Besten Dank an meinen wie immer nachdenklichen Freund Paul Uri Russak für die Zusendung dieser sensationellen Fotoserie!
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Wenn (Google-Blogger) -User wissen wollen, wie man Powerpoint-Präsentationen in seine Beiträge einbauen kann, dann können sie das hier nachlesen. Ganz einfach....; ich wusste bisher nichts von dieser Möglichkeit. Klasse!
Wie es bei WordPress funktioniert kann ich nicht sagen. Bis dato habe ich noch nicht danach gesucht.
Im Bayerischen Rundfunk wurde das vor wenigen Tagen heiß diskutiert. Ich beziehe dazu meinen ganz speziellen Standpunkt, der hier nicht zur Diskussion steht, bitte aber meine Leser, sich bei der Lektüre des unten angeführten Podcasts ein eigenes Bild zu machen.Bitte hier oder auf die Abbildung klicken.
Wichtiger Hinweis: Bei der Auflistung bitte bis zum Beitrag „Hartz IV - 27.09.2010 5 Euro mehr für Hartz-IV-Empfänger: Ist das gerecht? Zu Gast bei Stephanie Heinzeller: Prof. Walter Hanesch, Armutsforscher an der Hochschule Darmstadt“
runterscrollen.
Die deutschen Leser können sich auf ein spannendes Buch freuen: Arye Sharuz Shalicar, dessen jüdische Familie aus dem Iran stammte, und der, vor zwei Jahrzehnten im Berliner Wedding aufgewachsen, jahrelang Mitglied mehrerer Jugendgangs, u.a. auch einer türkischen Bande war, die - wohl zu seinem Glück - lange nichts von seiner jüdischen Identität wusste, dient heute nach einem Studium an der renommierten Hebräischen Universität Jerusalem zu Internationalen Beziehungen, Nahostgeschichte und Politik und European Studies (M.A.) als Armeesprecher im Range eines Hauptmannes bei der IDF und hat seine (vorläufigen) Memoiren in einem Buch zusammengefasst.
Bis es dazu kam, war ein sehr bewegtes und gefährliches Leben zu meistern, denn Arye, der bis zu seinem 15. Lebensjahr seine jüdische Identität selbst nicht so richtig eingeordnet hatte, stieß überall auf äußerst aggressive Ablehnung, als er eines Tages seine Identität preisgegeben hatte: bedroht, gedemütigt, erniedrigt und physisch angegangen von in erster Linie arabischen Jugendlichen im Wedding; aber auch schon zuvor war er für seine deutschen Altersgenossen ob seines südländischen Teints oft nur der Kanake.
Arye, dessen Leben unter meist muslimischen Altersgenossen fortan einem Spießrutenlaufen glich, begann nun zusehends, seine jüdischen Wurzeln zu entdecken.
In diesem lesenswerten Beitrag der WELT wird sein Werdegang in Auszügen dargestellt. Der Autor kommt selbst zu Wort.
Da ab und zu auch die taz einen halbwegs fairen Artikel zu Israel oder über (lebende) Juden schreibt (toter Israelis gedenkt sie geradezu inflationär, wie viele andere Medien) und die eine oder andere vernünftige Rezension bzw. Buchempfehlung wie diese von mir aufgegriffene veröffentlicht, soll auch darauf hingewiesen werden, dass sie Aryes Buch Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude: Die Geschichte eines Deutsch-Iraners, der Israeli wurde sehr positiv bewertet hat.
Chapeau!
Dass man eine Buchbesprechung auch sehr sophisticated und hinterhältig schreiben kann, zeigt das marxistische Kampfblatt Der Freitag. Es schreibt unter der Headline Der rationale Kern der Islamophobie, die Arye komplett vereinnahmen will: Das „Ticket nach Israel“, das er 2001 in Deutschland ohne Rückfahrkarte gelöst hat, erschien ihm als Ticket in die Freiheit. Was seine Lebensgeschichte über Antisemitismus, Islam und Migrationspolitik in Deutschland aussagt, was seine Karriere vom durchschnittlichen Weddinger Schüler zum erfolgreichen Akademiker für das Verhältnis von „Abstammung“, Erziehung und Gesellschaft bedeutet und welche Konsequenzen Bildungspolitiker aus seinen Alltagsansichten von Berliner Schulen ziehen müssten – darüber zu streiten wäre lohnender als über genetische Alltagsreligion.
Hier wird mehr oder weniger schlecht Arye Sharuz Shalicars emotional berührende Lebensgeschichte gegen Thilo Sarrazins nüchternes Zahlenmaterial ausgespielt und eine "Migrationsdebatte" nachgeschoben, ganz abgesehen davon, dass Aryes Entscheidung für einen Umzug nach Israel mit der zweideutigen Formulierung erschien zu einer individuellen Verlegensheitslösung uminterpretiert wird.
Ich kann mir schlecht vorstellen, dass dies Aryes Zustimmung findet. Da aber Jakob Augstein, der Sohn des SPIEGEL-Urgesteins und Zionistenhassers Rudolf Augstein, beim Freitag das Zepter schwingt (mit Pastor Schorlemmer u.a.), ist nicht unbedingt davon auszugehen, dass man bei den antijüdischen Kommunisten dieses Blattes beste Absichten hegt, wenn man Arye Sharuz Shalicar scheinbar wohlwollend ins Gespräch bringt.
Abschließend:
Aryes Buch beansprucht insofern eine Sonderstellung, da es den bisherigen Lebensweg eines noch jungen Mannes erzählt, der nicht von klein auf eine jüdische Sozialisation durchlaufen hat, sondern erst über Umwege dahin geführt wurde - eine "Post-Sozialisation", die von aggresiver Ablehnung seitens der deutschen Bevölkerung und der islamisch-arabischen Parallelgesellschaft in Berlin begleitet worden war.
Zu Aryes Biografie kann man auf dieser Seite noch ein paar Daten erfahren (in der rechten Spalte). Vielleicht kann ich diese Information noch mit Aryes Hilfe präzisieren.
Wer Arye direkt per E-Mail kontaktieren will, kann das über mich tun: sola_gratia@web.de.
Bitte nur ernst gemeinte Zuschriften.
1020 Dollar im Monat/63 Quadratmeter dafür, dass man in Atlanta "einen auf Student" macht.Geschenkt?
Jeder Hartz IV-Empfänger wird sich einen ablachen ob dieser urchristlichen Bescheidenheit.
Honorare für Friedensdebatten sowieso extra, klar...., und das Podest zum Ausgleich der Körpergröße auch über 1,60 Meter angehoben, weil Frau Käßmann so ungemein Wichtiges zur Weltpolitik "und so" zu sagen hat.
"Prostitution" in meiner Headline klingt hart, gebe ich zu. Aber wie soll man das Verhalten von Frau Käßmann anders bewerten, wenn sie nach ihrer Trunkenheitsfahrt zwar Einsicht gezeigt hatte (das war damals eigentlich bewundernswert), aber dennoch weiterhin in eitler Manier die Öffentlichkeit sucht?
Soll man ihre neue dämliche Selbstinszenierung vielleicht als entschuldbare Maßnahme zur Alterssicherung werten?Hier mehr zum Thema
Als evangelischer Theologe werde ich in den nächsten Tagen möglicherweise einiges einstecken müssen - so nach dem Motto: „Wie können Sie, Herr Castollux, Ihrer Kirche und Ihrem Arbeitgeber nur so gegen den Karren fahren?“
Das bin ich mittlerweile gewohnt. Und ich hätte auch kein Problem damit, außerhalb der (Volks-) Kirche zu arbeiten.
Jeder halbwegs vernünftige Protestant sollte Frau Käßmanns mediale Eskapaden mehr als kritisch hinterfragen. Und nicht nur das: er sollte sie entschieden ablehnen und verurteilen, denn Frau Käßmann schadet dem Ansehen unserer (meiner) evangelischen Kirche.
Darauf hat man am Nordpol unbedingt gewartet: Islamische Missionierung (Wikipedia hält sich natürlich bedeckt) im ewigen Eis. Vielleicht berücksichtigt man ja beim Bau der Moschee das architektonische Vorbild eines Iglus - zwecks (formaler) Integration etc.....City Near North Pole To Have MosqueThe city of Inuvik, situated near the North Pole in Canada, is to be the site of a $750,000 mosque for its 80-odd Muslim residents.
Donations for the mosque's construction were collected by Saudi physician and journalist Dr. Hussein Saud Qasti, who lives in Canada.
The building was constructed some 3,000 km away from Inuvik, and is being transported section by section on giant trucks.
Quelle: MEMRI (Alarabiya.net), 15. September 2010.
Siehe auch die Kolumne "Schaschlik" bei HEPLEV
Im Juni dieses Jahres hatte ich Thomas Müller, den überaus sympathischen Shootingstar des FC Bayern, in höchsten Tönen gelobt und ihm eine Weltkarriere vorausgesagt, als kaum ein Mensch daran dachte. Dass ich damit richtig lag konnte ich selbst nur hoffen - aber auch ahnen.
Bild: Archivaufnahme
Manche Leser - vielleicht auch Bayern-Fans darunter - mögen mich damals ob meiner vorwitzigen Alalyse ein wenig belächelt haben, aber Wochen später bei der Weltmeisterschaft in Südafrika wurde Thomas Müller Torschützenkönig und bester Nachwuchsspieler: beinahe unfassbar selbst für hartgesottene Bayern-Fans wie mich (ich bin FCB-Fan seit 1967; damals war ich 14 Jahre alt).
Zufall kann dabei wohl kaum eine Rolle gespielt haben, denn heute schlug besagter "Zufall" im Spiel gegen den AS Rom in unnachahmlicher Weise zu und erzielte vom rechten Strafraumeck aus ein sensationelles Tor mit dem Außenrist – direkt in die gegenüberliegende linke Torwartecke. Jeder, der wie ich jahrelang aktiv gespielt hat, weiß, wie schwer so ein Schuss anzubringen ist.
Ich hatte mich Monate vorher schon gefragt: Ist mit Thomas Müller ein neuer deutscher Marco van Basten gekommen, einem der besten Stürmer aller Zeiten aus Holland?
Müller und van Basten sind letztlich doch nicht zu vergleichen, auch wenn beide Spieler Ähnlichkeiten in ihrer Spielweise aufweisen. Thomas Müller (gerade mal 20 Jahre alt!) gleicht van Basten zwar in seinem Bewegungsablauf, auch in seiner Schusstechnik und Geschmeidigkeit, aber er scheint etwas zu haben, was sehr, sehr selten anzutreffen ist: Er vereint unbändigen Kampfgeist mit einer fast unverschämt anmutenden lockeren Unbekümmertheit, wie man sie bei einem deutschen Stürmer (eigentlich ist er offensiver Mittelfeldspieler) selten in den letzten 30 Jahren gesehen hat.
Bevor ich mich jetzt mit meinen Lobeshymnen überschlage komme ich gleich auch wieder zum Schluss, weil ich früh aufstehen muss; aber eine Anmerkung muss ich doch noch loswerden:
Wenn Thomas Müller nach einem Spiel wie heute vor den Mikrofonen steht, glaubt man, einen abgezockten Medienprofi vor sich zu sehen, der genau weiß was er sagt. Fast schon unheimlich professionell, dieser Thomas….
Man muss bei ihm aber keine Sorge haben, dass er abhebt: er kommt aus dem schwäbisch-bayerischen Memmingen, wenige Kilometer von meiner Heimatstadt Augsburg entfernt. Dort ticken die Uhren so: Mir san mir, Ruhm ist schön, aber bayerische Heimat, Alpen, Schuhplattler und Geborgenheit sind durch nichts zu ersetzen.
Bayern München wird noch viele Jahre Freude an Eigengewächsen wie Thomas Müller, Badstuber, Lahm, Contendo, Schweinsteiger u.a. haben.
Zu beneiden ist Sportdirektor Christian Nerlinger allerdings auch wieder nicht, denn bei ihm werden in den nächsten Jahren die Angebote von konkurrierenden europäischen Weltklasseklubs einhageln wie wütende Meteoriten.
Aber warum sollten die heimischen Bayern-Stars gehen, wenn sie bei einem der weltbesten Klubs aller Zeiten spielen, bei meinem FCB (Herzlichen Dank an Liza für die Bereitstellung des schönen Videos!)
Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) will Zuwanderer jetzt stärker in die Pflicht nehmen.
Lesen Sie bitte diesen Artikel durch. Und dann verraten Sie mir, welch' eminent wichtigen Aspekt (wichtigste Bringschuld für Zuwanderer) die Dame vergessen hat.
Absicht?
Dürfte eigentlich nicht schwer sein, oder?
Dass sie diesen Aspekt vergessen hat sagt eine Menge über ihre Verfassungstreue aus.
Aygül Özkans niedlich verpackter Sermon ist täuschendes Wortgeklingel, mehr nicht.
Symbolisiert sie Christian Wulffs Halbwertzeit?
Na ja - war nur so eine Frage.
1932 wurde erstmals auf der Spitze des Empire State Building eine Beleuchtung angebracht, die den Bewohnern im Umkreis von 50 Meilen die Wahl Franklin D. Roosevelts zum Präsidenten der Vereinigten Staaten mitteilte.Seither wurde die Scheinwerfertechnik stetig verbessert und kommt bei den unterschiedlichsten Anlässen zur Anwendung - meistens zu freudigen wie dem 200. Jahrestag der Unabhängigkeit 1976, als die oberen 30 Stockwerke in den Farben Rot, Weiß und Blau angestrahlt wurden, oder zum israelischen Unabhängigkeitstag im Jahr 1999 in den Farben Blau, Weiß und Blau, auch am ersten Tag des jüdischen Lichterfestes Channukah, das einst die evangelischen Christen in der Adventszeit zum Lichterschmuck anregte.Generell folgt der Beleuchtungszeitplan einem festgelegten Muster, das bestimmte Jubiläen, Gedenktage, Feiertage religiöser Gruppen etc. berücksichtigt.So leuchtet seit 2006 die Spitze des Empire State Building auch in der Farbe Grün zum islamischen Zuckerfest ’Īdu l-Fitr, das den Fastenmonat Ramadan abschließt - heute ausgerechnet einen Tag vor dem Gedenken an 9/11, was einen ziemlich unangenehm riechenden morbiden Charme vermittelt, wie ich meine.Die gut 820.000 Muslime New Yorks und in den angrenzenden Bundesstaaten Connecticut, New Jersey und jene weltweit an den Bildschirmen sollen schließlich auch symbolhaft erfahren, dass man sie als gleichberechtigte Mitbürger schätzt, wogegen prinzipiell nichts einzuwenden wäre.Die Sache mit dem guten Willen hat aber einen Haken bzw. löst bei mir Fragen aus:- warum wurde die islamische Illumination des Wolkenkratzers erst nach (!) 2001 eingeführt?
- und wird hier nicht eine Form von vorauseilendem Kulturrelativismus zementiert, wie er ausgerechnet von George W. Bush unmittelbar nach den Anschlägen 2001 postuliert wurde, als er umgehend davon sprach, dass der Islam „missbraucht“ worden sei?
- und hat er da nicht einen Riesenmist verzapft?
- wie wäre es denn mit Illuminationen auf Wolkenkratzern in islamischen Ländern, die ebenfalls den Respekt vor anderen Kulturen und Religionen symbolisieren?
Das Scheinwerferspektakel in luftiger Höhe hätte spätestens jetzt eigentlich ein weiteres zusätzliches Element verdient: Man könnte ergänzend einen Tag auswählen - am besten unmittelbar nach ’Īdu l-Fitr -, um das Bauwerk blutrot anzustrahlen, darauf in weißen Lettern die Zahl der Todesopfer, die im laufenden Jahr auf das Konto des islamischen Terrors gehen. Dann erst macht die Green Illumination wirklich Sinn.
Aber das wird wohl niemals passieren, denn die Islamische Welt verzeiht nicht einmal den Schildbürgerstreich eines harmlosen Spinners, da wir wissen: Muslimische Fundamentalisten sind äußerst kritikresistent und neigen zu Mordgelüsten, wenn man Klartext spricht.
Sarrazin hat(te) ein Problem mit Basken- und Juden-Genen.Hat er zurückgenommen - was ihn irgendwie auszeichnet, auch wenn er sonst weitestgehend wohl Recht haben dürfte, was die bisherige Diskussion betrifft (ich habe sein Buch auch noch nicht gelesen).
Alan Posener, Hannes Stein und Der Lindwurm haben ein Problem mit Achgut-Genen und deren Kommentar-Setzlingen, die eventuell falsche Bloggermeinungen erzeugen könnten, weil Gen-liberal und deshalb kontraproduktiv in deren Sinne = antistalinistisch, was um Lenins marxistischen Genen Willen nicht sein darf.
Die deutschen Massenmedien haben ein Problem mit Blogger-Genen schlechthin und pochen auf einen multikulturellen Gen-Pool, was engmaschige Meinungsäußerung betrifft: Auch Terror muss genetisch rein bleiben, weil jeden Tag bei Phoenix für den Otto-Normalverbraucher-Deppen authentisch seziert und pseudopädagogisch begründet, denn Kultur ist ein Wert, der für sich steht, also absolut und letztendlich unhinterfragbar.
Wowereit fordert eine Sozialdebatte, die alle Gene miteinschließt, weil der gesellschaftliche Diskurs ein genetisch-unabdingbarer ist, denn: Homosexualität sei ja schließlich keine Krankheit (glaube ich übrigens auch nicht) und auch nicht durch pädagogische Verführung erworben (das glaube ich sehr wohl), sondern genetisch bedingt (Eugenik, ik hör dir trapsen). Wie kann man nur so idiotisch argumentieren, wenn es um die eigene Sache geht?
Politically Incorrect sagt, dass Araber, Türken, "Neger" und "Zigeuner" sowieso alle auf einen genetischen Haufen geworfen werden müssen, denn: sobald die Moslems erledigt sind, kommen die Juden, Roma, Sinti und Homosexuellen nicht mehr so glimpflich weg, um es gelinde zu sagen, weil sie ihre Alibi-Pflicht erfüllt haben.
Sorry Leute: Aber das ist mir doch etwas zu viel Genetik-Ausflug.
Ich bin zwar Protestant, aber die Katholische Soziallehre steht mir da in dieser Beziehung doch viel näher.
Manche meiner Leser werden vielleicht schon wissen, um was es geht.
Herr Wowereit und Kumpane wissen es aber sicher nicht - oder besser formuliert: sie wollen es nicht wissen. Wo bleibt die Stellungnahme zu dieser unten angeführten Causa, wo es doch so sehr um die "Rehabilitation" jüdischer Gene geht?
Da einige meiner Adressaten die Post des Koordinierungsrats gegen Antisemitismus e.V. [koordinierungsrat-gegen-antisemitismus@gmx.de] wahrscheinlich nicht regelmäßig erhalten, schicke ich den Inhalt unkommentiert im Original weiter.
Ich habe lediglich die Formatierung meinem Blog angepasst und sonst keinerlei Änderungen vorgenommen:
Wirbel um Interview
EU-Kommissar schmäht Juden als Rechthaber
EU-Handelskommissar Karel De Gucht sorgt mit pauschalen Äußerungen über Juden für Empörung: Es gebe bei den meisten "einen Glauben, dass sie recht haben", behauptete der 56-Jährige in einem Interview. Die EU-Kommission distanziert sich, Vertreter der jüdischen Gemeinschaft sind entsetzt.
Brüssel - EU-Handelskommissar Karel De Gucht hat mit Äußerungen über die angeblich irrationale Haltung vieler Juden zum Nahost-Konflikt für Aufruhr gesorgt. Der frühere belgische Außenminister bezeichnete Juden in einem Interview mit dem flämischen Radiosender VRT als Rechthaber. "Es gibt einen Glauben - ich kann es kaum anders umschreiben - bei den meisten Juden, dass sie recht haben", sagte der Liberale. Nicht nur religiöse, sondern auch "freisinnige Juden" außerhalb Israels teilten diesen Glauben. "Deswegen ist es nicht einfach", so De Gucht, "selbst mit einem gemäßigten Juden ein rationales Gespräch über das zu führen, was sich im Nahen Osten abspielt."
De Gucht warnte zudem vor jüdischem Einfluss auf die US-Politik. "Unterschätzen Sie nicht die jüdische Lobby auf dem Capitol Hill, das ist das amerikanische Parlament. Das ist die bestorganisierte Lobby, die es dort gibt. Unterschätzen Sie mit anderen Worten nicht den Einfluss, den die jüdische Lobby auf die amerikanische Politik hat, ob das nun die Republikaner oder die Demokraten betrifft." Die Friedenschancen im Nahen Osten seien daher gering.
Vertreter der Jüdischen Gemeinschaft in Belgien reagierten entsetzt. "Karel De Gucht stigmatisiert uns", sagte Diane Keyser, Generalsekretärin des Antwerpener Forums der Jüdischen Organisationen, der "Financial Times Deutschland". "Er greift nicht Israel an, sondern die Juden weltweit und wirft ihnen kollektive Rechthaberei vor. Wir bemühen uns, das Wort Rassismus nicht in den Mund zu nehmen, aber so etwas ist skandalös."
De Gucht trage als oberster Repräsentant Belgiens in der Kommission große Verantwortung für den Ruf seines Landes. Belgiens Regierung solle ihm daher "auf die Finger hauen". Eine Entschuldigung von De Gucht wollte Keyser nicht einfordern: "Er sollte lieber den Mund halten. Arroganz und Diplomatie vertragen sich nicht."
Immer wieder Provokationen
Der Europäische Jüdische Kongress stellte die Äußerungen des Kommissars in eine Reihe mit den Aussagen von Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin über ein angebliches jüdisches Gen. Das Schmähen von Juden sei "offenbar auf den höchsten Ebenen der Europäischen Union akzeptabel", hieß es in einer Mitteilung.
De Gucht reagierte am Freitag auf die durch ihn ausgelöste Empörung: "Ich bedaure, dass die von mir gemachten Kommentare in einem Sinne gedeutet wurden, den ich nicht beabsichtigt hatte." Er habe die Jüdische Gemeinschaft nicht stigmatisieren wollen. Antisemitismus verstoße "fundamental gegen unsere europäischen Werte". Zuvor hatte ein Sprecher der EU-Kommission die Einlassungen im Rundfunk als "persönliche Kommentare" bezeichnet. "Sie repräsentieren nicht die wohlbekannte Meinung der Kommission zum Nahost-Friedensprozess".
De Gucht hatte in der Vergangenheit mehrfach mit provokativen Äußerungen Aufsehen erregt. Als belgischer Außenminister und EU-Kommissar prangerte er lauthals Korruption in der Demokratischen Republik Kongo an. Die Kritik an der ehemaligen belgischen Kolonie führte zu schweren diplomatischen Verwicklungen.
Auch in den Niederlanden sorgte De Gucht für Entrüstung, als er den damaligen Regierungschef Jan Peter Balkenende als "Mischung aus Harry Potter und steifer Bürgerlichkeit" bezeichnete und den Niederländern wegen ihrer damaligen Ablehnung der EU-Verfassung vorwarf, oberflächlich und unzuverlässig zu sein.
hen/AFP
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