Dienstag, März 02, 2010

Der letzte Mohikaner und die polternden Daunenfedern

Wenn Daunenfedern krachend herunterprasseln könnten, falls es um journalistische Ethik geht, dann gewiss in diesem Fall.

Paul Martin, freiberuflicher Reporter [Freelancer] für die BBC und andere [britische] Nachrichtenmedien (im Bild rechts, Quelle: HonestReporting), ist so etwas wie eine ethische Nagelprobe für den internationalen Journalismus und besonders für das Verhalten der BBC, wenn es um Notlagen ihrer Beschäftigten geht:

Seit mehreren Jahren ist Martin für Beep ["Beep" verballhornt für BBC] in Nahost unterwegs; bis vor 6 Wochen als letzter Mohikaner im Gazastreifen, wo er nun von der Hamas eingebunkert wurde.

Interessant und höchst aufschlussreich ist das Verhalten seines Arbeitgebers BBC, der sich im Jahr 2007 fast stündlich und weltweit mit Stellungnahmen zum verhätschelten Kollegen Alan Johnston bemerkbar gemacht hatte. Bei Martin schweigt die BBC.

Warum?


Paul Martin war zumindest partiell um ausgeglichene Berichterstattung bemüht: er kritisierte die Hamas ebenso wie Israel, auch wenn man die bei ihm manchmal auftretende Äquidistanz zwischen Terroristen und dem demokratischen Staat Israel keinesfalls gutheißen darf. Johnston hingegen betrieb eine völlig einseitige Berichterstattung für die Sache der (radikalen) Palästinenser, die Israels Positionen und Sicherheitsinteressen völlig ausblendete und von Hass gegenüber dem jüdischen Staat gekennzeichnet war.


Hatte sich deshalb die BBC so für Johnston engagiert und lässt sie aus dem gleichen Grund Paul Martin im Regen stehen?


Im Folgenden eine Übersetzung zum Thema, die ich aus dem Media BackSpin von HonestReporting entnommen habe:



Ohrenbetäubendes Schweigen zu Paul Martin

Die Hamas verlängerte die Inhaftierung des britischen Journalisten Paul Martin um weitere 15 Tage.

Traurige Nachrichten, aber kaum überraschend. Die Hamas führt einen Krieg gegen die Pressefreiheit.


Überraschend ist das Schweigen der Medien in diesem Fall. Martin ist nicht so populär wie Alan Johnston. Man sollte aber annehmen, dass sich die britischen Nachrichtenmedien (besonders die BBC), die jahrelang von Martins Arbeit profitiert hatten, lautstärker auftreten würden.


Tom Gross hebt hervor:
Paul Martin, der früher in Kairo lebte, hat jahrelang für mehrere verschiedene Medien gearbeitet, darunter das BBC-Fernsehen und den Radiosender. In der Tat war er vor 6 Wochen der letzte Reporter, der für die BBC in Gaza im Einsatz war - gerade deshalb ist das beinahe völlige Schweigen der BBC, sein Schicksal betreffend, so ohrenbetäubend. Man vergleiche das nur einmal mit den nahezu stündlichen Statements, die [BBC] Tag für Tag, Woche für Woche wegen ihres ehemaligen Gaza-Korrespondenten Alan Johnston abgab, als er 2007 in Gaza gefangen gehalten wurde.

Man vermutet, dass die Sorge der BBC um Johnston deshalb so groß war, weil er „durch und durch einer der ihren war“ (was natürlich auch beinhaltete, dass er in seinen Reportagen eine große Sympathie für die Sache der Palästinenser an den Tag gelegt hatte), wohingegen Paul Martin, der nur auf Freelancer-Basis für die BBC tätig ist, wenigstens einige Versuche unternahm, die Hamas genauso zu kritisieren wie Israel. (Als Johnston freigelassen worden war, vermied er es demonstrativ, Israels Regierung Lob zu zollen, die in jeglicher Form auf seine Freilassung hingewirkt hatte. Stattdessen rief er Hamasführer Khaled Meshaal in Damaskus an, um sich bei ihm persönlich zu bedanken. Weitere Einzelheiten hier und zu Johnston hier).
Man sollte also davon ausgehen [können], dass die in Jerusalem ansässige Foreign Press Association (FPA) mit wachsamen Augen um Martins Sicherheit bedacht sei und den jämmerlichen Zustand der Pressefreiheit in Gaza berücksichtige. Aber die FPA hat gerade mal eine Stellungnahme abgegeben. Der Vorsitzende Conny Mus ist mit wichtigeren Problemen beschäftigt: Israels neuer Kampagne für Bürgerdiplomatie.

Lesen Sie Gross’ Beitrag vollständig [in Englisch].


Dazu passend: 3 wichtige Unterschiede zwischen Paul Martin und Alan Johnston.

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Quelle: HonestReporting

Sonntag, Februar 28, 2010

Grüne Abfallcontainer brennen am besten

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hatte ich eigentlich recht gut durchgeschlafen, keine Dummheiten gemacht, war rechtzeitig um etwa 22.30 Uhr ins Bett gegangen und dann dies:

Um etwa 5:30 h wachte ich auf, weil ich von Qualm träumte. Oft träume ich genau das, was sich dann abspielt. Wie beim Pinkeln, dann steht man wenigstens rechtzeitig auf….

Leider war es kein Traum: Meine Wohnung (mein Schlafzimmerfenster ist bei Plusgraden immer gekippt) war ein einziges giftiges Nebelfeld. Als ich einigermaßen zu mir kam, wurde mir speiübel. Ich stand auf, stattete der Toilette einen heftigen Kurzbesuch ab, ging zum Balkon und sah nach unten.

Flammen, die bis zum ersten Stock hochschlugen (ich wohne im zweiten Stock). Da ich immer noch benebelt war, wusste ich nicht sofort, wo der Brandherd war. Wenige Minuten später wusste ich es: Unsere großen Müllcontainer, die (fast) unmittelbar unter meinem Balkon liegen, waren in Brand gesetzt worden. Ich hatte große Angst, gebe ich zu.

Auf einmal sah ich unten einen Mann, der heftig telefonierte, dann kam die Polizei, riss unseren Feuerlöscher aus dem Hausflur (erfuhr ich später), und versuchte, mit unzureichenden Mitteln, die Flammen zu löschen, die mittlerweile mindestens 7 bis 8 Meter hoch ausschlugen und ihren Schein in meine Wohnung warfen.

Währenddessen bildeten sich riesige schwarze Rauchwolken, die zur angrenzenden großen Straernkreuzung schwappten und bis zu 20 Meter hochtrieben, schätze ich.

Unglaublich: Die Polizei war vor der Feuerwehr da. Warum nicht umgekehrt? Vielleicht kenne ich die Prozedere der Notmeldungen nicht.

Gut, ich muss das erst noch verkraften.

Heute (Samstag) fuhr ich meine Straße ab, um festzustellen, ob noch mehr passiert sei. Und tatsächlich: bei zwei weiteren Adressen waren alle Müllcontainer abgekohlt. Unser Viertel ist eigentlich sehr gut aufgestellt, eines der besten in der Innenstadt. Aber dieses Beispiel hat mir gezeigt, dass keine Straße mehr sicher ist.

Samstag, Februar 27, 2010

Sexueller Missbrauch, Hurenböcke und ganz spezielle Menschenrechte

Nein, um die aktuelle Diskussion zu Fleischeslüsten mancher katholischer Religionspädagogen und deren merkwürdige Interpretation des Zölibats geht es hier nicht (siehe Kritik De captivitate Babylonica ecclesiae [Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche]) – hier meldet sich wieder ein Namensvetter des letzten „Propheten“, um Kindesmissbrauch zu rechtfertigen.

Der Interviewer nennt das euphemisierend „Unter die Haube bringen“, fragt aber ansonsten relativ hartnäckig nach. Auch nicht selbstverständlich für saudi-arabische Verhältnisse. Manche Interviewer hierzulande hätten es Herrn Dr. Sharif wesentlich leichter gemacht….


Deutlicher als er kann man seine Verachtung für die universellen Menschenrechte kaum artikulieren. Nett auch seine Schlussbemerkung:
Atheists, Christians, and Fornicators Are Responsible for Human Rights Treaties
Zum Ansehen des Videos bitte hier oder auf die Abbildung klicken; Transkript bitte hier lesen.

Quelle: MEMRI

Sonntag, Februar 21, 2010

Schmutzfink der Woche

Obama and His Peace Initiative in Israel's Grip

Cartoonist: Fadi Abu Hassan

Source: www.aljazeera.net

Spiel, Satz und Sieg in Dubai

Halb Europa bedauert das Ableben eines Hamas-Fürsten, an dessen Händen jede Menge Blut geklebt hatte, Regierungen bestellen israelische Botschafter zur "Aufklärung" ein und für die Medien ist eh' alles klar. Trotz Fehlens jeglicher Beweise wird Israel beschuldigt, Mahmoud al-Mabhouh in Dubai ein One Way Ticket unter die Erde verschafft zu haben.

Dass man haltlose Gerüchte auch humorvoll kontern kann, zeigte die israelische Botschaft in Großbritannien, die gewitzt den Sieg einer israelischen Tennisspielerin in Dubai twitterte, was natürlich für
Empörung beim Guardian sorgte:


Wenn Sie auf die Abbildung klicken, gelangen Sie auf William A. Jacobsons Webseite, wo
Media BackSpin fündig geworden war.

Quelle: William A. Jacobson

Dienstag, Februar 16, 2010

Journalistische Prostitution mit modischem Schleier

Lauren Booth, Schwägerin des ehemaligen britischen Premiers Tony Blair und auf der Gehaltsliste des iranischen Regimes stehend, dazu ausgewiesene Kennerin, was Konzentrationslager betrifft, prostituiert sich wieder einmal beim britischen Islamisten Anjem Choudary.

Passt wie die Faust auf's Auge.


Das Video stammt zwar vom 3. Februar, wurde bis heute aber im englischen Sprachraum noch nicht veröffentlicht. Transkript
hier.

Zum Ansehen des Videos bitte
hier oder die Abbildung anklicken, auf der sie mit dem Konterfei eines alten Freundes und Vorbildes zu sehen ist.

Quelle: MEMRI

Montag, Februar 15, 2010

Gedanken zur fortschreitenden Aggression des iranischen Regimes

1) Dass eine gezielte Aktion zur Ausschaltung des iranischen Nuklearprogramms möglich ist, hat Osirak 1981 bewiesen, auch wenn sie heute wesentlich schwieriger durchführbar wäre als damals, weil der Iran heute andere Möglichkeiten hat als Saddam Hussein und ein wesentlich größerer Aufwand mit möglicherweise unabsehbaren Folgen damit verbunden ist.

2) Ich stimme mit Freunden darin überein, dass Israel nicht zuwarten kann, bis der Iran die Bombe hat und neue Fakten schafft; also sind Israels Interessen von existenzieller Natur. Man braucht nur einen Blick auf die Weltkarte zu werfen - von weiteren Gründen ganz abgesehen, die jeder kennt. Noch dazu hätte Israel es ja nicht auf den Iran abgesehen, sondern auf Anlagen, die man gezielt ausschalten muss.


Die “(radikalen) Pazifisten” hierzulande betreiben ein ganz übles semantisches Spielchen: sie setzen gezielte Gewaltanwendung mit einem umfassenden Krieg gleich, ähnlich wie im Fall „Afghanistan“. Das ist ihre Trumpfkarte, und auf die setzen sie, so lange Emotionen, Bretter vorm Kopf und naive Friedenssehnsucht die Debatte bestimmen.


Ja - es könnte zum Krieg kommen, wenn die Anlagen angegriffen werden, aber Israel kann keinen zweiten Holocaust zulassen. Das ist oberste Staatsraison und sollte mittlerweile eigentlich in jedem Hirn angekommen sein. Seltsam nur, dass Israels Existenzrecht von deutscher Seite zwar offiziell auch als oberste Staatsraison angesehen wird und eine Beteuerung nach der anderen rausgelassen wird, man aber in der praktischen Politik diesen Willen völlig vermissen ließ/lässt. Die Freie Welt allgemein können wir auch gleich vergessen: Obama will jetzt eine Diskussion zur Verschärfung von Sanktionen anregen!
Wieder mal....

3) Was aber auch von manchen übersehen wird bzw. bisher unterlassen wurde oder verschlafen: man hat den Iran gewähren lassen und so die gegenwärtige Situation seit Anfang der 1980er-Jahre mit heraufbeschworen, als die iranische Führung ihr Nuklearprogramm startete. Aber auch diese eigentlich typisch linke Analyse hilft wenig (denken wir an Afghanistan 1979), weil in der Rückschau zwar vieles erklärt, aber leider nichts, aber auch gar nichts rückgängig gemacht werden kann. Zeit lässt sich nicht zurückdrehen, Fakten auch nicht.


4) Wir konstatieren nun die Zwickmühle, dass auf der einen Seite die iranische Demokratiebewegung mit allen Mitteln unterstützt werden muss, gleichzeitig aber Israels Existenz (physisch!) auf dem Spiel steht. Vergessen wir nicht: Rafsanjani hatte schon Anfang dieses Jahrzehnts gesagt, dass der Iran locker 15 Mio. Tote verkraften könne, wenn er seinen Erstschlag über Tel Aviv und Haifa unterbringt. Sehr wichtig in diesem Zusammenhang: Unsere Gegner wollen uns hinsichtlich dieser Frage entzweien, weil sie um die Komplexität des Konfliktes wissen!


5) Es gibt m.E. nur zwei Möglichkeiten, die Bombe zu stoppen: entweder schafft es die Demokratiebewegung mit Hilfe der Unterstützer hier, das Regime rechtzeitig vor Fertigstellung der Bombe (wann wird sie fertig?) zu stürzen und Vertrauen/Entwarnung zu schaffen, oder - und das ist momentan die schmerzhaftere Variante, und mit der müssen wir leider auch leben: das Regime hält sich so lange, bis die Bombe fertig ist und ein gezielter Schlag auf die Anlagen (!) aus den oben genannten Gründen unbedingt erforderlich
ist. Eine (gedachte) dritte Möglichkeit gibt es nicht, weil der Westen dem jetzt regierenden Regime die Bombe nicht abverhandeln kann; das wäre naiv und man sollte diese Variante am besten gleich auf den Müll schmeißen. So denken Die Linke, die Grünen, andere Tagträumer und im besten Fall stillheimliche Unterstützer des Regimes im Westen.

6) Zu Pahlawi, weil er auch von manchen Freunden angegriffen wurde:

BILD
ist sicher nicht die allerbeste Quelle, aber ich habe vorgestern gelesen, dass sie ihn zitiert, und das, was er sagt, lässt überhaupt keinen Zweifel daran aufkommen, dass er nicht felsenfest hinter der Demokratiebewegung stünde. Wer etwas anderes herausliest, muss sich fragen, ob er ihn nicht in eine bestimmte Ecke drängen will, denn deutlicher und ehrlicher kann er sich nicht positionieren.


Ich kann zwei iranische Freundinnen sehr gut verstehen, wenn sie in diesem Zusammenhang die inneren (moralischen) Konflikte
artikulieren, die Pahlawi auszustehen hat, und von unserer deutschen Warte aus lässt sich wunderbar bequem formulieren. Es geht aber um sein Heimatland, das er liebt, und um die Menschen dort. Wer würde an seiner Stelle anders denken? Das ist sehr gut nachvollziehbar. In der gegenwärtigen Lage bleibt aber dennoch nur die Quadratur des Kreises übrig, und Pahlawi weiß das sicher auch. Das ist bedrückend.

7) Eine grundsätzliche, provokante Frage zum Schluss:


Nehmen wir einmal an, die Bombe wird abgewehrt, was wir alle (außer Elsässer und Konsorten) anstreben und hoffen, aber das Regime bleibt (vorerst) dennoch an der Macht: Werden dann noch all’ diejenigen, die sich für die Beseitigung der atomaren Gefahr einsetzten, auch weiterhin an der Seite der iranischen Freiheitsbewegung stehen, oder werden sie sagen „Unsere Arbeit ist gemacht, wir klinken uns nun aus und lassen die Menschen allein?“


Spätestens dann wird man sehen, wo die wahren Freunde und Unterstützer der Demokratiebewegung stehen. Bei FIN mache ich mir da eigentlich keine Sorgen; aber bei manch' anderen könnte ich ins Grübeln kommen.

Montag, Februar 08, 2010

Vortragshinweis: Tilman Tarach in Saarbrücken

Tilman Tarach, Autor des Buches „Der ewige Sündenbock - Heiliger Krieg, die ‚Protokolle der Weisen von Zion’ und die Verlogenheit der so genannten Linken im Nahostkonflikt“, wird am 18. Februar in Saarbrücken im Rahmen einer Buchpräsentation zum Thema "Feindbild Israel - der ewige Sündenbock" einen Vortrag halten.

"Feindbild Israel – der ewige Sündenbock"

Vortrag, Buchpräsentation, Diskussion mit Tilman Tarach

Donnerstag, 18. Februar 2010, 20.00 Uhr

Hotel am Triller
Trillerweg 57
66117 Saarbrücken

Veranstaltet von der DIG Saarbrücken.
Was haben Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad, Pius-Bruder Richard Williamson und Teile der deutschen Linken gemeinsam? Alle bestreiten in irgendeiner Weise das Existenzrecht Israels. Antisemitismus und Antizionismus scheinen in Deutschland nach dem Völkermord des Dritten Reiches undenkbar und trotzdem gibt es ausgerechnet innerhalb des linken Spektrums Personen, die den Staat Israels mit Verweis auf Imperialismus, Völkerrecht und Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser ablehnen.

Die Diskussion darüber ist kontrovers und beeinflusst den Nahost-Konflikt bis heute. Zu diesem Thema äußert sich auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Arbeitsgemeinschaft Saar, der promovierte Jurist und Autor des Buches „Der ewige Sündenbock — Heiliger Krieg, die ‚Protokolle der Weisen von Zion’ und die Verlogenheit der so genannten Linken im Nahostkonflikt“ Tilman Tarach, am Donnerstag, 18. Februar, um 20 Uhr im Hotel am Triller, Trillerweg 57, in Saarbrücken.

Tilman Tarach setzt sich in seinem Buch detailliert mit Antisemitismus und Antizionismus insbesondere innerhalb der deutschen Linken auseinander und wird dabei von den Kritikern vor allem aufgrund seiner Sorgfalt, Präzision und umfangreichen Recherche gelobt.
(Text: Dr. Burkhard Jellonnek, Landeszentrale für politische Bildung)

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Leseproben aus Lizas Welt: Vorschlag zur Güte; Die Hätschelkinder der UNO

Rezensionen: http://www.amazon.de/product-reviews/300026583X

In Sachen Heinz Gess: Der Mann mit dem breiten Klebeband

Ich bekam heute Post von der Anwaltskanzlei des Herrn Prof. h.c. Dr. jur. Abdurrahim Vural, Präsident der Islamischen Religionsgemeinschaft, über dessen Händel mit Professor Heinz Gess ich hier und hier gschrieben berichtet hatte.

Nun schreibt mir Rechtsanwalt XY ("Sehr geehrter Herr Dahlenberg"), dass es mir ab sofort untersagt sei, seinen Namen zu nennen. Bei Zuwiderhandlung drohe mir härteres Durchgreifen. Lustig, nicht wahr? Bis zur rechtlichen Klärung des Sachverhaltes werde ich seinem Ansinnen freundlicherweise nachkommen.

In seiner Mail wird er auch noch unverschämt - die Schwärzung des Namens reicht ihm nicht: Er verlangt jetzt auch noch, dass ich Gess' Brief an die Kanzlei lösche.

Gut, man kann bestimmte Dinge austesten und sehen, wie weit man damit kommt, aber Dreistigkeit ist hier völlig unangebracht, nicht wahr, Herr RA XY?

Ein gewisses Maß an Eitelkeit ist okay und gehört zum gesunden Selbstbewusstsein. Dass Beleidigungen in diesem Zusammenhang allerdings genauso obsolet sind wie die Rechtschreibkenntnisse des RA XY, scheint man in dessen Kanzlei (Einmannbetrieb?) noch nicht registriert zu haben. In diesem Beitrag listet Heinz Gess ein ganzes Kompendium von Beispielen extem schlechter Kinderstube auf, wie man es bei Anschreiben einer Anwaltskanzlei eigentlich nicht gewohnt ist.

Sonntag, Februar 07, 2010

Bahman Nirumands Schüler

Dieses Nouripour-Glanzstück beim SPIEGEL war eigentlich zu erwarten:

"Der Westen reagiert kurzsichtig und hysterisch"

Aber immerhin würde er ja einen Schuh nach Mottaki werfen. Wie tapfer, wenn man sich dosierte Hysterie leisten kann!

Wenn's darauf ankommt ist Omid Nouripour doch der Lieblingseleven der antizionistischen grünen Parteizentrale. Und beim Antisemiten Nirumand hat er gut gelernt.

Von Strategie versteht er auch etwas, der gute Mann:
Die Frage darf erlaubt sein, ob es nicht manchmal sinnvoller wäre, so manche bewusste Provokation der iranischen Führung zu ignorieren. Nicht nur wegen der meist unsäglichen Inhalte, sondern auch aus einer rationalen, strategischen Überlegung.
Selbst Joschka Fischer würde ob solch geballter Unvernunft die Stirn in Falten legen.

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Mehr Info zur neuesten Entwicklung um den Nuklearstreit bei Free Iran Now!