Hier das Mossad-Protokoll.
Für das Video vom Bayerischen Rundfunk bitte hier oder auf die Abbildung unten klicken.
Es ist wirklich zum Verzweifeln, wenn man sich von manchen Leuten anhören muss, Jesus sei Palästinenser gewesen, habe palästinensisch gesprochen etc. Seit Arafat mit dieser dreisten Lüge auch noch hausieren ging, hält sich dieser Unsinn in der (ver-)öffentlich(t)en Nahost-Debatte unter vermeintlichen Kennern der historischen Bezüge wie ein einbetonierter Kaugummi unter der Tischkante.Dass nun ausgerechnet die „Gray Lady“ New York Times auf einer kirchenhistorisch und exegetisch extrem glitschigen Schmalspur daher kommt, wie man es selbst nicht von manchen Hobbytheologen gewohnt ist, mag auf den ersten Blick sehr verwundern. So ganz überraschend kommt es letztendlich dann aber auch wieder nicht, vergegenwärtigt man sich der Tatsache, dass theologisches Halbwissen auch vor den Feuilletons nicht Halt macht, nicht zuletzt aufgrund einer zunehmenden Esoterisierung sonst so abgeklärt daher kommender Säkularisten. Ein bisschen Religion darf’s schon sein…
Wenn man von einer Sache nichts versteht sollte man einen Fachmann zu Rate ziehen - oder noch besser - die Finger davon lassen. Aber Kolumnen wollen gefüllt sein und der „aufgeklärte“ Leser braucht Trivial-Theologie oder Fast Food-Exegese, damit er von sich behaupten kann, ein Theologiestudium sei überflüssig. Ähnlich dachte zeitlebens auch Rudolf Augstein vom SPIEGEL, dessen „theologiekritische“ Aufsätze seit Beginn der 60er-Jahre nur so von Unwissenheit und Ignoranz strotzen, dass man sich im Nachhinein fragen muss, wie derart leichtfertig so viel Druckerschwärze vergeudet werden konnte.
CAMERA SNAPSHOT hat die Ungereimtheiten des Times-Artikels aufgedeckt, HEPLEV den Beitrag übersetzt und mit kommentierenden Einschüben versehen. Vielen Dank an ihn.
CAMERAs snapshot hat eine Fehldarstellung der New York Times aufgegriffen, in der behauptet wurde, dass Jesus vor zwei Jahrtausenden in Palästina Aramäisch sprach“. CAMERA erklärt zu Recht:
Zu Lebzeiten Jesu gab es so etwas wie „Palästina“ nicht, da die Römer Judäa erst hundert Jahre nach dem Tod Jesu in „Palästina“ umbenannten. Während der Zeit Jesu lagen Bethlehem und Jerusalem in dem, was gemeinhin Judäa genannt wurde; Nazareth lag in dem, was man allgemein von Galiläa bezeichnete. Die New York Times sollte ihren faktischen Fehler korrigieren, Judäa und Galiläa mit Namen zu benennen, die erst ein Jahrhundert später existierten.
Man muss nur die christliche Bibel öffnen, um Bezüge auf Judäa und Galiläa zu finden. Beispiele: Lukas 1,5: Herodes (der Große) ist „König von Judäa“; Lukas 2,4: „Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem“; Lukas 3,1: „als Pontius Pilatus Statthalter in Judäa war“.
Das sind korrekte Hinweise. Nur sind gerade (deutschsprachige) Bibeln auch eine Quelle der Fehlinformation, wenn man sich dort die Landkarten ansieht. Die Lutherbibeln in der Übersetzung von 1956 und 1964, wie auch die in der Übersetzung von 1984 enthalten eine Landkarte „Palästina zur Zeit des Neuen Testaments“; „Die gute Nachricht“ in der Ausgabe von 1976 enthält den gleichen Titel der entsprechenden Landkarte, genauso die Neufassung von 1997; ebenso verhält es sich mit der Bruns-Bibel (1962). Die „Hoffnung für alle“ fehlt mir derzeit, aber ich meine mich zu erinnern, dass auch dort eine Karte mi demselben Titel zu finden war.
Ausnahmen, die mir vorliegen, sind einmal die Genfer Studienbibel, die zwei Karten enthält, in der die richtigen Namen der Landstriche aufgeführt sind („Leben und Wirken Jesu“; „Das Römische Reich zur Zeit des Neuen Testaments“); zweitens die Schlachter-Übersetzung Version 2000, die „Israel zur Zeit von Jesus Christus“ schreibt. Meine Elberfelder Bibel enthält keine Landkarten. Meine englischen Übersetzungen auch nicht.
Umso mehr muss darauf hingearbeitet werden, dass diese Falschdarstellungen aus den Köpfen der Menschen verschwinden und durch die richtigen Begriffe ersetzt werden.
(1) Andere Ansätze gehen auch von einer Herkunft der Philister aus Kreta aus.
Hattip: HEPLEV

Zuerst einmal großen Glückwunsch für die großartige Entwicklung eines (nicht mehr ganz so) jungen Staates, der sich trotz aller Widrigkeiten im internationalen Kontext und der feindseligen arabischen Umwelt etablieren konnte.
Herzlichen Dank an Heplev, der sich die Mühe gemacht hat, die Sprechblasen von DryBones so schön graphisch in deutscher Sprache in Szene zu setzen. Ich weiß heute nicht mehr, wie das geht, obwohl "Photoshop" einmal mein "Lieblingsspielzeug" war.
Palästinenser: „60 Jahre Naqba“
Die palästinensische Überlieferung bezeichnet Israels Unabhängigkeitskrieg von 1948 als Naqba - „die Katastrophe“. Die Geburtsstunde eines souveränen jüdischen Staates wird als Ursache allen Übels wahrgenommen, weil dies angeblich bestätige, wie eine kleine jüdische Gemeinde die Araber ("Palästinenser") ihres Landes beraubt habe.
hattip: heplev
HonestReporting hat sich wieder die Mühe gemacht, die Unvoreingenommenheit eines Mediengiganten über das Jahr 2007 hinweg abzuchecken. Die Nachrichtenagentur REUTERS (Im folgenden Text nicht mehr in VERSALIEN) hatte HonestReporting und uns Lesern Besserung versprochen, nachdem sie sich im letzten Jahr einen dicken Schnitzer geleistet hatte.
Als Antwort auf die Beschwerden der Leser von HonestReporting schrieb Reuters-Chefredakteur David Schlesinger folgenden Beitrag in seinem Blog:
Im Jahr 2007 forderten Konflikte in Darfur, Afghanistan, Sri Lanka und einer Menge anderer Krisenherde Tausende mehr Todesfälle als auf palästinensischer und israelischer Seite. Dennoch „schaffte“ es keine einzige Bestattung aus diesen Konfliktgebieten in irgendeine Auswahl der „Bilder des Monats“ von Reuters.
Reuters kann nicht geltend machen, dass die Ursache für so viele plakativ in Szene gesetzte Bilder palästinensischer Bestattungsrituale der schieren Zahl der Todesopfer entspricht. Wenn dies der Maßstab wäre, warum gab es dann keine ähnlichen Bilder von Beerdigungen bei den oben aufgeführten Konflikten?
Noch verstörender wirkt der Widerwille Reuters, Beerdigungen von Terroristen als das zu beschreiben, was sie sind - Beerdigungen von Terroristen. Wieder und wieder verweisen Reuters-Bildunterschriften auf „Militante“ oder schlicht „Palästinenser“, die durch israelische Schläge getötet worden sind, selbst wenn die Verstorbenen Mitglieder von Terrororganisationen waren. Könnten gewisse Fotos und Bildunterschriften dazu benutzt werden, um das Erscheinungsbild eines Terroristen weichzuzeichnen?
27 Fotos in der Bilderreihe zu „Bilder des Monats“ zeigen israelische Soldaten. Fast alle davon uniformierte Israelis im Kampf mit zivil gekleideten Palästinensern. Dies hinterlässt den Eindruck von schwer bewaffneten Soldaten, die wehrlose Zivilisten angreifen.
In Gegensatz dazu zeigten nur drei Aufnahmen bewaffnete Palästinenser. Eine zeigte Hamas-Kämpfer in Mahmoud Abbas’ Büro in Gaza, eine andere eine palästinensische Polizeieinheit bei einer Razzia in einer Wohnung der Hamas und eine weitere ein Mitglied des Islamischen Jihad, der sich auf einen Anschlag gegen Israel vorbereitete. Warum auch immer - Bilder von bewaffneten Palästinensern wurden nicht so wichtig erachtet wie die von bewaffneten Israelis.
Bilder von verwundeten Palästinensern auf Tragbahren, palästinensische Flüchtlinge und palästinensische Untersuchungshäftlinge prägten beinahe jede monatliche Auswahl. Die Bildunterschriften zeugten nicht immer von der Bemühung, die Szenen in Kontext zu stellen. Niemand zweifelt daran, dass die Palästinenser im andauernden Konflikt leiden. Aber zu implizieren, dass die einzige Ursache für dieses Leid unprovozierte israelische Handlungen sind (worauf jeder Zuschauer ohne ausführlichere Bildunterschrift schließen würde), ist falsch.
Eine einfache Ausdrucksweise, die Gefangene als „inhaftiert in Zusammenhang mit terroristischen Aktivitäten“ beschreibt, würde dem Zuschauer wesentliche Informationen zum Foto liefern. Solche Beschreibungen wurden jedoch in der Regel zugunsten interpretierender Darstellungen ausgelassen, die das Fragezeichen übrig ließen, warum die auf den Fotos abgebildeten Palästinenser überhaupt inhaftiert wurden.