für diejenigen, die bei israelischen Militäraktionen getötet wurden, zahlreiche Bilder von israelischen Soldaten, die sich anscheinend palästinensischen Zivilisten gegenüber aggressiv verhielten, sowie eine große Auswahl an Bildern, die leidende Palästinenser darstellten. Im Gegensatz dazu zeigten sehr wenige Bilder, die wir betrachteten, Mitleid (Sympathie) für Israelis.

Wir fanden keine Bilder von Bestattungen israelischer Terroropfer und nur sehr wenige, die Palästinenser als Aggressoren und Israelis als Opfer kenntlich machten. Wenn man bedenkt, dass während dieser Periode Israel unter 2.000 Terrorangriffen zu leiden hatte, sollte man annehmen, dass das Gegenteil zutrifft. Mit der Zeit stellt eine Auswahl wie diese einen klaren Fall von Voreingenommenheit dar und ist nicht in Einklang mit dem Versprechen Schlesingers.

Alle in unserem Bericht veröffentlichten Bilder wurden nicht nur in der Auswahl zu „Bilder des Monats“ auf der Webseite von Reuters eingefügt sondern auch von Reuters-Kunden weiterverbreitet. Wir nutzen sie hier zur Analyse und Diskussion; ihre Verwendung ist rechtlich abgesichert. (Klicken Sie bitte hier, um die Miniaturabbildungen aller Aufnahmen auf der Reuters-Website anzusehen, die für diese Analyse herangezogen wurden).

Palästinensische Bestattungsszenen

Im Jahr 2007 forderten Konflikte in Darfur, Afghanistan, Sri Lanka und einer Menge anderer Krisenherde Tausende mehr Todesfälle als auf palästinensischer und israelischer Seite. Dennoch „schaffte“ es keine einzige Bestattung aus diesen Konfliktgebieten in irgendeine Auswahl der „Bilder des Monats“ von Reuters.

Bestattungsszenen für in militärischen Konflikten Getötete sind erklärtermaßen gefühlsbeladen. Das Foto oben wurde in Jenin aufgenommen, nachdem drei Mitglieder der Terrorgruppe Islamischer Jihad von der IDF getötet worden waren. Das Bild zeigt deutlich den Schmerz der Verwandten des Verstorbenen. Die Geschichte hinter dem Bild ist eine, die von Verlust und Verzweiflung erzählt.

Dennoch stimmt es nachdenklich, wenn
Reuters es für notwendig erachtet, so viele einander ähnelnde Bilder von palästinensischen Beerdigungen als „Bilder des Monats“ heranzuziehen. Fotos von schwarz verhüllten Frauen und/oder Kindern, die bei Beerdigungen wehklagen, wurden Werbesendungen beigefügt.

Reuters kann nicht geltend machen, dass die Ursache für so viele plakativ in Szene gesetzte Bilder palästinensischer Bestattungsrituale der schieren Zahl der Todesopfer entspricht. Wenn dies der Maßstab wäre, warum gab es dann keine ähnlichen Bilder von Beerdigungen bei den oben aufgeführten Konflikten?

13 Israelis haben im letzten Jahr wegen palästinensischer Anschläge ihr Leben verloren. Fortwährender palästinensischer Terrorismus stellt ein Hauptproblem im Friedensprozess dar. Aber warum ist das Leid von Israelis (oder anderer Menschen) nicht genauso ein Bild wert wie das weinender Palästinenser?

Noch verstörender wirkt der Widerwille Reuters, Beerdigungen von Terroristen als das zu beschreiben, was sie sind - Beerdigungen von Terroristen. Wieder und wieder verweisen Reuters-Bildunterschriften auf „Militante“ oder schlicht „Palästinenser“, die durch israelische Schläge getötet worden sind, selbst wenn die Verstorbenen Mitglieder von Terrororganisationen waren. Könnten gewisse Fotos und Bildunterschriften dazu benutzt werden, um das Erscheinungsbild eines Terroristen weichzuzeichnen?

Die zwei Bilder rechts wurden bei ein und demselben Begräbnis und an ein und demselben Ort aufgenommen. Im ersten oben (Associated Press), wird der Terrorist mit seiner Waffe begraben. Das Reuters-Foto darunter zeigt das gleiche Ereignis, aber wir sehen nur den Kopf des Leichnams. Die Kalaschnikow oder die Menschenmenge verschleierter Trauernder nehmen wir nicht wahr. Vermittelt das Reuters-Foto nicht einen abweichenden Eindruck im Vergleich zu dem von Associated Press?

Israelische Soldaten als feindselig dargestellt

27 Fotos in der Bilderreihe zu „Bilder des Monats“ zeigen israelische Soldaten. Fast alle davon uniformierte Israelis im Kampf mit zivil gekleideten Palästinensern. Dies hinterlässt den Eindruck von schwer bewaffneten Soldaten, die wehrlose Zivilisten angreifen.

Die Fotos zeigten etliche Soldaten, die „Proteste“ gegen Israels Sicherheitszaun auflösen. Der fehlende Kontext in diesen Bildern ist, dass die Demonstrationen oft in Gewalt ausarteten. Viele dieser Momentaufnahmen zeigen regelmäßig geplante Demonstrationen in der Ortschaft Bil'in, bekannt geworden als Kulisse für "gestellte" Demonstrationen.

Die gleiche Mixtur aus Palästinensern und internationalen „Aktivisten“ warf Steine auf die Soldaten, um eine Reaktion zu erzeugen - eine Reaktion, die dann von Fotografen wie denen von Reuters aufgegriffen wurde. Warum wollte Reuters so viele dieser „inszenierten“ Bilder in ihre monatliche Kollektion aufnehmen?

In Gegensatz dazu zeigten nur drei Aufnahmen bewaffnete Palästinenser. Eine zeigte Hamas-Kämpfer in Mahmoud Abbas’ Büro in Gaza, eine andere eine palästinensische Polizeieinheit bei einer Razzia in einer Wohnung der Hamas und eine weitere ein Mitglied des Islamischen Jihad, der sich auf einen Anschlag gegen Israel vorbereitete. Warum auch immer - Bilder von bewaffneten Palästinensern wurden nicht so wichtig erachtet wie die von bewaffneten Israelis.

Palästinensische Opferrolle

Eine dritte Kategorie, die bei der Überprüfung der Reuters-Fotos offen zutage tritt, ist die „Schikane“ der Palästinenser. Diese ist unter den anrührendsten Bildern der Kollektion zu finden und erzeugt große Sympathie für die palästinensische Perspektive. Wir zählten 19 Fotos in der Reihe „Bilder des Monats“, auf die diese Beschreibung zutrifft.

Bilder von verwundeten Palästinensern auf Tragbahren, palästinensische Flüchtlinge und palästinensische Untersuchungshäftlinge prägten beinahe jede monatliche Auswahl. Die Bildunterschriften zeugten nicht immer von der Bemühung, die Szenen in Kontext zu stellen. Niemand zweifelt daran, dass die Palästinenser im andauernden Konflikt leiden. Aber zu implizieren, dass die einzige Ursache für dieses Leid unprovozierte israelische Handlungen sind (worauf jeder Zuschauer ohne ausführlichere Bildunterschrift schließen würde), ist falsch.

Eine einfache Ausdrucksweise, die Gefangene als „inhaftiert in Zusammenhang mit terroristischen Aktivitäten“ beschreibt, würde dem Zuschauer wesentliche Informationen zum Foto liefern. Solche Beschreibungen wurden jedoch in der Regel zugunsten interpretierender Darstellungen ausgelassen, die das Fragezeichen übrig ließen, warum die auf den Fotos abgebildeten Palästinenser überhaupt inhaftiert wurden.

Genau so gut könnte man bei der Betrachtung lediglich eines Bildes terrorisierter israelischer Zivilisten und eines anderen, das weinende Israelis am Mahnmal zum Libanonkrieg zeigt, fälschlicherweise schlussfolgern, dass in diesem Konflikt nur eine Seite leidet.

Schluss

Bitte schreiben Sie Reuters an [In Englisch]und fragen Sie, warum die Auswahl für „Bilder des Monats“ im Jahr 2007 so unausgewogen war. Fragen Sie ausdrücklich die Redakteure von Reuters, warum die Auswahlkriterien Folgendes beinhalten:

• Nahezu identische Bilder von Bestattungen der Palästinenser und keine von israelischen Opfern;

• Bewaffnete aggressive israelische Soldaten, die palästinensische Zivilisten angreifen und kein einziges Bild, das zeigt, wie Palästinenser israelische Zivilisten angreifen, und…

• Ein Übermaß an Bildern von palästinensischen Leidtragenden im Konflikt und fast keines, das vom Leid der israelischen Zivilbevölkerung zeugt.

Langzeit-Medienanalysen

HonestReporting hat sich zum Ziel gesetzt, gewisse Medienorganisationen über einen längeren Zeitraum hinweg zu überwachen, um festzustellen, wie objektiv deren Berichterstattung ist. Um unsere bisherigen Berichte zu lesen klicken sie bitte auf BBC-Analyse I, BBC-Analyse II oder die Analyse zur New York Times.

Hat tip: HonestReporting