Montag, September 01, 2008

Bin mal eben weg...

...für drei Wochen.

Ich werde vorübergehend in Holland auf Tauchstation gehen, sprich in Urlaub fahren und das Land mit dem Fiets (Fahrrad) unsicher machen.

Tagestipps werde ich nur ganz selten aktualisieren, da ich mir fest vorgenommen habe, das Internet so weit als möglich zu meiden.

Am 23. September werde ich mich wieder ins Getümmel stürzen.

Beste Grüße

en tot ziens!
Bernd

Sonntag, August 31, 2008

These Boots Are Made For Walking

Bevor ich am 1. September (Mitternacht) in meinen sicher wohl verdienten Urlaub abdüse (ausgedehnte Radtour in Holland) möchte ich euch vier Videos von Nancy Sinatra und Lee Hazlewood schenken - oder auch aufdringlich anbieten.

Viele Blogger werden diese Videos das erste Mal in ihrem Leben sehen.



Oder dies hier:



Im dritten Video übernehmen Nicole Kidman und Robbie Williams kurzfristig den Part. Kitschiger Schmacht; aber soooo schön:



Beim vierten (Schwarzweißvideo) stimmt die grafische Eingangssequenz nicht. Gibt sich....



Alternative mit The Corrs und Bono:

Einen Beitrag von Castollux kann ich euch allerdings nicht ersparen. Der folgt morgen, kurz bevor ich mich Hals über Kopf in den Liegewagen des Nachtzugs stürze. Lasst euch überraschen….; ihr könnte es euch also noch eine Nacht überlegen.

Und hier noch eine ganz speziell sexy Version von "These Boots Are Made For Walking".

Leider keine Einbaufunktion möglich. Angesichts der Schärfe des Materials auch verständlich, wenn man auf das Copyright pocht. [(;-)]

Donnerstag, August 28, 2008

Ausführliches MEMRI-Video mit dem christlichen Konvertiten Mus'ab Hassan Yousef

MEMRI:

Ausführliche Fassung des Video-Interviews mit Mus'ab Hassan Yousef, dem zum christlichen Glauben konvertierten Sohn eines Hamas-Führers im Gazastreifen.



Oder hier klicken


Donnerstag, August 21, 2008

"Humanitäre" Leichtmatrosen

HonestReporting

In einen Werbegag hineinschippern

The Daily Telegraph berichtet über die neuesten Entwicklungen rund um die zwei Boote der Organisation Free Gaza Movement, die die “Belagerung des Gazastreifens brechen“ will. Ein genauerer Blick auf die Hintergründe und Motivation dieser so genannten „Friedensaktivisten“ offenbart einen antiisraelischen Werbegag.

Wer steckt hinter Free Gaza Movement?

Wie NGO Monitor aufzeigt besteht die Organisation aus einem Zusammenschluss von Gruppen der pro-palästinensischen International Solidarity Movement (ISM), dem Israel Committee Against House Demolitions (ICAHD) und dem Palestinian Center for Human Rights (PCHR).

ISM hält einen schändlicheren Rekord in der Anstiftung ausländischer Staatsangehöriger zu einer „direkten Aktion“, die sie einer Gefahr aussetzt, was im Fall der Amerikanerin Rachel Corrie mit deren Tod endete. Im Jahr 2003 bestätigte sich die extreme Ideologie von ISM, als aus Großbritannien stammende Terroristen unter dem Deckmantel von ISM im Cafe Mike's Place Sprengsätze zündeten und drei Menschen ermordeten. In letzter Zeit betätigte sich ISM an führender Stelle an den gewaltsamen Protestaktionen am Sicherheitszaun bei Ni'lin, während ein ISM-Aktivist in den USA inhaftiert wurde, angeklagt wegen der „finanziellen Zuwendung von 20.000 Dollar an eine Gruppe, von der er wusste, dass sie die Hamas unterstützt“.

Währenddessen manipuliert ICAHD die Sprache der Menschenrechte, um eine ähnliche politische Agenda auf den Weg zu bringen. Hinter der Fassade der Menschenrechte verweist ICAHD regelmäßig auf Israel als einen “Apartheid“-Staat, während Direktor Jeff Halper (links im Bild) seine Einstaaten-Lösung propagiert, die das Ende Israels als jüdischem Staat bedeuten würde.

Humanitäre Mission oder politischer Werbegag?

Auf der Webseite von Free Gaza kann man einen Briefwechsel zwischen der Organisation und dem israelischen Außenministerium nachlesen, in dem die Behörde erklärt:

Wir gehen davon aus, dass Sie gute Absichten verfolgen; tatsächlich aber resultiert aus Ihrer Aktion, dass Sie das Regime einer Terrororganisation in Gaza unterstützen…

Wir erhielten Informationen, dass Sie planen, in den Gazastreifen humanitäre Hilfe zu bringen. Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass der Transfer humanitärer Hilfe zurzeit über vereinbarte Kanäle durch Israel erfolgt, und die israelischen Behörden werden sicher stellen, dass die Lieferungen ihren Bestimmungsort via Grenzübergangsstellen an Land erreichen. Wir freuen uns, Sie in Ihrem Bemühen zu unterstützen.

Wenn Sie lautere Absichten haben wählen Sie bitte diesen Weg; wenn Sie nicht vorhaben, humanitäre Hilfe via Israel zu liefern, beweist dies, dass Ihre Zielsetzung politischer Natur ist und stellt die Legitimierung einer Terrororganisation dar.

Warum also hat Free Gaza Movement es vorgezogen, 300.000 Dollar für ihre Reise aufzubringen, wenn ihre humanitäre Hilfe nach Gaza mit israelischer Zustimmung hätte geliefert werden können?

“Eingebundene Medien“

Anfang August segelte die Website der BBC offensichtlich an Bord von Free Gaza mit - auch mit einem „Tagebucheintrag“ des Reporters Rachid Sekkai. Nun aber enthält die aktualisierte Geschichte folgenden Hinweis:
Eine frühere Version dieser Geschichte wurde als Tagebuchaufzeichnung angekündigt. Wir werden über die Schiffsreise nicht mehr in Form eines Tagebuchs schreiben, aber weiterhin über den Fortgang berichten.
Eine Journalistin ohne ethische Bedenken dieser Art ist Yvonne Ridley (Rechts im Bild, wie immer mit modischer Kopfbedeckung und mächtig viel Holz vor der Hütt'n) von Iranian Press TV, die an Bord eine Dokumentation zur Überfahrt erstellt. Ridley, wohl kaum der Inbegriff einer neutralen Beobachterin, ist auch eine verhärtete Extremistin, die zum Beispiel auf einer islamistischen Hass-Kundgebung sprach, Unterstützung für die Hisbollah bekundete und zum Boykott gegen Firmen aufrief, die Geschäftsbeziehungen zu Israel unterhalten, was darin gipfelte, dass „Trinken von Coca Cola dasselbe ist wie das Trinken des Blutes palästinensischer Kinder“. Unfassbar - nun wirft Ridley Israel vor, die Free Gazas-Reise zu sabotieren und beschuldigt den Mossad, Kassam-Raketen von Gaza nach Israel abzufeuern!

Hatte die BBC wegen Sekkais übermäßig intimer Verstrickung den Stecker gezogen, nachdem sie realisierte, dass seine journalistische Objektivität in Frage gestellt worden war?

Mit an Bord zum Zwecke zusätzlicher Publicity ist Lauren Booth, Schwägerin des ehemaligen britischen Premiers Tony Blair, die in ihrer Person die Rolle der Journalistin und Aktivistin vereinigt.

Politische Agenda

Die antiisraelischen Vorstellungen einiger Leute, die hinter Free Gaza stehen, wurden bereits angesprochen. Und trotz des Fakts, dass viele der Aktivisten und Organisationen hinter Free Gaza alles andere als Sympathien für die USA und sicher nicht für sein Militär hegen, wurde eines der Boote nach dem US-Marineschiff USS Liberty benannt, das durch Zufall und tragischerweise von israelischen Kampfjets während des Sechstagekrieges angegriffen wurde.

Zehn offizielle Untersuchungen der USA und drei offizielle der israelischen Armee haben ohne Ausnahme begründet, dass der Angriff ein tragischer Fehler war. Trotz dieses Sachverhalts haben antiisraelische Aktivisten ununterbrochen Israel in Misskredit zu bringen versucht, indem sie das Land beschuldigten, die Liberty absichtlich angegriffen zu haben.

Während der Reise wird Free Gaza die toten Matrosen der USS Liberty ehren.

Wann zuletzt haben „Friedensaktivisten“ Militärangehörigen gedacht (Insbesondere amerikanischen Soldaten)?

Israels Recht, zu verhindern, dass Free Gaza in Gewässer vor Gaza einfahren kann:

Die Jerusalem Post berichtet, dass die israelische Marine angewiesen wurde, die zwei Boote zur Umkehr zu zwingen:
Israelische Offizielle teilten am Sonntag mit, dass die Mittelmeergewässer vor Gaza laut Vereinbarung mit der PA unter israelische Hoheit gefallen waren. Gaza ist auch zur Kampfzone erklärt worden, was die Marine berechtigt, im Meer vor dem Gazastreifen zu patrouillieren, so die Offiziellen.
In seinem Brief an Free Gaza weist das israelische Außenministerium darauf hin, dass...
... das Gebiet, in das Sie auslaufen wollen, Gegenstand einer von der israelischen Marine veröffentlichten Maßnahmenempfehlung ist, die alle fremden Schiffe dringend darauf hinweist, angesichts der gegenwärtigen Sicherheitslage eindeutig außerhalb der festgelegten maritimen Zone vor der Küste von Gaza zu bleiben.

Wir hoffen freilich, dass Free Gaza Movement eine absichtliche Konfrontation mit der israelischen Marine vermeiden wird, obwohl dies sehr leicht passieren könnte, da diese Aktivisten maximale Publizität erreichen wollen, mit der sie dem Ansehen Israels schaden möchten.
Während sich die Boote ihrem vorgesehenen Reiseziel nähern bleiben Sie bitte auf eine Antwort vorbereitet, sollten die Medien wieder bereitwillig auf den offensichtlichen Werbegag von Free Gaza Movement hereinfallen.

Sonntag, August 17, 2008

Bielefelder Mobbingkultur, Teil 2 (Interview mit Heinz Gess)

In der ZEIT-Ausgabe vom 14. August hatte Evelyn Finger einen Kurzkommentar (Nur Print-Version verfügbar) zu den Vorkommnissen um den Bielefelder Soziologieprofessor Heinz Gess geschrieben und dabei deutlich zum Ausdruck gebracht, was sie vom Maulkorberlass hält, der ihm in Form eines Disziplinarverfahrens auferlegt wurde. Castollux berichtete in diesem Beitrag über den unerhörten Vorgang, in dem einem Wissenschaftler seitens der Rektorin untersagt wird, Forschungsergebnisse über die Tätigkeit des nazistischen Wissenschaftlers und hochrangigen ehemaligen NSDAP-Funktionärs Werner Haverbeck, der ab 1972 an der FH Bielefeld "lehren" durfte, öffentlich zu thematisieren.

Castollux hat mit Prof. Dr. Heinz Gess ein Kurzinterview geführt, das näheren Einblick in die Entwicklung an der FH Bielefeld während der letzten Wochen vermittelt.

Herr Prof. Dr. Gess, wie beurteilen Sie das gegen Sie eingeleitete Disziplinarverfahren?

Heinz Gess: Das Disziplinarverfahren ist ein unglaublicher Eingriff in der Freiheit der wissenschaftlichen Kritik, wie ich ihn bis dahin nicht für möglich gehalten hätte. Mit dem Angriff soll Angst verbreitet werden und die Hochschullehrer zum Kuschen angehalten werden. Er ist ein regelrechter Maulkorberlass. Zugleich zeugt das Verfahren von einer außer­ordentlichen Arroganz der Macht, sprich der hiesigen Hochschulleitung. Aus diese Arroganz spricht, dass der Hochschulleitung die politische Lage und der Konformismus, der sich an der Hochschule breit gemacht hat, ihr ein solches Vorgehen gestattet, ohne dass sich nennenswerter Protest dagegen regen würde.

Castollux: Wie erklären sie sich das erstaunliche Verhalten der Hochschulleitung? Wie konnte es dazu nur kommen?

Heinz Gess: Dafür gibt es meines Erachtens von der Sache her mehrere Gründe:

Erstens: das neue Hochschulfreiheitsgesetz NRW:

Das Gesetz beschränkt unter dem irreführenden Namen „Hochschulfreiheit“ die Freiheit der Hochschullehrer drastisch. Es ist insofern ein antidemokratisches Gesetz. Das Rekto­rat wird nun nicht mehr von den Mitgliedern der Hochschule gewählt, sondern vom Hoch­schulrat bestimmt. Auch der Hochschulrat ist kein gewähltes Organ, sondern von der nicht gewählten Hochschulleitung bestellt. Die Hochschullehrer sind keine Landesbeamten mehr, sondern nur noch Hochschulbeamte und damit unmittelbar und ausschließlich der demokratisch nicht legitimierten Hochschulleitung unterstellt sind. Solch ein Macht­zu­wachs muss jenen, die es immer schon mit der Macht hielten und denen Argumente und Kritik immer nur ein lästiges Beiwerk waren, wie ein Geschenk des Himmels erscheinen. So ist es kein Wunder, dass ich z.B. nur eine Woche nach meiner Zwangs­übernahme zum Hoch­schulbeamten, gegen die ich rechtliche Schritte einleitete, aus nichtigem Anlass mein erstes Disziplinarverfahren erhielt, das freilich von der Diszi­plinarkammer nicht ange­nommen wurde.

Zweitens: die Konzentration auf die "Außendarstellung der FH"

Im Zentrum der neuen Hochschule steht ihre Selbstvermarktung oder "Außendarstellung". Ob wahr oder falsch wird dabei zweitrangig. Wichtig ist, bei der Herrschaft gut anzu­kom­men. Herrschaft heiß in diesem Fall: bei den Industrieführern, der Kulturindustrie, den Chefs der Verwaltungen. Unter diesen Bedingungen wird der Konfor­mismus Trumpf. Und nun kommt da ein Hochschullehrer aus der eigenen Hochschule und macht ohne Not der Öffentlichkeit bekannt, dass an der Bielefelder Fachhochschule in den sieb­ziger Jahren ein Nazi und bekannter Rechtsextremer gelehrt und in einem bewusst un­auf­fällig gehaltenen Einstellungsverfahren (also keinem normalen Berufungsverfahren) an­gestellt worden sei und anschließend seine verdorbenen Früchte unter die Leute ge­bracht habe. Das muss doch die lediglich an der Außendarstellung interessierte Hoch­schulleitung empören, nicht wahr? Nicht der negative Sachverhalt selbst stört die FH Leitung, son­dern dass er an die Öffentlichkeit gerät und kritisiert wird. Der Bote wird für die schlechte Botschaft be­straft, weil sie der Reklame schadet. Aber das ist hierzulande ja nichts Neues mehr.

Drittens: Die in Deutschland übliche Form der Erinnerungs- und Schuldabwehr

Die öffentlichen Schuldeingeständnisse deutschet Amtsinhaber etwa zum 8. Mai, dem Tag der Befreiung von der Herrschaft der Nazis, die viele Deutsche immer noch für die größte Niederlage des deutschen Volkes halten, sind Makulatur. Sie sind durchweg zu Inszenierungen der Außen­dar­stellung, des Selbstmarketings Deutschlands geworden. Viele wissenschaftliche Untersuchungen der letzten Jahre belegen, dass die Enkel und Enkelinnen aktiver Nazis ihre Großväter allesamt für unschuldig halten, selbst dann, wenn sie in der SS oder in der Gestapo waren, halten daran fest, dass die Großväter Opfer des Systems oder sogar heimliche Widerstandskämpfer waren. In der Fachhochschule wurde mit derselben Geistlosigkeit stets davon ausgegangen, dass alle Fachhochschullehrer im fraglichen Alter nichts mit dem Nationalsozialismus zu tun hatten, und gerade dieser kollektive Mythos wird durch den Verweis auf Haverbeck, der zeitlebens ein Nazi geblieben ist und als moderner Nazi an der Fachhochschule praktizierte, Lügen gestraft. Das ist für die Mythengläubigen sehr ärgerlich und weckt ihre Aggression.

Haverbeck wurde in einem „unauffälligen Einstellungsverfahren“ an der FH angestellt. Man darf deshalb vermuten, dass es eine Seilschaft alter Kameraden gegeben hat, die ihm diese unauffällige Einstellung ermöglichte. Dafür sprechen auch andere Hinweise, wie die, dass Haverbeck vom ersten Tag seiner Einstellung an aus dem Fachbereich Sozialwesen in die Ingenieurwissenschaften abgeordnet wurde. Dass es so gewesen sein könnte, ist für die Fachhochschule ein sehr unangenehmer Gedanke, den sie durch die Verhängung des Disziplinarverfahrens vermutlich unterdrücken möchte.

Ein besonders eindrucksvolles Beispiel, wie die Erinnerung an die Vergangenheit ausgelöscht wird, gibt das Ministerium für Forschung und Entwicklung selbst. Als Antwort auf eine Anfrage des Asta zum Sachverhalt schreibt es. Ich zitiere:

"Im Rahmen des unauffälligen Einstellungsverfahrens hat Herr Professor Haverbeck die üblichen Erklärungen unterschrieben, mit denen er u. a. bestätigt, dass er keiner Organisation angehört und keine Organisation fördert, deren Tätigkeit sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung richtet oder die darauf ausgeht, die freiheitlich demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu gefährden.
Auch aus den Unterlagen und seinem Lebenslauf ergaben sich keine Hinweise auf einen Sachverhalt, der einer Einstellung widerspricht.
Unter Hinweis auf § 2 Abs. 3 und § 9 Informationsfreiheitsgesetz NRW bitte ich um Verständnis, dass ich keine weiteren personenbezogenen Daten offenbaren kann und verbleibe mit freundlichen Grüßen ...."

Diese Antwort ist geradezu hanebüchen und unfassbar arrogant. Da wird läppisch mitgeteilt; Haverbeck sei in einem unauffälligen Einstellungsverfahren angestellt worden und ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass man das so hinzunehmen habe und es nicht der Aufklärung bedürfe, warum seine Einstellung "unauffällig“ erfolgte. Ferner wird ebenso läppisch mitgeteilt, Haverbeck habe beeidigt, dass er keiner verfassungsfeindlichen Organisation angehöre. Also habe man von nichts was gewusst. Ja, gibt’s denn das? In Wahrheit wurde Haverbeck doch schon 1973 Vorsitzender des rechtsextremen WSL*. Wie aufmerksam von der Behörde, die damals so bekanntlich sehr intensiv damit beschäftigt war, jeden linken Kritiker deutscher Verhältnisse, der sich einmal auf einer Demo hatte blicken lassen, zu identifizieren und aus dem Staatsdienst zu entfernen. Vermutlich hätte sie aber, selbst wenn jemand sie auf Haverbeck aufmerksam gemacht hätte, ihn nicht einmal als "neuen" alten Nazi erkannt, weil sie bewusstlos ähnlich dachte wie er und auf den „neuen“ Jargon der kulturalistischen Eigentlichkeit und der öko-systemischen Echtheit hereingefallen wäre, wie so viele „Linke“ jener Zeit. Die Krone aber wird dem Ganzen dadurch aufgesetzt, dass man vorgibt, selbst von der Nazi-Vergangenheit des Naziführers Haverbeck nichts gewusst zu haben, weil er in seinem Lebenslauf nichts davon berichtet habe. Volksverdummender geht es nimmer. Das stößt besonders übel auf, weil so noch im Jahr 2008 und nicht etwa 1978 geantwortet wird.

Castollux: Das Rektorat unterstellt in seiner Einleitung des Disziplinarverfahrens nach den vorliegenden Informationen, es ginge Ihnen lediglich um die Diskreditierung von Personen in der Hochschulleitung.

Heinz Gess: Das ist falsch, weit hergeholt und eine Umkehrung des wirklichen Sachverhalts. In Wahrheit geht es dem Rektorat um mich, meine Arbeit an der kritischen Theorie und insbesondere das Kritiknetz - darum, zu diskreditieren, zu ruinieren und aus der Hochschule zu entfernen. Die Kritische Theorie wird von der Rektorin zur unwissen­schaftlichen Privatsache erklärt und am liebsten von der FH verbannt, indem man ihrem Verfechter mit immer neuen Sanktionen droht. Der Täter inszeniert sich in diesem Fall gewissermaßen als Opfer, um sich das Recht zu geben, zuschlagen zu können, und das nicht das erste Mal.

Was meinen Vorspann zum Artikel von Bierl und Heni über Haverbeck angeht, so habe ich darin ausdrücklich festgestellt, dass es mir um die Kontinuität einer Praxis der Hochschulleitung als Institution geht und hervorgehoben, dass das nicht ad personam gemeint ist. Deshalb ist dieser Vorwurf völlig unverständlich. Die Kontinuität, um die es mir geht, liegt darin, dass jedenfalls im Fachbereich Sozialwesen dem konformistischen Jargon der Eigentlichkeit oder dem esoterisch- ökosystemischen Jargon, der sich kon­struktiv kritisch gibt - eben so wie es Haverbeck in den siebziger Jahren tat - stets der Vorzug gegeben wird vor der kritischen Theorie der Gesellschaft. Während jene, die sich konformistischer Jargons bedienen, beinahe machen können was sie wollen, wird die kritische Theorie in jeder ihrer Variationen bekämpft - mit der erkennbaren Intention, sie aus der Hochschule zu entfernen. Darauf zielt vermutlich das neue Disziplinar­verfahren gegen mich hin.

Ich hoffe, dass die Hochschulmitglieder sich diese autoritäre, konformistische Praxis nicht länger gefallen lassen, gehe aber davon aus, das sie sich lieber heraushalten, um sich nicht den Mund zu verbrennen.

Castollux: Sie sagten zuvor, es existieren von der Sache her mehrere Gründe. Soll das heißen, dass es daneben auch noch persönliche Gründe gibt?

Heinz Gess: Das kann ich nicht sicher wissen. Denn falls es sie bei der Rektorin gibt werden sie vollständig verleugnet. Ich vermute aber, dass Sie völlig Recht haben und mit Ihrer Frage ins Schwarze treffen. Denn die Begründungen für die Sanktionen - auch schon die früheren - waren und sind von der Art her weit hergeholt und fadenscheinig, sodass diese Vermutung sehr, sehr nahe liegt. Ich habe in der Vergangenheit in einem sehr persönlich gehaltenen Schreiben an das Rektorat die Vermutung auch schon geäußert und darum gebeten, eine Gesprächsform zu wählen, die es uns ermöglichte, über Kränkungen und Verletzungen miteinander zu sprechen, damit sie verheilen können. Aber der Gedanke wurde ziemlich brüsk abgewiesen.

Castollux: Herr Professor Gess, Dank für die offenen Worte und alles Gute für die Zukunft.

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*Weltbund zum Schutze des Lebens e.V.

Mittwoch, August 13, 2008

Bielefelder Mobbingkultur

Heinz Gess, Professor für Soziologie an der FH Bielefeld, nimmt seine Profession sehr ernst. Das schließt mitunter nicht aus, dass seine Forschung unschöne Fakten aufgreift, nicht zuletzt auch, was die Personalhistorie der eigenen Lehranstalt betrifft. Dass Heinz Gess schon seit Jahren gemobbt wird, weil er die konsequente und wahrhaftige Umsetzung seines Lehr- und Forschungsauftrages lebt, ist mir bekannt.

Schlimm genug, dass ein Dozent, der Differenzierung im Umgang mit Israelkritik anmahnt und auf die Verlogenheit des sich als Antizionismus gerierenden Antisemitismus aus der linken Ecke und seine Schnittmengen zur rechten und islamistischen Gesinnung verweist, permanent Anfeindungen durch Kollegen und Studenten ausgesetzt ist.

Seine vorerst letzte Zuspitzung erfuhr der Konflikt zwischen Heinz Gess und seinen Gegnern, letztere in höchster Instanz verkörpert durch Rektorin Professor Dr. Beate Rennen-Allhoff, als er am 7. April 2008 auf seiner Internetplattform Kritiknetz einen Artikel von Clemens Heni und Peter Bierl veröffentlichte, der veranschaulichte, dass in der Öko-Pax-Bewegung antisemitisch grundierte, völkische und konservativ-revolutionäre Ideologien verwurzelt sind. In einem weiteren erklärenden Beitrag1) hatte Gess darauf hingewiesen, dass Werner Haverbeck (1909-1999), ehemaliger Professor für Sozialwissenschaften und ausgestattet mit höchsten NS-Funktionen, an der FH Bielefeld Karriere machen konnte, nach dem Krieg dieser Lebensabschnitt unberücksichtigt blieb bzw. Haverbeck an der FH Bielefeld ungehindert und ungefragt weiterarbeiten konnte (Zu seiner weiteren “Karriere“ weiter unten im Aufruf).

Diese Information löste bei der oben erwähnten Rektorin eine unangemessen aggressive Reaktion aus. Sie überzog Professor Gess mit einem Disziplinarverfahren, weil er (angeblich) seine Verschwiegenheitspflicht (!) als Beamter verletzt habe. Dabei konnte "Werner Haverbeck an der FH Bielefeld trotz Nazi-Karriere und neofaschistischer Aktivitäten ungestört seinen ideologischen und politischen Geschäften nachgehen und seine verdorbenen Früchte als ’Professor für Sozialwissenschaft’ unter die Studierenden bringen.“

Aufklärung dieses Sachverhalts bzw. dessen wissenschaftliche Auswertung an der FH Bielefeld durch einen sorgfältig und akribisch arbeitenden Professor, der das “Pech“ hatte, an derselben Einrichtung lehren zu „dürfen" wie der kulturrassistische Nazi Werner Haverbeck, ist nicht erwünscht. Ja, richtig gelesen - sie ist nicht erwünscht. Deshalb soll Heinz Gess ein Maulkorb umgehängt werden.

Dass diese Situation so nicht hingenommen werden kann versteht sich von selbst, denn der Wissenschaftsbetrieb - insbesondere auch in einer Disziplin wie der Soziologie - darf nicht dem Dünkel und der Gönnerhaftigkeit von Institutionen oder Personen ausgesetzt werden, die für sich in Anspruch nehmen, Geschichte verdunkeln zu müssen.

Die Autoren Clemens Heni und Pater Bierl haben einen Aufruf verfasst, der auch dem Wissenschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen zuging. Hier im Wortlaut:

Ein unglaublicher Skandal...Disziplinarverfahren gegen Professor Heinz Gess

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Kollegen,

Wir wenden uns an Euch mit der Bitte um Hilfe und Solidarität wegen eines Disziplinarverfahrens, das die Rektorin der Fachhochschule Bielefeld, Professor Dr. Beate Rennen-Allhoff, Anfang Juni gegen Professor Heinz Gess eingeleitet hat. Vorgeworfen wird Gess, seine Pflichten als Beamter verletzt zu haben. Er habe dem Ansehen der Behörde geschadet und insbesondere gegen die Verschwiegenheitspflicht verstoßen.

Es geht um einen Artikel, den wir beide verfasst haben, und den Heinz Gess auf der von ihm betrieben Homepage kritiknetz.de unter dem Titel "Grün-braune Liebe zur Natur: Die NSDAP als "grüne Partei" und die Lücken der Naturschutzforschung" veröffentlicht hat.

Das Disziplinarverfahren bezieht sich auf eine Nachbemerkung von Gess. Er verweist darin auf die Tatsache, dass Werner Haverbeck (1909-1999, Abb. rechts mit strammem Hitlergruß) ab 1972 mehrere Jahre lang an der FH Bielefeld als Professor für Sozialwissenschaft wirken konnte. Haverbeck war Mitglied der NSDAP-Reichsleitung, des NS-Studentenbundes und der SA sowie Leiter des NS-Reichsbundes für Volkstum und Heimat. In der Bundesrepublik war Haverbeck von 1974 bis 1982 Präsident des rechtslastigen Umweltverbandes "Weltbund zum Schutz des Lebens" und Mitunterzeichner des so genannten Heidelberger Manifestes von 1981, in dem die Forderung "Ausländer raus" pseudoökologisch verbrämt erhoben wurde. Haverbeck war Mitbegründer des so genannten Collegium Humanum in Vlotho in Niedersachsen, einer rechtsextremen Tagungsstätte, wo sich unter anderem 1984 das "Komitee zur Vorbereitung der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag des Führers" (KAH) traf. Die Einleitung des Disziplinarverfahrens begründet Rektorin Rennen-Allhoff mit folgender Passage des Textes von Gess:

"Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang noch, dass der Werner Haverbeck an der FH Bielefeld ungeachtet seiner Nazi-Karriere und neofaschistischen Aktivitäten ungestört seinen ideologischen und politischen Geschäften nachgehen und seine verdorbenen Früchte als "Professor für Sozialwissenschaft" unter die Studierenden bringen konnte, ohne je dafür an der FH in die Kritik zu geraten und ohne dass das Rektorat der FH es je für nötig gehalten hätte; sich von seinem Tun oder seinen Schriften zu distanzieren, dass aber dasselbe Rektorat (nicht in persona) und dessen Personalabteilungsleiter es für dringlich hält, sich von dem Herausgeber dieser Seite und der "Internetzeitschrift für kritische Theorie der Gesellschaft" das Kritiknetz, ausdrücklich zu distanzieren."

Gess habe seine Dienstpflichten verletzt, weil er damit Maßnahmen der Verwaltung öffentlich kritisiert habe, urteilt die FH-Rektorin. Wir halten es für einen Skandal, dass jemand mit einem Disziplinarverfahren überzogen werden soll, der darauf hinweist, dass ein ehemaliger hochrangiger NSDAP-Funktionär und in der Bundesrepublik prominenter Nazi-Aktivist an der FH Bielefeld Karriere machen konnte. Damit soll ein Wissenschaftler mundtot gemacht werden, der einen solchen Vorgang öffentlich benennt.

Verschwiegenheitspflicht kann nicht heißen, die Einstellung eines alten Nazis zu vertuschen und das nach über 30 Jahren. Pikant ist, dass einen Monat zuvor, Anfang Mai 2008, Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) das von Haverbeck gegründete Collegium Humanum wegen rechtsextremer Umtriebe verboten hat.

Wir fordern die sofortige Einstellung des Disziplinarverfahrens gegen Heinz Gess und eine Entschuldigung der Rektorin. Wir fordern, die einschlägigen Archive zu öffnen und von unabhängigen Historikern klären zu lassen, wie es möglich war, dass Haverbeck an der FH Bielefeld Dozent werden konnte. Wir verlangen - sofern aufgrund des zeitlichen Abstandes noch möglich - diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die Haverbeck gedeckt und seine Karriere ermöglicht haben.

Wir bitten Euch, diesen Vorgang publik zu machen, dieses Schreiben weiterzuverbreiten, sowie beim Wissenschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen gegen das Disziplinarverfahren gegen Heinz Gess zu protestieren. Wir haben dafür einen Musterbrief verfasst, den Ihr benutzen könnt. Solltet Ihr einen solchen Brief schicken, bitte gebt uns Rückmeldung.

Die Journalisten unter Euch bitten wir, über diesen Vorfall in ihren Medien zu berichten. Für Rückfragen stehen wir zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Clemens
Heni und Peter Bierl

clemens_heni@web.de
peterbierl@gmx.de

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1) Hochschulpraxis in der Kritik
Wie Aufklärung über den esoterischen Öko-Nazi Werner Haverbeck durch die Hochschulleitung der FH Bielefeld behindert wird
http://www.kritiknetz.de/?position=artikel&aid=435

Hattip: Clemens Heni, Peter Bierl

Samstag, August 09, 2008

Durban II: Wiederholt sich Geschichte doch?

Ereilt die UN-Nachfolgevariante* der rassistisch motivierten Konferenz aus dem Jahr 2001 im südafrikanischen Durban das gleiche Schicksal wie ihre Vorgängerin? Womöglich. Denn die EU-Mitgliedstaaten müssen die rote Linie verteidigen, die von Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden gezogen wurde. Oder besser gesagt „müssten“ - denn bis April 2009 fließt noch viel Wasser aus der Rhône in den Genfer See und der Gebrauch des unverbindlichen Konjunktivs entspricht, wie wir wissen, der meist gepflegten Konversationsform europäischer Diplomatie.

Was ging bei Durban I in die Hose? Eigentlich alles. Zunächst wurden trotz universell ausgerichteter Tagesordnung und Intention Zugeständnisse an die 118 blockfreien Staaten gemacht, die heute mehr als damals von den islamischen Vertretern in ihren Reihen dominiert werden.

Sklaverei war eine Schande und ist es auch heute noch. Während die Blockstaaten, und mit ihnen die islamischen Länder, allein den Sklavenhandel der transatlantischen Staaten vergangener Jahrhunderte anprangerten (an dem übrigens islamische Despoten als Zulieferer kräftig verdienten) und das moderne arabische Äquivalent und andere Formen der Ausbeutung und Versklavung vollkommen ignorierten, war die Konferenz 2001 überwiegend damit beschäftigt, Punkte zu sammeln statt sich um Menschenrechtsfragen zu kümmern.

Also fiel die Verurteilung des westeuropäischen Kolonialismus dementsprechend einseitig aus und die Erwähnung anderer kolonialer Verbrechen in der neueren Vergangenheit unterblieb weitestgehend - sei es der russische Kolonialismus in der Ukraine, in Armenien und den baltischen Staaten oder die fortgesetzte Unterdrückung Tibets durch China.

Zu allem Übel rissen auch noch antiisraelische Kräfte, damals angeführt vom Iran und einem gewissen Yasser Arafat höchstpersönlich, die komplette Agenda an sich.

Damals wie heute lief es ähnlich ab. Ein halbes Jahr vor Durban I - bei einem Vorbereitungstreffen asiatischer Staaten in Teheran - spielte die aus 57 Mitgliedern bestehende Organization of the Islamic Conference (OIC) die Vorreiterrolle, als es galt, Israel auszuschließen, weil es „ethnische Säuberungen durchführte“ und eine „neue Form der Apartheid praktizierte“, also schlicht ein „Verbrechen gegen die Menschheit beging“. Nur internationale Intervention bewirkte damals, dass die Abschlusserklärung nicht in einem Desaster endete.

Ungeachtet dessen wurden jedoch Passagen wie „Not des palästinensischen Volkes unter fremder Besatzung“ oder das „Recht der Flüchtlinge, in freier Entscheidung in ihre Heimat zurückzukehren“, in die Erklärung übernommen. Die US-Delegation machte dieses billige Spielchen erst gar nicht mit und der kanadische Tagungsdelegierte erklärte am Ende der Konferenz, dass Kanada nur noch vertreten sei, weil seine Gegenstimme gebraucht werde, wenn man diese Konferenz dazu missbrauchen sollte, den Staat Israel zu delegitimieren.

Einen besonders hässlichen Part spielten bei dieser Konferenz die Nichtregierungsorganisationen (Hier wird die „Arbeitsweise“ einiger Kandidaten, die in Nahost eine besonders umstrittene Position vertreten, etwas näher beschrieben).

Antisemitische Karikaturen, bei denen Goebbels und Streicher Pate hätten stehen können, zirkulierten frei unter den Tagungsteilnehmern und der versammelten Presse. Jüdische Aktivisten wurden belästigt und beschimpft. Die NGO-Schlusserklärung verdammte Israel als „rassistischen Apartheidstaat“, der sich eines „Genozids“ schuldig gemacht habe.

Der Text war so widerwärtig, dass selbst die für ihre konsequente Appeasementhaltung gegenüber den antiisraelischen Fraktionen bekannte Mary Robinson, damals Hochkommissarin für Menschenrechte bei den Vereinten Nationen, sich weigerte, die Erklärung zuzulassen.

Der mittlerweile verstorbene amerikanische Kongressabgeordnete für die Demokraten und US-Delegierte Tom Lantos aus Kalifornien hatte für diese Farce nur dieses vernichtende Urteil übrig: „Das hier war das widerwärtigste und offenkundigste Beispiel von Hass gegenüber Juden seit den Nazis“.

Wird Durban II das gleiche Schicksal widerfahren wie ihrer Vorgängerin?

Manche glauben, dass es sich nicht vermeiden lässt. Ist das untertrieben? Kanada hat jetzt schon seine Teilnahme abgesagt. Die USA und Israel werden ebenfalls fernbleiben, außer es geschieht noch ein Wunder und 5 vor 12 stellt sich heraus, dass Durban II nicht wieder eine Plattform für antisemitischen Hass bieten wird.

Also bleibt noch die wie immer vor Unerschrockenheit und Entschlossenheit nur so strotzende EU.

Ein Beispiel für „gnadenlose Courage“ zeigte sie mehr oder weniger deutlich, als am 23. Juni während einer Sitzung des Menschenrechtsrats Pakistan, Ägypten und andere islamische Staaten indirekt mit ihrer Forderung durchkamen, das Mandat so zu verändern, dass die Erwähnung der Scharia im Zusammenhang mit Menschenrechtsverstößen in der islamischen Welt als „Verunglimpfung der Religionen“ zu betrachten sei.

Dieser Tag kann als Begräbnis erster Klasse für das Vorhaben der EU gewertet werden, die Scharia als (Mit-) Ursache für Menschenrechtsverstöße in islamischen Ländern zu brandmarken, denn, so der rumänische Ratspräsident Doru Romulus Costea damals barsch gegenüber dem Delegierten David Littman, der eben diese Missstände deutlich ansprach:

„Erklärungen dürfen keine Beurteilungen oder Bewertungen von Religionen enthalten“, und weiter: „Ich garantiere Ihnen, dass beim nächsten Versuch jedes Redners, eine Religion, ein religiöses Gesetz oder Schriftstück zu beurteilen, ich ihm die Redeerlaubnis entziehen werde“.

Die EU blieb weiterhin stets ambivalent, wenn es galt, energisch und eindeutig auf die wiederholten Versuche, Israel in den Schmutz zu ziehen, zu reagieren. Lediglich Frankreich und andere führende EU-Staaten erklärten, dass sie unfaire Attacken auf Israel nicht hinnehmen werden, so das großherzige Versprechen Nicolas Sarkozys im Februar dieses Jahres, denn “Die Durban-Konferenz 2001 hat zu nicht hinnehmbaren Exzessen mehrerer Staaten und NGO’s geführt, was sie zu einem Forum gegen Israel werden ließ“, - und er legte tapfer nach: „Frankreich wird das kein zweites Mal zulassen“. Ähnlich unmissverständlich äußerten sich Jim Murphy, britischer Staatsminister für Europa, und der niederländische Außenminister Maxime Verhagen.

Die Enttäuschung

…ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Als die UNO am 27. Mai ein Blueprint für Durban II veröffentlicht hatte, wurde Israel wieder an exponierter Stelle erwähnt. Und kein europäischer Staat erhob laut und deutlich Einspruch.

Die in einer im April 2009 zu erwartenden Erklärung enthaltenen Themen und Beschlüsse bestätigen, dass Libyen und der Iran (!), Mitglieder im Planungsausschuss für die Konferenz, wieder einmal den jüdischen Staat anvisiert haben. Zuerst „verweist“ der Entwurf mit dem Titel „Opfer von Rassismus“ ganz explizit auf „das Leid der Palästinenser“.

Anschließend wird unter dem Punkt „zeitgenössische Formen des Rassismus in verschiedenen Ländern“, Israel vom Iran „ertappt“. Der Iran hält den stellvertretenden Vorsitz des Organisationsbüros für die Konferenz. Welch ein Hohn!

Man könnte fast glauben, der Zug Richtung Durban II sei längst abgefahren. Warum ist die EU nicht in der Lage, die von Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden festgelegten Prinzipien zu verteidigen? Alle, die der neuen Konferenz eine echte Chance geben wollen, dass Intoleranz bekämpft wird, sollten wissen, dass Durban II kein zweites Durban I-Debakel werden darf.

Oder will jemand ein Durban III unter den gleichen Vorzeichen?

*NGO Monitor bietet eine sehr gute Termin- und Themenübersicht sowie etliche nützliche Detailinformationen und entsprechende Literatur. Bis zur Konferenz im April 2009 werden Sie immer mit aktuellen Informationen versorgt.

Dienstag, Juli 29, 2008

Hitler sings I Saw Her Standing There

Für alle, die den Song nicht kennen:

Ein Renner der Beatles aus dem Jahr 1963

Ich lege normalerweise keinen gesteigerten Wert auf Hitler-Sequenzen, die mit Popmusik unterlegt sind, aber heute mache ich einmal eine kleine Ausnahme.



Als Entschädigung lege ich das Original von Sir Paul McCartney nach...

Hier, zusammen mit berühmten Kollegen gesungen:

Samstag, Juli 26, 2008

Atomwaffenfreie Welt? Die gefährlichen Tagträume Barack Obamas

Billiges Jonglieren mit Friedenssehnsüchten 
Ein gefährliches Spiel war es schon, das Obama an der Berliner Siegessäule mit den Friedenssehnsüchten vieler Zuhörer trieb - insbesondere mit den emotional oft überfrachteten Zukunftserwartungen junger Menschen.

Nachdem sich der Hype um die Wahlkampfrede des smarten, aber stets unverbindlichen Senators aus Illinois ein wenig gelegt zu haben scheint, ist es angebracht, sich näher mit der Aussage zu beschäftigen, die nahezu alle Kommentatoren im deutschen Blätterwald zu überschwänglichen Lobeshymen hinriss (lobenswerte Ausnahmen ausgenommen), nämlich seinem Versprechen, als gewählter Präsident weltweit alle Atomwaffen abschaffen zu wollen.

Dabei beschrieb er seinen Fahrplan wohlweislich sehr knapp: Weiterverbreitung und Entwicklung von Atomwaffen durch noch mehr Staaten sollen (wie?) verhindert und danach alle Atomwaffenarsenale auf diesem Globus beseitigt werden. Masterplan eines infantilen Geisterbahnfahrers? 

In welcher Welt lebt Barack Obama? Oder noch drastischer: Vielleicht im Wolkenkuckucksheim? 

Hehre und großsprecherische Ankündigungen also.

Und wer hört solch’ wohl klingende Botschaft nicht gerne? Petra Kelly hätte es in ihren besten Tagen nicht treffender formulieren können. Und auch ich war in den 1980er-Jahren (damals ziemlich naiv)  ganz hingerissen von den Friedenskundgebungen auf der Bonner Hofgartenwiese, als es gegen den NATO-Doppelbeschluss ging. Seit meiner politischen und theologischen Katharsis vor etlichen Jahren sehe ich das allerdings genau umgekehrt. Kelly und ihre Mitstreiter hatten eine Utopie, die in ihrer ethisch-pastoralen Substanz und monokausalen Sicht zum Teil sicherlich ihre Berechtigung zu haben schien und damals ob ihres sanften Wohlklangs ihresgleichen suchte, was das Wollen betraf - nicht aber das Können und die praktische Umsetzung dieses Traumes, der allein schon daran scheitern musste und immer wieder scheitern wird, weil er einem Menschenbild geschuldet ist, das sämtliche anthropologischen und sozio-politischen Faktoren schlichtweg negiert.

Ich sehe Anzeichen dafür, dass sich in unserer weitgehend säkularisierten und hedonisiert geprägten westlichen Welt (nichts gegen ausgelassene Freude, um nicht missverstanden zu werden!) und der zum Ersatz-Messias verklärten Person Obama das Bonner Hofgarten-Event wiederholt hat, speziell, was diese so eminent wichtige Frage der atomaren Bewaffnung betrifft.

Besonders in Krisen- oder politisch entscheidenden Umbruchssituationen wie seit dem Fall der Berliner Mauer lechzen viele Menschen nach ethischen Vorgaben, was umso schwieriger wird, je mehr der Markt anwächst, auf dem esoterische, religiöse und politische Ismen versprochen werden. Einschneidende Zäsuren in der Weltgeschichte erfordern und zeitigen oft Stellungnahmen und Machtverschiebungen, die spalterisch wirken (können). Diese Zäsur-Erfahrungen kennen wir, was das deutsche Beispiel betrifft, aus der Zeit nach den beiden Weltkriegen: zuerst negativ (Hitler 1933), dann positiv (das Grundgesetz 1949).

Hohle Versprechungen

Was liegt also näher, als Luftballons hochsteigen zu lassen und Obama beim Wort zu nehmen, auch wenn das Erwachen nach dem November 2008 umso erbärmlicher, weil realistischer ausfällt?


Unredlichkeit im Umgang mit historischen Fakten, Entwicklungen und späteren Schlussfolgerungen der von mir oben kurz angerissenen Zeit der 1980er-Jahre und gezielte Desinformation widerspiegeln am Beispiel Berlin exakt, dass hier ein disregardful Scriptwriter am Werke war, der Obamas Rede auf emotionale Öffentlichkeitswirkung getrimmt hatte - ein echter Strohmann eben. Denn so naiv kann dieser Kandidat aus Chicago nicht sein, dass er das in seinem Postulat angesprochene Atomwaffenproblem nicht schon vor seiner Rede, die mit Allgemeinplätzen für seine Graswurzler nur so gespickt war, gekannt hätte. Das allein schon deshalb nicht, weil er über seinen (dubiosen) rassistischen Prediger Jeremiah Wright über Jahrzehnte hinweg sein „geistliches“ Rüstzeug bezogen hatte.

In dieser Beziehung steht ihm McCain allerdings in nichts nach, um der journalistischen Sorgfaltspflicht und Ehrlichkeit Rechnung zu tragen. Es gibt also mehr als einen Grund, den „theologischen Beratern“ hinter beiden Präsidentschaftskandidaten auf die Finger zu klopfen und sich die ideologischen Strukturen dahinter genau anzusehen.

Wie kann man zukünftige (diktatorische) Atommächte wie den Iran durch Verhandlungen von der Bombe abhalten? 

Eigentlich nicht, wenn man sich die Kandidaten "Nordkorea" und "Iran" ansieht. Der nordkoreanische Steinzeitkommunismus einerseits und die schiitische Parusie (Endzeiterwartung) andererseits im mindestens ebenso geknechteten Iran des Zwölfer-Imam-Irrsinns sind zwar im politischen und weltanschaulichen Ansatz so unterschiedlich wie Feuer und Wasser, gleichen sich aber in ihrer totalitaristischen Ausrichtung und politischen Brisanz wie parallel geschaltete Hochspannngsleitungen ohne Isolierung.

Und auch da liegt noch nicht alles offen, es sei denn um den Preis der Selbstauflösung dieser totalitären Systeme durch - von der freien Welt unterstützte demokratische (!) Widerstandsbewegungen - in den Ländern vor Ort (also im Iran heute), oder durch äußeren Druck und militärische Intervention, um die Nuklearanlagen auszuschalten; also keine Gewaltanwendung gegen das iranische Volk.

Gezielte Schläge gegen iranische Atomanlagen werden von "Radikalpazifisten" oft als "Krieg gegen den Iran" bezeichnet, so, als wolle Israel einen Krieg gegen die iranische Zivilbevölkerung führen. Das stimmt aber nicht, ganz abgesehen davon, dass ich mir keine israelische Militärdoktrin vorstellen kann, die so dumm geplant wäre, dass sie diesen Aspekt außer Acht lässe. Israel hat kein Interesse darean, die iranische Bevölkerung zum Feind zu erklären. Umgekehrt haben viele oppositionelle Kreise im Iran auch keine Vorbehalte, was eine eventuelle gezielte Ausschaltung der iranischen Atomwaffenindustrie beträfe. Ich gebe aber gerne zu, dass dieses Thema unter (liberaldemokratischen) iranischen Dissidenten sehr kontrovers diskutiert wird, und das sollte man im Disput mit ihnen auch respektieren.

Wenn aber Konstantin Wecker, das gequält-bayerische und dissonant-schräg artikulierte musikalische Weltgewissen* und kongeniale Äquivalent zum antiamerikanischen Bochum-Barden Grönemeyer, sich bemüßigt fühlt, iranische Anlagen zur Herstellung von Atomwaffen mit seinem unglaublich wichtigem Bierbauch-Corpus zu schützen - bitte schön. Bei Saddam hatte er sich ja auch schon angedient; also hat er genügend Erfahrung, was die Begehung von Schleimspuren zu Diktaturen betrifft.

Hat Israel 1981 einen Krieg gegen den Irak geführt, als es dessen Osirak-Reaktor ausschaltete? Nein!

Die Behauptungen einiger „Iran-Spezialisten“ wie Nirumand, Amirpur, Volker Perthes oder Norman Paech, um einige Protagonisten nennen, man müsse nur die inneriranische Entwicklung abwarten, trügen schon deshalb, weil hinter dem iranischen Präsidenten die klerikal-faschistische Nomenklatur steht, die dieselben Absichten verfolgt wie er. Die Aufgabenverteilung zwischen Ahmadinedjad und dem Ajatollah-System ist klar definiert und folgt einem stringent innenpolitisch ausgerichtetem Pfad, der in erster Linie das Ziel verfolgt, die Opposition zu knechten und zum Schweigen zu bringen.

Der Unterschied zwischen Nordkoreas Führung einerseits und Ahmadinejad sowie Chamenei (Oberster Ajatollah, eigentlicher Herrscher über den Iran sowie Oberbefehlshaber über alle bewaffneten Kräfte) andererseits besteht lediglich darin, dass bei Letzteren die theologische Führung aus außenpolitischen Erwägungen heruas taktisch aus der zweiten Reihe heraus operiert, aber die gleichen Ziele verfolgt und sich der westlichen Welt gegenüber als seriöser Verhandlungspartner gibt, oder wie es Stephan Grigat einmal vortrefflich formulierte (nicht wortwörtlich, aber inhaltlich richtig):

Irrationale Mahdi-Erlösungsvorstellungen pragmatisch formuliert verpackt und an die Presse als „moderate Stimme“ weitergegeben. Stichwort "Irrationaler Pragmatismus", was die iranische Aufrüstung betrifft.

Hätte Israel im Jahr 1981 noch länger zuwarten sollen, bis das Schlächterregime Saddam Husseins vielleicht irgendwann durch inneroppositionelle Kräfte auf demokratischem Wege gestürzt worden wäre, um in der Sprache Nirumands und Kollegen zu sprechen?

Ich denke, dass die Freie Welt sich diese Frage damals selbst sehr gut beantwortete, als sie die Ausschaltung des irakischen Atommeilers Osirak stillschweigend hingenommen hatte - sicher in der Gewissheit, das ihr die Drecksarbeit durch sensationell gut operierende israelische Kampfpiloten abgenommen wurde.

Heuchelei seitens des Westens?

Ganz entschieden, ja. Denn schließlich sollten auch bis heute die Wirtschaftsbeziehungen zum Mittleren Osten intakt gehalten werden. GI’s und iraelische Kampfpiloten gehen das Risiko ein - Westeuropa macht die Geschäfte und kauft sich notfalls raus wie 1991, als die Befreiung Kuwaits durch die UNO abgesichert worden war.

Oder denken wir an den Coup, den die israelische Luftwaffe landete, als sie im Herbst 2007 (nochmals zur Erleichterung aller westlichen Demokratien) in Syrien eine Atomwaffenfabrik ausschaltete. Wenn es irgendwelche Zweifel daran gegeben hätte, dass die Anlage in Syrien der nuklearen Aufrüstung gedient haben sollte: wäre dann nicht großes Gezeter ausgebrochen? Selbst Syrien hüllte sich damals in Schweigen. Und Assad weiß, warum.

Hat Obama ein Neville-Chamberlain-Syndrom („Peace in our Time!“), das heute lautet: „Man kann Diktaturen ihre Atomwaffen abverhandeln, auch wenn sie zu allem entschlossen sind und er (Obama) dem Diktator Ahmadinejad Gespräche ohne Vorbedingungen angeboten hat, wie vor Wochen erst von ihm selbst formuliert? Kann ein (vielleicht zukünftiger) amerikanischer Präsident mit einem Mann und einem Regime, das die Juden und Israel von der Weltkarte tilgen will, Verhandlungen führen, ohne diesen Verbrechern die Stirn zu bieten? 


Der atomare Geist aus der Flasche - kann man ihn bändigen?

Um es vorweg zu sagen: Der Geist ist längst entwichen (zuerst aus Nazi-Deutschland in den 1930er-Jahren), und es gibt keine Möglichkeit mehr, ihn in die Flasche zurückzuzwängen. Das Wissen zur Konstruktion der Bombe ist vorhanden und nicht mehr reversibel. Auch - und gerade deshalb - ist Obamas Ausführung zur Abschaffung aller Atomwaffen nicht nur unaufrichtig, sondern auch gemeingefährlich und antidemokratisch.

Man kann den Geist aber halbwegs bändigen oder zivilisieren, wenn man seine Verfügbarkeit in den Händen demokratischer Regierungen belässt und gleichzeitig dem Zugriff totalitärer Regimes entzieht. 

Zu Israel in diesem Zusammenhang 

Das mehr als scheinheilige und törichte Argument, man müsse Israel seine atomaren Kapazitäten absprechen bzw. darüber verhandeln, um ein Gleichgewicht im Nahen und Mittleren Osten herzustellen (Atomwaffenfreie Zone in Nahost), impliziert die Aufforderung, Israel seines einzigen glaubhaften Abschreckungspotentials zu berauben, das es gegenüber der arabischen Welt und dem Iran besitzt, wenn es seine Überlebensgarantie absolut, (und das ist mehr als geboten) sichern will. Damit würde man zu einem Startschuss für einen Angriff der arabischen Staaten auf den einzigen demokratischen Staat im Nahen Osten ermutigen und ihn der Gefahr seiner Vernichtung anheim geben. Die einzige demokratische Bastion des freien Westens in Nahost wäre dann übrigens auch perdu.

Zum Schluss möchte ich Obamas eigene Worte zitieren: 

„Lasst uns die Geschichte bedenken“. 

Welche Geschichte meint er? Seine sozialistischen Phantasien aus seinem marxistisch inspirierten Studentenleben?

Hoffentlich lernt er als Person zuerst daraus, denn eine Weltmacht zu führen mehr bedeutet, als rhetorisch banales Blabla an einer geschichtlich belasteten Siegessäule zu inszenieren. Und vielleicht akzeptiert er auch endlich, dass Stars and Stripes sich in einer Wahlkampfkampagne nicht schlecht machen.

Er ist der einzige Präsidentschaftskandidat bisher, so weit ich das überblicke, der auf die amerikanische Flagge verzichtet. Stattdessen lässt er ein blasses Wahlkampflogo zirkulieren, das überhaupt keinen Hinweis darauf gibt, dass er Präsident der Vereinigten Staaten Amerikas werden will und für was er eigentlich steht, denn:

Patriotismus hat berechtigterweise in den USA einen positiven Klang, und wird es Gottseidank immer haben, ob Obama es wahrhaben will oder nicht.

Spricht Obama da vielleicht seiner Frau aus dem Herzen, die sich unlängst vor laufenden Kameras den unfreiwilligen Lapsus erlaubte, dass „ich das erste Mal stolz auf mein Land bin?“

Echter US-Patriotismus ist mit Obama nicht kompatibel - so viel steht jedenfalls fest. Und der nächste Präsident der USA wird zum Glück nicht von deutschen Tageszeitungen und deutschen Umfragen gekürt. 

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*Ich bin Bayer und erlaube mir deshalb diese Charakterisierung Weckers.