Montag, November 24, 2008

Really Independent? Alibhai-Browns mediale Empörung

HonestReporting

Die Kolumnistin des Independent fragt scheinheilig: „Wo bleibt der Aufschrei der Medien wegen Gaza?"

Yasmin Alibhai-Brown, Kolumnistin des Independent in Großbritannien, ist regelmäßig Gesprächsthema bei HonestReporting und seinem britischen Büro - nicht zuletzt wegen ihrer Neigung, Israel als "rassistischen Apartheidstaat“ darzustellen.
In ihrer neuesten antiisraelischen Tirade wettert Alibhai-Brown gegen die Schließung der Grenzposten zu Gaza durch Israel:

Es ist eine Belagerung ohne Gnade - das Einsperren von Menschen in ein Gefängnis, wovon die meisten keinerlei Verbrechen bezichtigt werden außer dem, dass sie Palästinenser sind. Ich verteidige nicht die Militanten, die Israel angreifen; was sie tun ist eine übertriebene Provokation. Aber selbst das kann Israels Aktionen nicht entschuldigen; Weder die UN-Nahrungsmitteltransporte noch medizinische Verbrauchsgüter der EU dürfen die Grenzen passieren. Fischer werden niedergeschossen und Stromabschaltungen bewirken, dass die Betriebe geschlossen bleiben.

Richtigstellung:

* Im Gegensatz zu Alibhai-Browns Vorwürfen wurden Lebensmitteltransporte und medizinische Verbrauchsgüter nach Gaza hineingelassen und die Grenzkontrollpunkte wurden nur geschlossen, als permanenter Raketenbeschuss durch die Palästinenser erfolgte. Hier kann man im Detail nachlesen, wie Waren- und Nahrungsmitteltransporte sowie medizinische Evakuierungen seit der Machtübernahme der Hamas über die Grenzübergänge erfolgten.


* Erst heute wieder (24. November), sind die Grenzübergänge zu Gaza für Transporte aufs Neue geöffnet worden.
Im Gegensatz zu Alibhai-Browns Vorwurf, Israel habe die Stromzufuhr abgeschaltet, hat selbst die PA die Hamas beschuldigt, die letzten Stromausfälle im Gazastreifen initiiert zu haben - in dem Versuch, die palästinensische Bevölkerung gegen Israel und die PA aufzuhetzen.

Der Vorwurf, Israel „schieße palästinensische Fischer zusammen“, ist sehr schwerwiegend, ohne Grundlage und geht noch über frühere unbegründete Anschuldigungen hinaus, die gegen die israelische Marine erhoben wurden.
Trotz der Tatsache, dass HonestReporting etliche Kolumnen Berichterstattung der Medien über die Situation in Gaza beobachtet hat, vergleicht Alibhai-Brown die Zustände auf schändliche Weise mit der sehr realen Krise in Mugabes Zimbabwe und fordert:

Wo ist der Aufschrei in den Medien? Ich habe in den Zeitungen nachgesehen, aber es wird nichts gebracht. Israel kommt mit allem durch. So gering sind die Erwartungen in diese Demokratie, dass nicht einmal ein durch den Staat herbei geführtes Desaster Nachrichten wert ist.

Alibhai-Brown fährt dann fort, das Recht britisch-jüdischer Institutionen anzugreifen, Israel zu verteidigen und zu unterstützen, und beschreibt dies als „Propaganda, das nicht zu Rechtfertigende zu rechtfertigen“. Sie kritisiert sogar die Jewish Chronicle, diese würde jetzt unter dem neuen Chefredakteur Stephen Pollard einen „Hardliner“-Kurs fahren, obwohl Pollard den Job erst heute angetreten hat! (24. November)


Pro-israelische und jüdische Organisationen, darunter auch HonestReporting, haben ebenso ein Recht auf Ausübung ihrer Aktivitäten wie jene Organisationen und Kolumnisten wie Yasmin Alibhai-Brown, die bei jeder Gelegenheit auf die Dämonisierung Israels zurückgreifen, wenn sie Israels Unterstützer beschuldigen, „die Debatte zu ersticken“.
Alibhai-Brown demonstriert treffend diese Dämonisierung in ihrem zusammenfassenden letzten Abschnitt, wo eine Anspielung auf den Nazi-Holocaust unmöglich zu überhören ist:

Das Böse geschieht, wenn die Welt nichts sagt und unternimmt. Wenn ein jüdischer Staat keine Verurteilung des Bösen, das er verübt, erwarten muss, zeigt das, dass aus der Geschichte nichts gelernt wird.
------------
Leserbriefe [In Englisch] bitte an letters@independent.co.uk

Freitag, November 21, 2008

"Keine Absicht" oder: "Erfahrung ist der beste Lehrer"

Er wolle mit seiner Zeichnung keinen Vergleich zwischen den Nazigräueln und dem israelischen Sicherheitszaun herstellen (mehr zu den Daten hier), so Dylan Woodliff, Student an der Emory University, um sein ekelhaftes Geschmiere zu "rechtfertigen". Deborah Lipstadt hat auf Woodliffs Machwerk und die peinliche Bildunterschrift (“Erfahrung ist der beste Lehrer“) reagiert.

Eine falsche und unfaire Karikatur

Deborah Lipstadt

In der Wheel-Ausgabe der Emory University vom Freitag war eine beunruhigende Karikatur abgebildet, in der die Ghettos der Nazis mit dem von Israel an der Grenze zur Westbank
errichteten Sicherheitszaun verglichen werden. Diese Gleichung ist historisch falsch und überaus unangebracht. Die Deutschen steckten Juden in ganz Europa in Ghettos, wo diese entweder einen qualvollen Tod durch Hunger, Entbehrungen oder Krankheit starben, oder einen schnelleren Tod durch eine Gewehrkugel- oder Giftgas.

Unabhängig davon, was man über den Zaun/Mauer denkt (Der größte Abschnitt davon ist ein Zaun; über 90%), wurde er nicht zu diesem Zweck errichtet. Er wurde als Defensivvorrichtung gebaut. Selbst wenn man ihn ablehnt kann man die Tatsache nicht ignorieren, dass er die Zahl der mörderischen Bombenanschläge (manchmal fälschlicherweise „Selbstmordattentate" genannt) auf israelische Ziele ungemein reduziert hat. Es gab vor diesen Bombenanschlägen auf Bussen, Schulen und andere zivile Einrichtungen keinen Zaun/Mauer. Sein Bau war die Antwort auf diese Anschläge.


Was den unterschiedlichen Wohlstand betrifft, den Woodliff mit der Existenz des Zaunes erklärt: Den gab es schon lange vor dessen Bau. Die Palästinensische Autonomiebehörde hat Abermilliarden
Dollar empfangen, um ihren Bewohnern zu helfen. Während der Zeit des korrupten Regimes unter dem verstorbenen Yasser Arafat verschwanden die meisten Gelder aus den Hilfsfonds. (Sehen Sie auf Schweizer Konten nach, um einige zu finden, oder in Paris, wo Arafats Witwe ein Leben in ausschweifendem Prunk lebt). Die Hilfsgelder waren offensichtlich nicht als Hilfe bei den Palästinensern angekommen, und viele von ihnen leiden sehr.

Als Israel sich aus dem Gazastreifen zurückzog ließ es ertragreiche Farmen zurück, Treibhäuser mit fortschrittlichen Hydrokultursystemen zum Gemüseanbau sowie weitere Anlagen, die genutzt hätten werden können, um die Situation der Palästinenser zu verbessern. Die meisten wurden von den Palästinensern zerstört. Internationale Finanzmittel wurden aufgebracht, um den Bewohnern von Gaza zu helfen. Auch sie haben wenig zur Verbesserung beigetragen.
Unterdessen werden weiterhin Raketen aus dem Gazastreifen auf israelische Städte abgefeuert. Nach einer Salve letzten Samstag mussten 18 Menschen ins Krankenhaus gebracht werden. Als Reaktion darauf hat Israel die Grenze zu Gaza geschlossen, was das Leid der Bewohner von Gaza vermehrt.

Es gibt ein ernsthaftes Problem in Nahost, aber Woodliffs unbedachter Vergleich von Juden
mit Nazis in der NS-Zeit zeugt nicht nur von schlechtem Informationsstand; er demonstriert auch ein bestimmtes Vorurteil - Antisemitismus -, das niemals dazu beitragen wird, die Probleme zu lösen. Was immer man auch von Israels Politik halten mag - sie mit der Nazipolitik in Verbindung zu bringen, die die Ermordung aller europäischen Juden zum Ziel hatte, bedeutet, dass man sich an Antisemitismus und Holocaustleugnung beteiligt.

Schließlich war ich wie vom Blitz getroffen von der Erläuterung, die Woodliff unter die
Karikatur setzte (”Erfahrung ist der beste Lehrer”). Keine redaktionelle Karikatur sollte eine Erklärung oder Beifügung notwendig haben. Ein guter Karikaturist lässt seine Arbeit für sich sprechen.

Montag, November 17, 2008

Mensch Ulla - Mir graut vor dir!

(Vorweg: Abbitte an Homer Simpson und seine Familie im Bild links). Überall dort, wo in der Republik tatsächliche oder vermeintliche Gefahr von Rechts im Verzuge zu sein scheint, ist sie da - die neben Sahra Wagenknecht wohl emsigste und widersprüchlichste “Faschistenjägerin“ innerhalb der SED-Nachfolgepartei Die Linke - Ulla Jelpke, ihres Zeichens auch Vertreterin von Die Linke im Bundestagsinnenausschuss, einem Gremium, in dem besonders sensible Sicherheits- und Gesetzesfragen dieser Republik behandelt werden. Und was „rechts“ ist bestimmt Frau Jelpke immer noch selbst; wäre ja noch schöner, wenn man darauf hinweist, dass zwischen Links- und Rechtstotalitarismus sowie Politischem Islam mehr als nur eine Schnittmenge besteht.

Sieht man sich auf der
Webseite der Abgeordneten mit dem ausgeprägten „Sozial- und Gerechtigkeitsbewusstsein“ um, dann fragt man sich, warum die umtriebige Dame noch nicht für einen der zahllos ausgelobten Friedenspreise gehandelt wird.

Frau Jelpke, die zuletzt auch gerne Treibjagden auf gegenüber ihr - und ihrer Partei - kritisch eingestellte konservative Bundestagskollegen wie Dr. Hans-Peter Uhl und Kristina Köhler betrieb, fehlen elementare Eigenschaften, welche man erst recht bei einer Abgeordneten, die im Innenausschuss Funktionsträgerin ist, erwarten muss - Selbstdisziplin, nüchterne Selbsteinschätzung, Lernfähigkeit und eine demokratische Gesinnung. Ja, richtig gelesen, eine demokratische Gesinnung. Und die simpelsten Anstandsregeln scheinen ihr abhanden gekommen zu sein.

Dabei ist die Mandatsträgerin aus der Stahlbetonfraktion der Partei Die Linke (Betonköpfe sind eh’ die meisten in diesem Verein), immer von herzlicher Großzügigkeit beseelt, wenn es gilt, SED/DDR-Unrecht zu bagatellisieren, Diktaturen wie Kuba, den Iran, Nordkorea oder Weißrussland mit Hinweis auf die eigene Heimerziehung kleinzureden oder dem neuen aggressiven Hegemonialstreben der UDSSR - Entschuldigung, ich meinte natürlich den gutmütigen Bären Russland - eine glühende Fürsprecherin abzugeben. Eine Enkulturation wie die ihre lässt sich eben doch nicht so leicht abstreifen, zudem, wenn man die Möglichkeit genießt, die eigene stalinistische Kontinuität und die eines guten Fünftels ihrer Fraktion ohne Brüche fortzuschreiben -; hoch lebe der demokratische Pluralismus! Denn zum praktizierten Pluralismus - wir gönnen es Frau Jelpke - zählt eben auch, dass man gemeinsam mit Hamas- und Hisbollah-Sympathisanten durch die Straßen zieht und damit Israels Vernichtung billigend in Kauf nimmt.

Auf die Spitze trieb es Frau Jelpke - zusammen mit 10 Fraktionskollegen*- als sie nach der Entscheidung der Bundestagsfraktionen am 4. November, die Antisemitismus-Erklärung des Bundestages ohne Die Linke zu verabschieden, unverzüglich mit einer Presseerklärung reagierte, in der eine Passage abgelehnt wurde, die an Deutlichkeit kaum etwas zu wünschen übrig ließ.

Worum ging es im Kern?

Prof. Dr. Julius Schoeps, Direktors des Moses-Mendelssohn-Zentrums, hatte in dem gemeinsam abgesegneten Papier aller anderen Bundestagsfraktionen (Die Linke ausgenommen) Folgendes formuliert:
"Die verschiedenen Vorurteile - etwa eines 'antiimperialistischen Israelkritikers' aus den Reihen der politischen Linken, eines neonazistischen Holocaust-Leugners und eines islamistischen Djihad-Jüngers - sind aufeinander bezogen, kommunizieren miteinander und beeinflussen sich gegenseitig."
Wie wahr. Dieses Zitat hätte eigentlich in Stein gemeißelt und sowohl in den Redaktionsräumen des „Neues Deutschland“ als auch im Fraktionsraum der Partei Die Linke als Pflichtlektüre und Anregung zum Nachdenken verteilt werden sollen. Doch dass man das bei den Altvorderen und Stalinisten vor dem Herrn so nicht auf sich sitzen lassen wollte und permanent auf den staatlich verordneten „Antifaschismus“ Marke DDR verwies, der, wie wir wissen, weder die Welt noch den einzelnen Menschen auch nur ein Stückchen ethisch voran gebracht hat, zeigt eigentlich, wie viel Mörtel noch heute in den Köpfen etlicher extrem Linker angerührt wird.

Verschlimmbessernd kam noch hinzu, dass ausgerechnet die Grünen kurz vor der Erklärung der Bundestagsfraktionen darauf bestanden, die oben zitierte Passage Professor Schöps’ „doch bitte [Um des lieben Friedens willen] zu streichen“, um wenigstens eine gleichlautende Erklärung noch vor dem 9. November zu verabschieden, was wiederum ein bezeichnendes Licht auf die Fraktion der Dosenpfandkämpfer und Krötenschützer wirft. Nach quälend enervierenden Debatten darüber, ob man angesichts des heraufdämmernden 70. Jahrestages der Pogromnacht vom 9. November nicht wenigstens diesmal die SED-Nachfolgepartei mit ins Boot holen sollte, und grandiosen Aussetzern wie dem Gregor Gysis, der geradezu hysterisch mit seiner „Confessio“ um sich warf, dass die „DDR immer auf der Seite der Schwachen“ gewesen sei, war der Karren endgültig in den Sumpf gefahren. Nichts ging mehr. Deshalb war auch die Erklärung des Bundestages ohne Die Linke und deren reflexhafte Gegenbewegung eine gerade logische Folge, wollte man noch vor dem 9. November wenigstens halbwegs sein Gesicht waren.

Frau Jelpke (Im Bild rechts (Mitte) mit Fraktionskolleginnen Dağdelen und Hirsch vor einem Porträt des Hisbollah-Chefs Nasrallah; Quelle: Weapons Of Modern Democracy) und Genossen wissen, dass, so wie es jetzt aussieht, sie mittel- und langfristig die SPD auf ihrer Seite haben werden - schon angesichts zukünftiger Konstellationen im Bundesrat. Und das lässt sie weiterhin mit jener Unverschämt agieren, die sie vermehrt an den Tag legen. Pieck und Grotewohl ließen schon seit dem Hamburger Parteitag des letzten Jahres grüßen, als unter der Ägide eines gewissen Pfälzers Kurt Beck („Man muss mit den gemäßigten Taliban verhandeln“) der Demokratische Sozialismus neu ausgerufen und das Godesberger Programm (vorübergehend) im Prinzip - trotz aller gegenteiligen Beteuerungen - beerdigt wurde. Nur Hubertus Heil, Generalsekretär der alten Tante SPD, scheint das bis jetzt nicht kommunizieren zu wollen oder dürfen. Die kommenden Landtagswahlen in Thüringen und im Saarland werden ihm wohl einen steifen Hals und eine schwere Zunge bescheren.

Frau Jelpke sicherlich nicht, denn sie, Paech und Co. bleiben stramm auf Kurs. Das Volk, der Lümmel (Heinrich Heine) will es so.

-------------
*Darunter so illustre Köpfe und extrem antijüdische und antiisraelische „Volksvertreter“ wie Prof. Dr. Norman Paech, die bildungspolitische Sprecherin Nele Hirsch, der europapolitische Sprecher Dr. Dieter Dehm (Googeln lohnt sich hier auch ganz besonders), der für internationale Beziehungen zuständige Sprecher Wolfgang Gehrke und die Sprecherin für Migrations- und Integrationspolitik Severim Dagdelen, um nur fünf zu nennen.

Dienstag, November 04, 2008

Forget Durban II: Ein Bericht von Nasrin Amirsedghi und Alex Feuerherdt

Im April 2009 schickt sich der so genannte Menschenrechtsrat der UNO, der vom praktizierenden Antizionisten Kofi Annan 2007 eingesetzt wurde, ein weiteres Mal an, „Ball verkehrt“ zu spielen, was Menschenrechte, Rassismus und Diktatur betrifft. Unter der vorbereitenden Ägide der Diktaturen Libyen (Vorsitz), Kuba, Iran u.a. bereitet eine Kamarilla islamischer Winkeladvokaten unter Mithilfe dubioser UN-Gesandter wie diesem hier eine Konferenz vor, die an Widersprüchlichkeit, pervertiertem Rechtsempfinden und verdrehter Darstellung der Menschenrechtslage ihresgleichen sucht.

Wie kommt es, dass islam-faschistische und rückwärts gewandte kommunistische Staaten darüber befinden, wann Menschenrechte verletzt werden und wann nicht?

Die badische Stadt Freiburg lud einen Terror-Paten und Schlächter wie den ehemaligen (und vielleicht zukünftigen) iranischen Präsidenten Mohammad Khatami ein, um ihn über „Religion, Freiheit, Brüderlichkeit und Dialog der Religionen“ schwadronieren zu lassen, während gleichzeitig in deutschen und europäischen Medien ohrenbetäubendes Schweigen herrschte.

Zum Glück gibt es eine unabhängige Blogosphäre, in der Klartext geredet und auf die erschreckende Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität bei den „Veranstaltern“ der Nachfolgekonferenz Durban II hingewiesen wird.

Wir lassen uns von den „etablierten“ Medien nicht totschweigen oder wegschreiben!

Ganz herzlichen Dank an Nasrin Amirsedghi und Alex Feuerherdt, die sich bereit erklärten, ihren Aufruf gegen Durban II auf Castollux zu veröffentlichen:

Wir berichten von der Aktion „Boykott Durban 2“!

Nasrin Amirsedghi und Alex Feuerherdt

Am 04. April 2009 soll ein weltweites Gruselkabinett des 21. Jahrhunderts in Genf betonfest installiert werden, das seit September 2001 unter der Dominanz der „Demopathen“-Regime (Radikale Linke, Afrika, Iran, Syrien, Libyen, Saudi Arabien etc…) gegen all das arbeitet, was sie selbst fordern, nämlich gegen Demokratie, Meinungsfreiheit, Freiheit der Andersgläubigen und insbesondere gegen Israel.

Scharfsinnig charakterisiert der amerikanische Historiker und Autor Richard Landes [1] mit dem Begriff „Demopaths“ diese Regime: „Sie sind radikal unausgewogen in ihrem Beharren auf ihren eigenen Rechten einerseits und dem Mangel an Interesse und der Verteidigung der Rechte anderer und predigen Moral nur zu ihren Gunsten. Sie neigen zum konspirativen Denken. Sie sind behaftet mit allerlei imaginativen und rassistischen Verschwörungstheorien und projizieren ihre eigene krankhafte, ideologiebeladene Überzeugung auf ihre Gegner.“

Ja, genau vor sieben Jahren, im September 2001, fand in der südafrikanischen Stadt Durban die „UN-Weltkonferenz gegen Rassismus“ statt. Das erklärte Ziel dieser Veranstaltung sollte eigentlich die öffentliche Anerkennung sein, dass Sklaverei und Kolonialismus Verbrechen sind. Doch dann geriet die Konferenz zu einem regelrechten Tribunal gegen Israel und dessen Existenzrecht sowie zu einer Verteidigung der unfreien Staaten und Diktaturen.

Es war der französische Romancier und Essayist Pascal Bruckner, der im Juni dieses Jahres zum Boykott der Durban-Nachfolgekonferenz aufrief: „Der Antirassismus ist in der Uno zur Ideologie der totalitären Bewegungen geworden, die ihn für ihre Zwecke benutzen“, begründete er seinen Appell. „Diktaturen oder notorische Halbdiktaturen bemächtigen sich einer demokratischen Sprache und instrumentalisieren juristische Standards, um sie gegen die Demokratien in Stellung zu bringen und sich selbst niemals in Frage zu stellen.“ Bruckner befand, es etabliere sich eine „Neue Inquisition“, die mit dem Begriff der „Verunglimpfung der Religion“ operiere, „um jede Regung des Zweifels, besonders in islamischen Ländern, zu unterdrücken“. Der von den Despoten verfochtene Antirassismus diene dazu, „genau die Dinge zu rechtfertigen, gegen die er ursprünglich formuliert wurde, die Unterdrückung, die Vorurteile, die Ungleichheit“.

Wir fanden, dass Bruckners flammendes Plädoyer kein bloßer Aufruf bleiben darf, der vielleicht einige Tage in den Feuilletons diskutiert wird und danach wieder in Vergessenheit gerät. Denn sein Anliegen ist zu wichtig und seine Argumente sind zu plausibel, um nach einer kurzen Störung der europäischen Einmütigkeit wieder in der Versenkung zu verschwinden. Daher beschlossen wir, Bruckners Text zur Grundlage eines öffentlichen weltweiten Appells zu machen - eines Appells für Demokratisierung, Säkularisierung und die universalistische Verteidigung der Menschenrechte gegen einen vermeintlichen Kulturpluralismus, der auf die Verteidigung der islamischen Scharia gegen die Freiheit des Individuums hinausläuft. Die Durban-Nachfolgekonferenz steht diesem Ziel - das ist offensichtlich - diametral entgegen.

Zudem ist eine erneute Dämonisierung Israels zu befürchten -; und auch dem müssen Demokraten entschlossen entgegentreten. Antisemitismus geht Hand in Hand mit der Verteidigung diktatorischer Regimes wie des Iran oder Saudi-Arabien. Statt einer Unterstützung der „Durban 2“-Konferenz ist es an der Zeit, sich wieder auf den Geist der Deklaration der Menschenrechte zu besinnen. Deshalb fordern wir auch eine grundlegende Reform des UN-Menschenrechtausschusses, der sich immer mehr zu einem Forum für die Verbreitung von Antisemitismus, Frauenfeindlichkeit und Unfreiheit entwickelt hat.

Nun haben sich mehr als 30 Journalisten ( ), Publizisten, Wissenschaftler und Künstler aus Europa, den USA und dem Nahen Osten, darunter Lars Gustafsson, Jeffrey Herf, Benny Morris, Peter Schneider, Seyran Ates, Necla Kelek, Matthias Künzel, Sharon Adler und Ralph Giordano, Bruckners Appell angeschlossen und fordern die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union - insbesondere Deutschland - auf, die „Durban 2“-Konferenz zu boykottieren und sich für eine umfassende Reformierung des UN-Menschenrechtsausschusses einzusetzen.

Seit dem 1. August sind neben insgesamt 19.193 Mal angeklickten Besuchern auf der unten angegebenen Internettadresse über 838 Personen aus aller Welt - Schüler, Hausfrauen, Pensionäre, Lehrer, Künstler, Theologen, Rechtsanwälte, Wissenschaftler, Politiker, Generäle, Autoren, Journalisten, Studenten, Freiberufler und viele weitere Prominente wie der schwedische Sänger und Liedermacher der Gruppe ABBA, Björn Ulvaeus, der deutsche Altertumswissenschaftler Prof. Dr. Egon Flaig oder zahlreiche bekannte dänische Journalisten unserer Aktion gefolgt und haben sich unter unserer mittlerweile viersprachigen Internetadresse http://boycottdurban2.wordpress.com (Deutsch, Englisch, Französisch und Farsi) registriert und mit Kommentaren gemeldet. So schrieb uns z.B. ein Professor für Religion und Geschichte aus Australien:
“I wish to add my name to the list of those recommending a boycott of the Durban II "anti-racism" conference, on the grounds that a conference that supposedly helps organize the fight against racism in the world, actually has been turned by racist countries sitting on its organizing committees into a major force promoting violent racism, and specifically antisemitism, on the world stage. Thus it violates its mandate, and should not be attended by all those who genuinely abhor racism. I also deplore the attempts by organizing committee members to amend and limit the Universal Declaration of Human Rights previously drawn up by the U.N. by prohibiting any critical comments anywhere in the world, however legitimate or relevant to the subject being discussed, against Islam or Islamist countries's abuses against women and minorities. Restrictions on freedom of speech, including speech against religion in general or a religion in particular, and also restrictions on the right to change religions, should not be endorsed by U.N. committees.” (…) I only wish this petition could somehow come to be known and made available to all possible signatories, and give rise to a mighty swell of protest from all liberal democratic countries, leading to the formation of an alternative conference on human rights and anti-racism, as you suggest, and even the general discrediting and final dissolution of the present Human Rights Council. The UN HRC truly is a farce, and a malevolent one at that, in which violent, authoritarian and even totalitarian countries have been allowed to dictate ludicrously skewed standards of "human rights" to the liberal democracies.”
Einige Wochen nach dem Start unserer Aktion erfuhr unsere Aktion ein großes Echo in Dänemark. Am 4. September erschien auf der Titelseite der Wochenzeitung „Weekendavisen“ Nr. 35 ein ausführlicher Artikel, in dem u.a. über unseren Aufruf „Boycott Durban 2“ berichtet und Prof. Jeffrey Herf, Pascal Bruckner und Nasrin Amirsedghi interviewt wurden. Eine der ersten Reaktionen war die Nachricht eines dänischen Studenten: “Please sign my name on the petition. And please make your voice heard!! I never heard of these Durban conferences until reading an article on the front on todays issue of the Danish newspaper Weekendavisen (…). SHOCKING... Good luck with the boycott...”

Mitte September rief auch der dänische Historiker Mikael Jalving die engagierten Dänen zum Boykott auf, dem sich bis zum heutigen Tag 700 Personen angeschlossen haben. Der Bericht und der darauf folgende Aufruf zum Boykott haben in den dänischen Medien eine heftige politische Debatte ausgelöst - in dem Maße, dass uns am 15. September folgende Nachricht erreichte:
“(…) I am a journalist at the Danish newspaper Berlingske Tidende. I can tell you that a Danish boycott comite just has been formed. It will get its own website next week. It has already participants from both the right and left wing in society. From the left wing the Socialist party the leader Willy Søvndal announced in a newspaper that he was willing to support a boycott action and from the right wing parliamentarian Søren Espersen from Dansk Folkeparti said the same. Our foreign secretary Per Stig Møller said this week that if the muslim countries should kidnap Durban he would support boycott also. So things are moving.”
Wir hoffen, dass sich noch mehr bewegt und unser Appell weitere Unterstützer findet. Er soll mit möglichst vielen Unterschriften am 12. März 2009 in Anwesenheit des Initiators Pascal Bruckner bei einer Pressekonferenz im Bundespresseamt (BPA) in Berlin der Bundesregierung und Regierungen anderer EU- Mitgliedstaaten übergeben werden.

Wir freuen uns, Sie bei dieser Bewegung dabei zu haben! Denn jede Stimme zählt und entscheidet mit für eine Zukunft in Freiheit und Demokratie.

Nasrin Amirsedghi
Alex Feuerherdt

[1] Richard Landes; http://www.theaugeanstables.com und http://www.seconddraft.org

AS YOUR MIND FLIES BY..!

RARE BIRD: Und das ohne Solo- und Bassgitarre….

Als ich das erste Mal (In den 1970er-Jahren) den Song gehört hatte, glaubte ich, dass es nicht möglich wäre, allein mit Bass, Orgel und Schlagzeug einen derart scharfen Sound zu produzieren.

Es ist möglich:

Klick hier>>>>AS YOUR MIND FLIES BY:

Und schnall’ dich gut an.

Die ersten eineinhalb Minuten einfühlen und dann mitfliegen.

Ab der dritten Minute setzt der Gesang des Leadsängers ein....; einfach Klasse!

Leider habe ich bis heute noch kein Video gefunden.

Aber wenn du den Kopfhörer aufsetzt, die Lautstärke voll aufdrehst und dich zurücklehnst brauchst du keine Bilder mehr....

------------

Informationen zur Gruppe:

Die Musik der ersten beiden Alben, Rare Bird (1969) und As Your Mind Blies By (1970), war von Keyboards dominiert, Gitarren fanden keine Verwendung. Die Ballade Sympathy erreichte im März 1970 Platz 24 der britischen Charts. Das Lied wurde 1970 von The Family Dogg und 1992 von Marillion gecovert und verschaffte beiden Bands ebenfalls Chartplatzierungen. Ende 1970 löste sich die Band auf, nachdem kommerzieller Erfolg trotz guter Kritiken ausblieb und Graham Field sich auf ein eigenes Projekt konzentrieren wollte. Später nahm auch Mark Ashton eine Solokarriere auf.

1972 wurde Rare Bird mit dem Album Epic Forest wieder aktiv. Neben den verbliebenen Gründungsmitgliedern, Sänger Steve Gould, nun auch als Bassist, und Keyboarder David Kaffinetti, gehörten Schlagzeuger Fred Kelly, Gitarrist Andy „Seth“ Curtis sowie Bassist Nick Potter (vorher bei Van der Graaf Generator) zur neuen Besetzung. Im darauffolgenden Jahr wurde ein Album mit Funk-Elementen veröffentlicht, Somebody’s Watching. Auf diesem Album wurde die Stammbesetzung von drei Perkussionisten, Al Matthews, Sammy Abu und Paul Holland, und dem Sänger Kevin Lamb unterstützt. Der Titel Dollars ist eine Interpretation Ennio Morricones Filmmusik zu Für ein paar Dollar mehr. 1974 folgte als letztes Album Born Again mit Bassist Andy Rae. Im folgenden Jahr löste sich die Band auf, nachdem kommerzieller Erfolg weiterhin ausgeblieben war.

Sonntag, November 02, 2008

Das Mandat und der Mann

Wenn gefährliche Spinner in der UNO ihr Unwesen treiben dürfen

Richard Falk (Abb.), ehemaliger Professor für Internationales Recht an der Princeton University, ist so etwas wie ein Erich von Däniken der Weltpolitik. Nein - um Ufos geht es hier nicht, und die Erde wird auch nicht von Außerirdischen besucht (oder heimgesucht); mit dem Rentnerjob des "UN-Sonderbeauftragten für Menschenrechte in den besetzten palästinensischen Gebieten seit 1967“ beauftragt, verquickt er aberwitzige Verschwörungstheorien zu 9/11 mit einer gehörigen Portion Hass auf alles, was mit seiner Heimat, den USA, und selbstredend mit dem kleinen Satan Israel zu tun hat.

David Aaronovitch hat sich am 15. April in der New York Times (online) den seltsamen Zeitgenossen Falk vor die Brust genommen. Was dabei herauskam war ziemlich übel, aber so überraschend nun auch wieder nicht: Die UNO lässt einen Sonderbeauftragten in der Welt herumgeistern, der mit Vernichtungsdrohungen und palästinensischem Terror gegen Israel augenscheinlich kein Problem hat und erweckt so den Anschein, dass der von der UNO billigend in Kauf genommene arabische Antisemitismus einen Anstrich von Seriosität habe.

Hiller Neuer, Executive Director von UN Watch in Genf, hat in der Jerusalem Post einen kurzen Leserbrief (Dritter von oben) zum umtriebigen Richard Falk und dessen Falschmeldungen geschrieben.

Das Mandat und der Mann

[Sir] - Die neueste Verurteilung Israels durch Richard Falk, den „Sonderbeauftragten für Menschenrechte in den besetzten palästinensischen Gebieten seit 1967“ des UN Menschenrechtsrates erfordert eine Richtigstellung („UN: Israel verletzte Genfer Konventionen“; 25. Oktober).

Zunächst ist Falks UN-Titel vorsätzlich irreführend. Die tatsächlichen Termini seines Mandats sprechen nicht die allgemeine „Lage der Menschenrechte“ im betreffenden Gebiet an. Vielmehr entschied das arabisch kontrollierte Gremium [schon] 1993, allein „Israels Übertretungen der Prinzipien und Grundwerte des Internationalen Rechts“ zum Gegenstand der Untersuchungen zu machen." Das bedeutet, dass das brutale Vorgehen der Hamas gegen Israelis und Palästinenser völlig unberücksichtigt bleibt.

Falks UN-Mandatsausübung ist die einzige, die eine grundsätzlich einseitige Sichtweise vertritt, anmaßend in der Schuldzuweisung und immun gegenüber berechtigter Kritik. Wer würde ein solch einseitiges Mandat akzeptieren?

Einer mit der ihm eigenen moralischen Vorstellung von Gut und Böse wie Falk im Jahr 2002, als er behauptete, dass Selbstmordattentate die „einzigen noch verfügbaren Mittel bedeuteten, mit denen man Israel hinreichend Schaden zufügen“ könne, „damit (Der palästinensische) Kampf fortgeführt werden kann“. Einer wie er mit politischen Urteilsvermögen, der 1979 in einem Gastbeitrag in der New York Times schrieb, dass die Revolution Ajatollah Khomeinis „uns doch noch das verzweifelt benötigte Modell einer humanen Regierungsform für ein Land der Dritten Welt bescheren [werde]“. Einer mit der Neigung zu Verschwörungstheorien( 9/11) - wie wiederholt offen von ihm verbreitet.

Im März 2008 erzählte er in einem Radiointerview, es gebe „eine Menge von Verdachtsmomenten“, dass die Anschläge von der US-Regierung selbst inszeniert worden wären. Im Juni forderte er eine Untersuchung darüber, ob es in den Twin Towers „zu einer Art kontrollierten Explosionen“ gekommen wäre, die zu deren Einsturz geführt hätten. Schließlich lobte Falk „die Geduld, die Stärke, den Mut und die Intelligenz“ des Verschwörungstheoretikers David Ray Griffin anlässlich dessen 2006 veröffentlichten Buches "9/11 and the American Empire: Intellectuals Speak Out", für das Falk ein Kapitel beigesteuert hatte.

Wie tragisch, dass sich zum 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte die maßgeblichen UN-Vertreter von Gestirnen wie René Cassin und Eleanor Roosevelt zu Bekloppten zurückentwickelten.

HILLEL NEUER
Executive Director, UN Watch
Geneva

Quellen: UN Watch,
Jerusalem Post

Sinkflug in die Durban II-Konferenz

Das Neueste zum Antirassismusdebakel der UNO

HonestReporting

Die 2001 von der UN im südafrikanischen Durban abgehaltene Konferenz gegen Rassismus bleibt als antiisraelisches und antisemitisches Hassfestival in Erinnerung. Wie NGO Monitor darlegt, wurde die erste Durban-Konferenz selbst (!) zum Instrument für Rassismus, im Besonderen gegen Israel gerichtet. Durban hatte einen enormen Anteil an der zunehmenden Dämonisierung und Delegitimierung Israels. Mit der Durban-Folgekonferenz, die April 2009 in Genf stattfinden wird, ist es zwingend notwendig, dass man eine Wiederholung von Durban I nicht zulässt. Während die Massenmedien die Vorbereitungen für diese Konferenz weitestgehend ignoriert haben, wird es umso mehr darauf ankommen, dass die Öffentlichkeit vor der drohenden Gefahr von Durban II gewarnt wird.

Jonathan Kay
von Kanadas National Post mit einem Blick auf die neueste Entwicklung:

Anfang dieses Monats erstellte ein UN-Komitee, gespickt mit Diktaturen wie Libyen, Iran, Kuba etc., ein „Vorläufige Entwurfsdokument“ für die im Frühjahr 2009 angesetzte „Durban-Folgekonferenz“ - ein internationales Schwätzchen, dazu gedacht, jenes „Handlungsprogramm“ auf den Weg zu bringen, das aus der verheerenden Weltkonferenz gegen Rassismus im Jahr 2001 im südafrikanischen Durban hervorging.

Da
Durban I ein Inbegriff für Antisemitismus und antiwestlichen Extremismus geworden ist, scheint die bevorstehende Durban II-Schwatzrunde zur Farce zu verkommen (Kanada und Israel haben bereits angekündigt, dass sie nicht teilnehmen werden). Und so scheinen sich verhältnismäßig wenige Experten durch die UN-typische, aufgeblasene dokumentarische Vorbereitung durchgearbeitet zu haben.

Angesichts der flauen Nachrichtenlage an diesem Tag entschloss ich mich, mir alles genauer anzusehen.


Vier Stunden später kann ich die Übung nicht weiterempfehlen. Das 5-teilige „Vorläufige Entwurfsdokument“ enthält 88 Seiten und 646 Klauseln. Die meisten davon bestehen aus Wiederholungen von Vorlagen derselben kleinen Handvoll von Themen (gut in diesem UN-Watch-Bericht aufgelistet) : (1) Rassismus gibt es überall, (2) Die Ursache dieser Probleme ist beim Westen zu suchen - wegen seines „genozidalen“ Erbes der Sklaverei und Kolonialisierung, (3) „Islamophobie“ und Diskriminierung von „Menschen afrikanischer Herkunft“ sind besonders weit verbreitet und schädlich, und (4) Israel ist ein Pesthauch für die Nationen (Die Paragraphen 114-117 in Abschnitt 1 sind zum Beispiel ausschließlich der Beschimpfung des jüdischen Staats gewidmet. Im ganzen Dokument wird kein anderes Land so herausgehoben erwähnt). In vielen Fällen werden komplette Paragraphen mehrere Male wiederholt, wie zum Beispiel ein sehr langer Roman von Jimmy Carter zu Israel, das eine „Neue Form der Apartheid“ fördert.

Lesen Sie bitte den vollständigen Artikel
hier.

Besuchen Sie bitte
NGO Monitor, UN Watch and Eye on the UN, um stets aktuell zu Durban II informiert zu sein.

Donnerstag, Oktober 30, 2008

US-Wahl: Von wem könnte das Treueversprechen stammen?

Von denen...>>>oder von denen...>>>

Oder gar von beiden?

Auflösung ganz unten. Bitte nicht spicken, sonst geht die Spannung verloren…


Ganz gleich, wer am 4. November das Rennen macht, diesen Mindeststandard sollte er wenigstens einhalten. Aktuell sieht es allerdings weder bei Republikanern noch Demokraten danach aus, dass Israel sich auf sie verlassen kann….


Hier die (von Castollux) einigermaßen vernünftig übersetzte Erklärung:

Seit mehr als drei Jahrzehnten haben Israelis, Palästinenser, arabische Führer und der Rest der Welt auf Amerika geschaut, wenn es galt, beim Bemühen für den Weg zu einem sicheren und dauerhaften Frieden die Führung zu übernehmen. Ausgangspunkt muss immer unsere enge Beziehung zu Israel sein, begründet in gemeinsamen Interessen und Werten, und eine klare, starke, elementare Verpflichtung zur Sicherheit Israels, unseres wichtigsten Alliierten und der einzigen Demokratie in der Region. Diese Verpflichtung, die von uns abverlangt, zu gewährleisten, dass Israel einen qualitativen Standard für seine nationale Sicherheit und sein Recht auf Selbstverteidigung behält, ist umso wichtiger, da wir uns wachsenden Bedrohungen in der Region stellen müssen - einem erstarkten Iran, einem chaotischen Irak, dem Wiederaufleben der Al-Qaida, der Machtfülle von Hamas und Hisbollah. Wir unterstützen die gemeinsame Absichtserklärung, die Israel 30 Milliarden Dollar für das folgende Jahrzehnt zusagt, damit es seine Sicherheit gewährleisten und erhöhen kann.


Es ist im vorrangigen Interesse aller Parteien, einschließlich der Vereinigten Staaten, dass wir eine aktive Rolle übernehmen, um zur tragfähigen Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts mit einem demokratischen, lebensfähigen Palästinenserstaat zu kommen, der sich verpflichtet, in Frieden und Sicherheit neben dem jüdischen Staat Israel zu leben. Um das zu verwirklichen, müssen wir Israel dabei helfen, jene Partner zu erkennen und zu unterstützen, die sich wahrhaftig dem Frieden verpflichtet fühlen, gleichzeitig diejenigen zu isolieren, die Konflikte und Instabilität schüren - und wir müssen auf der Seite Israels gegen jene stehen, die nach seiner Vernichtung trachten. Die Vereinigten Staaten und ihre Partner im Nahost-Quartett sollten weiterhin die Hamas isolieren, bis sie dem Terror abschwört, Israels Existenzrecht anerkennt und sich an bisher geschlossene Abkommen hält.
Eine nachhaltige amerikanische Führung im Interesse von Frieden und Sicherheit wird geduldige Anstrengungen und die persönliche Verpflichtung des Präsidenten der Vereinigten Staaten erfordern. Die Gründung eines palästinensischen Staates nach abschließenden Statusverhandlungen, zusammen mit einem internationalen Entschädigungsmechanismus, sollte die Frage der palästinensischen Flüchtlinge lösen, indem man ihnen erlaubt, sich dort niederzulassen - und nicht in Israel.

Jedem ist klar, dass es unrealistisch ist, zu erwarten, dass das Ergebnis der abschließenden Statusverhandlungen eine volle und vollständige Rückkehr zu den Waffenstillstandslinien von 1949 bedeutet. Jerusalem ist und bleibt die Hauptstadt Israels. Die Verhandlungspartner stimmten überein, dass Jerusalem Gegenstand abschließender Verhandlungen ist. Es soll eine ungeteilte Stadt bleiben, die für Menschen allen Glaubens zugänglich ist.


Und hier die Quelle.

Samstag, Oktober 25, 2008

Wann wird BAK.Shalom endlich erwachsen?

Der BAK (Bundesarbeitskreis) Shalom, Plattform der Jugendorganisation der Partei Die Linke, unterscheidet sich in einem Punkt diametral von Parteioberen wie Lafontaine, Jelpke, Paech, Wagenknecht und vielen anderen in der Mutterpartei (Gysi und Kipping ausgenommen): Er kämpft aktiv und unerschrocken gegen antiisraelische und scharf antizionistische Strömungen innerhalb seiner Partei sowie gegen die Laxheit der deutschen Politik und der deutschen Medien - selbstverständlich auch des Organs Neues Deutschland - im Umgang mit dem iranischen Klerikalregime und wird deshalb nicht selten "von oben" abgestraft und zurückgepfiffen, wie beispielsweise im Fall des "Politischen Reiseberichtes" von Prof. Dr. Norman Paech.

Umso unverständlicher die Stellungnahme von
BAK.Shalom zu kritischen Anfragen von Hans-Peter Uhl und Kristina Köhler aus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion anlässlich der Beratung zu einem gemeinsamen Antrag gegen Antisemitismus zum 70. Jahrestages der Reichspogromnacht vom 9.November 1938.

Missverständnis? Schnellschuss?

Hier ein Auszug der (ersten) Presseerklärung von BAK.Shalom zum Thema (Link zum vollständigen Text):
Mit großer Verunsicherung müssen wir beobachten, wie aus der Idee eines gemeinsamen Antrages zum Gedenken an die Reichspogromnacht vom 10. November 1938 eine parteipolitische Auseinandersetzung durch die CDU/CSU entstanden ist.
Ein fraktionsübergreifender Antrag, um einen parteiübergreifenden Konsens zu erreichen, wäre ein wichtiges Zeichen aller Demokraten gerade als klares Signal im Kampf gegen alle Formen des historischen und modernen Antisemitismus.
„Wir fordern die Union daher auf, ihre parteipolitischen Spielchen sein zu lassen und sich bis zum 09.11. auf einen gemeinsamen Text, welcher für alle Akteure akzeptabel ist, zu einigen. Eine Gleichstellung der nationalsozialistischen Taten mit der Politik der DDR ist keinesfalls akzeptabel und würde die Einmaligkeit der systematischen Verfolgung und Vernichtung von 6 Millionen Juden verharmlosen. Die Berufung eines Antisemitismus-Beauftragten ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Antisemitismus und sollte durch die Union nicht blockiert werden“ so Benjamin Krüger, Bundessprecher des BAK Shalom.
Ich kann die Haltung des BAK.Shalom in dieser Frage nicht bzw. nur sehr, sehr schwer nachvollziehen. Und ich bin ziemlich angefressen, weil ich die Arbeit des Arbeitskreises prinzipiell als eminent wichtig und überzeugend einschätze.

Gerade jetzt(!) wäre doch der richtige Zeitpunkt, sich dem Problem des "staatlich verordneten Antifaschismus" der Ex-DDR und ihrem politischen Verdrängungs-Fallout zu stellen. Doch scheint der parteiinterne (verordnete?) "Friede" wichtiger zu sein als eine klare Stellungnahme zum Antisemitismus in der Ex-DDR und dem heutigen Antizionismus der Alten, der auch seine Tücken hat, um es sehr höflich zu formulieren. Warum nicht heute eine kontrovers geführte Auseinandersetzung mit den Verwaltern des SED-Gedächtnisvereins? Vielleicht würde dies gerade jetzt eine Katharsis bewirken. Medizin schmeckt meistens sauer, aber meistens wirkt sie. Mit einer Stellungnahme wie der letzten kuscht man vor den Betonköpfen in der eigenen Partei und kehrt das Problem antiisraelischer Dispositionen bei Die Linke wieder einmal unter den Teppich, auch wenn man das bei BAK.Shalom sicher nicht will.

Erstaunlich eigentlich angesichts des Israel-Engagements von BAK.Shalom. Ergibt sich hier nicht ein Widerspruch? Lachen sich Leute wie Norman Paech, Sahra Wagenknecht und Ulla Jelpke jetzt nicht ins Fäustchen? Und wo bitte ist die Gleichstellung nationalsozialistischer Taten mit der Politik der DDR seitens der CDU/CSU zu erkennen? Einfach lächerlich. Das sieht eher nach dem ebenso billigen wie hilflosen Versuch aus, eine kritische Anfrage abzublocken, indem man dem Fragesteller unlautere Motive unterstellt. Fehlt nur noch, dass man Frau Köhler, Herr Uhl und Herr zu Guttenberg in die rechte Ecke stellt...; eigentlich eher eine beliebte Masche der stalinistischen Fraktion. Von der ist man das gewohnt, aber vom BAK?

Ein befreundeter Journalist und Blogger, wie ich Sympathisant des BAK, schrieb mir gestern:
Ich kann das ebenfalls nicht nachvollziehen. Man könnte zwar darauf hinweisen, dass die Erklärung der CDU/CSU zur Entschädigung der Juden in der DDR auf die alte Bundesrepublik auch zutrifft, wenn auch in einer anderen Art und Weise. Das tut der BAK aber nicht; stattdessen schreibt er, die CDU hätte die DDR mit dem Nationalsozialismus gleichgesetzt. Das hat sie in der Erklärung, um die es geht, aber nicht getan. Schon seltsam, wie eine Gruppierung, die sich dem Kampf gegen den Antisemitismus auch in den eigenen Reihen verschrieben hat, jetzt plötzlich den Schwanz einzieht. Offenbar geht den Damen und Herren des BAK die Parteiräson bisweilen doch über alles.
Dies trifft den Nagel auf den Kopf und schlüssiger geht es auch kaum. Wann emanzipiert sich BAK.Shalom endlich von der Parteispitze?