Freitag, Januar 25, 2013

Holocaust-Gedenktag übermorgen: Augsteins Pflichttermin?

Schließlich sagte er doch, dass man ihm gegenüber den Vorwurf des Antisemitismus inflationär gebrauche und man deshalb den eigentlichen Antisemitismus nicht mehr richtig wahrnehme.
Immer häufiger wird Israels Besatzungspolitik mit dem Antisemitismus-Argument gegen jede Kritik in Schutz genommen. Dadurch verliert der Begriff seine Bedeutung und das Thema seine Würde. All das nützt den wirklichen Judenfeinden - und es schadet Israel.
Können wir uns also auf einen würdevoll gestalteten Kolumnenbeitrag Augsteins bei SPIEGEL ONLINE „freuen“?

Übermorgen, am 27. Januar, zum Holocaust-Gedenktag, wird man wieder in ganz Betroffenheits-Deutschland obligatorische Krokodilstränen für tote Juden vergießen. So viel ist sicher. Gemeinsam mit dem 9. November, der an die Reichspogromnacht erinnert, symbolisiert dieser Tag ja, dass außer den Deutschen niemand so viel aus dem Holocaust gelernt hätte wie sie - nicht einmal die Juden, die ja „aus Auschwitz nichts gelernt“ haben.

Arm in Arm mit manchen naiv-fraternisierenden jüdischen Gemeinden erinnert man dann daran, dass Antisemitismus eine Gefahr sei, die nur von rechter oder konservativer Seite aus kommen könne und Muslime in der Fortschreibung seit 1933 die Opfer von heute wären. Konsequenterweise sind Hass-Demos wie diese in den Massenmedien nicht einmal eine Randnotiz wert.

Dass es auch einen linken Antisemitismus gibt, der sich immer ungenierter geriert, wird weiterhin verschwiegen. Vielleicht sollte Augstein am 27. Januar besser alle Termine streichen und sich stattdessen dieses Video ansehen:




Mittwoch, Januar 23, 2013

Nach den Wahlen in Israel: Westliche Medien demonstrieren absolute Unkenntnis

In den Massenmedien wird gerne zu sehr vereinfachenden Formulierungen gegriffen, wenn es um die Einschätzung der politischen Lager in Israel speziell nach Wahlen geht.

Claudio Casula gibt ein wenig politische Israel-Kunde und räumt nebenbei mit einigen Vorurteilen auf.



Der Rechtsruck


Das war jetzt also der von allen erwartete “Rechtsruck”? Wie es aussieht, besteht zwischen dem “rech
ten” und dem “linken” politischen Lager nach den Knessetwahlen ein Patt, womit alle Unken, die es schon vorher und wieder mal besser wussten,  offensichtlich falsch lagen. Unken wie Bettina Vestring. “Israel wählt gefährlich” hieß ihr von völliger Ahnungslosigkeit in der Sache, dafür durch Voreingenommenheit bestechender Kommentar in der Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau, denn was gefährlich ist und für wen, das weiß eine deutsche Online-Redakteurin mit grandiosem Mut zur israelkritischen Einstellung immer noch am besten.

Oder eben nicht. Die fragmentierte Parteienlandschaft Israels spiegelt die Vielfalt seiner Bevölkerung wieder, und jeder Staatsbürger hat mehr oder weniger gute Gründe für seine Wahlentscheidung. Religiöse Juden wählen religiöse Parteien, Araber wählen meistens – aber durchaus nicht immer – arabische Parteien (kleine Anekdote: bei diesen Wahlen stimmten im von Arabern bewohnten Taybe 22 Wähler für Likud-Beytenu, 19 gar für die siedlernahe Partei von Naftali Bennet) oder gar nicht; wer den Palästinensern misstraut, wählt Likud, wer ihnen trotz allem immer noch vertraut, wählt Meretz oder Avoda und so weiter. Hinzu kommt, dass beileibe nicht nur der Konflikt mit der arabischen Welt eine Rolle spielt, die Israelis also nicht zwingend morgens mit dem Palästinenserproblem aufwachen und abends mit ihm zu Bett gehen, sondern handfeste Dinge, die ihr Leben betreffen: die hohen Lebenshaltungskosten etwa; im Fall der streng religiösen Juden und der Araber auch durchaus Interessen, die allein ein bestimmtes Milieu betreffen.

Da wird es mit den Rechts-links-Schubladen schon schwierig. Was etwa macht einen Lieberman zu einem “Ultranationalisten”? Immerhin favorisiert er eine Politik der Loslösung von den Palästinensern. Nicht nur gewährte er ihnen unter gewissen Umständen einen eigenen Staat –  kaum, weil sie ihn etwa verdienten, sondern weil er sie einfach loswerden will – vielmehr würde er diesem, aus demselben Grund, sogar noch israelisch-arabische Gemeinden diesseits der Green Line on top draufpacken, was für deren Bewohner allerdings, allem Diskriminierungsgerede zum Trotz, eine Horrorvorstellung ist. Als Nationalisten kann man den Unsympathen Lieberman durchaus bezeichnen – aber als “Ultranationalisten”? Hinzu kommt, dass seine Partei, die vor allem die Interessen der russischen und osteuropäischen Einwanderer vertritt, mit religiösen Vorrechten nichts am Hut hat. Rechts ist eben nicht gleich auch religiös.

Was ZEIT online nicht daran hindert, in einem Artikel zu den Wahlen hanebüchene Aussagen wie diese zu machen:


Im Parlament besteht damit ein Patt zwischen dem religiösen rechtsnationalistischen Lager und den Parteien der politischen Mitte mit den arabischen Parteien.


Das dröseln wir hier gern einmal kurz exemplarisch auf. Wie wir gesehen haben, sind rechts und religiös nicht unbedingt deckungsgleich, die platte Beschreibung des erstgenannten Lagers ist unzulässig. Auch ist nicht jeder Konservative gleich “nationalistisch” oder gar “rechtsnationalistisch”. Nun zu den Parteien der “politischen Mitte”. Dazu scheint die linke Arbeitspartei ebenso zu gehören wie Meretz, eine Partei, die in etwa mit den deutschen Grünen zu vergleichen ist. Um hier Parteien der Mitte zu erkennen, muss man schon eine sehr eigenwillige Perspektive einnehmen. Links scheint demnach keine Partei zu sein.


Dabei wird es bei den arabischen Parteien noch prekärer: Hadash ist kommunistisch, Ta’al vor allem antizionistisch, also grundsätzlich staatsfeindlich, und Balad (arabisch-) nationalistisch und sozialistisch. Nationalsozialistisch, wenn man so will. Ihre bekannteste Vertreterin, Hanin Zoabi, segelte 2010 mit türkischen Dschihadisten auf der Mavi Marmara gen Gaza.

So wie sich der kleine Moritz in der ZEITonline-Redaktion das vorstellt, gibt es aber nur die finsteren, religiösen und nationalistischen Kräfte auf der einen Seite und die guten Parteien der Mitte und die der armen diskriminierten Araber auf der anderen. Wer’s glaubt, gehört sicher zu jenen, die in den vergangenen Wochen und Monaten dem “Rechtsruck”-Geraune frönten. Solchen Leuten jedoch ernsthaft Kompetenz in der Sache zuzubilligen und sich auf ihre Voraussagen und die ihrer Zulieferer wie Gideon Levy von Ha’aretz und anderen üblichen Verdächtigen zu verlassen, ist grob fahrlässig. Da macht man weniger falsch, wenn man nach Sitte der altrömischen Auguren das Fressverhalten von Hühnern im heiligen Bezirk oder die Eingeweide von Tieren beobachtet.

Über 30 Parteien sind zur Parlamentswahl angetreten, jede dritte hat die Hürde genommen und wie seit jeher wird in Jerusalem eine Koalitionsregierung gebildet werden. Wie es aussieht, springt am Ende ein Mitte-rechts-Bündnis dabei heraus, das die Positionen der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung vertritt – in jeder Demokratie dieser Welt ein völlig normaler Vorgang.

Man wäre auch in Deutschland gut beraten, diese zumal für nahöstliche Verhältnisse einzigartige Demokratie fair zu beurteilen statt sich in Klischees und Ressentiments zu suhlen. Und man möge den Unterschied zu den palästinensischen Nachbarn wahrnehmen; diese haben bei ihrem letzten, auch schon deutlich zu lange zurückliegenden Urnengang mehrheitlich für die Hamas gestimmt, sich bei der Wahl zwischen Pest und Cholera also für die Pest entschieden. Sie haben damals wirklich “gefährlich gewählt”, auch wenn es die FR nicht mitbekommen hat. Verglichen damit, wäre selbst der prognostizierte “Rechtsruck” in Israel immer noch Peanuts gewesen. Wenn er denn passiert wäre.

Samstag, Januar 19, 2013

Mein "Dialog" mit der Webseite "Der Moslem"

Auf der Webseite Der Muslim nimmt man es mit Höflichkeitsformen und der selbst eingeforderten politischen Sprachregelung nicht allzu genau. Hier wird gegen Henryk M. Broder in primitivster Weise ausgekeilt was das Zeug hält. Jede halbwegs gelungene semantische Redewendung dort dient nur dem einzigen Zweck, Broder (als Göre) in den Dreck zu ziehen und persönliche Auseinandersetzungen für eine politische Schlammschlacht zu instrumentalisieren. Dabei schreckt Der Muslim in Pamphleten wie diesem auch nicht vor Wortungetümen wie „jüdische Analwälte“ zurück. Das sind nicht die einzigen Fundstücke.

Ich weiß nicht viel, was diese persönliche Auseinandersetzung betrifft, aber ich erkenne spätestens bei solchen Formulierungen, dass seitens Der Muslim sämtliche Essentials der journalistischen Fairness missachtet werden.

Deshalb hatte ich (Castollux) dort auch einige Bemerkungen hinterlassen, die bei einem Leser („The Cock!!!“) schweres Unbehagen auslösten. Er schrieb mir also (Printscreen):




Und dieser (mein) Beitrag hatte sein Wutschnauben ausgelöst:



Frage:

Ist diesem „The Cock“ noch zu helfen, oder sollte man nicht doch von dem neuen Gesetzesvorschlag Gebrauch machen, dass man psychisch Verwirrte, die eine Gefahr für mich und die Gesellschaft darstellen, einfach einmal für kurze Zeit ruhigstellt?

Zumindest sollte man diese Webseite zukünftig sehr genau unter die Lupe nehmen und bei Facebook indizieren.

Donnerstag, Januar 17, 2013

EU für Moslembrüder-Regierung: 5 Milliarden in den Sand setzen

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy will dem äyptischen Präsidenten Mursi bzw. seiner gemeingefährlichen Muslimbruder-Gang 5 Milliarden in den Allerwertesten schieben.

Nach Studium der drei Videos wird man erkennen, dass das Geld „bestens investiert“ ist.




Dienstag, Januar 08, 2013

Vergewaltigte und ermordete Frauen in Indien: Mahatma Gandhis Erbe?


Wie mehrere Tageszeitungen berichten, hat sich der prominente indische Guru Asaram Bapu (Abbildung rechts) in einer “Predigt“ zum Mord an der 23-jährigen Medizinstudentin
Jyothi Singh Pandey am 16. Dezember in Neu-Delhi folgendermaßen geäußert:

"Hätte sie Gottes Namen gerufen, hätte sie sie (die Angreifer) "meine Brüder" genannt, ihre Hände und Füße umklammert und gesagt, "ich bin eine hilflose Frau, Ihr seid meine Glaubensbrüder", dann wäre das nicht passiert."
Es ist kein Zufall, dass perverse Verharmlosung und Legitimation von Vergewaltigung und Mord ausgerechnet von einem hinduistischen Guru formuliert wird, folgte Asaram Bapu doch einem prominenten Vorbild, das in Indiens Gesellschaft den Grundstein für Passivität gegenüber patriarchalischer und externer Gewalt legte - Mahatma Gandhi.

Es überrascht auch nicht, dass
sich Verfechter des christlichen Radikalpazifismus auf Gandhi berufen, spricht der sich doch dafür aus, dem Feind alles zuzulassen, den Schutz der Freiheit, der eigenen Familie bzw. Gemeinschaft/Staat im Konfliktfall aber hintanzustellen.

Doch wo gibt es Analogien zwischen Guru Asaram Bapu und Mahatma Gandhi? Gibt es Beispiele dafür, wie kongruent der Guru und Gandhi dachten?

Um das herauszufinden, muss man Gandhi selbst zitieren und erfahren, wie er über Juden, Nazis und Palästina dachte. Hier nur ein paar Beispiele aus einer Vielzahl von Passagen:

Gandhi über die Juden während des Zweiten Weltkrieges:
Können die Juden gegen diese organisierte und schamlose Verfolgung Widerstand leisten? Gibt es einen Weg, ihre Selbstachtung zu behalten, sich nicht hilflos zu fühlen, beiseite geschoben und verlassen? Ich denke schon. […] Wenn ich Jude wäre und in Deutschland geboren […], würde ich Deutschland selbst dann noch als meine Heimat betrachten, so wie der größte nichtjüdische Deutsche, und ich würde es herausfordern, mich erschießen oder in den Kerker werfen zu lassen […]. Und das freiwillig auf sich genommene Leid brächte ihnen und mir innere Stärke und Freude…
Gandhis Erklärung dafür, dass die Juden von einem Blutbad an ihnen nur profitieren könnten:
Wenn aber die jüdische Psyche (Geist, Seele) auf das freiwillige Leiden vorbereitet sein könnte, würde selbst das Blutbad, das ich prognostiziert habe, sich zu einen Tag der Danksagung und der Freude umkehren, dass Jehova die Befreiung der Rasse selbst aus den Händen des Tyrannen bewirkt hatte.
Wie Gandhi sich die Zukunft der Juden in Palästina vorgestellt hatte, beschreibt er so:
Der Ruf nach einer nationalen Heimstätte für die Juden berührt mich nicht besonders. Ihr Bewegrund entspringt der Bibel und der Hartnäckigkeit, mit der die Juden die Rückkehr nach Palästina ersehnt haben. Warum sollten sie nicht, wie andere Völker der Erde auch, da ihr Land zu Eigen zu machen, wo sie geboren sind und ihren Lebensunterhalt verdienen? Palästina gehört den Arabern….Es wäre jedenfalls ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die stolzen Araber in der Weise zu erniedrigen, dass Palästina den Juden als nationale Heimstätte ganz oder teilweise überlassen wird. Das Palästina biblischer Vorstellung entspricht nicht den geografischen Vorgaben.

Sie [die Juden] phantasieren das nur. […] Sie können sich in Palästina nur niederlassen, wenn die Araber das zulassen. […] Und sie sollten sich darauf konzentrieren, das Herz der Araber umzustimmen. Der gleiche Gott, der die Herzen der Araber anrührt, spricht auch die Herzen der Juden an. Sie können wählen - entweder erschossen oder ins Tote Meer geworfen zu werden, ohne dass ein Finger gegen sie erhoben wird. Sie werden die Weltmeinung für ihre religiöse Überzeugung bekommen. […]
Ich verteidige nicht die arabischen Übergriffe …Ich wünschte, sie [die Araber] hätten den Weg der Gewaltlosigkeit gewählt, als sie widerstanden, was sie mit Recht als einen unrechtmäßigen Eingriff auf ihr Land ansahen. Aber im Einklang mit allgemein akzeptierten Vorstellungen von Recht und Gerechtigkeit kann nichts gegen den arabischen Widerstand vorgebracht werden.
Wir sehen also:

In Leuten wie Guru Asaram Bapu regt sich derselbe Geist wie in Mahatma Gandhi: friedfertig bis zum Zeitpunkt der Vernichtung des potentiellen Opfers, wobei sich bei Gandhi noch das "große weltpolitische Gewissen" regt. Dass der Mann dumm wie Bohnenstroh war (Karl Popper) interessiert die Friedensfreunde hier allerdings nicht.

Ein Opfer darf es bei den Hindu-Machos allerdings nicht geben, nämlich das der Eltern, falls die Mutter eine Tochter zur Welt bringt: die wird entweder sofort abgetrieben oder später ermordet/verbrannt, da die immens teure Mitgift in einigen Landesteilen Indiens immer noch von der Braut beziehungsweise den Eltern eingebracht werden muss.

Nicht nur die islamische Welt, sondern auch Indien hat noch einen sehr weiten Weg vor sich, was die Gleichberechtigung der Frauen betrifft.

***
Welche Meinung Mahatma Gandhis Enkel von den Juden hat, kann man hier nachlesen. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Sonntag, Januar 06, 2013

Was sich alle Antizionisten hinter die Ohren schreiben sollten


...ist Martin Luther Kings Ermahnung an einen Mitchristen

Der Text ist älteren Datums,
muss aber angesichts der Verharmlosungs- und Verleumdungsstrategien der Antisemiten im öffentlichen Raum stets neu ins Gedächtnis gerufen werden.

Quelle: Hagalil

 
Martin Luther King: Brief an einen antizionistischen Freund

"... Du erklärst, mein Freund, dass Du kein Judenhasser, sondern bloß "Antizionist" bist. Und ich sage, lasse die Wahrheit von hohen Berggipfeln erklingen, lasse sie in allen Tälern der grünen Erde Gottes wiederhallen: Wenn Menschen Zionismus kritisieren, meinen sie Juden – dies ist Gottes eigene Wahrheit.

Antisemitismus, der Hass auf das jüdische Volk, war und bleibt ein dunkler Fleck auf der Seele der Menschheit. In dieser Hinsicht sind wir einer Meinung. Und Du sollst wissen: Antizionismus ist dem Wesen nach antisemitisch und wird es immer sein.

Warum? Du weißt, dass Zionismus nichts Geringeres, als der Traum und das Ideal des in sein eigenes Land zurückkehrenden jüdischen Volkes ist. Das jüdische Volk, lehrt uns die Heilige Schrift, lebte einst glücklich in einem blühenden Staat im Heiligen Land. Von dort ist es von Römischen Tyrannen vertrieben worden, von den gleichen Römern, die Unseren Herrn grausam ermordet haben. Vertrieben aus seiner Heimat, sein Land in Schutt und Asche gelegt, gezwungen, durch die ganze Welt zu wandern, litt das jüdische Volk unter der Knute jeden Tyrannen, der gerade über es herrschte.

Das Volk der Schwarzen, mein Freund, weiß, was es bedeutet, die Qualen der Tyrannei von Herrschern, die wir nicht gewählt haben, zu ertragen. Unsere Brüder in Afrika haben um die Anerkennung und Verwirklichung unseren natürlichen Rechts, in Frieden unter unserer eigenen Souveränität in unserem eigenen Lande zu leben, gefleht, um sie gebeten, sie gefordert – nach ihr VERLANGT.

Wie einfach sollte es doch jedem, der dieses unveräußerliche Recht aller Menschen schätzt, fallen, das Recht des jüdischen Volkes, in seinem alten Land Israel zu leben, zu verstehen und zu unterstützen. Alle wohlwollenden Menschen jubeln über die Verwirklichung des Versprechen Gottes, Sein Volk in Freude zurückkehren zu lassen, um sein geplündertes Land wiederaufzubauen. Dies ist Zionismus, nicht mehr und nicht weniger.

Und was ist Antizionismus? Die Verweigerung dem jüdischen Volke eines Grundrechts, das wir mit Recht für die Völker Afrikas verlangen und allen anderen Völkern der Welt zugestehen. Die Diskriminierung von Juden, mein Freund, weil sie Juden sind. Kurz gesagt, es ist Antisemitismus.

Der Antisemit freut sich über jede Gelegenheit, seiner Bosheit freien Lauf zu lassen. In der westlichen Welt ist es mit der Zeit aus der Mode gekommen, sich zum Hass auf Juden offen zu bekennen. Der Antisemit muss deshalb ständig nach neuen Formen und Zuhörerschaften für sein Gift suchen. Wie sehr er diese neuen Maskerade genießt! Er hasst keine Juden, er ist bloß "Antizionist"!

Mein Freund, ich beschuldige Dich nicht des absichtlichen Antisemitismus. Ich weiß, dass Du, genau so wie ich, eine aufrichtige Liebe für Wahrheit und Gerechtigkeit und eine Abscheu gegen Rassismus, Vorurteile und Diskriminierung empfindest. Aber ich weiß, dass Du – wie manche andere – in Deinem Glauben, zugleich "Antizionist" sein und den Grundsätzen, die Du und ich teilen, treu bleiben zu können, fehlgeleitet bist. Lass meine Worte in den Tiefen Deiner Seele wiederhallen: Wenn die Menschen Zionismus kritisieren, meinen sie Juden – Du sollst hier keinen Fehler machen."

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(Quelle: www.projectonesoul.com/durban_king.htm , Nach: M.L. King Jr., "Letter to an Anti-Zionist Friend", Saturday Review XLVII (Aug. 1967), p. 76. Nachgedruckt in: M.L. King Jr., This I Believe: Selections from the Writings of Dr. Martin Luther King Jr. (New York, 1971), pp. 234-235.)

Jan Fleischhauer: Wa(h)re Freundschaft kann nicht wanken


Man ist ja so einiges gewohnt, was exotische Freundschaften in Journalistenkreisen betrifft: da liefern sich die Kontrahenten über Jahre hinweg einen Schreibkrieg nach dem anderen und auf einmal sieht man, wie sie sich in Talkshows herzen und freundschaftlich duzen. Dafür gibt es etliche Beispiele, die man hier nicht aufzählen muss.

Was Jan Fleischhauer in diesem SPIEGEL-Beitrag abgeliefert hat, ist schlicht enttäuschend, weil er darin mit keinem Wort Jakob Augsteins über die Jahre hinweg gepflegt-antisemitisch konnotierte Sprache anspricht. Wenn er schon dagegen ist, dass sein Freund und Antizionist (Ist ein Antizionist etwa kein Antisemit?) in's seiner Meiung nach falsche Eck gestellt wird, frage ich mich, über was die beiden Freunde so reden, wenn sie beim Plausch zusammensitzen.

Jan Fleischhauer kennt dieses Scheinargument aus Antizionisten-, also Antisemiten-Kreisen sicher:


Gerade die Freundschaft zu Israel verpflichtet uns zur Kritik etc...

Nun ist sicher nicht jeder, der so argumentiert, zwangsläufig auch Antisemit, aber er muss sich den Einwand gefallen lassen, dass zumindest(!) sein Statement antisemitisch konnotiert ist, ob aus Unwissenheit, Ignoranz oder grenzenloser Dummheit.

All' diese Erklärungsversuche treffen jedoch auf einen Intellektuellen wie Jakob Augstein nicht zu.

Was bleibt dann außer subtiler Unterstellung und antijüdischer Manipulation? Hat Jan Fleischhauer darüber schon einmal mit Augstein gesprochen, und wenn ja, welche Konsequenzen hat er daraus gezogen?

Man könnte meine oben zitierte "Verbindlichkeitserklärung" zur wahren Freundschaft ggenüber Israel nun instrumentalisieren und Jan Fleischhauer als Anleitung für den Umgang mit Augstein an die Hand geben. Das funktioniert
aber in diesem Fall leider nicht, weil Fleischhauer den eigentlich gebotenen Salto rückwärts sicher nicht mehr wagt. Wenn er sich das nächste Mal mit Augstein in privater Traulichkeit trifft, sollte er seinem Freund wenigstens unmissverständlich klarmachen, dass etliche seiner Äußerungen und die überstrapazierte Fixierung auf Juden eindeutig antisemitisch sind. "Wahre Freundschaft kann nicht wanken" heißt es doch in einem alten deutschen Volkslied. Ich habe da aber meine Zweifel, insbesondere nach dieser öffentlichkeitswirksamen Parteinahme für Augstein.

Jan Fleischhauer hätte es dabei belassen können, allein das Ranking Augsteins ironisch zu hinterfragen und ihn ansonsten an seinen Äußerungen zu messen. Genau das hat er aber unterlassen, weil er sonst selbst in eine Argumentationsnot geraten wäre.

Jeder, der hinter die Tarnkappen-Semantik Augsteins blicken kann, erkennt, dass er durch und durch Antisemit ist - ein linker Antisemit, der sich hinter dem scheinbar harmlosen Terminus Antizionismus versteckt. Nur Jan Fleischhauer will das nicht entdecken, weil - ja weil Jakob Augstein sein Freund ist.

Ich befürchte, dass der von Jakob Augstein und dessen Gesinnungsfreunden propagierte Antisemitismus im Gewande des Antizionismus sich im so genannten Bildungsbürgertum nicht nur halten, sondern sogar verstärken wird, denn nichts ärgert 20 Prozent der Deutschen so sehr wie die Tatsache, dass es in Nahost einen Staat gibt, dessen schiere Existenz sie an ihre dunkle Vergangenheit erinnert.
Man muss nicht lange suchen, um einen kleinen Vorgeschmack dafür zu bekommen, wie ein Blick in die Leserbrief-Foren etablierter Zeitungen reicht.

Ist dieses "Gebilde Israel" erst einmal weg, hat die Volkseele wieder Ruh' und man kann sich voll und ganz der Durchsetzung einer Öko-Diktatur widmen.

Aber das ist ja dann hoffentlich wieder Jan Fleischhauers Thema. Das Thema Augstein
jedenfalls hat er gewaltig in den Sand gesetzt.

Samstag, Januar 05, 2013

Imran Firasats Anti-Mohammed-Film: Nachschlag


Nachtrag zu Imran Firasats Anti-Mohammed-Film



Gemeint ist nicht das Machwerk des Kopten in den USA wenige Wochen zuvor.

Ich hatte über Firatas Film schon hier berichtet.


Ein Rechtsextremer? Da kann ich nur bitter lachen. Imran Firasat mit seiner Familie im Bild rechts.



Mittlerweile droht Imran Firasat die Ausweisung aus Spanien nach Pakistan, weil die Iberer es sich mit den Pakistanis politisch nicht verscherzen wollen: http://ejbron.wordpress.com/2013/01/03/persverklaring-van-imran-firasat/

PI
- ja ja - hat den Text übersetzt, auch wenn das politisch noch so unkorrekt ankommen sollte. Wenn die Ampel auf Rot steht, steht sie eben auf Rot - egal wer das sagt. Ich überprüfe die Fakten, mehr nicht; und das heißt noch lange nicht, dass ich PI in allen Dingen unterstütze. Und verdammt noch mal - warum muss ich mich jetzt eigentlich dafür rechtfertigen, wo es in den etablierten Blättern jede Menge links motivierte antisemitische Kommentare gibt, die für lau durchgehen?

Wie moralisch
versifft muss unsere Gesellschaft eigentlich noch werden, bis sie begreift, dass es höchste Zeit ist, Menschen wie Imran Firasat zur Seite zu stehen - und das ohne weltanschauliche Vorbehalte?

Hier die Übersetzung:

http://www.pi-news.net/2013/01/imran-firasat-droht-abschiebung-nach-pakistan/#more-299217

Montag, Dezember 24, 2012

Israels heilsgeschichtliche Bedeutung in der Bibel (von Ludwig Schneider)


Ein knapp und präzise formulierter Beitrag zur Rolle Israels im biblischen Heilsplan

Heute bin ich bei einer Recherche zufällig auf einen großartigen Artikel aus dem Jahr 2011 gestoßen, der mich ob seiner Geradlinigkeit und Liebe zu Israel mehr als überzeugt hat. In christlichen Medien liest man so etwas selten bis gar nicht. Er wird bisher wohl kaum beachtet worden sein - deshalb hier ein neuer Versuch.

Ich lasse Ludwig Schneider selbst formulieren, weil alles andere Hinzufügen eitles Geschwätz wäre (Halbfett-Hervorhebungen durch mich; Castollux)

Herzlichen Dank an Ludwig Schneider für seine klaren Worte. Würden doch alle Christen ihr Herz dafür öffnen!



Israelfreunde sagen, das biblische Judentum sei die Wurzel, die das Christentum trägt. Andere dagegen behaupten, die Wurzel sei Jesus Christus.

Auslöser dieser Streitfrage ist die Warnung des Paulus an die Christen zu Rom:

„Überhebe dich nicht gegen die Zweige! Überhebst du dich aber über sie, so bedenke: Nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel trägt dich!“
(Römer 11,18).

Hier geht es um die Zweige. Weil Paulus aber mit den Zweigen das Judentum meint, über das man sich nicht erheben soll, und sie der uns tragenden Wurzel gleichsetzt, kann Paulus mit der Wurzel nicht Christus gemeint haben, denn Roms Christen hatten sich nicht über Christus erhoben, sondern über das Judentum als ihre Glaubensherkunft.

Die Lehre, dass Christus die Wurzel ist, kam erst auf, als die hellenistische Kirche begann, den Juden die Stellung als Glaubenswurzel streitig zu machen, um selber an Israels Stelle treten zu können. So verfolgte man damals nicht nur die Juden, sondern auch die Judenchristen, weil sie – wie Ignatius im 2. Jh. schmähte – „noch nach Judenart glauben“, denn für ihn war jede theologische Wurzel zum Judentum Sünde. Wer daraufhin die jüdischen Glaubenswurzeln verließ, wandte sich heidnischem Brauchtum zu.

Natürlich kann man Jesus Christus als Wurzel bezeichnen, kann er doch für sich viele Metaphern beanspruchen, z.B. Brot; Eckstein; Fels; Hirte; Sämann; Töpfer; Weinstock; Weizenkorn; Wort usw. Das heißt aber nicht, dass immer, wenn eine dieser Metaphern auftaucht, sie sich allein auf Christus bezieht. Daher gehört alles in den biblischen Kontext; auch der Begriff Wurzel (hebr. Schoresch), den Paulus in diesem Zusammenhang nicht auf Christus hin auslegt, sondern dem Kontext gemäß auf das alttestamtlich-biblische Judentum, das von Roms Christen als die Wurzel bzw. Herkunft ihres Glaubens in Frage gestellt wurde.

Paulus warnt die Christen, sich nicht über die ausgebrochenen jüdischen Zweige zu erheben, die Gott zu seiner Zeit wieder einpfropfen wird (Römer 11,23-24), denn nicht die christlichen Zweige, die wider die Natur in den Ölbaum eingepfropft worden sind, tragen die Wurzel, sondern sie werden von der Wurzel getragen. 

Somit ist die Wurzel des alttestamentlich-biblischen Ölbaums das Judentum, angefangen von den biblischen Erzvätern über das jüdische Volk bis hin zu den messianischen Juden. Auch Jesu Wort: „Das Heil kommt von den Juden“ (Joh. 4,22) ist ein Hinweis auf unsere jüdische Glaubenswurzel.  

Daher sind die Heidenchristen, obwohl sie vorher vom Bürgertum Israels ausgeschlossen waren, wie Ruth nun Miterben Israels geworden (Eph. 2,12) – nicht Alleinerben!

So sind die Heidenchristen „wider die Natur“ in Israel eingepfropft worden – nicht umgekehrt (!) – denn durch ihre Bekehrung sind sie Mitgenossen des auserwählten Gottesvolkes Israel geworden und werden daher heilsplanmäßig von der alttestamentlichjüdischen Wurzel getragen. 

Wie die Kirchengeschichte zeigt, kann ihr „wider die Natur“-Eingepfropftsein auch als „wider Willen“ gedeutet werden, denn wer die ihn tragende jüdische Wurzel ablehnt, hasst sich selbst.

Auch wenn die Erlösung aus Gnaden geschieht, kann die Arroganz der Christen gegenüber ihren jüdischen Wurzeln dazu führen, dass die Christen wegen ihrer Überheblichkeit den Juden gegenüber wieder aus Gottes Heilsbaum herausgerissen werden (Römer 11,18 u. 22). 

NAI Ludwig Schneider

Mittwoch, Dezember 19, 2012

Mohammed: 71 Video-Minuten über die Entstehung einer Gewalt-Biografie und Installation einer Vernichtungsideologie


Was der pakistanische Ex-Muslim Imran Firasat über Mohammed und den Islam zu sagen hat

Allein
schon der Titel seines 71 Minuten langen Videos The Innocent Prophet (nicht zu verwechseln mit der stümperhaft gemachten Version Innocence of Muslims eines Kopten vor einigen Wochen) wird sicher jetzt schon einige Hassreaktionen aus der islamischen Welt hervorgerufen haben, obwohl Imran Firasat (Er ist bisher nicht so bekannt in der Fatwa-Asservatenkammer) diesmal fast nur Fakten gebracht hat.

Doch die schon mit den Hufen scharrenden Henker aus dem islamischen und linken Spektrum sollten sich den Streifen bis zum Ende ansehen, bevor sie ihre Messer wetzen.

Und auch aus der einen oder anderen wohlmeinenden und temperiert-"islamkritischen" Ecke wird man einwenden, dass der amerikanische Prediger Terry Jones zu diesem Film das Vorwort spricht.

Aber:

Wenn eine Ampel (tatsächlich) auf Rot steht und Terry Jones sagt, dass man dort anhalten müsse, werde ich das tun - ungeachtet seiner sonst holzschnittartig und charismatisch formulierten Weltanschauung, die ich in manchen Punkten nicht teile. Außerdem ist mir nicht bekannt, dass Terry Jones irgendeinen Muslim umgebracht hätte oder zur Gewalt an Muslimen aufgerufen hätte, nur weil man seine Meinung nicht teilte.

Der Ex-Muslim Imran Firasat beschreibt in – zugegebenerweise – einfacher Systematik und relativ simpler (Bild-) Darstellungsform die Biografie Mohammeds, seine auf Gewalt aufbauende Enkulturation und die faschistoiden Auswirkungen seiner brutalen Missionierungs- und Vernichtungsorgien auf die arabische Halbinsel und weltweit bis heute.

Ich bevorzuge zwar die exegetische Auseinandersetzung (bin Evang. Theologe), an der sich die Imame aus sattsam bekannten Gründen nicht ernsthaft beteiligen wollen (Stichwor Arabische Verbalinspiration als Wort Allahs), denke aber, dass die einfache und augenfällige Präsentation Imran Firasats den interessierten Laien mehr anspricht als theologisches Kauderwelsch, das kaum jemendem weiterhilft.

Also bitte: ansehen und dann (be-) urteilen. Das Material ist gut zur Weiterverbreitung geeignet.

Der Film wird vom Autor selbst englisch kommentiert, ist aber sehr gut zu verstehen.

Bitte hier klicken, um das Videom anzusehen.

***
Wichtiger Hinweis:

Ich habe versucht, das Video mit ClipGrap auf meine externe Festplatte runterzuladen. Das funktionierte auch, aber mein Blog-Provider Blogger.com sperrte sich aus unerfindlichen Gründen gegen das Upload.

Wenn Freunde meine gesicherte Video-Ausgabe haben wollen, schicke ich sie ihnen mittels Skype oder Pando (Letzteres erfordert allerdings eine Installation auf beiden Seiten, um den Datenfluss zu sichern). Auf Facebook mache ich das nicht, weil es dort zu viele Schwachstellen gibt.

Update, 23. 12. 2012

Von einer befreundeten Bloggerin bin ich unterrichtet worden, dass ein Islamkritiker namens Ali Sina sich auf seiner Webseite sehr kritisch mit dem Video auseinander gesetzt hat.  Zudem verweist er dort auf andere Versuche von Kollegen.

Ich habe seine Argumente durchgelesen und finde einige plausible Formulierungen und Hinweise darunter. Allerdings muss auch darauf hingewiesen werden, dass besagter Ali Sina selbst an der Verfilmung einer Mohammed-Biografie arbeitet und sicher alles andere als erfreut darüber gewesen sein dürfte, dass
Imran Firasat ihm zuvorgekommen ist. Aber das ist nur meine unmaßgebliche Meinung. Interessant jedenfalls einige Leserkommentare, die so unbegründet nun auch wieder nicht klingen.


Update, 5. Januar 2013


Mittlerweile droht Imran Firasat die Ausweisung aus Spanien nach Pakistan, weil die Iberer es sich mit den Pakistanis politisch nicht verscherzen wollen:

http://ejbron.wordpress.com/2013/01/03/persverklaring-van-imran-firasat/ 

Und hier eine Übersetzung von PI, auch wenn das politisch noch so unkorrekt ankommen sollte. Wenn die Ampel auf Rot steht, steht sie eben auf Rot - egal wer das sagt. Ich überprüfe die Fakten, mehr nicht; und das heißt noch lange nicht, dass ich PI in allen Dingen unterstütze. Und verdammt noch mal - warum muss ich mich jetzt eigentlich dafür rechtfertigen, wo es in den etablierten Blättern jede Menge links motivierte antisemitische Kommentare gibt, die für lau durchgehen?

Hier die Übersetzung:


http://www.pi-news.net/2013/01/imran-firasat-droht-abschiebung-nach-pakistan/#more-299217