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Samstag, April 16, 2011

Mit moralischer Gleichsetzung saubere Berichterstattung untergraben

HonestReporting Kommentar, 16. April 2011

Alex Margolin


(Übersetzung Castollux)


Als Richter Richard Goldstone seinen berühmten Gastbeitrag zum Goldstone Report veröffentlicht hatte, offenbarte er – möglicherweise unbeabsichtigt – eine der hervorstehenden Voreingenommenheiten des nach ihm benannten Untersuchungsausschusses, der den Bericht anfertigte. Er arbeitete, so scheint es, mit der tief empfundenen Annahme, dass zwischen Israel und der Hamas eine moralische Gleichwertigkeit bestünde.

Diese Tendenz zu moralischer Äquidistanz kann man auch bei der Berichterstattung zu den letzten gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen erkennen.

Auch wenn nahezu alle Mainstream-Nachrichtenmedien über die Geschichte als die von Aktion und Reaktion berichteten, die durch einen Anschlag der Hamas auf einen israelischen Schulbus ausgelöst worden war und zu israelischen Vergeltungsschlägen auf Ziele im Gaza-Streifen geführt hatte, so lieferte doch die Berichterstattung den irreführenden Eindruck, Israel und Hamas seien moralisch gleichzusetzen.


Was die Nachrichten ausließen war das Motiv des Vorsatzes - genauer gesagt, sie vertuschten die Tatsache, dass es der Hamas allein darum ging, israelische Schulkinder zu ermorden, und Israels Absicht bei der militärischen Antwort darin bestand, seine Bürger zu schützen.

Der Unterschied zwischen beiden Seiten zeigt sich am deutlichsten, wenn man die jeweiligen Motive untersucht. Der ursprüngliche, fehlerhafte Goldstone Report wurde jedoch von seinen Verfassern dermaßen eingetrübt, dass keine Unterschiede mehr herausgearbeitet werden konnten.

Goldstone selbst räumt nun ein, dass es keinen Beleg dafür gibt, der auf irgendeine israelische Absicht hinwiese, während des Gaza-Krieges Zivilisten unter Beschuss zu nehmen. In Ermangelung von Beweisen, die eindeutig in irgendeine Richtung wiesen, ging seine „logische Schlussfolgerung“ von israelischer Schuld aus:
Dass die der Hamas zugeschriebenen Verbrechen absichtlich verübt wurden, ist klar – ihre Raketen wurden gezielt und wahllos auf zivile Ziele abgefeuert.

Die Vorwürfe bezüglich einer israelischen Absicht basierten auf Tod und Verwundung von Zivilisten in Situationen, in denen unsere Untersuchungskommission keine Beweise vorfand, aus denen man weitere angemessene Schlüsse hätte ziehen können.
Mit anderen Worten: die Kommission beschloss aufgrund der Tatsache, dass palästinensische Zivilisten Leid erfuhren, Israel habe – ebenso wie die Hamas – absichtlich Zivilisten beschossen.

Erstaunlicherweise konnte die Kommission nicht erkennen, dass Israels einzige Absicht für einen Krieg in Gaza darin bestand, den Hamas-Raketen auf israelische Zivilisten ein Ende zu bereiten. Hätte es keinen Raketenbeschuss gegeben, wäre es zu keinem Krieg gekommen.

Aber in einer Welt moralischer Gleichsetzung zwischen Aggressor und Angegriffenem sind Motive irrelevant. Beide Seiten schossen, und beide Seiten verursachten Verluste unter der Zivilbevölkerung. Deshalb ist zwischen beiden Seiten moralisch kein Unterschied zu machen.

Diese Voreingenommenheit moralischer Gleichsetzung – die Unfähigkeit, zwischen vorsätzlicher Aggression der Hamas gegen israelische Zivilisten (die „selbstverständlich“ war) und Israels Motiv, seine Bürger gegen eben diese Aggression zu schützen, eine Unterscheidung zu treffen – bestätigt sich angesichts der Berichterstattung in dieser Region immer wieder.

Als letztes Wochenende die Gewalt eskalierte, widmete sich ein Artikel nach dem anderen Israels Reaktion auf das auslösende Geschehen – den vorsätzlichen Angriff der Hamas auf einen israelischen Schulbus mit einer Panzerabwehrrakete.

Dieser Associated Press-Artikel war beispielhaft für die Berichterstattung zur Gewalt in Gaza:
Israel bombardierte am Samstag ununterbrochen Hamas-Ziele im Gazastreifen mit Luftschlägen und Panzerangriffen und Panzergranaten, tötete dabei Angaben palästinensischer Offizieller zufolge vier Kämpfer, während palästinensische Raketen bei den intensivsten Kämpfen seit dem Gaza-Krieg tiefer nach Israel eindrangen.

Insgesamt wurden 18 Gazaner getötet und mehr als 65 verwundet, seit Israel die Militärschläge nach einem Hamas-Angriff auf einen israelischen Schulbus am Donnerstag entfesselte. Eine Panzerabwehrrakete traf den Bus, fügte einem 16-jährigen Jungen schwere Verletzungen zu und verwundete den Fahrer.
Es könnte vernünftig erscheinen, in erster Linie über die Verluste zu berichten. Aber eine trockene Nacherzählung der Aktionen ohne Erwähnung der dahinter stehenden Motive kann die Atmosphäre der Ereignisse nicht schildern.

Statt über die Ereignisse zu berichten als einen von der Hamas absichtlich herbeigeführten Anschlag und den folgenden israelischen Versuch, weitere Anschläge zu verhindern und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, bekommen wir eine ausführliche Beschreibung der Kampfhandlungen, die nach merkwürdigen „Wie du mir so ich dir“-Attacken in einem moralischen Vakuum klingen.

Time Magazine verwendete in seinem Teaser für das Aufflackern der Kämpfe im Gazastreifen sogar die Phrase „Auge um Auge, Zahn um Zahn“*.

Die Redewendung suggeriert, dass alle Gewalt im Wesentlichen gleich zu bewerten sei – so, als seien die Motive der Hamas irrelevant gewesen. Im Beitrag von Associated Press ist es Israel, das Gewalt „entfesselt“ hat – hier aber so, als sei der Angriff auf den Bus überhaupt kein Auslöser gewesen.

Kein Wunder also, wenn die Leute bei diesem Thema von einer „Gewaltspirale“ sprechen. Wenn die Medien nicht in der Lage sind, den Unterschied zwischen Hamas-Aggression und Israels Verteidigung aufzuzeigen, vernachlässigen sie das zentrale Element der Geschichte, das den Menschen ermöglicht zu begreifen, was passiert war.


Aber sorgfältige Berichterstattung würde die Dinge so zeigen, wie sie wirklich sind: eine Partei, die Präzisionsraketen auf Schulkinder mitten aus ihrer Zivilbevölkerung heraus abschießt (siehe Video unten). Dann würden die Menschen erkennen, dass es zwischen Israel und der Hamas keine moralische Gleichsetzung geben kann. Vielleicht kapiert es dann selbst Goldstone.

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*Zu Auge um Auge, Zahn um Zahn:

Es kann nicht oft genug betont werden, dass diese Formulierung (oft genug auch von oberflächlichen Christen) immer wieder falsch interpretiert bzw. ausgelegt wird. Der SPIEGEL hatte in überaus dämlicher Weise sogar einmal seine Titelseite damit aufgemacht.
Deshalb hier noch einmal eine deutliche theologische Richtigstellung. (bd)

Mittwoch, Oktober 13, 2010

Befreiung hier und "Befreiung" dort

Dass man Begriffe wie Freiheit oder befreit werden unterschiedlich interpretieren kann, wird dieser Tage eigentlich besonders deutlich, wenn man versucht, in historischen Kategorien zu denken. Man sollte sich die Formulierungen der Kommentatoren heute neben den Badezimmerspiegel heften und sie mit dem abgleichen, was sie sonst so hergeben....

Zwei signifikante Beispiele:

Erkämpfte Freiheit und freies Atmen unfreiwillig Eingeschlossener zum wiedererlangten Leben in der Gemeinschaft eines demokratischen Staates wie in Chile hier:



Und dann hier aus dem Archiv:

Freie Wahl zur Legitimierung* der indigenen islamistischen Diktatur wie im Gazastreifen, was besonders gerne von deutschen "Friedens"-Aktivisten aller politischen Denominationen als Beleg für einen freiheitlichen Entwicklungsprozess dort gesehen wird:



Ich weiß:

Mein Vergleich mag manchem Leser auf den ersten Blick etwas gewagt oder ärgerlich erscheinen. Aber Vergleiche sind dazu da, angestellt zu werden - besonders dann, wenn sie eine empathische Berechtigung haben und spontan aus der Tiefe des Gewissens kommen.


Was denken Sie?
Hängt nicht auch sehr viel davon ab, wie man mit der Formulierung „frei machen“ bzw. „Weg zur Freiheit“ umgeht, oder etwa nicht?

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*Die freie Wahl zur Legitimierung der eigenen Unterdrücker wie 2007 bei der blutigen Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen ist übrigens kein Einzelfall, siehe hier.

Samstag, Juni 05, 2010

Deutsche SPIEGEL-Halluzination mit verklärender Bildunterschrift

So untertitelt der SPIEGEL zu einem Bild um 12:53 Uhr
 
"Leute, die nicht mit der Hamas dicke sind, sehen gar nichts von den Hilfsgütern, von den Geldgeschenken"...sagt Zaed Khadar. Er ist seit dem Gaza-Krieg im Januar 2009 arbeits- und hilflos. Sein Haus wurde zerstört, mit seiner Familie lebt er in einer Notunterkunft. (Link zum Artikel)


Unser herzlichstes Bedauern, dass er Hamas oder Fatah gewählt hat. Besonders ausgezehrt sehen er und seine Familie aber nicht aus, oder? Das Foto ist gestellt; da gehe ich jede Wette ein.

Und jetzt mal so, wie es parallel in den Köpfen vieler Deutscher rumschwirren könnte:


"Deutsche, die nicht mit den Nazis dicke waren, sahen gar nichts von den Hilfsgütern, von den Geldgeschenken",
sagt Adolf Bleibtreu. Er war seit der Invasion der Allierten am 6. Juni 1944 in der Normandie arbeits- und hilflos. Sein Haus wurde zerstört, mit seiner Familie lebte er in einer Notunterkunft.


Ein Zufall, dass der SPIEGEL gerade heute sein Bild so untertitelt - am 5. Juni?

Glaube ich nicht.

Freitag, April 09, 2010

Abbas an der Waffel

Mahmoud Abbas wird ausnahmsweise vom syrischen Karikaturisten Fares Qarabeat (wider Willen?) richtig gezeichnet:


Sprechblase rechts (Holocaustleugner Abbas himself): „Wir haben Fatah und Hamas vereinigt“

Sprechblase links (Palästinenser): „Gegen dich“.

Quelle (via MEMRI): Al-Watan, Syria, April 7, 2010


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Wer die Entwicklung im Westjordanland während der letzten Monate einigermaßen aufmerksam verfolgt hat, wird feststellen, dass kurioserweise beide Aussagen zutreffen. Na ja...auch nicht wieder so überraschend, oder?

Und Abbas ist Gesprächspartner für Obama und die westliche Welt. Super, oder?

Dienstag, März 02, 2010

Der letzte Mohikaner und die polternden Daunenfedern

Wenn Daunenfedern krachend herunterprasseln könnten, falls es um journalistische Ethik geht, dann gewiss in diesem Fall.

Paul Martin, freiberuflicher Reporter [Freelancer] für die BBC und andere [britische] Nachrichtenmedien (im Bild rechts, Quelle: HonestReporting), ist so etwas wie eine ethische Nagelprobe für den internationalen Journalismus und besonders für das Verhalten der BBC, wenn es um Notlagen ihrer Beschäftigten geht:

Seit mehreren Jahren ist Martin für Beep ["Beep" verballhornt für BBC] in Nahost unterwegs; bis vor 6 Wochen als letzter Mohikaner im Gazastreifen, wo er nun von der Hamas eingebunkert wurde.

Interessant und höchst aufschlussreich ist das Verhalten seines Arbeitgebers BBC, der sich im Jahr 2007 fast stündlich und weltweit mit Stellungnahmen zum verhätschelten Kollegen Alan Johnston bemerkbar gemacht hatte. Bei Martin schweigt die BBC.

Warum?


Paul Martin war zumindest partiell um ausgeglichene Berichterstattung bemüht: er kritisierte die Hamas ebenso wie Israel, auch wenn man die bei ihm manchmal auftretende Äquidistanz zwischen Terroristen und dem demokratischen Staat Israel keinesfalls gutheißen darf. Johnston hingegen betrieb eine völlig einseitige Berichterstattung für die Sache der (radikalen) Palästinenser, die Israels Positionen und Sicherheitsinteressen völlig ausblendete und von Hass gegenüber dem jüdischen Staat gekennzeichnet war.


Hatte sich deshalb die BBC so für Johnston engagiert und lässt sie aus dem gleichen Grund Paul Martin im Regen stehen?


Im Folgenden eine Übersetzung zum Thema, die ich aus dem Media BackSpin von HonestReporting entnommen habe:



Ohrenbetäubendes Schweigen zu Paul Martin

Die Hamas verlängerte die Inhaftierung des britischen Journalisten Paul Martin um weitere 15 Tage.

Traurige Nachrichten, aber kaum überraschend. Die Hamas führt einen Krieg gegen die Pressefreiheit.


Überraschend ist das Schweigen der Medien in diesem Fall. Martin ist nicht so populär wie Alan Johnston. Man sollte aber annehmen, dass sich die britischen Nachrichtenmedien (besonders die BBC), die jahrelang von Martins Arbeit profitiert hatten, lautstärker auftreten würden.


Tom Gross hebt hervor:
Paul Martin, der früher in Kairo lebte, hat jahrelang für mehrere verschiedene Medien gearbeitet, darunter das BBC-Fernsehen und den Radiosender. In der Tat war er vor 6 Wochen der letzte Reporter, der für die BBC in Gaza im Einsatz war - gerade deshalb ist das beinahe völlige Schweigen der BBC, sein Schicksal betreffend, so ohrenbetäubend. Man vergleiche das nur einmal mit den nahezu stündlichen Statements, die [BBC] Tag für Tag, Woche für Woche wegen ihres ehemaligen Gaza-Korrespondenten Alan Johnston abgab, als er 2007 in Gaza gefangen gehalten wurde.

Man vermutet, dass die Sorge der BBC um Johnston deshalb so groß war, weil er „durch und durch einer der ihren war“ (was natürlich auch beinhaltete, dass er in seinen Reportagen eine große Sympathie für die Sache der Palästinenser an den Tag gelegt hatte), wohingegen Paul Martin, der nur auf Freelancer-Basis für die BBC tätig ist, wenigstens einige Versuche unternahm, die Hamas genauso zu kritisieren wie Israel. (Als Johnston freigelassen worden war, vermied er es demonstrativ, Israels Regierung Lob zu zollen, die in jeglicher Form auf seine Freilassung hingewirkt hatte. Stattdessen rief er Hamasführer Khaled Meshaal in Damaskus an, um sich bei ihm persönlich zu bedanken. Weitere Einzelheiten hier und zu Johnston hier).
Man sollte also davon ausgehen [können], dass die in Jerusalem ansässige Foreign Press Association (FPA) mit wachsamen Augen um Martins Sicherheit bedacht sei und den jämmerlichen Zustand der Pressefreiheit in Gaza berücksichtige. Aber die FPA hat gerade mal eine Stellungnahme abgegeben. Der Vorsitzende Conny Mus ist mit wichtigeren Problemen beschäftigt: Israels neuer Kampagne für Bürgerdiplomatie.

Lesen Sie Gross’ Beitrag vollständig [in Englisch].


Dazu passend: 3 wichtige Unterschiede zwischen Paul Martin und Alan Johnston.

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Quelle: HonestReporting

Freitag, Januar 08, 2010

“Handgefertigte primitive Hamas-Waffen“

Genau das, was “Friedensfreunde” immer entschuldigend anführen....

Also absolut harmlos, auch wenn sie aus dem Iran oder aus Syrien stammen?
Es darf gelacht werden. Kann jemand die arabische Schrift über dem Foto entziffern?

"Nett" ist unten im Text ja wieder der dezente Hinweis darauf, dass die 'Izz Al-Din Al-Qassam Brigaden ein militärischer Flügel der Hamas seien. Das scheint man aus den Köpfen mancher Schmierfinken nicht heraus zu bekommen.

Wie definiert sich eigentlich der politische Flügel der Hamas?

Hamas' Al-Qassam Brigades Presents: The Weapons That Surprised The IDF In Gaza War
The 'Izz Al-Din Al-Qassam Brigades, Hamas' military wing, has unveiled the new weapons that it claims surprised the IDF in the Gaza war: the anti-tank RPG-29 that struck an Israeli tank; the Tandem antitank missile with a double warhead that destroyed an APC; and a 107-mm rocket that was fired on a building in Khan Yunes that was occupied by IDF forces.
Quelle (via MEMRI): Alqassam.ps, 7. January 2010

Montag, Januar 04, 2010

Hamas-Video: PA = Judenknecht

Köstlich.

Dabei ist es doch ganz anders: Die Burschen kooperieren miteinander, wenn's gegen Israel geht.

Das von MEMRI transkribierte Video muss wirklich nicht ausführlich kommentiert werden.


Vielleicht nur so viel zur Erläuterung: Es bestätigt, was viele Freunde und ich schon seit langem voraussahen: Die Hamas versucht unaufhörlich, die West Bank propagandistisch platt zu machen und sturmreif zu schießen.

Wenn man es realistisch sieht: Auf besonders heroischen Widerstand wird sie bei Abu Mazens nur zwischenzeitlich domestizierter Mördertruppe nicht stoßen, oder täusche ich mich da?


Bitte hier oder auf eine der beiden Abbildungen klicken - egal.


Die in olivgrün gekleidete Type stellt einen PA-Mann dar. Rechts steht der böse Jude mit seiner Uzi.


Hier das Transkript [In Englisch].

Dienstag, September 29, 2009

Geht Volker Becks Traum in Erfüllung?

Der Grünen-Politiker bewies kürzlich bei einer Umfrage der Aktion Projekt Bundestagswahl 2009 erschreckende Ahnungslosigkeit und Naivität, als er zur Hamas befragt wurde. Oder war es gar Realsatire und wir haben es nicht bemerkt? Projekt Bundestagswahl 2009 hatte Beck diese Frage gestellt (Hervorhebungen durch mich):
Die Hamas strebt laut eigener Charta nach wie vor die Zerstörung Israels an, bekennt sich zum Terrorkampf gegen Israel und erkennt bestehende Verträge nicht an. Was ist Ihrer Meinung nach eine angemessene Strategie?
Darauf Beck:
Die fehlende Lösung des Nahostkonflikts und der gescheiterte Oslo-Prozess sind die Hauptursachen für die fehlende Unterstützung der Friedenskräfte sowohl in der palästinensischen wie in der israelischen Gesellschaft. [...]. Allerdings haben sich auch seitens der Hamas moderatere Stimmen gemehrt, die sich für eine Akzeptanz der Grenzen von 1967 aussprechen (so z. B. die Hamas-Führer Ismail Haniya und Khaled Mashaal).

Wenn eine Veränderung der Hamas zu einer politischen Kraft möglich ist und ihre Einbindung mehr Sicherheit für Israel bringen kann, muss dieser Weg verfolgt werden. Eine Versöhnung zwischen Fatah und Hamas, die international derzeit verfolgt wird, könnte dazu beitragen.
Heute vermeldet Israelnetz dies:
Bruderkrieg: Hamas deutet Versöhnungsbereitschaft an

KAIRO (inn) - Die radikal-islamische Hamas ist offenbar zu einer Aussöhnung mit der rivalisierenden Fatah-Partei bereit. Wie der politische Führer der Organisation, Chaled Mascha´al, am Montag vor Journalisten in Kairo erklärte, sei ein Treffen mit ägyptischen Vermittlern äußerst positiv verlaufen.
Zum vollständigen Text geht's hier.

Was nun, Herr Beck?
Was glauben Sie, bedeutet es, wenn ein Treffen zwischen Fatah und Hamas äußerst positiv verlaufen ist?

Mittwoch, April 22, 2009

Islamisten-Rebus

Ab und zu haben sie halt' doch Geistesblitze, die "pragmatischen" Gotteskrieger....


Pro-Hamas-Weisheit an der Mauer der Islamischen Universität Gaza. Foto: Murdo Macleod

Koran+Waffengewalt=Jerusalem (Eroberung von Al Quds) . Von rechts nach links zu lesen...

Über der Felsendomzeichnung sind relativ deutlich die Umrisse von Israel inklusive PA zu erkennen.

Samstag, März 07, 2009

Yassers moderates Abziehbildchen

Warum geht in den Medien noch immer das Gerücht um, die palästinensische Führung unter Abbas (Abu Mazen, rechts im Bild mit seinem Ziehvater) sei gemäßigt, und warum hat der palästinensische Ministerpräsident Salam Fayyad, der nicht ganz zu Unrecht auch im Westen Ansehen genießt, nun die Brocken hingeworfen, obwohl wieder einmal kollektive Amnesie bei den Geberländern nach einer hysterisch verlaufenden Geldvernichtungskonferenz in Sharm el-Sheikh den dreistesten Bittstellern der letzten 60 Jahre den x-ten Marshallplan bescherte?

Gehen wir ein paar Monate zurück…


Noch kurz vor den offen ausgetragenen mörderischen Kämpfen zwischen Hamas und Fatah im Gazastreifen 2007 hielt Abbas eine Rede zum 42. Jahrestag der PLO-Gründung (1964), in der er eindringlich die Einheit zwischen den rivalisierenden palästinensischen Mörderbanden beschwor:
"Wir alle sind ein Volk, unabhängig von Meinungsverschiedenheiten. Meine oberste Priorität ist die Bewahrung der nationalen Einheit, weil Kämpfe und Blutvergießen zwischen Palästinensern eine rote Linie kennzeichnen, die nicht überschritten werden darf. Wir haben ein legitimes Recht, unsere Gewehre gegen die israelische Besatzung zu richten.“
Das ewig gleiche Ritual absurder „Identitätsstiftung“.

Worte eines „Friedensfürsten“, der in jeglicher Hinsicht von seinem Mentor Arafat gelernt hatte: Im Ausland und den Weltmedien gegenüber auf Englisch Friedenswillen heucheln und zuhause auf Arabisch die Massen aufhetzen - ganz anders als in unserer Parteienlandschaft, in der das geflügelte Wort „Feind-Todfeind-Parteifreund“ seine umgekehrte, wenn auch ironisch zugespitzte Entsprechung findet.


Kann sich irgendjemand daran erinnern, dass Abu Mazen seine Worte zurückgenommen hat?


Am 16. April 2008, 6 Jahre nach dem entsetzlichen Blutbad im Park Hotel von Netanya und 3 Jahre nach einem weiteren mörderischen Anschlag im dortigen Einkauszentrum, lieferte der Holocaustleugner Abbas darüber hinaus eines der vielen beredten Beispiele dafür, dass „moderat“ nach palästinensischer Lesart einen ganz speziellen Touch hat, insbesondere dann, wenn man Terroristen einen Kranz windet.


Die Jerusalem Post berichtete damals, dass zwei Terroristinnen
(bzw. in Vertretung ihrer Angehörigen) der Al Quds-Orden, die höchste Auszeichnung, die von der PLO vergeben wird, verliehen werden sollte, weil sie am Mord an israelischen Zivilisten beteiligt waren: Ahlam Tamimi, eine der Hamas zugerechnete Terroristin, die wegen Beteiligung an einem Bombenanschlag im Jerusalemer Sbarro-Restaurant, bei dem 6 Menschen ermordet wurden, hinter Gittern saß, sowie Amra Muna, die Ophir Rahum übers Internet verführt und nach Ramallah gelockt hatte, wo er heimtückisch ermordet wurde.

Letztlich scheiterte Abbas’ makabres Orden-Festival zu seinem Leidwesen am Veto Israels, das diplomatische Konsequenzen angekündigt hatte.

Ein Chamäleon würde vor Neid erblassen, wenn es mit Abu Mazen wetteifern müsste.
Festzuhalten gilt, dass allein der Führer der PA darüber entscheidet, ob der Al Quds-Orden verliehen wird - niemand sonst.

Noch Fragen?

Damals, im April 2008, war abzusehen, dass diese bizarre Geschichte in den Medien kaum Widerhall finden würde - wie viele andere „verbale Ausrutscher“ des Mannes in der Muqata(1); mehr noch – das Adjektiv „moderat“ wird ihm regelrecht hinterher geworfen, so, als gäbe es keine unwiderrufene Doktorarbeit, keine Yasser Arafat Brigaden und keine schmierige Anbiederei an die Hamas. Wenn Abbas ankündigte - wie vor einem Jahr und nicht zum ersten Mal - , dass er nicht ausschließen könne, wieder zum bewaffneten „Widerstand“ zurückzukehren, zeigt sich Meister Prahlhans’ Variante in ihrer Janusköpfigkeit:
„Unsere PLO war die erste Organisation, die Israel angegriffen und die Hisbollah ausgebildet hat.“
Seine ganz persönliche Geschichte der Holocaustleugnung hatte ich oben schon angesprochen. Ein sehr erhellender Beitrag dazu von Tom Gross.


Warum eigentlich können die Mainstream-Medien nicht ihre Unsitte ablegen, israelische Politiker und Zivilisten jenseits der Green Line als „unversöhnliche, unerbittliche Hardliner“ und „Kompromissverweigerer“ zu bezeichnen, während sie gleichzeitig Abbas und seine Clique als moderat-konziliant laudatieren?


Beeindruckt diese Kranzniederlegung eines senilen Antisemiten die Weltöffentlichkeit wirklich so sehr, dass man denkt, mit der scheinbaren Domestizierung Yasser Arafats nach seinem Tunesien-Exil und posthumer Heiligsprechung wäre der Frieden ausgebrochen? Der kondolierende Erdnussfarmer damals:
„Arafat kämpfte für die Verbesserung der Lebenslage aller Palästinenser und setzte sich auch sonst für die Gerechtigkeit weltweit ein“.
Eines muss man Abbas lassen: Als Fundraiser zeigt er ganz große Klasse und ist seinem Mentor mindestens ebenbürtig. Ob man ihm deshalb schon zu Lebzeiten ein Mausoleum einrichten wird? Geld wäre genug vorhanden.

Doch warten wir mal ab, wie man das im libanesischen „Flüchtlingslager“ Nahr al-Bared sieht. Die hätten auch ganz gerne eine Scheibe vom 4,5-Milliarden-Kuchen.

Falls für sie nichts abfällt: Abu Mazen wird ihnen mal wieder den Allerwertesten küssen - und Israel die Schuld dafür zuschieben.

Wetten?

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(1) Der Begriff Muqata ist m.E. mit größter Vorsicht zu behandeln, wenn er in Wikipedia auftaucht.

Ich habe ihn dennoch der Fairness halber so übernommen, weil ich meinen Lesern nicht den Eindruck vermitteln will, dass ich Informationen zurückhalten will.

In diesem Beispiel wird er (von wahrscheinlich palästinensischen Autoren) als Angriff Israels gegen eine demokratische Institution interpretiert und propagandistisch ausgeschlachtet.

Machen Sie sich selbst ein Bild von den Geschehnissen damals, dann werden Sie schnell erkennen, dass die
Muqata alles andere als ein Hort der Demokratie war.

Sie war ein Hort des Terrors - nicht anderes.

Dank an Lizas Welt, Heplev und Henryk M. Broder für die Unterstützung bei der Quellensuche.

Dienstag, Januar 20, 2009

Wer brach die Waffenruhe vor dem Krieg?

Nun, da der Krieg beendet ist, machen sich etliche Kommentatoren daran, die Ursachen dafür zu „ergründen“. Allen voran Bettina Marx/DW, (zurück vom Heimaturlaub?), Sebastian Engelbrecht/BR, Peter Philipp/DW und viele andere Berufene, die immer noch wider besseres Wissen das Gerücht streuen, Israel habe am 4. November die Waffenruhe gebrochen, als es für ein paar Stunden in den Gazastreifen eingedrungen war. Verschwiegen wird - wie so oft - dass es einen sehr triftigen Grund dafür gab. Aber warum allein deutsche Korrespondenten rügen, wenn sie nur das Geschwätz der internationalen Medien nachplappern, oder weil sie zu faul sind, auch andere Quellen anzuzapfen und im Kalender zurückzublättern?

Bessy Reyna, (Romanautorin!, Abb. rechts; Quelle: hpl.org), die regelmäßig in der Hartford Courant schreibt, ist so ein ganz spezieller Fall. Sie gießt unwahre Behauptungen in ein ebenso dämliches wie falsches Erklärungsmuster. Natürlich geht auch sie davon aus, dass Israel den Waffenstillstand [im November] gebrochen habe - und infolgedessen moralisch im Unrecht sei:
Er stellte sich heraus, dass die Hamas nicht den im Juni vereinbarten Waffenstillstand gebrochen hat. Es war Israel, das Gaza am 4. November in Angriff nahm. Bis zum 4. November gab es 15 Raketenangriffe aus Gaza, die, wie ein israelischer Sprecher bestätigt hatte, nicht von der Hamas initiiert worden waren.
Richtig. Die 15 Raketen wurden bestätigt. Aber Reyna vergisst zu erwähnen, dass die Hamas jeden Beschuss ausdrücklich guthieß. Und nun die Erklärung Reynas, die schon ein gehöriges Maß an verquaster Fantasie, schierer Bosheit und Scheinheiligkeit erfordert:
Israels Rechtfertigung für den Angriff am 4. November bezog sich darauf, dass die Hamas einen Tunnel gegraben hatte. Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter schrieb in einem Gastbeitrag für die Washington Post am 8. Januar, dass Israel Gaza angriff, um einen Tunnel für Defensivzwecke zu zerstören, der von der Hamas gegraben worden war. In Interviews gab der israelische Regierungssprecher Mark Regev zu, dass Israel es auf den Tunnel abgesehen hatte - aber nicht als Vergeltung für einen Raketenangriff, sondern um erneute Angriffe und mögliche Entführungen israelischer Soldaten zu verhindern. Israel zeichnet den Bau des Tunnels als aggressiven Akt der Hamas. Diese Argumentationsweise ähnelt sehr jener, die Präsident Bush vor dem Angriff auf den Irak wählte – der Suche nach Massenvernichtungsmittel, die nie existierten.
Ein Tunnel für Defensivzwecke nahe eines israelischen Postens? Gilad Shalit wurde während eines Angriffs entführt, der über einen baugleichen Tunnel erfolgte. Und wie die Abbildung links zeigt war die Hamas drauf und dran, sich an den israelischen Posten heranzurobben.

Will Reyna glauben machen, dass der im November entdeckte Tunnel für den Import von Bamba gedacht war? Wie anders denn als Reinwaschung kann man das sonst bezeichnen? Und wie anders denn als Schuldzuweisung gegenüber Israel, es habe den letzten Konflikt vom Zaum gebrochen?
Und dann noch den an geistiger Umnachtung leidenden Carter zitieren...;

Aber lass’ nur ein paar Wochen vergehen und kein Mensch interessiert sich mehr dafür, warum die IDF diesen Tunnel zerstörte.

Sonntag, Januar 11, 2009

Zweiklassenmedizin im Shifa-Krankenhaus

Thumbs up, NY Times!

Dass der von der Hamas beschworene gesunde Volkskörper im Gazastreifen sehr wohl auch unterschiedliche Prioritäten kennt, was die Versorgung von Patienten betrifft, kann man im Beitrag von Taghreed El-Khodary nachlesen. El-Khodary spricht einen bewaffneten Hamas-Gangster an, der ins Krankenhaus kam und sofort betreut werden wollte:
Dem Bewaffneten wurde gesagt, dass er bitte warten solle, da es ernstere Fälle als seinen gebe, die sofort behandelt werden müssten.

Er bestand aber darauf, gleich versorgt zu werden. „Wir kämpfen gegen die Israelis“, betonte er. „Nachdem wir gefeuert haben, liefen wir gleich los, aber sie schlugen sofort zurück. Wir verschwinden so schnell es geht in den umliegenden Häusern“ legte er grinsend nach.


„Warum freuen Sie sich so?“ fragte der Reporter. „Schauen sie sich doch mal hier um“.


Ein etwa 18 Jahre altes Mädchen schrie auf, als der Arzt einen Geschosssplitter aus ihrem Bein entfernte. Ein älterer Mann war blutüberströmt. Ein leicht verletztes, wenige Wochen altes Baby blickte Hilfe suchend um sich. Ein Mann lag da - die Schädeldecke offen. Seine Familie stand weinend an seinem Bett.


„Sehen Sie denn nicht, dass diese Leute verletzt sind?“, wurde der Militante gefragt.


„Aber ich bin auch aus dem Volk“ sagte er mit glühendem Lächeln. „Sie verloren ihre geliebten Angehörigen als Märtyrer. Sie sollten deshalb glücklich sein. Ich möchte auch ein Märtyrer sein.“
Wenn jemand den Begriff „Volkssturm“ verinnerlicht hat, dann dieser Arschtyp und seine dreckige Bande.

Quellen: HonestReporting, NY Times

Wenn The Independent von Zweistaatenlösung faselt

Scheinheilig sorgt sich The Independent um die Zweistaatenlösung:
Aber während der israelische Staat in den vergangenen beiden Wochen damit erfolgreich gewesen sein dürfte, die militärischen Fähigkeiten der Hamas zu dezimieren, kann er nicht plausibel machen, dass die Operation „Gegossenes Blei“ Israelis und Palästinenser der Zweistaatenlösung nähergebracht hat. Und diese Regelung bietet letztendlich den einzigen Weg, die echte und andauernde Sicherheit zu gewährleisten, die beide Völker verdienen.
Au contraire!

Die Zweistaatenlösung ist ein Rohrkrepierer, solange Neinsager wie die vom Iran unterstützte Hamas sich im Gazastreifen verschanzen. Israel wird niemals ein Friedensabkommen mit irgendeinem palästinensischen Führer abschließen, der zwar die West Bank, aber nicht gleichzeitig Gaza regiert.

Selbstverständlich muss die Zerschlagung oder teilweise Aufreibung einer Terrorgruppe, deren Vorstellung von einer Einstaatenlösung in der Errichtung eines islamischen Staates besteht, der vom Jordan bis zum Mittelmeer reicht (selbst die BBC hat das begriffen), eine Vorbedingung sein. Alles andere ist Augenwischerei.

Gleichzeitig verharren die Hamas und der Iran in einer Position, die eine Wiederannäherung zwischen Israel und den Palästinensern verhindert, und moderate Kräfte werden weiterhin durch die Extremisten eingeschüchtert.

Was uns mit einer Dreistaatenlösung konfrontieren würde: Israel, Hamastan, Westjordanland.

Update, 20.15: Eben hörte ich in der Tagesschau, dass Israel seine Reservisten mobilisiert hat. Das heißt, dass der Kampf so lange durchgezogen wird, bis die Hamas restlos erledigt ist. Anders kann man es leider nicht formulieren. Und eine andere Lösung ist auch unrealistisch, weil dieser Drache keine Gelegenheit mehr bekommen darf, seine hässliche Fratze zu zeigen. Das gilt langfristig aber für alle anderen islamistisch motivierten Terrorgruppen - auch die im Westjordanland.

Also bleibt Israel und den Palästinensern hoffentlich auch eine "Dreistaatenlösung" erspart. Trauern dürfte dann nur der CH. Beck Verlag: Wer kauft dann noch das Buch, dessen Cover ich oben rechts abgebildet habe?

Quellen: HonestReporting, The Independent
Foto: CHJ

Freitag, Januar 09, 2009

Kollateralschäden im Wartestand

Cam Cardow trifft den Nagel auf den Kopf.


Text in der Sprechblase:
Bitte schauen Sie mal, wie die israelische Armee auf diese unschuldigen Kinder schießt, sobald ich diese Rakete abgeschossen habe.
Hamas und Hisbollah ergänzen sich übrigens, was die kreative Miteinbeziehung von Zivilisten betrifft, ganz hervorragend. Kein Wunder, sie haben ja auch die gleiche Feldpostnummer.

Donnerstag, Januar 08, 2009

"Erleuchtung" bei der Washington Post und fehlende Militärstützpunkte

Das darf doch nicht wahr sein! Ausgerechnet die Washington Post, die sonst den Terrorsachverständigen spielt und Hamas-Burschen Gastbeiträge schreiben lässt, nimmt Bezug auf die Taktik der Terrorgruppe, Menschen als Schutzschilde zu missbrauchen:
Statt offen gegen die stärkste Armee in Nahost zu kämpfen entschied sich die Hamas für einen taktischen Rückzug und mischte ihre Kämpfer unter die dicht bevölkerten Städte und Flüchtlingslager, so die Aussage von Gaza-Bewohnern sowie israelischen Militäranalytikern und Offizieren.

Nun scheint die Hamas die nachrückenden israelischen Truppen zu fürchten.


"Sie schlagen mit ihren Panzerabwehrwaffen und Mörsern von allen möglichen Stellen aus zu. Im Ganzen gesehen stellen sie sich den israelischen Truppen in Gaza nicht“ sagte Amnon Lipkin-Shahak, ehemaliger General und Stabschef der IDF. "Sie provozieren das israelische Militär, ihnen in dicht besiedelte Areale zu folgen."….


Israel beschuldigt die Hamas, vorsätzlich von dicht besiedelten Stellen aus anzugreifen, um die Verluste in der Zivilbevölkerung nach oben zu treiben und weiter Zorn in der islamischen Welt gegen Israel zu schüren. Aber die Hamas sagt, dass sie kaum eine andere Wahl habe. Es gebe keine Militärstützpunkte in Gaza, von wo aus man kämpfen könne, und die Kämpfer der Bewegung lebten nicht getrennt vom Rest der Bevölkerung."


Sie selbst betrachten sich als nicht getrennt von der palästinensischen Bevölkerung und sie behaupten: „Wir kämpfen inmitten unseres Volkes für die Freiheit unseres Volkes“, so Nassar Ibrahim, ein in Bethlehem ansässiger palästinensischer Journalist, der nicht der Hamas angehört.
Die arme Hamas: Sie besitzt keine Militärstützpunkte. Und sicher auch keine Ausbildungslager oder Sommercamps, in denen palästinensische Kinder zum Hass auf alles gedrillt werden, was nicht islamisch ist.

Wenn Nassar Ibrahim die Hamas mit den Worten „Wir kämpfen inmitten unseres Volkes für die Freiheit unseres Volkes“ zitiert, dann hätte er das mit einem einzigen Wort erledigen können: Geiselhaft.

Dienstag, Januar 06, 2009

The Big Lies: Coming Soon

Die nächste Verleumdungswelle von Hamas und Massenmedien rollt an


Wichtige Vorbemerkung zur Tagesaktualität:

Der
SPIEGEL berichtet heute, dass die IDF-Kräfte eine UNRWA-Schule beschossen haben. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Er lässt aus - beabsichtigt oder unbeabsichtigt -, dass von einem Standpunkt unmittelbar neben der Schule schweres Feuer auf die israelischen Soldaten eröffnet wurde und die IDF dieses Feuer erwiderte. Und er lässt aus, dass die UNRWA seit Jahren eine sehr zwielichtige Rolle spielt, weil sie a) den Friedensprozess behindert und b) zu Terrorgruppen die notwendige Distanz vermissen lässt. Deshalb war auch schon ihre Auflösung erörtert worden.
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Die Medien sind in der Hand von Terroristen einen mächtige Waffe und Israel hat dabei meistens das Nachsehen. Wie HonestReporting mit seiner interaktiven Reihe Big Lies dokumentierte (alternativ auf die Abbildung klicken), haben die Palästinenser schon mehrmals mit ihren PR-Aktionen gepunktet - im Fall „Mohammed al-Dura“, beim „Massaker von Jenin“, beim Vorfall am Strand von Gaza, den manipulierten Fotos aus dem Libanonkrieg 2006 und anderen Pallywood-Produktionen. Während israelische Truppen in Gaza Bodenoperationen durchführen und die Hamas mehr und mehr in die Ecke gedrängt wird warnt Professor Richard Landes vor dem, was hinter der Ecke lauern könnte:
Ob durch unabsichtlichen israelischen Treffer oder Hamas-Inszenierung, Sie können von einem spektakulären Blutbad unter der Zivilbevölkerung in den kommenden Tagen ausgehen; gefolgt von einer Orgie Pallywood-Fotogafien, die in ihrer Wirkung durch die willfährigen westlichen Medien zusätzlich verstärkt werden und noch größere Raserei in den Straßen der moslemischen und westlichen Welt bewirken. Das ist Bestandteil des Hamas-Drehbuches…und dies wird erst aufhören, wenn die Medien zur Vernunft kommen. Dies steckt dahinter, dazu die Obszönität, mit der vermutlich vorgegangen werden wird.
Das Muster war schon längst bekannt und entfaltete seine explosive Wirkung zuletzt im Libanonkrieg 2006, den Israel gewann und dessen siegreichen Abschluss die Hisbollah für sich reklamierte, indem sie behauptete, dass unter den libanesischen Zivilisten ein Blutbad angerichtet worden wäre. Dass sie für diese Opfer verantwortlich war ging im allgemeinen Mediengetöse unter.
Also beachten Sie Folgendes, wenn Sie bei bewaffneten Konflikten die Medien für sich gewinnen wollen:
Stellen Sie sicher, dass Sie schockierend hohe Verluste in der Zivilbevölkerung haben, was alle politischen Entscheidungsträger auf Ihre Seite zieht - vorweg die [anderen] arabischen Länder und Gruppierungen, die konsequent und im Geheimen an Israels Niederlage oder Auslöschung arbeiten. Und wer, der die Bilder von toten Kindern auf dem Bildschirm sieht und den Aufruhr in den arabischen Straßen, würde sich letztendlich nicht auf Ihre Seite schlagen - das „Opfer“?

Sie haben die europäischen Staatschefs und Diplomaten auf Ihrer Seite, die vorher in naivem Wunschdenken meinten, sich Unparteilichkeit leisten zu können - in der Hoffnung, Israel möge die Schlange [den Terror] bald enthaupten. Sie haben schließlich die Journalisten und Nachrichtenmoderatoren auf Ihrer Seite, die es nicht erwarten können, sich auf Israel wegen dessen „Unverhältnismäßiger Reaktion“ zu stürzen.


Aber was, wenn nicht die Israelis den Fehler begehen und eine größere Anzahl Menschen mit einem Schlag töten, wie am Strand von Gaza oder in Kfar Qana?…. Würde die Hamas wirklich ein Blutbad unter ihren eigenen Leuten aushecken?
Zum vollständigen Artikel von Richard Landes bitte hier klicken.

Die Hamas feuert weiterhin ihre Raketen auf israelische Dörfer und Städte ab, versteckt sich hinter Zivilisten und benutzt sie als menschliche Schutzschilde. Sie nimmt also keinerlei Rücksicht auf die eigenen Leute in Gaza. Verluste in der palästinensischen Zivilbevölkerung sind deshalb unvermeidlich, auch wenn die
IDF mit allen Mitteln versucht, dieses Szenario zu vermeiden. In der Vergangenheit sind die Medien immer wieder auf Pallywood-Produktionen hereingefallen. Diesmal erwarten wir eine weitere Verleumdungskampagne.

Watchdogs wie
HonestReporting setzen darauf, über die Medien aufzuklären. Die palästinensische Berichterstattung bringt stets neue große Märchen und hält es später – wie die meisten Massenmedien - nicht für nötig, sich zu entschuldigen, wenn ihre Lügen aufgedeckt werden. Dabei sind die Medien doch vorgewarnt, weil sie sich in der Vergangenheit oft genug und zu gerne reinlegen ließen oder selbst unwürdige Verleumdungsspielchen initiierten.

Zur Doppelmoral


In all den oben genannten Fällen scheiterten die Mainstream-Medien daran, die palästinensischen Behauptungen zu verifizieren. Stattdessen legten sie größten Wert auf palästinensische „Augenzeugen“ oder so genannte Menschenrechtsorganisationen und „unabhängige Institute“, die in Wirklichkeit einseitig den palästinensischen Standpunkt vertreten. Mehr dazu hier und hier. Zu oft sind die Medien froh, die palästinensische Version der Geschichte zu bekommen - in den allermeisten Fällen natürlich, ohne nachzufragen. Und noch heute sehen wir nicht, dass viele palästinensische Geschichten als das bezeichnet werden, was sie Wirklichkeit sind, nämlich billige Propaganda.

Der gegenwärtige Konflikt findet auch über den Äther seine Entsprechung, ebenso wie in den Printmedien und im Internet. Israelische Sprecher haben völlig legitim die Initiative ergriffen, während der Bodenoperation aus Gaza zu berichten. Die Effektivität hat im Vergleich zu vorangegangenen Operationen zugenommen, und sie hat ihrerseits zu eigenen Berichten bei anderen Medienunternehmen geführt.
Aber warum bezeichnet Paul Reynolds (BBC) israelische Verlautbarungen als "Propaganda"? Und warum ist er bei IDF-Videos kritisch, wenn sie in starkem Kontrast zu palästinensischen Quellen stehen? Reynolds selbst äußert sich aber so:
Die israelische Propaganda verfolgt zwei Hauptziele.

Das erste soll die Luftangriffe rechtfertigen. Das zweite soll zeigen, dass es im Gazastreifen keine humanitäre Krise gibt.


Beide Ziele sollen Israel international in eine starke Position bringen und seiner Diplomatie ermöglichen, als Schutzschirm zu fungieren, während es gleichzeitig Forderungen nach einem Waffenstillstand ablehnt.


Israel verfolgte das erste Ziel in der Weise, dass es sehr aktiv die Story verbreitete, die Hamas trage die Schuld an den Kampfhandlungen. Der Anblick von Hamas-Raketen, die in Israel einschlugen, war in diesem Zusammenhang sehr hilfreich.


Es hat auch Lastwagen mit Nahrungsmitteln passieren lassen und betont, dass es die Menschen nicht verhungern lässt, auch wenn sie stark eingeschränkt sind.


Israel scheint zu glauben, dass sich sein Vorhaben lohnt.


Majorin Avital Leibovich, der regelmäßig in den internationalen Medien erschienen ist, sagte: "Einige Medien sind vorteilhaft für Israel.“

Warum ist das „Propaganda“, und warum sollte Israel sich dafür rechtfertigen müssen, dass es seine Bürger gegen Hamas-Raketen schützt? Abschließend wichtige Quellen, die Ihnen bei der Auseinandersetzung mit der antiisraelischen Berichterstattung helfen.

Zum ersten Beitrag von Alan Dershowitz gibt es eine Übersetzung.


Israels Vorgehen ist vollkommen verhältnismäßig. Alan Dershowitz, Wall Street Journal
Israel's Gaza Defense, Wall Street Journal
Hamas's Military Force in the Gaza Strip, The Intelligence and Terrorism Information Center
The Six Months of the Lull Arrangement, The Intelligence and Terrorism Information Center
The Gaza rules, Victor Davis Hanson, San Francisco Chronicle
Video: Scenes during and after a Hamas missile strike on an Israeli town
Video: Finding hope beyond the Gaza conflict, Inmitten der Gewalttätigkeit und der Konfrontation in Südisrael und Gaza arbeiten israelische und palästinensische Ärzte zusammen, um das Leben eines palästinensischen Babys zu retten.
Flickr photos. Israelische Städte und Ortschaften unter Beschuss.

Quelle: HonestReporting
Hattip: Heplev

Montag, Dezember 29, 2008

Ulrikes Putztage

Wenn SPON-Redakteurin Ulrike Putz aus dem Nahen Osten berichtet, dann kann man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass von Wortungetümen, adjektivischen Rundumschlägen und mehr oder weniger versteckt geäußertem Verständnis für Terrorbuben wie die Hamas oder Hisbollah inflationär Gebrauch gemacht wird.

Die Dame hat’s drauf, wie man so schön sagt: jetzt mit ihrem beinahe elegisch anmutendem Gewinsel, wenn es um die Kampfhandlungen im Gazastreifen geht.

Sie, die hektische Euphorie entwickelt und dabei eine widerlich-romantisierend abgestaubte Karl-May-Rhetorik bemüht, wenn sie Kassam-Bastlern im Gazastreifen über die Schulter blickt und dabei bei Typen wie Norman Paech und Radikalpazifisten-Blindschleichen von Pax Christi und anderen Israelhassern einen wohligen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagt, darf natürlich nicht fehlen, wenn es darum geht, den Kampfhandlungen im Gazastreifen den ultimativen „journalistischen Touch“ zu geben. Ein Armutszeugnis für den SPIEGEL.

Ja, darf sie doch. Von mir aus. Freie Meinungsäußerung usw.; wissen wir alles. Und wenn sie am liebsten aus sicheren Verstecken wie Beirut oder dem weltläufig-pulsierenden Tel Aviv berichtet (Und diesmal ausnahmsweise ganz tapfer aus Jaffa*, wow!), um - wie ihr Kollege Carsten Kühntopp von der ARD - den Allerwertesten schön aus dem Schussfeld zu halten, nehmen wir ihr das nicht übel, denn: Wer praktiziert (riskiert) schon gerne Journalismus vor Ort wie Michael Totten, der seit Jahren regelmäßig sein Leben riskiert, um möglichst authentisch zu berichten?

Aber sie muss sich dann auch darauf einstellen, dass ihr Mist kommentiert wird.

So schreibt sie z.B. im Teaser (Dt.: Vorspann):

Der Zorn der in Israel lebenden Araber über das Blutbad von Gaza droht in Gewalt umzuschlagen.
Schon in diesem Satz wird ihr abgrundtiefer Hass auf den Staat Israel deutlich, wenn sie eine Kausalität zwischen in Israel lebenden Arabern (die Israel gegenüber oft nicht loyal eingestellt sind) und den schwülstig überhöhten Begriffen „Zorn“ und „Blutbad“ herstellt. Eigentlich hätte sie hier schon abbrechen können: Putz-Teaser-Abbrechen. Punkt!

Abgesehen davon, dass in Israel lebende Araber die Letzten wären, die auf das Privileg verzichten würden, im einzigen demokratischen Staat in Nahost zu leben, obwohl manche dort eine demographische islamische Zeitbombe darstellen, ist diese Wortwahl - besonders in diesem Kontext - nicht versehentlich oder zufällig gewählt. So geistig limitiert scheint Ulrike Putz nun (vielleicht) doch nicht zu sein, dass sie nicht wüsste, was sie absondert. Das hat Methode.

„Zorn“ oder „Wut“, wie sie weiter unten schreibt, impliziert im allgemeinen Sprachgebrauch die berechtigte Reaktion auf Ungerechtes und das darauf folgende Eintreten für eine gerechte Sache, wohingegen „Blutbad“ auf den „Goliath“ und ehemaligen „David“ Israel (Bis zur Shoa und 1967 durfte er letztere Rolle einnehmen) abzielt, der seit 1948 die Frechheit besitzt, sich erfolgreich gegen die eliminatorischen Obsessionen arabischer Killer-Cliquen zu wehren. Zudem ist der Begriff „Blutbad“ so gewählt, als würde eine übermächtige und hinterhältige Terrororganisation es auf „unschuldige Opfer“ absehen.

Und das bingt Pützchen alles in einem Satz unter!

Da auch spätestens seit dem Sechstagekrieg 1967, als der noch junge Staat Israel einem erneuten Versuch arabischer Staaten, ihn zu vernichten ([Gamal Abdel Nasser]; bitte zu „(5) Der Sechs-Tage-Krieg 1967 – Behauptungen und Tatsachen (II)“ runterscrollen), zuvorgekommen war und sich auch viele Linke im Westen von ihm abgewendet hatten, weil sie nicht akzeptieren wollten, dass sich Juden bzw. der jüdische Staat Israel auch weiterhin aktiv gegen ihre Ausrottung wehrten, begann nun auch ein Großteil der linken Medien, Opfer- und Täterrolle neu zu definieren. Und da steht Frau Putz in einer unheilvollen und opportunistischen Tradition. Gelernt ist gelernt, kann ich da nur sagen.

Opfer ist im Nahostkonflikt seitdem immer der quantitativ Unterlegene - Täter immer der quantitativ Überlegene. Das Fatale daran: Staatlicher Gewalteinsatz zum Schutze der eigenen Bevölkerung, wie in diesem Fall von der IDF, auch wenn er ethisch mehr als legitimiert ist, wird immer an diesem Axiom festgemacht.

So weit, so schlecht....

Frau Putz salbadert nun im Text weiter und versucht den Eindruck zu erwecken, als seien arabische Israelhasser im Staat Israel eine Lausbubentruppe, die sich äußerst diszipliniert verhält. Und sie bringt dabei Einiges durcheinander:

In Beirut, in Damaskus, in Kairo, im Westjordanland und in Israel, wo Palästinenser mit israelischem Pass 20 Prozent der Bevölkerung stellen: Überall tragen die Menschen Zorn und Trauer auf die Straßen.
Wir wissen jetzt also dank Putz, dass Palästinenser mit israelischem Pass 20% der Bevölkerung stellen. Und vor allen Dingen wissen wir noch ein Zweites: Zorn und Trauer sind nur dann berichtenswert, wenn nach Tausenden Kassam-Raketen seit 2001, die aus dem Gazastreifen abgefeuert wurden, der Angegriffene, also Israel, sich wehrt und die Quelle der Terrorangriffe (Hamas und Konsorten) aus dem Verkehr ziehen will.

Vielleicht sollte ich meine Einschätzung von oben nun doch revidieren und Frau Putz bescheinigen, dass sie keine Ahnung hat: „20% Araber“ sollte es heißen, und nicht „20% Palästinenser“. Aber das würde ja heißen, dass man ihr einen Deppenpass ausstellt. Und welcher vernünftige Mensch will das schon?

Macht nichts, denkt Frau Putz: Der geneigte SPON-Leser wird’s dankbar annehmen, die Strick-, Klöppel- und Esoterik-Bibelgruppen etlicher evangelischer und katholischer Volkskirchler ebenso und die „Volkspresse“ auch, denn schließlich handelt es sich ja hier um einen „berechtigten Volkszorn“, und der ist vertretbar, wie wir spätestens seit dem 9. November 1938 wissen.

Danke Ulrike!

Putzlappen bitte eintauchen und abwischen.

Es stinkt widerlich.


*Update, 10. Januar, 2009:

Der Fairness halber sollte darauf hingewiesen werden, das Frau Putz mittlerweile aus Ashkelon berichtet.

Zur fairen Berichterstattung gehört aber auch, dass sie sich unter israelischem Schutz befindet, der ihr eine freie Berichterstattung gewährleistet. Kann sie das im Westjordanland oder im Gazastreifen - oder im Kongo, im Sudan oder in Sri Lanka?

Das nur ganz nebenbei....; dem israelischen Schutz übrigens, der ihr nicht "ganz geheuer " zu sein scheint, wenn sie die Sicht der Hamas einnimmt.

Donnerstag, August 28, 2008

Ausführliches MEMRI-Video mit dem christlichen Konvertiten Mus'ab Hassan Yousef

MEMRI:

Ausführliche Fassung des Video-Interviews mit Mus'ab Hassan Yousef, dem zum christlichen Glauben konvertierten Sohn eines Hamas-Führers im Gazastreifen.



Oder hier klicken


Dienstag, April 01, 2008

Khaled Meshaal: Dankbarer Interviewpartner


Oder: Terroristen die Wahrheit entlocken


Einen Vorteil hat es schon, wenn man Terroristen wie Khaled Meshaal (Abbildung), den im syrischen Versteck lebenden Führer der Hamas, hartnäckig befragt und dazu die richtigen Reporter wie Tim Marshall von Sky News stellt: Verbrecher wie der Hamas-Führer kommen nicht so leicht aus der Klemme, wenn im Interview nachgebohrt wird. Meshaal versuchte zwar, sich zwischen Lüge und Wahrheit hindurchzuschlängeln, aber seine Antworten sind mehr als ein Beleg dafür, dass die Taktik der islamischen Terroristen darauf angelegt ist, zu tricksen und zu täuschen.

Jedem, der nur halbwegs über die Situation in Nahost informiert ist, muss auffallen, dass sich der Terrorpate in selbst gewählten Widersprüchen verfängt.

HonestReporting hat dazu einen kleinen Beitrag verfasst und ein Video mitgeliefert, das den Terrorpaten bei der "Gesprächsarbeit" zeigt. Castollux hat den Bericht übersetzt. Sehr aufschlussreich….

HonestReporting, 31. März 2008


Großes Kompliment an Tim Marshall von Sky News für sein Interview mit Khaled Meshaal in Damaskus, auch wenn Einiges dafür spricht, Terroristen im Fernsehen keine Sendezeit zu geben. Wenn ihnen zugesichert worden wäre, dass sie einen Vorzug dieser Art erhielten, hätten sich viele Journalisten diesem [gefragten] Interviewpartner angebiedert und ihn mit Samthandschuhen angefasst.

Nicht so Marshall, der Meshaal hartnäckig befragte und ihn zu Themen wie den Anschlägen der Hamas auf unschuldige Zivilisten und der Rolle der Hamas bei dem Durchbruch an der ägyptischen Grenze löcherte. Klicken Sie bitte hier, um das vollständige Interview zu sehen [In Englisch; eigentlich relativ leicht zu verstehen. Bei Übersetzungsfragen helfe ich gerne].

Teil der verzerrten Wahrnehmung Meshaals ist unter anderem die unaufrichtige Behauptung, dass Israel unter der Al-Aqsa Moschee Grabungen durchführe, sowie die moralische Gleichsetzung zwischen palästinensischem und französischem Widerstand oder dem Kampf gegen die südafrikanische Apartheid.

Befragt nach den Selbstmordanschlägen, behauptet Meshaal in bizarrer Logik, dass die Hamas niemanden vorsätzlich töten würde.

Er behauptet auch unwahrhaftig, dass die Mehrzahl der palästinensischen Inhaftierten Mitglieder des PA-Parlaments seien und im Vergleich zur Behandlung des israelischen Soldaten Gilad Shalit durch die Hamas misshandelt werden würden. (Hinweis von Castollux: Dem Roten Kreuz oder anderen externen Organisationen wurde der Zugang zu Gilad Shalit bis heute verwehrt). Gilad Shalit befindet sich seit dem 25. Juni 2006 in Gefangenschaft der Hamas. Und das will die Hamas im Austausch für Gilad Shalit: Hamas fordert Freilassung von Gefangenen.

Passend zum blanken Antisemitismus in der Hamas-Charta (Dank an Ulrich W. Sahm für die Übersetzung der wesentlichen Auszüge) behauptet Meshaal, dass er den Holocaust nicht leugnet, aber im gleichen Atemzug sagt er, dass „die Zionisten mit den Zahlen übertrieben hätten.“

Eine Lösung des Konflikts sieht Meshaal nur darin, dass die Hamas am Ende gewinnen wird.

Tim Marshalls Interview dient als Beispiel dafür, wie es möglich ist, mit Terroristen umzugehen, ohne auf Ausflüchte des moralischen Relativismus’ zurückzugreifen, den andere Medienunternehmen wie die BBC als „Ausgewogenheit“ wahrnehmen.