Posts mit dem Label Heplev werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Heplev werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, September 19, 2012

Zwei Arschkriecher und ein standfester Verteidiger der Meinungsfreiheit



Feigheit und Opportunität

"Ich will dazu aufrufen, dass wir nicht auch noch Öl ins Feuer gießen. Zwar gilt in Europa die Presse- und Meinungsfreiheit. Die Meinungsfreiheit ist aber nicht grenzenlos".

Außenminister Westerwelle [lt.Presseberichten] zu den neuen Karikaturen im französischen Satireblatt Charlie Hebdo. DieWebseite ist logischerweise - aus welchen Gründen auch immer - momentan sehr schwer aufrufbar.


Dagegen mutige Prinzipientreue

"Wir veröffentlichen Karikaturen über jeden und alles jede Woche. Wenn wir es aber mit dem Propheten machen, wird es Provokation genannt" 

Stephane Charbonnier, Chefredakteur des Charlie Hebdo


Dann nochmals Feigheit und Opportunität

Ein ganz besonders schäbiges Beispiel für vorauseilende Unterwerfung konnte man kürzlich in Norwegen registrieren, wo ein hoher Polizeioffizier öffentlichkeitswirksam in eine Moschee ging, um sich bei jenen zu entschuldigen, deren Glaubensbrüder zu Mord und Totschlag griffen, weil sie sich wieder einmal beleidigt fühlten.

Doch wenn er schon stellvertretend büßen wollte:

Er hätte seinen dämlichen Fauxpas vermeiden können, wenn er stattdessen -
da er sich schon so eitel in Pose werfen wollte -, gegenüber den amerikanischen und israelischen Botschaften oder bei den Juden in Norwegen und weltweit Abbitte wegen falscher Schuldzuweisungen geleistet und vielleicht noch einen Tag über seine Aktion nachgedacht hätte.

Warum, sagen Stefan Frank auf dem Blog von Lizas Welt sowie HonestReporting tags zuvor.

In diesem Zusammenhang sei besonders auf Norwegens zutiefst antisemitische Politik verwiesen, die Manfred Gerstenfeld sorgfältig unter die Lupe genommen hatte. Er bezeichnet das skandinavische Land als das judenfeindlichste in Westeuropa. Und das nicht zu Unrecht, wie man bei HEPLEV nachlesen kann.

Hier das Canossa-Video (Untertitel in Englisch, leicht zu übersetzen). Ein Klick auf die Abbildung funktioniert hoffentlich auch.

Bootlicking at its best

Dienstag, Juni 28, 2011

"Mast und Schotbruch!"

Nachzulesen hier:

Narren-Flottille Richtung Gaza abgelegt

Donnerstag, März 31, 2011

Protokoll eines Weisen von Google Earth

Blogger Heplev ist via Elder of Ziyon auf eine Riesensauerei in der Google Earth-Community gestoßen.

Wie Sie möglicherweise wissen, kann man sich bei Google Earth registrieren und dann eigene Einträge auf der Map vornehmen, also z.B. Infos zu Ortsnamen oder Regionen einstreuen etc. und vieles mehr.

Dass mittels dieser redaktionellen Bearbeitungsmöglichkeit Manipulationen jeglicher Art Tür und Tor geöffnet wird ist somit kaum zu vermeiden.

Heplev mit einer fast unglaublichen Geschichte:
Wenn man bei Google Maps nach der Großen Synagoge in Brüssel sucht und die Maus über das Gebäude führt, dann kann man das hier sehen:
In dem Pop-up-Fensterchen kann man – übersetzt – lesen:

Alle politischen, wirtschaftlichen und Finanz-Entscheidungen in Belgien werden hier getroffen. Um eine Entscheidung treffen zu können, muss das belgische Parlament (Wetstraat) vorher die Genehmigung der Zelle der Gelehrten Weisen von Zion einholen, die in der Großen Synagoge Brüssels (Regentschapsstraat) ihren Sitz hat.
Das Beispiel aus Brüssel ist übrigens eines von vielen, die bisher schon angewandt wurden, und wen wunderts - der israelisch-palästinensische Konflikt avancierte dabei zum Truppenübungsplatz Nr.1. Seitens der Pal-Araber wurde (wird) Google Earth immer wieder dazu genutzt, die Namen israelischer Städte mit einem antiisraelischen Kommentar zu versehen oder unzulässige Änderungen vorzunehmen, siehe hier.

Dienstag, März 15, 2011

Itamar-Massaker: Obamas rhetorischer Kniff

Ohne Worte

Hab' ich wieder einmal von Heplev geklaut. Er übersetzte die Originalsprechblasen des unvergleichlichen Yakoov Kirschen ins Deutsche.


Samstag, März 12, 2011

5 Israelis ermordet: Verhaltene Reaktion in den Medien

Bei Heplev gefunden:

Fünffach-Mord in Itamar – und unsere Medien?

In der Nacht drang einer oder mehrere Araber in die bei Nablus gelegene israelische Siedlung Itamar ein, töteten fünf Mitglieder einer achtköpfigen Familie (die Eltern, zwei Kinder im Alter von 11 und 3 Jahren, sowie ein Kleinkind, das je nach Meldung einen oder drei Monate alt war. Die 12-jährige Tochter konnte zwei ihrer Brüder (6 und 2 Jahre alt) retten, weil sie mitten erst in der Nacht nach Hause kam.

Kommt dieser Terroranschlag in unseren Medien vor?


Ja, er ist gelegentlich zu finden – wenn man danach sucht.


Die ARD hat im Videotext einen Eintrag „Fünf Tote im Westjordanland“, bei dem erst im zweiten Absatz erklärt wird, wer die Mörder sind – als „Polizeiangabe“. Die Meldung beginnt: „Bei einem Überfall auf eine jüdische Siedlung im Westjordanland sind fünf Israelis getötet worden.“ Wie feige der Mord ist (fünf im Schlaf erstochene Menschen, drei davon Kinder) wird nicht erwähnt, dafür folgt im dritten Absatz eine Erklärung der Tat: „In den vergangenen Tagen ahtten sich die Spannungen zwischen palästinensischen Bauern und jüdischen Siedler in der Region nahe Nablus verschärft.“


Auf tagesschau.de muss man schon das Stichwort „Itamar“ eingeben, um eine Information zu bekommen, die in keiner Übersicht vermerkt ist: „Ein palästinensischer Attentäter hat im Westjordanland fünf Mitglieder einer Siedlerfamilie getötet. Der Mann drang in das Haus ein und erstach die Eltern und drei Kinder. Drei weitere Kinder entkamen. Die israelische Armee sucht nach ihm und errichtete Straßensperren.“


Das ZDF hat im Videotext nichts zum Mord stehen. Auf heute.de ist ebenfalls nichts zu finden.


n-tv
wagt es tatsächlich, im Bereich Politik (ganz oben in einer Spalte, aber man muss schon gut hinsehen) den Mord einen Terroranschlag zu nennen. Dort ist auch die Überschrift eindeutig: „Palästinenser tötet Siedler“. Auch die zunehmenden Spannungen werden erwähnt, von Verletzten Anfang der Woche, ohne allerdings zu erwähnen, wie diese Spannungen entstanden und wer da verletzt wurde. (Die Videotextseite 119 ist ein Ausschnitt der Meldung auf der Website.)

Mit der seiteninternen Suche kann man auch bei N24 einen leicht ausführlichen Eintrag finden: „Überfall auf israelische Siedlung im Westjordanland.“ Und auch hier muss man erst einmal in den Text hinein lesen, um das hier zu finden: „Nach Angaben der israelischen Nachrichtenwebsite Ynet gelang es dem palästinensischen Angreifer, in die Siedlung Itamar in der Nähe von Nablus einzudringen. Dort habe er eine fünfköpfige Familie getötet, die Eltern sowie ihre drei Kinder. Eine Armeesprecherin bestätigte, dass es in der Siedlung einen Angriff eines Palästinensers gab.“

„Nach Angaben von“ – also wird die Glaubwürdigkeit nicht unbedingt angenommen. Und im dritten (letzten) Absatz wird auch wieder auf die „verschärften Spannungen“ mit „mindestens elf Verletzten“ bei Zusammenstößen verwiesen. (Im Videotext ist nichts zu finden.)


„Der Nachrichtensender“ Phoenix hat keine Informationen im Videotext. Gleiches gilt für RTL und Sat1, ebenso für die Nachrichtensendungen im Radio.


DIE WELT
hat sich getraut: „Radikaler Palästinenser ersticht fünf Israelis“ heißt die Meldung, deren Link auf der Eingangsseite nicht versteckt wirkt. Woher die wissen wollen, dass der Araber radikal war, erschließt sich nicht; es wird im Text nicht wiederholt. Die Meldung ist in klaren Worten zu den Fakten verfasst. Darunter befindet sich dann ein großes Foto mit folgender Bildbeschreibung: „Jüdische Siedler in einem Haus in Hebron feiern im Jahr 2008 den Beginn einer neuen Bauwelle im Westjordanland. Die jüdischen Siedlungen im Palästinensergebiet sind ein ständiger Zankapfel zwischen den beiden Konfliktparteien.“ Das spricht dann doch wieder Bände: DIE WELT muss ein drei Jahre altes Foto bemühen, um eine angebliche Bauwelle zu attestieren (die es so nun gar nicht gibt).

Bei SPON muss man auch wieder die interne Suche bemühen; der Artikel versteckt den Täter auch erstmal irgendwo im ersten größeren Absatz, wiederum als „Angabe der israelischen Nachrichtenwebsite YNet“ – es handelt sich um denselben Text wie bei N24.


Der Focus hat auf der Eingangsseite eine Verlinkung etwa in der Mitte der Seite zwischen zwei anderen kleinen Links; es handelt sich wieder praktisch um dieselbe AFP-Meldung wie bei N24 und SPON, die die israelischen Angaben im Konjunktiv vermerkt.


Bei der Süddeutsche Zeitung muss man wieder die Suchfunktion bemühen. Dann prangt in der Überschrift ein palästinensischer Täter, den man im Text nur einmal und als „vermutlich“ findet. Dafür wird auf dem Begriff „Siedler“ herumgeritten, die drei geretteten Kinder ausgelassen und sich im Übrigen auf scharfe israelische Reaktionen konzentriert. (Grundlage des Textes sind Reuters und dpad.)

Frankfurter Allgemeine Zeitung – Fehlanzeige.
Frankfurter Rundschau – nichts
Der Tagesspiegel – große Leere
Kölner Stadt-Anzeiger – nichts zu finden
Rheinische Post – nada
DIE ZEIT – Pustekuchen.

Donnerstag, Februar 10, 2011

Wiki-Assange und das eingeforderte Recht auf ideologisch gefärbte Transparenz

Kein Mensch hat etwas dagegen, wenn WikiLeaks in Person des eitlen Gecks Julien Assange schreckliche Vorfälle aufdeckt, wie z.B. den Beschuss von Kameraleuten in Bagdad (wurde ja auch von der US-Justiz aufgenommen, was übrigens auch wieder für eine funktionierende Demokratie spricht). Aber darüber sprechen USA-Hasser nicht gerne….

Und kein Unterstützer der USA bzw. freien Berichterstattung hat etwas dagegen, wenn Apache-Kameraaufnahmen als Beweismittel herangezogen werden, weil die Bordschützen die Kamera-Stative für Waffen hielten. (So schrecklich das klingt: es war Krieg, kein Sandkastenspiel, in dem man erst abwartet, ob der Gegner eine Schaufel mit Sand wirft).


Kein ehrlich empfindender Demokrat und emphatisch reagierender Mensch - sowieso kein Israeli - kann sich wohl fühlen bei solchen Bildern. Ich selbstverständlich auch nicht.


Und dennoch: US-Amerikaner oder westliche Bürger in Europa, die das Einmaleins der Mitmenschlichkeit beherrschen, werden nicht nachvollziehen können, dass WikiLeaks in einseitig weltanschaulicher Weise Dokumente für einen Cyber-Weltanschauungskrieg verwendet, wie ihn DER SPIEGEL, das sozialistische Kampfblatt The Guardian (mit seiner widerlich-antisemitischen Rubrik Comment is Free (CiF) und die antizionistische NY Times seit Dezember 2010 weltweit verbreiten.


Gibt es Menschenrechtsverletzungen nur in der westlichen Hemisphäre?

Kein Wunder - schließlich bezogen die von mir genannten Tageszeitungen ihre Quellen direkt von Assange. Und Assanges Quelle ist alles andere als konservativ.


Für mich ist Assange ein menschlicher Versager, was sich in seiner erbärmlichen Hospitalismus-Show und breitgetretenen, selbst entworfenen sozialistischen Pia Desideria des vollkommenen Kommunismus manifestiert.

Warum wohl hatte der Öffentlich-Rechtliche Sender ARD so berichtet? Bestimmt nicht, weil er so dezidiert konservativ ausgerichtet wäre….


Vor ein paar Stunden habe ich mir die Dokumentation angesehen, die großsprecherisch ankündigte, dass man auch Assanges Glaubwürdigkeit inhaltlich hinterfragen würde.


Nichts davon ist wahr.


Und kaum ein kritisches Wort wurde verloren über Assanges ultralinke und den Westen hassende weltanschauliche Position und seine daraus resultierenden Beweggründe. Stattdessen hat man ein WikiLeak-internes Geplänkel zwischen Assange und Wikileaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg in den Vordergrund der Dokumentation gestellt, in der es um persönliche Eitelkeiten geht - so, als handle es sich hier nicht um inhaltliche und persönlich-weltanschauliche Auseinandersetzungen, sondern um Formalitäten und innerbetriebliche Dissonanzen.


Die ARD liefert hier wieder ein Meisterbeispiel für biased coverage, wie es stümperhaft und schlechter kaum inszeniert werden könnte und nur von ahnungslosen westlichen und deutschen Sehern/Lesern
für wahr genommen werden kann.

Zwischenzeitlich hat mir tw_24 mitgeteilt, dass die Doku in der ARD-Mediathek zu fnden ist. Besten Dank!

======
Hattip:
tw_24

Samstag, November 13, 2010

Frauen an Preisschildern: Wie man Fakten iranisch abcheckt

Aus der von mir übersetzten Webseite HonestReporting*

Kürzlich organisierte eine Menschenrechtsgruppe gegen Frauenhandel im Dizengoff Center in Tel Aviv eine Ausstellung, in der Frauen mit angehefteten Preisschildern zu sehen waren – so, als wären sie zum Verkauf feilgeboten. Absicht: öffentliches Bewusstsein wecken und Unterschriften sammeln.


Foto: Haaretz

Die Schockwirkung zahlte sich aus: Haaretz zufolge „reagierten sehr wenige Passanten negativ oder gleichgültig” und Hunderte unterzeichneten die Petition.

Dies zog auch die Aufmerksamkeit der iranischen Webseite Rajanews auf sich. Israelity erklärt, was dann passierte:
Die iranische News-Webseite Rajanews griff die Geschichte auf. Aber statt sie in den richtigen Kontext zu setzen, titelte sie das Stück mit „Prostitution in Israel“, dazu mit einer Bildunterschrift zum eingefügten Foto (direkt von der Haaretz-Webseite entnommen), die „Sklavenmarkt in Israel“ suggerierte. Der Artikel führte dann weiter aus, „mehr Licht“ auf moderne Sklaverei in Israel zu „werfen“, einem „Land, das von sich behauptet, eine Demokratie zu sein“.

Das iranische „Missverständnis“ (wenn man es freundlich interpretiert), wurde von Mohammad Memarian publik gemacht, einem iranischen Blogger der Webseite Mideast Youth, der seine Landsleute sowohl für die Veröffentlichung der Verleumdung als auch für die nicht sofort erfolgte Zurückweisung der Erdichtung zurechtwies.


Man kann Rajanews zugute halten, dass sie den Artikel wieder löschte, aber man kann ihn immer noch auf Webseiten wie dieser lesen (in persisch).


Gehen wir einmal davon aus, dass sämtliche Flecken auf Israels Haut getilgt wurden. Unwahrheiten können berichtet werden, aber Gott bewahre, sollte es irgendwelche ähnlichen Unanständigkeiten im iranischen Web geben.
Mideast Youth’s Kritik trifft den Nagel auf den Kopf:
Ganz ehrlich gesagt kann ich mir schwer vorstellen, dass so eindeutig verfasste Artikel wie dieser in Haaretz ein so derbes Missverständnis erzeugen können. Eher ist davon auszugehen, dass der ursprünglich befasste Nachrichtenredakteur oder Übersetzer die Geschichte verfälscht hatte in der Annahme, dass sich niemand jemals (zu-) trauen würde, die Wahrheit herauszufinden. Solch eine bittere Tatsache wie diese unbeholfene Verzerrung der Wahrheit dient immer noch als passendes Instrument, die Hirne der Leser zu manipulieren.
Faktencheck auf iranisch.

------------
*Ich übersetze für diesen Medien Watchdog zusammen mit Heplev
seit 2006.