Mich würde mal’ interessieren, wie Ali Al-Bazzaz titeln würde, wenn Netanjahu statt des Arabers Bildsubjekt wäre.
Cartoon In Bahrain Paper: Obama Demands Arabs Move Towards Peace
ARD-Reporter Peter Mezger (Abb. ; Quelle: BR) fällt wieder sehr unangenehm auf. Das erste Mal ist es nicht, dass er aus dem Iran Sätze wie diesen vom 13. Juni in den Äther schickt: "Die bange Frage ist, ob die Anhänger Mussawis ihre Niederlage eingestehen werden".Peter Mezger zählt zu seinen geschätzten Interviewpartnern Personen wie Avi Primor, den ehemaligen Botschafter Israels in Deutschland und Hamas-Versteher, sowie Marcel Pott, Israel-Hasser aus Passion.
Shiva Mahbobi über ihre Erlebnisse in iranischen Gefängnissen
Nun ist es auf den ersten Blick nichts Verwerfliches, wenn man einem Institut nahe steht, das auch Frau Hamm-Brücher zu seinen Unterstützerinnen zählt (auch das FDP-Gewissen kann irren), aber sollte beim Aufzählen der Kombinationen Tübinger Institut und Muslim-Markt, Langer zum Interview beim Muslim-Markt, Palmer und Langer nicht ein Aha-Erlebnis eintreten? Sucht man den Namen des Tübinger Oberbürgermeisters zusammen mit dem Verweis, erhält man diesen Eintrag: Boris Palmer ist Mitglied des Landtages von Baden-Württemberg, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion „Bündnis 90 / Die Grünen“ und im Oktober 2006 neu gewählter Oberbürgermeister der Stadt Tübingen.
"Mir gefällt, dass das Institut für Friedenspädagogik Frieden nicht nur als hehres Ziel pflegt, sondern auch ganz lebenspraktisch deutet. Frieden machen kann jede(r). Das Institut bietet dazu vielfältige mediale Unterstützung und mehrt den Ruf der Friedensstadt Tübingen.
Danke und auf die nächsten 30 Jahre. Alles Gute!"Weiß Herr Palmer eigentlich, welche "Friedensabsichten" der islamische Kooperationspartner des Friedensinstitutes hat und dass vor Jahren vom Betreiber der Webseite in Form eines verklausulierten "Gebetes" zum Mord an einem Islamkritiker aufgerufen wurde? Dass das Institut selbst nicht wüsste, mit wem es zu tun hat, klingt ein wenig komisch, oder?
Vielen meiner Freunde und Leser geht es wohl ähnlich wie mir - sie können sich noch ziemlich genau daran erinnern, was sie am 11. September 2001 in den Stunden der Anschläge erlebten, wo sie sich befanden und womit sie in dieser Zeitspanne beschäftigt waren.Was da geschehen ist, ist - jetzt müssen Sie alle ihr Gehirn umstellen - das größte Kunstwerk, das es je gegeben hat. Dass Geister in einem Akt etwas vollbringen können, was wir in der Musik nicht träumen könnten, dass Leute 10 Jahre üben wie verrückt, total fantastisch, für ein Konzert und dann sterben….Da sind also Leute, die sind so konzentriert auf eine Aufführung, und dann werden 5.000 Leute in die Auferstehung gejagt […]. Das könnte ich nicht. Dagegen sind wir gar nichts, als Komponisten…Ein Verbrechen ist es deshalb, weil die Menschen nicht einverstanden waren. Die sind nicht in das „Konzert“ gekommen.
[…] Terror ist die Waffe der Ohnmächtigen […]. Wann lernen wir, die Sprache des Hasses als ein Betteln und Bitten darum zu verstehen, dass man sich auseinandersetzen müsste über die Gründe einer solchen inneren menschlichen Entfernung. Es gibt keinen Hass, schon unter Individuen, der etwas anderes wäre als eine enttäuschte Liebe. Menschen möchten dazugehören, das ist der Sinn dieser ganzen irrsinnigen Aktionen […].
[…] aber es sind Symbole von Stolz und Reichtum und Arroganz. Solche Gebäude aufzurichten, das ist die äußerste Arroganz, und die Verletzlichkeit ist damit mit eingebaut. Und die Attacke gegen diese Gebäude, mit dieser Attacke kann man eigene Ohnmachtsgefühle und eigene Demütigungen auslöschen und in die Ohnmacht und die Demütigung des Gegners verwandeln….Und das evoziert die drastischen und die dramatischen Reaktionen, und das macht es so gefährlich und so verheerend, gerade diese Symbole anzugreifen und zu zerstören.
Haben wir immer noch nicht verstanden, dass die westliche Demokratie jene Lebensform ist, in der man für seinen Feind verantwortlich ist - weil dieser die eigene Praxis widerspiegelt?
So was kommt von so was.
Wenn die amerikanische Politik dieses Drama zum Anlass nimmt, ihren Umgang mit anderen Staaten und Kulturen zu überdenken und zu begreifen, dass McDonald’s und Pepsi keine Kulturgüter, sondern schnöder und ungeschminkter Kapitalismus sind; es zum Anlass nimmt, nicht anderen Völkern vorschreiben zu wollen, dass nur der amerikanische Weg der Weg des Glücks ist […], dann war der Tod der Tausenden in New York nicht ganz so sinnlos, wie er sich heute darstellt.
Was dabei gerne übersehen wird, ist, dass ausgerechnet jemand wie Bush die Wahlen nur mit den Stimmen aus dem Bible Belt gewinnen konnte: den Stimmen von fundamentalistischen Amerikanern, von religiösen Fanatikern….Bush wundert sich dann, wenn aus anderen Teilen der Welt diese religiös bewaffneten Antworten zurückkommen.
Selbst ich verspüre Ansätze von Genugtuung, dass auch die USA etwas verunsichert werden in ihrem selbstherrlichen Gefühl von Unverletzbarkeit. Es ist einfach nicht gut, alle Welt mit Hamburgern, MTV und Bomben traktieren und sich auf seinem Kontinent in absoluter Sicherheit wiegen zu können.
Eine der bitteren Fragen zum Attentat auf das World Trade Center lautet: Hätte die Welt ähnlich getrauert, wenn die Opfer in einem anderen Bauwerk, etwa, wenn sie auf offenem Feld umgekommen wären? Anders gefragt: Teilte sich die Symbolkraft des Ortes, an dem über arm und reich entschieden wird, der Form und Stärke des Trauerns mit?
So bedauerlich der Tod von 7.000 Menschen in New York ist, gemessen an dem, was sonst noch geschieht auf der Welt, handelt es sich um eine Lappalie.
Wir müssen die Besetzerpolitik Israels gegenüber Palästina attackieren.
Schwer geschockt von den Ereignissen, stelle ich mir nun die Frage: Was passiert, wenn sich verrückte Terroristen entscheiden, ihren Flieger nicht in einen Wolkenkratzer, sondern in ein Kernkraftwerk zu steuern? Obwohl die Verluste an menschlichem Leben erschütternd sind, ist offensichtlich, dass die Angriffe symbolischen Zielen galten. Was passiert aber, wenn uns jemand wirklich hart treffen will?
Die Blockhütte liegt in Asche. 6000 Gute sind skalpiert, die Verfolger holen die Gewehre aus dem Regal und satteln ihre Marschflugkörper. Bloß sind keine Indianer greifbar. Greifbar ist das ständig wachsende Loch „ausbleibender Vergeltung“. So muss die stündlich wiederholte Versicherung helfen, die Twin Towers wieder aufzubauen, größer, schöner, sicherer.
Ein Symbol der westlichen technologisierten Welt stürzt zusammen und begräbt Tausende von Menschen unter sich. Die Welt trägt halbmast. 200.000 Menschen zeigen in Berlin nicht nur ihre Loyalität und Solidarität, sondern auch ihre Mentalität…und in Afrika sterben Kinder. Kinder, die noch nie ein Schulbuch in der Hand hielten, Kinder, für die Internet ein Fremdwort ist; in Frankfurt steigt ein Kinderschänder ins Flugzeug nach Thailand […], Bushs Raketentests geraten in Vergessenheit, die Weltklimakonferenz kühlt ab, und wir trauern. […] Und auf einmal sind wir alle Amerikaner (ich habe noch niemanden sagen hören, dass er Afrikaner sei).
War die Vernichtung von Hiroshima und das Nagasaki und das dadurch entstandene Leid notwendig? […] Mit welchem Recht unterstützen wir die, die das palästinensische Volk seit 53 Jahren unterdrücken und vertreiben? Schürt das nicht Verzweiflung und Hass in den muslimischen und arabischen Ländern? Tragen wir mit unserer Wirtschaftspolitik nicht zur Verarmung der Dritten Welt bei?
Die Opfer nun mögen mir verzeihen, aber beim Anblick der zerstörten Gebäude Pentagon und Twin Towers huscht mir auch ein Lächeln über das Gesicht. Bislang haben die Amerikaner der USA immer nur Zerstörungen außerhalb ihres Landes angerichtet. Jetzt erfahren sie einmal selber, was es heißt, Opfer zu sein.
Wir Mitarbeiter vom Goethe-Institut Freiburg halten das Wort vom “Kreuzzug“ gegen die Terroristen für nicht hilfreich. Wer zur Begründung militärischer Aktionen die Religion…. bemüht, instrumentalisiert sie in unzulässiger Weise für politisch-militärische Aktionen und argumentiert auf der Ebene jener, die terroristische Gewalt mit dem „Heiligen Krieg“ rechtfertigen.
[....] Und ich warte auf die Zeit, wo die brennenden Türme zum ersten Mal in einem Pop-Video auftauchen….ich bin nicht ganz sicher, ob das wirklich erschreckende Bilder waren; ich glaube, die Monumentalität oder die Erhabenheit der Katastrophe entspricht der Erhabenheit unserer Schaulust. Was erschreckend wäre, wäre eine algebraische Formel, 500mal am Abend gezeigt.
[...] Wer hinterfragt schon…., warum ausgerechnet die USA von dem unbändigen Hass aus der Dritten Welt heimgesucht worden sind? Gilt nicht auch hier der abgewandelte Spruch „Wer Armut sät, wird Hass ernten?“
Eigentlich war ich überrascht, dass es so lange gedauert hat, bis eine Katastrophe passiert.
Sicherlich ist die Anzahl der Opfer in den USA erschreckend hoch, jedoch gab es in den letzten Jahren genug Katastrophen, wie beispielsweise die Wirbelstürme und Überschwemmungen oder den Bürgerkrieg in Somalia. Diese Ereignisse haben das öffentliche Leben oder die Berichterstattung nicht annähernd so stark eingeschränkt wie der Terrorakt, obwohl sie weitaus mehr unschuldige Opfer gefordert haben.
Der Tod der Menschen im World Trade Center mahnt nicht zur barbarischen Rache. […] Ein Angriffskrieg der USA macht die Welt noch unsicherer; er würde die Toten des World Trade Center noch einmal töten.
Nein zum Mord an Unschuldigen. Offener Brief an Bundeskanzler Schröder
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, wir….verurteilen den verbrecherischen Terrorakt in den USA aufs schärfste und fordern die Bestrafung der Schuldigen. Bei aller Trauer und verständlichen Wut muss der Artikel 1 der UN-Charta, „den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren“ vor der UNO zur Anwendung kommen. Nicht die NATO, die UNO ist gefordert….Bis zur eindeutigen Klärung der Schuldfrage ist der Bündnisfall nach Artikel 5 des Washingtoner Vertrages für die NATO-Staaten nicht gegeben!....Wir haben den Zweiten Weltkrieg und seine Auswirkungen miterlebt und möchten unseren Kindern und Enkeln dieses Trauma ersparen.
Die Unterzeichner sind ehemalige Offiziere der bewaffneten Organe der DDR.
Die US-Politik hat in der Nachkriegszeit mehr Menschenleben gekostet als alle Terroranschläge der Welt zusammen, zuzüglich jener, die mit US-Unterstützung begangen wurden.
Die wachsende Kluft zwischen armen und reichen Ländern schürt Neid und Hass auf den Westen. […] Der “Feind“ darf nicht als das Böse entmenschlicht werden. Solange die Welt immer nur in Schwarz und Weiß, in Gut und Böse eingeteilt wird, wird es Kriege geben. “Auge um Auge, Zahn um Zahn“, heißt es im Alten Testament. Wie lange wird das gehen? Wie viele Zähne haben wir übrig?
Parallel zu dem legitimen Versuch, den weltweiten Terrorismus zu bekämpfen, müssten die USA, müsste die westliche Allianz einen Beitrag dazu leisten, die legitimen Interessen der Palästinenser zu befriedigen, oder mit anderen Worten: Israel endgültig zu einer friedlichen Lösung des Palästinaproblems zu bewegen, denn die Fackel, die immer wieder das Feuer des von islamischen Fundamentalisten ausgehenden Terrorismus entfacht, liegt zweifelsohne im israelisch-palästinensischen Konflikt.
[...] jetzt spielt al-Kaida das Spiel weiter: gegen die hochgerüsteten Flugzeugträger, Bomber und Spezialeinheiten Großbritanniens und der USA stehen einfach gekleidete Leute, die mit einer Kalaschnikow irgendwo im Gebirge auf dem Boden sitzen, zum Kampf gegen einen übermächtigen Gegner aufrufen und jetzt auch noch klare Kriegsziele formulieren: Befreiung Palästinas, Rückzug der USA aus Saudi-Arabien, Ende der Sanktionen gegen den Irak.
Es wird das Gedenken an die Tausenden Toten geschändet, wenn ihr Tod für einen Akt von monumentalem Staatsterrorismus missbraucht wird. Müsste ihrem Sterben nicht Sinn gegeben werden durch die Erkenntnis, dass nur eine menschenwürdige Politik […] Frieden auf Erden schaffen kann? Globale Solidarität gegen globale Herrschaftsansprüche.------------
Wissen Sie, welcher Häftling weltweit die meisten E-Mail-Zuschriften erhält? Nicht schwer zu raten, sein Name steht in der Überschrift.
Hört mal Necla Kelek zu. Großartig!