Samstag, August 01, 2009

Grüne Sekte (?) und einer ihrer Adlaten?

Liebe Leser,

auf BLOG GRÜN-(P) PUR meint Adlatus Jörg Rupp, alles in die Waagschale werfen zu müssen, was Tübingens OB Boris Palmer, die Langer-Affäre betreffend, zur Ehre gereichen solle. Ich hatte ihm dazu ein paar höfliche und passende Worte in seinen Kommentarbereich geschrieben. Das Ergebnis: Stures Beharren, Gegenangriff und kindische Ausflüchte.

Daraufhin habe ich ihm Folgendes geschrieben:

Sehr geehrter Herr Rupp [Abbildung; Quelle],

sind wir uns dahingehend einig, dass wir beide Frau Anetta Kahane sehr schätzen - eine sehr mutige Frau, die hin und wieder bei MUT veröffentlicht (Sie kennen die engagierte Seite sicher, die ich selbst für meine Arbeit verwende)?


Gut.

Dann lege ich Ihnen jetzt vor, was Frau Kahane gesagt hat, und ich denke, Sie werden nichts dagegen haben:
"Die Grünen haben aber auch Bürgermeister, natürlich im Westen, so wie in der Stadt Tübingen. Dort gab es einen anderen Fall von Gefühllosigkeit, der freilich kein Menschenleben kostete, aber mit einem totalitären Anspruch auf Wahrheit spielt, der sehr vielen Menschen das Leben gekostet hat. Es handelt sich um die Entscheidung des Bürgermeisters, eine Frau für das Bundesverdienstkreuz vorzuschlagen, die sich mit den übelsten Antisemiten und Mördern verbündet, sie erklärt und verteidigt, um die ohne jeden Zweifel bestehenden Probleme und Missstände in Israel anzuprangern.

Diese Frau heißt Felicia Langer, ist Anwältin, arbeitet aber heute vor allem als Anklägerin Israels. Am liebsten tut sie dies in Deutschland, wo sie ein dankbares Publikum findet. Nun, anprangern, warum nicht? Das Problem jedoch - sie ist keine Demokratin. Ihre Argumentation, ihre Haltung und ihre Gesinnung erinnert daran, dass sie Mitglied des Zentralkomitees der kommunistischen Partei Israels war.

Dabei ist es wirklich egal, ob sie ihre bipolare, von Antiimperialismus und Klassenkampf geprägte Weltsicht als Jüdin oder Nicht-Jüdin vorträgt. Ihr Menschenbild, von Israelfeinden hoch gelobt, vor allem von Tübingens Bürgermeister, entsprach vollkommen dem in der DDR propagierten. Felicia Langer wurde von Erich Honecker persönlich eingeladen, die beiden vereinte eine Art Humanismus zu der auch die Unterstützung antisemitischer Terroristen wie Abu Nidal und sein Trupp gehörte, die überall auf der Welt Attentate gegen jüdische Einrichtungen mit etlichen Toten verübt hatten.


Dass heute ein grüner Bürgermeister stellvertretend für eine in der Linken weit verbreiteten Atti-tüde Langer als Symbol des Humanismus preist und der Bundespräsident ihr das Verdienstkreuz verliehen hat, zeugt ebenso von einem eigenartigen Verständnis für Empathie und Geschichte. Genauso wie nach der Ermordung der jungen Frau in Dresden.

Ethisch, menschlich und sogar politisch richtig wäre es gewesen, wenn diejenigen, die sich gegen Rassismus und Rechtsextremismus einsetzen und dem Mord an Marva anprangern, auch gegen die Ehrung von Felicia Langer protestiert hätten. Und die Freunde Israels, auch die kritischen, hätten gut und gern auch etwas mehr Bereitschaft zeigen können, die Lage ganz normaler Muslime anzuerkennen und etwas Mitgefühl nach dieser schrecklichen Tat zeigen können. Dass dies leider weitgehend ausgeblieben ist, zeigt wie nah sich Ost und West inzwischen gekommen sind. Oder wie wenig sie mitunter trennt."


Anetta Kahane

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Hier der Link (bitte etwa zur Mitte nach unten scrollen).

Ist Frau Kahane verrückt, irrt oder pauschalisiert sie, was Sie mir und anderen unterstellen? Können wenigstens Frau Kahanes Worte an Ihrer grenzenlos äquidistanten Selbstgerechtigkeit und scheinbar unverrückbaren Enkulturation etwas ändern? Oder denken Sie, dass Frau Kahane keine eigene Meinung hat?

Beste Grüße
Bernd Dahlenburg, M.A.
Evang. Theologe / Freier Redakteur

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P.S: Sprechen wir doch endlich sachlich darüber, was Frau Langer für das BVK "qualifizierte". Manchmal kann es auch nicht schaden, Fehler einzugestehen. Das praktizieren wir im täglichen Leben doch auch so, nicht wahr? Ist "Grün Sein" eine unhinterfragbare Religion? Oder gar eine Sekte, die alles abblockt, was nicht in ihr weltanschauliche Raster passt?

Geben Sie sich und Ihrer Partei eine Chance zur Aufrichtigkeit!

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Hattip:
Tobias

Und bitte nicht vergessen: Unterstützt FreeIranNow!

Update, 5. August 2009: Herr Rupp hat keinen Lernbedarf. Deshalb hat er mir (u.a.) mitgeteilt, dass meine nächsten Kommentare gelöscht werden. So läuft das bei grünen IT-Spezialisten wie ihm: Wenn seine Festplatte einen Crash hat macht er andere dafür verantwortlich.


Donnerstag, Juli 30, 2009

Claus Klebers bombige Fehlzündung

Gleich mehrmals war sie gestern angekündigt worden und sollte das ZDF-Highlight des Abends werden - Claus Klebers und Helga Andersens sündhaft teure Dokumentation Die Bombe, Atomwaffen außer Kontrolle

Ich habe den ersten Teil gestern gesehen und ziehe schon jetzt mein Fazit: Vergeudete Zeit.

Das erste Mal fällt Kleber unangenehm auf, als er eine Soldatin im Bunker der amerikanischen Malstrom Air Base mit hämischem Zungenschlag nachäfft und ihr attestiert, sie wäre zur Maschine mutiert und würde ihren Text runterrattern, nur weil sie schüchtern ihren patriotischen Gedanken Ausdruck verleiht, und er schickt ein "sie müssen ja noch funktionieren, bevor sie sterben" voraus, so, als wären Einsatzbefehle eines demokratischen Präsidenten zynischer als die eines russischen Kommandeurs, den er Minuten später (diesmal ohne kritische Nachfrage) eine Raketenabschussrampe streicheln lässt.

Hendrina Khan, die Frau des Atomschmugglers Abdul Qadir Khan, darf vor der Kamera ungehindert die USA als einen Staat brandmarken, der an nichts anderes gedacht habe als Japan mit A-Bomben auszulöschen. Ob der Abwurf der zwei Bomben nicht doch aus ganz anderen Motiven bzw. Überlegungen geschah, unterlässt Claus Kleber in seiner Nachbearbeitung. Wie schrecklich aber auch, dass die Vereinigten Staaten die Bombe vor Hitler und Japan hatten!

Wenn Herr Kleber den scheidenden IAEA-Chef El-Baradei über den grünen Klee lobt und sagt, dass dieser 12 Jahre lang versucht habe, die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern, muss man an der Seriosität dieser "Dokumentation" endgültig massive Zweifel hegen.

El-Baradei hat mit Ali Larijani, dem damaligem Verhandlungsführer des Iran bei der IAEA und heutigen Parlamentspräsidenten des Mullahregimes, eng zusammengearbeitet. Und er hat auf Proteste des iranischen Regimes (!) reagiert, indem er Chris Charlier, den hartnäckigsten Inspekteur des iranischen Atomprogramms, von einem Tag auf den anderen Büroklammern zählen ließ, also schlicht rausschmiss. Chris Charlier gibt heute keine Interviews mehr. Warum? Das kann man an fünf Fingern abzählen. Wieder keine Nachfrage Klebers, während er gemütlich mit Baradei durch Manhattan schlendert.

Am Ende dieser ersten Folge kommt Kleber zu einer merkwürdigen Schlussfolgerung: Die "Großen" müssten damit anfangen, umzudenken und ihre A-Waffen abzuschaffen.

Eine naivere Einschätzung habe ich selten gehört: Abgesehen davon, dass die USA und Russland ihre START-Gespräche fortsetzen wollen (was Kleber abermals ignoriert), tut der ZDF-Anchorman so, als würden islamistische oder andere brachialideologisch ausgerichtete Staaten auf Atomwaffen verzichten, wenn rational agierende Demokratien diesen Schritt zuerst vollzögen.

Klebers Denkweise ist nicht nur überaus töricht sondern auch brandgefährlich. Kein Wunder, dass er Obama im Geiste zustimmt.

Teil 2 und 3 dieser GEZ-Gebührenvernichtungsaktion werde ich nur periphär verfolgen, wenn überhaupt.

Update: Teil 2 hat Heplev
sich angetan.

Mittwoch, Juli 29, 2009

Felicias Apartheidfantasien(?) und die Realität

Liebe Leser, wie Sie wissen, bezeichnet Felicia Langer Israel als Apartheidstaat und zieht dabei das Südafrika vor der Machtübernahme des ANC zum Vergleich heran. Warum Sie ihren Preis bekam und von wem wissen wir mittlerweile auch.

So in etwa könnte
ein heute veröffentlichter Bericht aussehen, wenn er von Langers Steilvorlagen ausginge:
Unruhen und Massenstreiks erschüttern Israel:

Die arabische Bevölkerung fordert von Präsident Peres endlich einen ernsthaften Kampf gegen die Armut. Doch die Regierung - bald 180 Tage im Amt - ist immer noch in Feierlaune. Und hat sich protzige neue Dienstwagen bestellt und ein Riesenkabinett aufgeblasen.

Die Angst vor ähnlich fremdenfeindlichen Unruhen wie seit 1948 wächst. In Haifa wurden in der vergangenen Woche bereits die Geschäfte drusischer und arabischer Händler verwüstet und geplündert. In Jerusalem gingen die Shops christlicher Devotionalienhändler in Flammen auf. Bürgermeister Nir Barkat versetzte die Sicherheitskräfte der Stadt in "höchste Alarmbereitschaft", um das Wiederaufflammen von Pogromen wie vor einem Jahr zu verhindern. [...]


Netanyahus Likud-Blog ist aufgeschreckt. Ex-Gorilla Lieberman, in Netanyahus Kabinett zuständig fürs Grobe und die Koordinierung der Innenpolitik, sagte öffentlich: "Irgendetwas haben wir falsch gemacht. Wir müssen aufwachen und umsteuern." Sein Kabinettskollege Moshe Ya'lon sieht das allerdings viel gelassener: "Es ist undenkbar, dass die Menschen gegen Bibis Regierung revoltieren, die sie erst vor gerade mal 6 Monaten ins Amt gewählt haben." Schuld an dem Desaster sei Netanyahus Vorgänger-Regierung unter dem geschassten Premier Ehud Olmert.

Und nun zum Staat, um dessen Apartheidprobleme es wirklich geht.
Unruhen und Massenstreiks erschüttern Südafrika:

Die schwarze Bevölkerung fordert von Präsident Jacob Zuma endlich einen ernsthaften Kampf gegen die Armut. Doch die Regierung - bald 100 Tage im Amt - ist immer noch in Feierlaune. Und hat sich protzige neue Dienstwagen bestellt.


Die Angst vor ähnlich fremdenfeindlichen Unruhen wie im vergangenen Jahr wächst. In Balfour wurden in der vergangenen Woche bereits die Geschäfte äthiopischer und pakistanischer Händler verwüstet und geplündert. In Kapstadts Township Gugulethu gingen die Shops somalischer Asylanten in Flammen auf. Bürgermeister Dan Plato versetzte die Sicherheitskräfte der Stadt in "höchste Alarmbereitschaft", um das Wiederaufflammen von Pogromen wie vor einem Jahr zu verhindern.

Zumas ANC-Partei ist aufgeschreckt. Ex-Finanzminister Trevor Manual, in Zumas Regierung für die Koordinierung der gesamten Regierungspolitik verantwortlicher Minister, sagte öffentlich: "Irgendetwas haben wir falsch gemacht. Wir müssen aufwachen und umsteuern." Sein Kabinettskollege Tony Sexwale sieht das allerdings viel gelassener: "Es ist undenkbar, dass die Menschen gegen Zumas Regierung revoltieren, die sie erst vor gerade mal drei Monaten ins Amt gewählt haben." Schuld an dem Desaster sei Zumas Vorgänger-Regierung unter dem geschassten Präsidenten Thabo Mbeki.
So viel zur Apartheidinterpretation einer BVK-1-Trägerin. Was sagt das aber darüber hinaus über diejenigen aus, die sie für das Kreuz vorgeschlagen haben und es ihr anhefteten? Und was sagt das über diejenigen aus, die ihr applaudieren?

Dienstag, Juli 28, 2009

Iranischer Schwimmer verschnupft

Mein Appell an alle Versteher des iranischen Regimes: Kommt bitte nicht wieder mit der ollen Kamelle, dass die Angehörigen eines iranischen Sportlers im Teheraner Evin-Gefängnis oder in sonstigen Folterkellern schmachten müssen, wenn er gegen israelische Kollegen antritt. Die Athleten wissen vorher, dass bei einem großen Sportereignis die Wahrscheinlichkeit besteht, auf einen Israeli zu treffen bzw. sie kennen die Startzuteilungen. Also handelt es sich um eine bewusst politische Geste.

Israelnetz

Schwimm-WM: Iranischer Sportler sagt Wettkampf gegen Israeli ab

ROM (inn) - Ein iranischer Schwimmer hat am Dienstagmorgen seine Teilnahme an einer Qualifikationsrunde bei den Weltmeisterschaften in Rom verweigert. Der Grund: Mit Mohammad Alirerzaei sollte auch ein Israeli ins Becken steigen. Der Iraner hatte bereits bei den Olympischen Spielen in Peking vor einem Jahr seinen Start kurzfristig abgesagt.

Wie die Tageszeitung "Jediot Aharonot" meldet, erschien Alirerzaei zur Qualifikation für die 50 Meter Brustschwimmen der Herren nicht beim Schwimmbecken. In dieser Runde ging auch der Israeli Mickey Malul an den Start. Und wie der Untertitel der Aufnahme rechts zeigt, ist Herr Alirezaei Wiederholungstäter.

Am Montag war hingegen der Iraker Saif Alaslam Said al-Saadi über 100 Meter Rücken an der Seite des israelischen Athleten Itai Chammah angetreten.
Berichten zufolge war er sich zuvor nicht darüber im Klaren, dass er gleichzeitig mit dem Israeli ins Becken musste, weil sich dieser erst spät angemeldet hatte.

Kein neues Phänomen
In Peking hatte der Iraner Alirerzaei nicht an dem Vorlauf für die 100 Meter Brustschwimmen teilgenommen. Als Begründung gab er eine Krankheit an. Für den Wettbewerb hatte sich auch der israelische Schwimmer Tom Be´eri angemeldet. Das Internationale Olympische Komitee akzeptierte damals die Absage und teilte mit, es habe keinen Verstoß gegen die Richtlinien gegeben.

Bereits bei früheren Sportveranstaltungen hatten iranische Athleten ihre Teilnahme zurückgezogen, sobald sie auf israelische Konkurrenten trafen. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen weigerte sich ein iranischer Judoka, gegen einen Israeli zu kämpfen. Er sorgte dafür, dass sein Körpergewicht die Vorgaben seiner Klasse überschritt und wurde in der ersten Runde disqualifiziert. Im Iran wurde er vom damaligen Präsidenten Mohammed Chatami wie ein Goldmedaillengewinner geehrt. Sowohl der Internationale Judoverband als auch das Internationale Olympische Komitee sahen davon ab, den Sportler Arasch Miresmaeili zu bestrafen.

Montag, Juli 27, 2009

Iran: Gefährliche außenpolitische Überraschungen inklusive

Heute, da bei vielen Menschen die Hoffnung steigt, dass die politischen Umwälzungen im Iran unweigerlich zu positiven Auswirkungen auf das dortige Regime führen, ist eine Warnung an den Westen angebracht: Wenn nahöstliche Staaten keinen Ausweg mehr sehen, tendieren sie dazu, blindlings außenpolitische Konflikte auszulösen.

Die arabische Welt hat in ihrem Bemühen, übermäßig viel Aufmerksamkeit auf Israel und dessen Konflikt mit den Palästinensern zu richten, erfolgreich das Ziel verfolgt, von innenpolitischen Schwierigkeiten abzulenken. Die iranische Regierung folgt allem Anschein nach dieser Taktik, was eigentlich nicht überrascht - Diktaturen reagieren meistens in dieser Form.


Selbst als Präsident Obama sich krampfhaft mühte, der Welt zu zeigen, dass die USA nicht hinter den politischen Veränderungen im Iran steht (siehe Karikatur oben rechts), warnte der Iran die Amerikaner davor, sich in seine inneren Angelegenheiten einzumischen. Dies führte zu weiteren Spannungen und dämpfte darüber hinaus die Aussicht auf erfolgreiche Weiterverhandlungen über das iranische Nuklearprogramm.

Wenn interne Spannungen anhalten oder zunehmen - und die Zukunft des Khamenei-Regimes ist ebenso unsicher wie nach dem Ende der Wahlen -, entwickeln sie eine Eigendynamik, die schnell zu hässlichen Ergebnissen führt.


Der Iran konnte z.B. die Beziehungen zu Großbritannien dramatisch verschlechtern und sich darauf verlassen, dass die Briten zu schwach für eine harte und entschlossene Antwort sind. Im März 2007 schnappten sich die Iraner mit Waffengewalt 15 britische Seeleute, hielten sie fast zwei Wochen fest und behaupteten, diese wären in iranisches Hoheitsgewässer "eingedrungen".


In beiden Fällen, diesem und der Inhaftierung britischer Botschaftsangehöriger, drohten die Briten mit ernsthaften Konsequenzen als Reaktion auf die iranischen Einschüchterungsversuche, gaben dann aber klein bei, sobald ihre Staatsangehörigen wieder frei waren.

Der Terror-Exporteur
Als größter staatlicher Terror-Promoter könnte der Iran seine Hilfstruppe Hisbollah mörderische Anschläge ausüben lassen. Die Hisbollah-Zellen operieren weltweit. Und vor kurzem warnte der stellvertretende New Yorker Polizeichef für Terrorbekämpfung, dass die Hisbollah gefährlicher sei als Al-Qaida.

Wenn die iranische Führung zum Ergebnis kommt, dass ihr politischer Unterbau nicht mehr trägt, wird sie Aktionen durchführen (lassen), die die Aufmerksamkeit der Internationalen Gemeinschaft umlenken, gleichzeitig wird sie die Opposition im eigenen Land noch brutaler unterdrücken und verfolgen.


Aktionen dieser Art können z.B. große Terroranschläge sein wie jener 1994 in Buenos Aires auf das Zentrum der Jüdischen Gemeinde. An der israelischen Nordgrenze könnten durch von der Hisbollah initiierte Anschläge neue Feindseligkeiten ausbrechen, erst recht, nachdem die „Partei Gottes“ bei den libanesischen Wahlen keine Mehrheit erringen konnte und sich weiterhin auf die Führerschaft Khameneis eingeschworen hat.


Dazu das iranische Atomprogramm und das Streben nach der Bombe: Israel hat mit großer Sorge darauf hingewiesen, dass der Iran sein Nuklearprogramm weiter beschleunigt. Wenn die Verhandlungen darüber weiterhin stocken, könnten sich die USA oder Israel gezwungen sehen, das Problem militärisch zu lösen.


Es handelt sich hier um Worst-Case-Szenarien, aber man bedenke, wie die inneriranischen Umwälzungen allerorten zu Unachtsamkeit führen könnten. Die westlichen Staaten sollten auf Szenarien wie die oben angesprochenen vorbereitet sein. Washington muss bei informellen und öffentlichen diplomatischen Verhandlungen härter auftreten, so wie es die Vorgängerregierungen im Balkan und Haiti erfolgreich praktiziert haben. Es muss der iranischen Führung klar zu verstehen geben, dass es weiß, was im Ernstfall zu tun ist und keine taktischen Manöver duldet.


Von Castollux ins Deutsche übertragen aus Christian Science Monitor. Autor: Joshua Gleis

Crossposting mit FreeIranNow!

Samstag, Juli 25, 2009

Tübinger Erkenntnistheoretiker auf der Palme

Waldorf-Absolvent und Einser-Wonk Boris Palmer, seines Zeichens Oberbürgermeister der schläfrig-beschaulichen Theologenstadt Tübingen und Grünen-Mitglied, ist recht fix, wenn es gilt, anderen Menschen das Odeur des Denunziantentums anzuhängen, weil diese sich kritisch mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Frau Felicia Langer auseinandersetzen.

Im Bild rechts: OB Palmer mit Helmut Schmidt und Weltethos-Synkretist Hans Küng

Warum ist OB Palmer so schnell auf der Palme - und was hat ihn geritten, wenn er unflätige Briefe von Spinnern, die in seinem Büro eintreffen, unzulässig in einen Zusammenhang mit Henryk M. Broders journalistischer Tätigkeit setzt? Hilflosigkeit angesichts seiner übereilten oder unbedachten Vorgehensweise? Oder gehört er einfach nur zu den Menschen, die aus politischen Erwägungen heraus konsequent an Fehlern festhalten, auch wenn sie selbst vielleicht schon begriffen haben, dass eine Richtigstellung oder Entschuldigung längst überfällig wäre?


Dumm nur, dass er nicht gewillt oder in der Lage ist, 5 glasklare und einfache Fragen zu beantworten, die Henryk M. Broder ihm am 21. Juli 2009 im Zusammenhang zur Langer-Affäre gestellt hatte:
1) War ihnen zum Zeitpunkt des Antrags, Frau Langer das BVK zu verleihen, bekannt, dass Frau Langer vor drei Jahren den “Menschenrechtspreis” der “Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e.V.” erhalten hat, einer Vereinigung ehemaliger Stasimitarbeiter?

2) War oder ist ihnen bekannt, dass Frau Langer die Rede des iranischen Präsidenten bei der “Durban-2-Konferenz” in Genf ausdrücklich als einen Beitrag zum Frieden gelobt hat, während sie in den meisten Medien vor allem als antiisraelische Hetze aufgenommen wurde?

3) Sind ihnen die Gründe bekannt, die Frau Langer bewogen, 1990 von Israel in die Bundesrepublik zu ziehen?

4) Kennen sie einen einheimischen deutschen Kommunisten, der für seinen Einsatz um die Menschenrechte mit dem BVK Erster Klasse ausgezeichnet wurde?


5) Sind ihnen die Fälle “Hans Ernst Schneider alias Hans Schwerte* und “Heinrich Wilhelm August Bütefisch** bekannt?
Um es vorweg zu nehmen: Herr Palmer hat keine Frage beantwortet…

…ist aber, wie er Broder gegenüber in seiner Antwort (ebenfalls am 21. Juli [gleicher Hyperlink wie oben]) zum Besten gibt, allergisch gegen „Suggestivfragen“, macht davon jedoch selbst ungeniert Gebrauch.

Kostprobe:
Sind Sie nicht auch der Meinung, dass ich sofort zurücktreten müsste, wenn ich sagen würde: “Wir haben Hitler und Stalin überlebt, wir werden auch Ahmadinedschad und Henryk M Broder überleben”?
So antwortet jemand, der schon im Ansatz zu erkennen gibt, dass er nicht im Geringsten gewillt ist, sein Handeln aufrichtig zu reflektieren geschweige denn Konsequenzen daraus zu ziehen, ja, er wittert sogar Rücktrittsforderungen, obwohl von ihm lediglich erwartet wird, dass er seinen Vorschlag für Frau Langers Nominierung einer gründlichen Prüfung unterzieht. Mehr (vorerst) nicht.

Wie so oft bei schärpenbehängten politischen Amtsträgern kommt immer dann kindischer Hochmut ins Spiel, wenn Sprachlosigkeit einsetzt ob des Gegenwindes, der ihnen ins Gesicht bläst. Oder wie sonst ist es zu erklären, dass der ehemalige Student für Geschichte(!) nicht im Traum daran denkt, Frau Langers Äußerungen während der letzten Jahre einer vorurteilslosen Überprüfung seinerseits auszusetzen?

Herr Palmer hat geifernde Fürsprecher, die ein gerüttelt Maß antiisraelische und antisemitische Hasspropaganda versprühen, und das nicht zu knapp. Lässt er sich etwa vereinnahmen? Kaum zu glauben, oder doch?

Broders hartnäckiges Insistieren, ob Boris Palmer denn wisse, dass Frau Langer ein “Vorwort” zu einem Buch des Düsseldorfer Politikers Jamal Karsli geschrieben hat, der mit seinen antisemitischen Äußerungen zuerst die Grünen und dann die FDP in Nordrhein-Westfalen kompromittiert hatte und die Nachfrage, ob er dann noch bei seiner Einschätzung bleibe, Frau Langer sei keine Antisemitin, hinterlässt bei Palmers permanent gutem Gewissen keinerlei Denknarben, denn, so lässt er arrogant mit der Chuzpe eines Besserwissers verlauten, der nicht nur dem Parteibuch nach, sondern auch sonst ziemlich grün hinter den Ohren und vorwitzig ist:
An meiner Meinung ändert sich auch durch diesen weiteren Scheinbeleg nichts. An meiner Meinung zu Ihrer Interviewtechnik auch nicht. Statt Suggestivfragen (Schon wieder „suggestiv“ [Anm.: Castollux]) könnten Sie ja doch echtes Erkenntnisinteresse zeigen.
Schön, wenn OB Boris Palmer uns an seinen erkenntnistheorethischen Überlegungen teilhaben ließe, die er selbst wortwörtlich ins Spiel bringt und die da lauten:
Wieso unterstützt ein grüner Oberbürgermeister diese Ehrung?
Welche persönliche Geschichte hat er?
Wie gut kennt er Frau Langer?
Herr Palmer: Wir warten auf Ihre Einführungsvorlesung zum Thema „Erkenntnistheorien“. Den Platz in der ersten Reihe haben Sie sicher! Und ganz ehrlich: Auf das mit der "persönlichen Geschichte" freuen wir uns ganz besonders.

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* und **: Die Hyperlinks zu Schwerte und Bütefisch habe ich gesetzt; sie stammen nicht von H.M. Broder.

Donnerstag, Juli 23, 2009

"Sorry, aber da mische ich mich nicht ein!"

Braucht man nicht groß zu kommentieren. Es spricht für sich.

Hinweis zum Text am unteren Bildrand:
“To meddle” heißt so viel wie “[sich] ungefragt einmischen“.

Quelle: MEMRI

Crossblogging mit FreeIranNow!

Mittwoch, Juli 22, 2009

Soldaten sprechen Klartext zu “Breaking The Silence“

Die Anschuldigungen gegenüber der IDF, sie habe Fälle schweren Vergehens gegen die Zivilbevölkerung während des Gaza-Krieges zu verantworten, nehmen an Zahl zu. Doch während Breaking the Silence nebulöse Aussagen von 30 nicht identifizierten Soldaten verwendete, um politisches Kapital daraus zu schlagen, befanden sich Tausende weitere Soldaten bei der Operation Gegossenes Blei im Einsatz.

Viele fühlen sich äußerst ungerecht behandelt, weil sie durch die haltlosen Anschuldigungen ihren Einsatz und die Vorgehensweise der IDF entstellt dargestellt sehen. Anders als die kleine Zahl Anonymer bei Breaking the Silence verbergen diese Soldaten ihre Identität nicht. Sie möchten deutlich machen, wie sie den Krieg erlebt haben. Bitte klicken Sie dazu bitte auf die Webseite Soldiers Speak Out und dort auf die einzelnen Porträts. Alternativ bitte auf die Abbildung unten und dann die Porträts klicken.


Quelle: HonestReporting

Samstag, Juli 18, 2009

Felicias Schatzkästchen

In meinem letzten Beitrag wollte ich Ihnen, verehrte Leser, nicht zuviel Zitate zumuten – deshalb hier Felicias "Kompendium". Einige von ihnen werden über Honestly Concerned schon eine Vorabversion bekommen haben.

Ich stelle hier die Zitate noch einmal schön übersichtlich ein.


Sie werden staunen, was Sie bisher möglicherweise versäumt haben. Karl Kraus hätte seine Freude daran:

„Mein Herr (In diesem Fall ’Meine Dame’), wenn Sie nicht schweigen, werde ich Sie zitieren!"

26. November 2000 - Felicia Langer über die Deutschen und Israel:
...In der Tat sind die Deutschen, gerade wegen ihrer Vergangenheit, dazu verpflichtet, sich überall dort einzumischen, wo Menschenrechte verletzt werden. Sie haben schon einmal geschwiegen, wenn auch in einer anderen Zeit und unter anderen Umständen. Das Schweigen angesichts von Unrecht hat vor allem dann, wenn es den Opfern helfen könnte, die Stimme zu erheben, einen Beigeschmack von Mittäterschaft.

Wir, die Israelis, die Juden, können keinerlei Recht beanspruchen, als Opfer von gestern Täter von heute zu sein. Das Testament unserer Toten, der Toten des Holocaust, macht eine klare Aussage. Wir haben auch kein Recht, die Schuldgefühle der Deutschen zu funktionalisieren, so wie Israel das tut, und sie, was unsere Taten angeht, zum Schweigen zu verurteilen, damit wir ungestört, jeder Einmischung und Kritik entzogen, die Palästinenser unterdrücken können.

Wer behauptet, dass man die Menschenrechtsverletzungen Israels, die dem Völkerrecht zuwiderlaufen, nicht anprangern dürfe - also etwas nicht tun dürfe, was die Menschenrechtsorganisationen in Israel und in der Welt schon seit Jahren tun -, weil das Antisemitismus sei, wer das behauptet, der lügt wissentlich, frech und erpresserisch, um die Stimmen der Kritik zum Schweigen zu bringen...

F. Langer im Muslimmarkt-Interview:
...Ich habe schon seit langem gesagt, noch lange vor den aktuellen Ereignissen, dass viele unserer führenden Persönlichkeiten in Israel und die Generäle und auch der (Verteidigungsminister) Barak, ja insbesondere der Barak, an den Internationalen Gerichtshof in Den Haag gehören. Sie sollte dort angeklagt und abgeurteilt werden für ihre Kriegsverbrechen, das vertrete ich schon seit langem...

...Selbst wenn man über das Recht auf Selbstverteidigung spricht - und ich will and dieser Stelle betonen, dass ich gegen die Raketen bin, die man aus dem Gaza abfeuert - aber selbst wenn man über Selbstverteidigung spricht, so gibt es so etwas wie eine Verhältnismäßigkeit.

Aber wenn man Menschen in solch einem Käfig hält, in einem kolossalen Gefängnis, in einem kolossalen Ghetto, für Monate und länger, total blockiert, ohne geeignete medizinische Hilfe - noch vor den Bomben sind 260 Menschen gestorben, weil sie keine adäquate medizinische Hilfe bekommen haben - muss man sich nicht wundern.

Jeder, der etwas von Politik versteht, weiß, wie weit al-Qaida und auch RAF von Hamas entfernt ist...

...Ich äußere mich nicht zur Beurteilung innerhalb des deutschen Rechtssystems, aber es liegt eindeutig ein israelischer Verstoß gegen das Völkerrecht vor, und die deutsche Unterstützung ist ebenfalls ein Verstoß gegen das Völkerrecht....
FL auf der gleichen Seite zur Gefahr antisemitischer Aktionen:
...Ich bin auch eine Jüdin und bin Israelin. Ich akzeptiere nicht, dass man nicht versteht, dass solche Aktionen zwangsläufig Antisemitismus erwecken, es erweckt antijüdische Gefühle, das ist doch klar...

Langer zum Bush-Besuch im Juli 2006
...Wehe den von ihnen Befreiten!

Die durch Israel mit ihrer Unterstützung missachtete Resolution (242) könnte doch zum Frieden führen - ein Segen für Israel-Palästina! Die Palästinenser sind schon seit Jahren dazu bereit, jetzt auch die Hamas, die die 2-Staaten-Lösung akzeptiert hat. Sie haben die Bereitschaft der Hamas nicht begrüßt, obwohl sie die de facto Anerkennung von Israel bedeutet, weil Israel es nicht getan hat.

Wir sind nicht antiamerikanisch, Mr. President, wie auch die Millionen Amerikaner, die ihre Politik ablehnen und verurteilen, nicht antiamerikanisch sind! Und diejenigen, die die israelische Politik der Besatzung und Unterdrückung verurteilen im Namen von Gerechtigkeit keine Antisemiten sind! Die proisraelische Lobby diffamiert sie als Antisemiten, um die Stimmen der Verurteilung Israels zum Schweigen zu bringen...

Langer bei Muslimmarkt: Für das Menschenrecht auf Frieden
ich komme aus dem Brandherd Nahost, aus Israel, wo man Gewaltanwendung bei Konflikt-Lösungen offiziell glorifiziert….

Das palästinensische Volk lebt unter Tyrannei und Unterdrückung, unter der kolonisatorischen israelischen Besatzung seit fast 40 Jahren. Seine Menschenrechte sind nicht durch die Herrschaft des Rechtes geschützt, so wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte es fordert, […] werden mit Füßen getreten, in einem Apartheidregime, dass der Besatzer entwickelt hat. „Israel praktiziert, was Südafrika aufgegeben hat“ (FL zitiert hier den UN-Gesandten John Dugard)

Auch die Hamas ist jetzt für die Zwei-Staaten-Lösung, was de facto eine Anerkennung Israels bedeutet. Und das ist die Kompromissbereitschaft, weil es bedeutet, dass die Palästinenser sich mit ca. 22 % des historischen Palästina begnügen.

Aber wir wollen eine Gewaltfreiheit jetzt im Sinne des Pazifismus...[…] Seit 55 Jahren baue ich eine Brücke des Friedens zu den Palästinensern...

Langer im Freitag-Interview (pdf-Datei öffnen und ein wenig runterscrollen) zum Gazakrieg:
Kein Platz unter der Sonne - Im Gespräch: Die israelische Autorin und Menschenrechtsaktivistin Felicia Langer über einen Krieg, der die Palästinenser zur völligen Kapitulation zwingen soll).
Auch: http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/005470.html
...Die jetzige israelische Regierung will das palästinensische Volk in eine Kapitulation treiben und dermaßen unterwerfen, dass jede Lösung - und sei es ein palästinensischer Staat, der nur aus ein paar Bantustans besteht - diktiert werden kann. Das heißt, die Palästinenser sollen soweit gebracht werden, in ihrer Verzweiflung und Frustration jede Lösung anzunehmen, die ihnen Israel präsentiert. Insofern erleben wir nicht nur einen Krieg gegen Hamas, sondern gegen alle Palästinenser...
Zur Position von Kanzlerin Merkel
...Für mich ist das eine skandalöse und völkerrechtswidrige Position. Auch Frau Merkel müsste wissen, dass Israel gegen die IV. Genfer Konvention verstößt, die besagt, dass eine Besatzungsmacht Fürsorgepflichten für die von ihr besetzten Gebiete und die dort lebende Bevölkerung hat - und das gilt für Gaza, solange es keinen souveränen Palästinenser-Staat gibt und Israel die volle Kontrolle über dieses Gebiet ausübt. Deutschland hat die IV. Genfer Konvention unterzeichnet und kann sich nicht einfach hinter Israel stellen, wenn dessen Regierung so handelt wie jetzt. In Wirklichkeit leistet Merkel Israel einen schlechten, um nicht zu sagen schrecklichen Dienst, sie verteilt Streicheleinheiten, anstatt zu sagen: Man muss verhandeln, auch mit Hamas...

...Erst massiver internationaler Druck wird Israel davon überzeugen, damit auf eine Weise Schluss zu machen, dass ein lebensfähiger Staat entsteht. Leider bewirkt die deutsche Außenpolitik das Gegenteil - genau genommen leistet sie dem Krieg Vorschub. Was Frau Merkel sagt, ist nicht nur skandalös, sondern auch gegen das gerichtet, was die israelische Friedensbewegung will. Ja, Israel hat ein Recht auf seine Sicherheit, aber der Weg dorthin führt nicht über palästinensische Leichenberge...

Langer in Linz im April 2009
...Israel betreibt eine rassistische Politik. ... Bei den Massakern in Gaza sagte Lieberman, wie die Amerikaner die Japaner besiegt haben. ... Er ist für einen Transfer von 20 Prozent der Bevölkerung. Der Polizeiminister ist auch von Liebermanns Partei. Netanjahu ist ähnlich wie Lieberman. ... Was Ahmadinejad sagte in Genf, war die Wahrheit.

"Ein Palästinenser wurde von Soldaten gezwungen Geige zu spielen. Das erinnert uns an was."

"Die Sperren. Man erniedrigt die Palästinenser. 20 Mütter und 36 Babys starben 2007, weil sie das Militär nicht in die Krankenhäuser ließ."

Die Wahlen, die Hamas gewann, waren die demokratischsten Wahlen, die im Nahen Osten je stattfanden.

Ich bin gegen die Raketen. Die Besatzung ist aber der Inbegriff der Gewalt und die ruft eben eine Gegengewalt hervor.

Israel ist friedensresistent. Es gibt Millionen Juden, die gegen Israel sind. Die Mehrheit der Juden in Amerika sagt das."
Auf die Frage aus dem Publikum: "Haben Sie jemals ein kritisches Wort über diese argen Menschenrechte verletzenden Länder als Mitglied des ZK der KPI gesagt?":
"Sie säen Hass, nur Hass, so wird es nie Frieden geben. Es waren Hunderttausende gegen das Gemetzel auf der Straße. Ich konnte nur mit Leibwache auf die Straße, weil ich so bekannt war. Ich habe aus Protest das Büro geschlossen. Ich war Mitglied der Kommunistischen Partei, weil sie Palästinenser und Israelis zusammen führte. Ich mache eine gesegnete Arbeit für Israel."

"Jede Kritik ist Antisemitismus. Missbrauch von Holocaust. Die Toten des Holocaust verbieten Kritik. Die Erpressung ist so peinlich und schlimm. Die Straße muss was machen."


"Meine Auffassung über die amerikanische Politik habe ich von Medien und von Noam Chomsky. Auch von Jewish Voice for Peace, die sagen, die Besatzung hat 41 Jahre die Seele der Menschen vergiftet, Entmenschlichung der Palästinenser, 41 Jahre. Das Volk verliert die Seele."...

Ein wahrer Zitat-Steinbruch...!

Netter Beitrag in Campo Antiimperialista: "Man muss den Palästinensern die Pforte zum Leben öffnen" - Freitag, 20. September 2002, Vortrag von Felicia Langer
...Der Anfang ist für mich immer sehr schwer, denn ich weiß nicht, was ich am Anfang sagen soll [...] Aber ich werde hier belegen, dass wir, Israel (und ich sage wir, Israel, weil ich eine Israelin bin).[...], den Weg zu den Anschlägen mit der Politik der Unterdrückung und Zermürbung der Palästinenser pflastern. [...] das ist eine Verurteilung, und sie soll nicht Ritual bleiben [...].

Man muss den Palästinensern die Pforte zum Leben öffnen! Und wir haben die Pforte zum Leben zugesperrt, hermetisch abgeriegelt!

Wir sind stark, wir haben atomare Waffen. Aber unsere Leute haben Angst im Kaffeehaus zu sitzen oder im Bus zu fahren. Was ist das für ein Leben!


Diejenigen, die verweigern, sind die besten Söhne und Töchter Israels.

Ich möchte Ihnen noch sagen, warum das alles möglich ist. Es ist möglich, weil der Boss in Washington sitzt. Dort sitzt der Weltsheriff, wir sind der regionale Sheriff. ... In unserer Heimat ist alles entweder American made oder American paid....
Zur Zensur in Israel (herrlich!):
...Ja, die Zensur erlaubt das, weil wir auch in Israel eine Art von Demokratie haben. (laute Zwischenrufe) Ja, Sie sehen, ich kann als israelische Staatsbürgerin das sagen, was ich sage. Aber wenn hier jemand anderer als Felicia Langer sitzen würde, könnte er das schon nicht mehr sagen. Ich als Jüdin und Israelin kann das sagen...[...].

Mehmon Ben Welischti, ein israelischer Journalist und Stellvertreter von Teddy Kollek, hat gesagt, dass wir eine Art von Herrenvolk-Demokratie entwickelt haben.

Es gibt eine Legende über Camp David. Nämlich die, dass wir den Palästinensern alles versprochen haben, dass wir, das heißt Barak, eine wunderbare Initiative starteten.

Und die Palästinenser haben gesehen, dass man verhandelt und gleichzeitig unterdrückt, dass man verhandelt und lügt, dass man verhandelt und schikaniert, denn die Bewegungsfreiheit war gleich Null. Das alles war ein Nährboden für den Aufstand.

Unsere Friedenskräfte, die konsequent sind, nicht Peace Now aber Peace Block und die anderen, nicht viele, aber doch ein wesentlicher Teil der Bevölkerung haben gesagt, dass die Palästinenser für Gerechtigkeit und Freiheit kämpfen.

Als Jüdin und Israelin, als Überlebende des Holocaust (indirekt, denn direkt ist mein Mann Überlebender), habe ich die Lehre aus dem Holocaust gezogen. Ich habe die Pflicht dazu. Meine Lehre daraus ist Menschlichkeit. Meine Lehre ist Erbarmen...
Dazu auch: FL und ihre Bewunderung für Möllemann:
...Und jetzt die letzte große Bombe von einer Tonne in Gaza! 18 Menschen wurden getötet, weil man den Hamas-Führer Salah Schahadi hinrichten wollte. Und dann diese Hinrichtungen! Ich muss Ihnen sagen, dass diese Hinrichtungen, die jetzt massiv betrieben werden, völkerrechtswidrig sind. Sie sind Staatsterror! Das hat bei uns leider kein Politiker, der in der Regierung ist, gesagt, sondern Jürgen Möllemann. Aber es ist die Wahrheit. Was geschieht ist Kriegsverbrechen...

Rede Felicia Langers, die sie am 19.7. 2006 in Tübingen hielt (Wohl deshalb das BVK?).
...Der israelische Oberbefehlshaber Dan Halutz, der mit anderen israelischen Generälen und Ministern ein Kriegsverbrecher ist, sagte lapidar: das schiitische Viertel in Beirut wurde ausradiert. Wir kennen diesen Terminus aus anderen Zeiten, und die israelische Offensive heißt ironisch und euphemistisch "Ein angemessener Preis"!

Gaza ist total blockiert, und Israel herrscht weiter - durch Fernbedienung. Dies ist der Entführung des israelischen Besatzungssoldaten Shalit vorausgegangen, und es wurde als Vorwand für die israelische Offensive genommen.

Über die palästinensischen Entführten kann ich etwas aus eigener Erfahrung sagen, weil ich eine Augenzeugin und als Anwältin eine Zeitzeugin bin.

Ich verurteile Entführungen als solche, auch die von Hisbollah, aber wer hunderte und tausende entführte Palästinenser und Libanesen in Gewahrsam hält, muss doch erwarten, dass die andere Seite etwas ähnliches macht. Diese Entführung von Hisbollah war ein Vorwand für Israel, so sagt das auch unsere Friedensbewegung...
Dazu wieder: FL zur Jüdischen Lobby, die als Schwanz mit dem Hund (USA) wedele:
...Wir appellieren an die Weltgemeinschaft, nicht zu tolerieren, dass man Millionen mit Bomben entweder "American made" oder "American paid" terrorisiert...

ATTAC: Podiumsdiskussion mit Felicia Langer und Thomas Seibert: Auszüge aus ihren Reden; Aus einer Rede von Felicia Langer in Wien im September 2002
FL zur Verantwortung der Deutschen: Aus ihrem Buch 'Brücke der Träume - Eine Israelin in Deutschland' ein paar Zitate (bitte beim Link bis Die Verantwortung der Deutschen runterscrollen):
...Wir, die Israelis, die Juden, können keinerlei Recht beanspruchen, als Opfer von gestern Täter von heute zu sein. Das Testament unserer Toten, der Toten des Holocaust, macht eine klare Aussage. Wir haben auch kein Recht, die Schuldgefühle der Deutschen zu funktionalisieren, so wie Israel das tut, und sie, was unsere Taten angeht, zum Schweigen zu verurteilen, damit wir ungestört, jeder Einmischung und Kritik entzogen, die Palästinenser unterdrücken können.

Wir Israelis und Juden haben auch kein Recht, die Deutschen wegen ihrer Vergangenheit über Generationen hinweg für untauglich zu erklären, ihren Standpunkt in Fragen der Moral zu äußern, oder aber sie kollektiv eines quasi angeborenen Antisemitismus zu bezichtigen. Das ist Rassismus, und dieser bleibt hässlich wie jede andere Form von Rassismus, auch wenn seine Vertreter die Opfer von gestern sind...

Felicia Langer im Gespräch mit Arn Strohmeyer
Auf Einladung des Bremer Netzwerks für einen gerechten Frieden in Nahost am 22. April im Bremer Überseemuseum
Israel - Palästina - Moral und Seele
...Man sollte keine Angst vor dem Vorwurf des Antisemitismus haben. Alles, was eine Wirkung auf eine Kehrtwende der aggressiven israelischen Politik ausübt, ist ein Beitrag zum Frieden. Israel ist ein Apartheidsstaat. Das sagen ehemalige Kämpfer gegen die Apartheid in Südafrika ­ etwa Bischof Desmond Tutu und der ehemalige Minister Ronny Kasrils, der im übrigen Jude ist.

Die israelische Friedensbewegung wurde aber durch die Arbeit der Arbeitspartei und speziell vom damaligen Ministerpräsidenten Ehud Barak zerstört, als er erklärte, dass es keinen Partner für den Frieden gebe. Die offizielle militaristische Indoktrination der israelischen Bevölkerung und die ständige Gehirnwäsche der Propaganda haben ihre Wirkung gezeitigt.

Obama ist eine Hoffnung, obwohl er schon gezeigt hat, dass er sich der mächtigen jüdischen Lobby in den USA beugt. [...] Auch die öffentliche Meinung in den USA ­ inklusive der Mehrheit der Juden dort ­ ist gegen diese Politik.

Ja, Israel ist nicht gewillt, mit den Palästinensern und den anderen Arabern Frieden zu schließen. Ich habe in meinem letzten Buch "Um Hoffnung kämpfen“ geschrieben, dass Israel seine Politik ändern müsse, wenn es überleben will. Wörtlich habe ich geschrieben: Die wirklichen Freunde Israels müssen das Land dazu bringen, diesen Weg der Vernunft einzuschlagen.

Die offizielle Indoktrination in Israel lautet, dass überall ein neuer Holocaust lauert. Man folgert daraus, dass man rüsten muss. Wie Lieberman mit einem Zitat der alten Römer sagt: Si vis pacem para bellum! (Wenn Du den Frieden willst, bereite den Krieg vor!). Die zionistische Ideologie hat ja als Ziel nicht nur einen jüdischen Staat in Palästina, sondern sie will ganz Palästina für ihren jüdischen Staat. Das heißt: Sie wollen ein Maximum an Territorium mit einem Minimum an Palästinensern.
Auf die Frage: "Sollte Deutschland zusammen mit der EU Druck auf Israel ausüben, um ernsthafte Schritte zu einem Nahostfrieden zu unternehmen?"
Ja, absolut. Das ist im Interesse Israels. Das ist ein Brandherd geblieben. Und Druck ist auch im Interesse Europas.

Was Israel tut, ist einmalig: Erst zerstören und dann den Wideraufbau verhindern. [...] Der Papst hat wenigstens bei seiner Rede in Bethlehem das Leiden der Bewohner von Gaza erwähnt und er hat einen wirklich souveränen Staat für die Palästinenser gefordert. Das ist sehr verdienstvoll.

Der Iran bedroht Israel nicht. Iran ist kein aggressives Land, es hat seine Nachbarn seit Jahrhunderten nicht angegriffen. Die Rhetorik von Präsident Ahmadinedschad ändert daran nichts. Abrüstung ist im Nahen Osten ein Imperativ. Israel will aber keine Kontrolle seiner Atomwaffen zulassen. Der israelische Publizist Uri Avnery nennt die ganze Geschichte von der angeblich existenziellen Bedrohung Israels durch den Iran einen Bluff.

Langer im Freitag (Februar 2008): Nicht in meinem Namen!
...Die offiziellen Vorschläge für eine Waffenruhe, wie sie von Hamas kamen, werden durch Israel abgelehnt. [...] In Wirklichkeit will die Regierung Olmert nicht die Qassam-Raketen, sondern die Hamas besiegen. So sieht die Politik aus, wie sie von Verteidigungsminister Barak, einem verkleideten Extremisten aus der Arbeitspartei, ins Werk gesetzt wird. Unsere Friedensbewegung betrachtet ihn als den derzeit gefährlichsten Politiker des Landes...
Ganz kleines Kino...
...Es gibt dramatische Engpässe bei der Lebensmittelversorgung, deshalb sahen wir auf dem Bildschirm Tausende die Grenze zu Ägypten stürmen, um sich dort zu besorgen, was sie zum Überleben brauchen. Wer die Bilder sah, glaubte die Befreiung aus einem Käfig zu erleben. Tatsächlich war es ein Zeichen dafür, dass sich die Unterdrückten wehren. Wie schamlos muss die israelische Regierung sein, Menschen in ein solches Maß der Verzweiflung zu treiben?

Heute demonstrieren die israelischen Friedenskräfte wie Friedensbewegte überall auf der Welt und sagen: "Wir sind alle Gaza!"

Aus Verehrung ist dem genialen Musiker Daniel Barenboim ein palästinensischer Pass überreicht worden. Eine Entscheidung, die noch von der Regierung der Einheit unter Beteiligung von Hamas getroffen wurde. Wie sich zeigt, gibt es Partner für den Frieden!...

Langer in einem Interview mit Konkret (veröffentlicht auf Hagalil am 28. Januar 2001); Felicia Langer über das "andere Israel" und die neue Intifada der Palästinenser:

konkret: "Vor kurzem wurde ein neuer Terroranschlag in einer Pizzeria in Jerusalem verübt, 15 Juden starben. Was empfanden Sie bei der Nachricht?"
Langer: Viel Trauer, Mitleid und Wut. Aber das Wichtigste, was ich zu sagen habe, ist, daß die israelische Politik zur Katastrophe führt, und wir mit unschuldigen Opfern zahlen.

Die Bombenleger und diese Anschläge, die ich aufs schärfste verurteile, sind Symptome einer Krankheit. Sie sprechen nur über Symptome, und ich spreche über die Wurzel des Übels. Die Wurzel des Übels ist die 34jährige israelische Besatzung. Man muß diese Besatzung und diese Unterdrückung beseitigen, dann kann man dem Terror den Boden entziehen. Arafat kann gar nichts tun.
konkret "Müssen diese Positionen in Israel nicht auf taube Ohren stoßen, solange Arafat beispielsweise die Ausbildungslager für Kinder-Terroristen nicht schließen lässt?"
Ich weiß nicht, ob es solche Lager gibt, wo Kinder trainiert werden.
konkret fragt nach: Das kann man doch jeden Tag im Fernsehen sehen.
Man zeigt etwas, aber man weiß nicht, woher die Bilder stammen.

Nicht alle in der Hamas sind Terroristen. Es gibt auch Pragmatiker unter ihnen, und auch die werden von Israel mit gezielten Tötungen liquidiert, und auch andere, die mit Hamas gar nichts zu tun haben.

Konkret fragt wieder nach: Verstehen Sie, daß die Menschen in Israel sich bedroht fühlen und daß sie von Arafat verlangen, daß er wenigstens die sieben oder acht namentlich bekannten Rädelsführer des Terrors verhaften lässt?
Was Sie sagen, ist eine Lappalie. Ich weiß nicht, ob Arafat überhaupt in der Lage ist, irgendjemanden zu verhaften. [...]. Das wichtigste ist, daß er die Anschläge verurteilt hat.

Nicht Arafat ist das Problem. Israel hat den Schlüssel für den Frieden.

(MDR) - Fresslust der Sinne - FIGAROs Fragen an Felicia Langer

Wem hören Sie gerne zu?
Allen. Ich bin sehr offen.
Was war Ihr größter Erfolg?
Als Erfolg kann ich den alternativen Nobelpreis sehen, aber noch mehr hat mich etwas anderes erfreut: dass ich 1998 durch eine wichtige Frauenzeitschrift als eine der fünfzig wichtigen Frauen in Israel erwähnt oder erwählt wurde. Fünfzig Frauen - fünfzig Jahre Israel.
Was möchten Sie in Ihrem Leben noch einmal tun?
Das fortsetzen, was ich tue. Das heißt: für Frieden, Gerechtigkeit und gegen die Unterdrückung der Palästinenser weiterkämpfen bis zum Ende. Und das Ende wird Frieden sein!

Langer in Visionen2000 und das Schöne, Edle und Gute….; mir kommen die Tränen...
...Die Werte und die Charakterzüge, die ich schätze sind Aufrichtigkeit, Mitgefühl, menschliche Güte, Liebe, Solidarität und Zivilcourage. Menschsein bedeutet für mich das kontinuierliche und unermüdliche Streben diese Tugenden zu verwirklichen.

Es ist ein Imperativ nie gleichgültig zu bleiben gegenüber dem Leid des Mitmenschen, dem Unrecht angetan wurde. Man soll sich überall dort einsetzen, wo Menschenrechte verletzt werden, egal in wessen Namen dies passiert - auch wenn so ein Einsatz unpopulär ist. Man darf nie vergessen, dass die Menschenrechte universell sind. einschließlich des Rechts auf Frieden und des Lebens in Würde und ohne Armut.

Ich bin eine Israelin, die zur Zeit in Deutschland lebt.

»Wie kannst du in Deutschland leben?« fragt man mich, und ich beantworte diese Frage mit der Aussage von Rosa Luxemburg: »Ich fühle mich überall zu Hause, wo es Wolken, Vögel und Menschentränen gibt.«...
Ächz...! Ist Ihnen etwas aufgefallen? Kein einziges Mal kommt das Wort Freiheit vor, dafür jede Menge Frieden. Man merkt halt', dass sie immer noch Kommunistin ist.

Drei, die sich mögen: IRIB, Felicia Langer und das BVK 1

Wenn jemand das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse bekommt, muss er schon etwas ganz Besonderes geleistet haben, nicht wahr? Felicia-Amalia Langer hat - und wie. Hier nur einer von vielen 'The-Federal-Cross-of-Merit-first-class-goes-to'-Gründen:

Das staatliche iranische Nachrichtenorgan IRIB*** hatte Frau Langer im Februar dieses Jahres zu einem Interview geladen (hier auch als mp3 ), das zu allerhöchster Zufriedenheit beider Beteiligten verlief: Frau Langer durfte wieder ihren Israel-Hass zum Besten geben und IRIB durfte die passenden Suggestivfragen stellen.


Ein paar Antworten Langers (Hervorhebungen von mir):
...Erstens, ich bin auch Jüdin und Israelin, und hoffe, dass Sie mich auch so vorstellen. Ich bin zudem Trägerin des alternativen Nobelpreises.
Nun eine interessante Feststellung. Macht’s Klick?
Sie wissen, "Selbstverteidigung muss Verhältnismäßigkeit Rechnung tragen".

Verhältnismäßigkeit besagt, man darf nur militärische, aber keinesfalls zivile Ziele angreifen.

Mein Mann und ich sind Holocaust-Überlebende. Das ist etwas, was leider Gottes missbraucht wird.
Wie wahr…wie wahr…wie wahr….
Israel ist Inbegriff von Gewalt und auch die israelische Besatzung ist Inbegriff von Gewalt.

Man muss auf Israel Druck ausüben. Das ist das Wichtigste, was man machen muss.

Es gibt in Israel eine starke Friedensbewegung und ich gehöre auch dazu. Ich mache deshalb alles, um Menschen aufzuklären und ihnen klar zu machen, dass sie mit ihren Taten Völkerrecht brechen, dass sie Verbrechen begehen, die strafbar ist.

Israel ist weltweit die 4. Militärmacht und diese 4. Militärmacht zerbombt ein kleines Stück Land mit 1,5 Millionen Einwohnern, darunter ist die Hälfte Kinder.
Israel zerbombt Kinder – und damit die Hälfte aller Einwohner? Und die perfide Logik hinterher...
Und wenn man behauptet, Hamas benutzt Kinder als Schutzschild, da kann man darüber nur lachen, weil Gaza zur Hälfte aus Kindern besteht...

Wie kam nun das Bundesverdienstkreuz auf die Idee, sich an Felicia Langers Fersen und schließlich an ihr Revers zu heften?


Gute Frage, aber es kann leider auch nichts dafür, dass es von zwei Wichtigtueern und Ignoranten missbraucht wird, siehe die beiden Personen links und rechts auf dem Foto in diesem Beitrag.

Wenn jetzt jemand daherkommt und sagt "Nu' Bernd, lass' mal Butter bei die Fische", weil das doch alles nicht so schrecklich tragisch sei, dem empfehle ich, diese Zitatsammlung in aller r Ruhe durchzugehen. Wer dann noch Felicia einen Orden umhängen will sollte schnell zum Arzt gehen. Den alternativen Nobelpreis und den anderen Kram kann sie ja gerne behalten, aber das BVK setzt ein falsches Zeichen, denn wie Dieter Graumann völlig richtig bemerkt:
Nun bekommt Frau Langer plötzlich das Bundesverdienstkreuz - das ist ein fatales Signal, mit dem die völlig einseitige Hetze gegen Israel belohnt und legitimiert wird. [...] Wird damit nun etwa eine neue Mode eingeleitet: Wer, am besten noch als Jude, Israel am lautesten beschimpft, bekommt als erster das Bundesverdienstkreuz?
Gut auf den Punkt gebracht!

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*** Henryk M. Broder hat sich zum IRIB-Dunstkreis auch seine Gedanken gemacht.