…oder duldendes Wissen.
Vorgeschichte:
Am 19. März veröffentlichten der Interkultereller Rat in Deutschland e.V., Pro Asyl und der DGB (Bereich Migrations- und Antirassismuspolitik) einen „Antirassismusaufruf“ mit dem ziemlich dämlichen und vereinfachenden Titel “Rassisten sind eine Gefahr, nicht Muslime!“
Unter den prominenten Unterzeichnern befanden sich so illustre Personen aus der Welterklärungsfraktion wie der „Islamophobie-Experte“ Prof. Dr. Wolfgang Benz, Chamäleon Prof. Dr. Micha Brumlik, “Kreuzigungs-Exeget“ Dr. Navid Kermani, Hilal Sezgin (Schriftstellerin und Journalistin [„Das Grundgesetz ist per Gesetz nicht durchsetzbar“]) und Ex-Präsidentschaftskanditatin Prof. Dr. Gesine Schwan.
Ganz kurze Conclusio, der Rest erklärt sich aus der Lektüre:
Was sie eint ist die ebenso plumpe wie hinterhältige Subsumierung des Sujets Islamkritik unter dem Vorwurf des verdeckten oder offenen Rassismus gegenüber Muslimen. So wird z.B. im Aufruf die Suggestion transportiert, (alle) Islamkritiker würden fremdenfeindliche Stereotype bedienen. Statt also wenigstens akademische und linke Islamkritik einigermaßen ernst zu nehmen wird mit dem Prügel ausgeteilt, den man in den Händen ernsthaft bemühter Islamkritiker zu sehen glaubt. Sie [die seriöse Islamkritik] wird mit den Anwürfen von “Islamkritikern“ aus der ultrarechten Szene in einen Topf geworfen.
Ist das fair?
Nun hat sich Prof. Dr. Heinz Gess völlig richtig dafür entschieden, einen Gegenaufruf zu verfassen, den er auf seiner Webseite Kritiknetz eingestellt hat. Er selbst war in letzter Zeit zum wiederholten Male Ziel islamistischer Attacken, zuletzt aus dieser Ecke und derselben, was dazu führte, dass er bis heute Polizeischutz benötigt. Mir wurde in diesem Zusammenhang auch mit juristischen Konsequenzen gedroht.
So weit ich mich erinnern kann, wurde Gess nicht nur in diesen Fällen mehrmals im Stich gelassen - und das nicht selten von Freunden, die, aus welchem Grund auch immer, sofort Distanz zu Heinz Gess aufbauen, wenn er sich zwischen alle Stühle setzt, was ich ihm übrigens hoch anrechne; vielleicht auch deshalb, weil ich selbst es auch so konsequent handhabe.
Ich habe mich gerne dafür entschieden, Heinz Gess’ Gegenaufruf als einem der Erstunterzeichner zu folgen, auch wenn ich etwas Magengrimmen bei der Erwähnung eines Mitunterzeichners habe.
Aber wo war das Magengrimmen bei Pro Asyl?
Mein Credo bei Aufrufen wie dem von Gess lautet:
Wenn das Anliegen lauter, ehrlich und wissenschaftlich korrekt im besten Sinne des Wortes ist, darf ich nicht zögern, es zu unterstützen, auch auf die Gefahr hin, dass ich mir Beifall von der falschen Seite hole oder mit ihr identifiziert werde (H.M. Broder äußerte sich ähnlich in der Vergangenheit).
Wenn Freunde ein Problem damit haben, Heinz Gess in dieser Angelegenheit zu unterstützen, stelle ich mir zudem die Frage, ob nicht auch andere, persönlich motivierte Reputations- oder Gruppeninteressen eine Rolle spielen, oder schlicht und einfach Angst. Letzteres könnte ich allerdings verstehen, die beiden von mir erst gennannten Vermutungen allerdings nicht.
Also wissendes Dulden oder gar Heraushalten, wie in meiner Headline angedeutet, was Heinz Gess’ berechtigtes Anliegen betrifft, ohne sich aber der Öffentlichkeit zu stellen, weil man sonst Nachteile befürchtet?
Vielleicht bekomme ich darauf ja noch die eine oder andere Antwort.
Hier geht’s zur Begründung des Gegenaufrufes von Heinz Gess, und hier zum Gegenaufruf selbst mit Unterzeichnungsmöglichkeit.
Samstag, März 27, 2010
Donnerstag, März 18, 2010
Zum Iran-Buch: “Verratene Freiheit“: Eine der besseren taz-Rezensionen
Dass die taz in Person von Doris Akrap hier eine wohlwollende Kurzrezension zum Buch Verratene Freiheit abliefert, ist eine angenehme Überraschung, zeugt sie doch davon, dass quer durch alle demokratischen Lager noch so etwas wie eine moralische Katharsis stattfindet, was den Umgang mit dem Terror-Regime in Teheran betrifft. Und das lässt hoffen. Mit Klick auf die Abbildung des Buchdeckels (mein Screenshot geriet leider unscharf) können Sie die ersten Seiten begutachten....

Störenfriede gesucht
IRAN - Der Westen lässt die Opposition im Stich, kritisiert "Verratene Freiheit"
Im Iran werden Homosexuelle, Drogendealer, Minderjährige, Regimegegner und andere Störenfriede öffentlich gehängt, das ist bekannt. Dass es auch in Qom, dem religiösen Zentrum der iranischen Schia, ein Gefängnis gibt, in dem derzeit etwa 1.500 Geistliche einsitzen, schon weniger.
Nicht nur für die Grüne Bewegung, auch für schiitische Gelehrte gibt es im Iran kein Recht auf freie Meinungsäußerung. Wer der staatlichen Linie widerspricht, ist ein Verräter. So wurde Ajatollah Sane'i, einer der angesehensten Autoritäten des schiitischen Islam, im Januar vom Regime geächtet, weil er Frauen die Gleichberechtigung nicht per se abspricht, Selbstmordattentate für einen "terroristischen Akt" und Nuklearwaffen für unvereinbar mit dem Islam hält und sich auf die Seite jener stellt, die der Regierung Wahlfälschung vorwerfen.
Von all dem berichtet Ajatollah Dr. Mehdi Haeri Khorshidi im Interview mit Oliver M. Piecha, einem der Herausgeber des Buchs "Verratene Freiheit. Der Aufstand im Iran und die Antwort des Westens". Khorshidi, iranischer Jurist und Theologe, saß fünf Jahre in iranischen Gefängnissen, unter anderem weil er die Trennung von Staat und Politik forderte. 1986 floh er nach Deutschland, doch als Innenminister Otto Schily ihm sagte, dass es nicht ausreichend Polizisten gebe, um ihn vor den Mordkommandos des Teheraner Regimes zu schützen, übersiedelte er 2003 in die USA.
Die Autoren des Sammelbands "Verratene Freiheit" stellen nicht* die Menschenrechtsverletzungen im Iran in den Mittelpunkt, sondern Deutschland, seine Unternehmer, Politiker und Intellektuellen, die trotz aller negativen Entwicklungen im Iran weitermachen wie bisher. Es braucht mehr politische Störenfriede, die nachfragen, warum Leute wie Khorshidi aus Deutschland flüchten müssen und warum BMW, Siemens und andere immer noch Geschäfte mit dem Iran machen dürfen.
DORIS AKRAP
Hattip: Thomas von der Osten-Sacken
----------
* An einer Stelle der Rezension kam ich ein klein wenig ins Straucheln. Frau Akrap schreibt:
Versuch einer Richtigstellung:
Hinter die Passage „'Verratene Freiheit' stellen nicht“ gehört unbedingt das kleine Wörtchen nur. Klein, aber doch sehr wichtig. Dann passt es. Aber ich gehe nicht davon aus, dass Frau Akrap diesen kleinen Fehler beabsichtigt hatte. Wenn dieses Wort fehlt könnte jedoch ein Eindruck über unsere Arbeit bzw. unsere Motivation entstehen, der die Gesamtlinie von Free Iran Now! nicht korrekt wiedergibt.
------------------
Schlussbemerkung:
Wenn die taz dann auch noch anerkennt, dass die überflüssige und lächerliche Diskussion über 1.600 Wohnungen, die im Jerusalemer Stadtteil Ramat Shlomo geplant sind, die gespielte moralische Entrüstung nicht wert ist, dann, ja dann ist mein Vertrauen in die taz wenigstens vorerst wieder einigermaßen hergestellt.

Störenfriede gesucht
IRAN - Der Westen lässt die Opposition im Stich, kritisiert "Verratene Freiheit"
Im Iran werden Homosexuelle, Drogendealer, Minderjährige, Regimegegner und andere Störenfriede öffentlich gehängt, das ist bekannt. Dass es auch in Qom, dem religiösen Zentrum der iranischen Schia, ein Gefängnis gibt, in dem derzeit etwa 1.500 Geistliche einsitzen, schon weniger.
Nicht nur für die Grüne Bewegung, auch für schiitische Gelehrte gibt es im Iran kein Recht auf freie Meinungsäußerung. Wer der staatlichen Linie widerspricht, ist ein Verräter. So wurde Ajatollah Sane'i, einer der angesehensten Autoritäten des schiitischen Islam, im Januar vom Regime geächtet, weil er Frauen die Gleichberechtigung nicht per se abspricht, Selbstmordattentate für einen "terroristischen Akt" und Nuklearwaffen für unvereinbar mit dem Islam hält und sich auf die Seite jener stellt, die der Regierung Wahlfälschung vorwerfen.
Von all dem berichtet Ajatollah Dr. Mehdi Haeri Khorshidi im Interview mit Oliver M. Piecha, einem der Herausgeber des Buchs "Verratene Freiheit. Der Aufstand im Iran und die Antwort des Westens". Khorshidi, iranischer Jurist und Theologe, saß fünf Jahre in iranischen Gefängnissen, unter anderem weil er die Trennung von Staat und Politik forderte. 1986 floh er nach Deutschland, doch als Innenminister Otto Schily ihm sagte, dass es nicht ausreichend Polizisten gebe, um ihn vor den Mordkommandos des Teheraner Regimes zu schützen, übersiedelte er 2003 in die USA.
Die Autoren des Sammelbands "Verratene Freiheit" stellen nicht* die Menschenrechtsverletzungen im Iran in den Mittelpunkt, sondern Deutschland, seine Unternehmer, Politiker und Intellektuellen, die trotz aller negativen Entwicklungen im Iran weitermachen wie bisher. Es braucht mehr politische Störenfriede, die nachfragen, warum Leute wie Khorshidi aus Deutschland flüchten müssen und warum BMW, Siemens und andere immer noch Geschäfte mit dem Iran machen dürfen.
DORIS AKRAP
Hattip: Thomas von der Osten-Sacken
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* An einer Stelle der Rezension kam ich ein klein wenig ins Straucheln. Frau Akrap schreibt:
Die Autoren des Sammelbands "Verratene Freiheit" stellen nicht die Menschenrechtsverletzungen im Iran in den Mittelpunkt, sondern Deutschland, seine Unternehmer, Politiker und Intellektuellen etc…-------------
Versuch einer Richtigstellung:
Hinter die Passage „'Verratene Freiheit' stellen nicht“ gehört unbedingt das kleine Wörtchen nur. Klein, aber doch sehr wichtig. Dann passt es. Aber ich gehe nicht davon aus, dass Frau Akrap diesen kleinen Fehler beabsichtigt hatte. Wenn dieses Wort fehlt könnte jedoch ein Eindruck über unsere Arbeit bzw. unsere Motivation entstehen, der die Gesamtlinie von Free Iran Now! nicht korrekt wiedergibt.
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Schlussbemerkung:
Wenn die taz dann auch noch anerkennt, dass die überflüssige und lächerliche Diskussion über 1.600 Wohnungen, die im Jerusalemer Stadtteil Ramat Shlomo geplant sind, die gespielte moralische Entrüstung nicht wert ist, dann, ja dann ist mein Vertrauen in die taz wenigstens vorerst wieder einigermaßen hergestellt.
Mittwoch, März 17, 2010
Mainstream-Medien: Die USA und Israel gegeneinander ausspielen?
Manche Schreiber in den Mainstream-Medien nutzen die zurzeit etwas angepannten Beziehungen zwischen den USA und Israel, um Keile zwischen diese befreundeten Staaten zu treiben. Dafür ist ihnen keine noch so verquaste Kaffeesatzleserei peinlich genug.
Ich habe dazu einen Text auf [HonestReporting] Medien BackSpin eingestellt und übernehme ihn hier ausnahmsweise der Einfachheit halber im Wortlaut, damit er mehr Adressaten erreicht. Bezieher meines Verteilers von HonestReporting brauchen diesen Text also nicht mehr durchzulesen.
Die Mainstream-Medien und der Petraeus-Faktor
Mark Perry gießt zusätzlich zur belasteten israelisch-amerikanischen Beziehung Öl ins Feuer. Perry, ehemaliger Berater von Yasser Arafat, behauptet, General David Petraeus habe durchge-setzt, dass Washington seine strategischen Überlegungen bezüglich Israel grundlegend geändert habe.
Im Bild rechts General Petraeus und Barack Obama (Quelle: Minnpost.com).
Der Artikel, veröffentlicht in Foreign Policy, befördert das Argument, dass die israelische Siedlungspolitik und ausbleibender Fortschritt hin zu Friedensgesprächen die US-Soldaten im Irak und in Afghanistan gefährde.
Max Boot zweifelt jedoch Perrys Aufrichtigkeit an. Ein Militär, der das Briefing General Petraeus kannte, sagte, dass der General „niemals empfohlen habe, die palästinensischen Gebiete in den CENTCOM-Bereich zu übernehmen." Boot fügt hinzu:
Gut aufgestellte israelische Quellen enthüllten, dass eine ähnliche Mitteilung vor kurzem dem israelischen Leiter des Generalstabs, General Gaby Ashkenazi, von Admiral Michael Mullen, dem Chef des US-Generalstabs, zugegangen war. Mullen teilte Ashkenazi vor kurzem mit, dass er sich im Januar mit einer Gruppe hochrangiger Offiziere getroffen habe, die im Irak, in Afghanistan und Pakistan kämpfen. Sie erklärten ihm, dass einige arabische Führer Amerika als ein "schwaches“ Land wahrnehmen, das seinen Einfluss in der Region verliere. Die arabischen Führer sprachen von "Amerikas Unfähigkeit, sich gegen Israel durchzusetzen.“
Dazu passend: Bekommen die besonderen Beziehungen Risse?
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Quelle: HonestReporting
Ich habe dazu einen Text auf [HonestReporting] Medien BackSpin eingestellt und übernehme ihn hier ausnahmsweise der Einfachheit halber im Wortlaut, damit er mehr Adressaten erreicht. Bezieher meines Verteilers von HonestReporting brauchen diesen Text also nicht mehr durchzulesen.
Die Mainstream-Medien und der Petraeus-Faktor
Mark Perry gießt zusätzlich zur belasteten israelisch-amerikanischen Beziehung Öl ins Feuer. Perry, ehemaliger Berater von Yasser Arafat, behauptet, General David Petraeus habe durchge-setzt, dass Washington seine strategischen Überlegungen bezüglich Israel grundlegend geändert habe.
Im Bild rechts General Petraeus und Barack Obama (Quelle: Minnpost.com). Der Artikel, veröffentlicht in Foreign Policy, befördert das Argument, dass die israelische Siedlungspolitik und ausbleibender Fortschritt hin zu Friedensgesprächen die US-Soldaten im Irak und in Afghanistan gefährde.
[…]…eine Gruppe hochrangiger Militärs vom US Central Command (CENTCOM) traf im Pentagon ein, um Admiral Michael Mullen über die neue Lage im israelisch-palästinensischen Konflikt zu informieren. Das Team war vom CENTCOM-Befehlhaber General David Petraeus geschickt worden, um seine zunehmenden Sorgen wegen ausbleibender Lösungen des Problems zu unterstreichen. Die 33 Dias der 45-minütigen PowerPoint-Präsentation versetzten Mullen in Erstaunen. Und die Informanten berichteten, dass sich unter den arabischen Führern zunehmend die Auffassung durchsetze, die USA könne sich nicht gegen Israel durchsetzen; dass zudem die meisten arabischen Staaten im CENTCOM-Kommandobereich ihren Glauben an amerikanische Versprechen verlören, dass israelische Unnachgiebigkeit im israelisch-palästinensischen Konflikt die USA in dieser Region gefährdeten und Mitchell selbst (wie ein hochrangiger Pentagon-Offizier später unverblümt aussprach), „zu alt sei, zu langsam und zu spät reagiere.“Die Botschaft konnte nicht platter ausfallen: Israels Unnachgiebigkeit könne amerikanische Leben kosten.
Max Boot zweifelt jedoch Perrys Aufrichtigkeit an. Ein Militär, der das Briefing General Petraeus kannte, sagte, dass der General „niemals empfohlen habe, die palästinensischen Gebiete in den CENTCOM-Bereich zu übernehmen." Boot fügt hinzu:
Weiterhin befragte ich diesen Offizier, ob er überhaupt gehört hätte, dass Petraeus die Ansicht geäußert habe, die ihm seitens Mark Perry zugeschrieben wird - nämlich dass Israels Siedlungen in der West Bank das größte Hindernis für Friedensvereinbarungen wären und […] eben diese ausbleibenden Vereinbarungen der Grund dafür seien, dass Amerikaner getötet werden. Dieser Offizier erklärte mir, er selbst habe Petraeus sagen gehört, dass „die ausbleibenden Fortschritte im Friedensprozess - aus welchem Grund auch immer - Probleme im Verantwortungsbereich von CENTCOM (Area of Responsibility) verursachten, besonders für die mehr gemäßigten Regierungen,“ und dass das eine Sorge darstelle - eine von vielen - er [aber] nicht davon ausginge, dass Petraeus hauptsächlich Israel und seine Siedlungen für den ausbleibenden Fortschritt dafür verantwortlich mache. Sie sind, so sagte er, „eine von vielen Problemen, darunter auch die fehlende Bereitschaft, Israel anzuerkennen und die Weigerung, gegen die Extremisten vorzugehen, die Israel bedrohen.“Auch Jay Bookman riecht den Braten. Obwohl er Perrys Glaubwürdigkeit nicht prinzipiell anzweifelt schreibt er in der Atlanta Journal Constitution:
Beim Lesen zwischen den Zeilen von Perrys Beitrag und seinen nachgeschobenen Erklärungen ist ein klares Interesse in höheren Stellen festzustellen - offensichtlich in Kreisen innerhalb des Pentagon - diese Geschichte publik zu machen. Wenn das wahr ist, dann war das Informa-tionsleck eine politische Entscheidung, [nämlich] eine Aktion der Militärs im Pentagon, öffentliche Unterstützung sowohl für die Warnung von General Petraeus als auch für die härtere Linie auszudrücken, die Obamas Regierung als Reaktion darauf [auf die Warnung] eingeschlagen hatte.Nimmt das Pentagon also einen strategischen Wandel vor? Sam Segev von der Winnipeg Free Press liefert diese interessante Information:
Gut aufgestellte israelische Quellen enthüllten, dass eine ähnliche Mitteilung vor kurzem dem israelischen Leiter des Generalstabs, General Gaby Ashkenazi, von Admiral Michael Mullen, dem Chef des US-Generalstabs, zugegangen war. Mullen teilte Ashkenazi vor kurzem mit, dass er sich im Januar mit einer Gruppe hochrangiger Offiziere getroffen habe, die im Irak, in Afghanistan und Pakistan kämpfen. Sie erklärten ihm, dass einige arabische Führer Amerika als ein "schwaches“ Land wahrnehmen, das seinen Einfluss in der Region verliere. Die arabischen Führer sprachen von "Amerikas Unfähigkeit, sich gegen Israel durchzusetzen.“
Dazu passend: Bekommen die besonderen Beziehungen Risse?
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Quelle: HonestReporting
Sonntag, März 14, 2010
Hoteltraditionen?, Teil 2
Das Hotel Bayerischer Hof hat mittlerweile sein zweites Antwortschreiben zur Ausrichtung des skandalösen Festbanketts verschickt. Iranian German war einer der Empfänger und hat es hier kommentiert.
Auf den ersten Blick liest sich das Schreiben wie eine tränenreiche Kurzbeichte Heinrichs des IV. vor seinem Gang nach Canossa. Statt aber das Festbankett zu canceln verweist man lediglich auf ungeschicktes Verhalten einer Angestellten und juristische Floskeln.
Erstauntes Stirnrunzeln: Warum haben Kempinski und Hilton gecancelt, und warum geht das ausgerechnet in diesem Fall nicht?
Auf den ersten Blick liest sich das Schreiben wie eine tränenreiche Kurzbeichte Heinrichs des IV. vor seinem Gang nach Canossa. Statt aber das Festbankett zu canceln verweist man lediglich auf ungeschicktes Verhalten einer Angestellten und juristische Floskeln.
“Sehr geehrter Herr …,
herzlichen Dank für Ihre Antwort!! Sie haben absolut Recht! Offen gesagt stellt sich die Tatsache wie folgt dar: Leider hat eine mehr als naive Mitarbeiterin unseres Hauses die Veranstaltung in Kenntnis der erfolgten Absage durch das Hilton-Hotel ohne Rücksprache mit ihrer Vorgesetzten rechtsverbindlich angenommen. Leider habe ich erst gestern hiervon Kenntnis erlangt. Nach eingehender Überprüfung unserer Anwälte ergibt sich leider keinerlei Spielraum für eine Kündigung des Vertrags eben aufgrund der Kenntnis des Vertragschließenden. Ich persönlich bin mehr als verärgert über die Situation und bedauere sie zutiefst. Wir werden daraus für die Zukunft lernen!
Mit besten Grüßen, …"
Erstauntes Stirnrunzeln: Warum haben Kempinski und Hilton gecancelt, und warum geht das ausgerechnet in diesem Fall nicht?
Samstag, März 13, 2010
Hoteltraditionen?
Wie viele unserer Leser auch, hat Nasrin Amirsedghi, iranische Regimekritikerin, an die Münchener Nobelherberge Bayerischer Hof (Online-Firmenslogan: "Mit dem größten Vergnügen" [Ohne Witz!]) die Anfrage gerichtet, ob es denn angebracht wäre, die Gauner und Vasallen des mörderischen Teheraner Regimes zu bewirtschaften.
Innegrit Volkardt, Geschäftsführende Gesellschafterin des Hotels und gelernte Hotelkauffrau, ließ ihre Antwort etwas hochnäsig-bieder ausfallen, um es diplomatisch zu formulieren. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück. Weiter unten meine ausführliche Entgegnung.
Vorlauf:
Frau Volkardts ziemlich selbstherrliche und von schlechter Kenntnis zeugende Antwort, die in dem unten stehenden Zitat für sich „eingehende Prüfung“ reklamiert, lässt befürchten, dass man nichts dazugelernt hat. Hat sie schon einmal an Baukränen aufgehängte Homosexuelle begutachtet, die Ermordung von Demonstranten der Demokratiebewegung registriert oder ist sie jemals gewaltsam verheiratet worden? Immerhin hat sie geantwortet. Bravo.
Schon ihre Attitüde verheißt jovial-arrogante Geschäftsmäßigkeit (fett herausgehoben durch mich). Der Rest ist blanker Unsinn. Und was heißt eigentlich “Unseren Informationen zufolge”?
Lesen Sie selbst, was Frau Geschäftsführerin schrieb, bevor Sie meine Antwort registrieren:
Der Brief wimmelt nur so von Unverschämtheiten:
Freundlich wie ich nun mal bin, habe ich mir einen Antwortbrief aus der Hüfte geschnitzt:
Sehr geehrte Frau Volkhardt,
ich erlaube mir hiermit, die oben von mir fett kursiv gekennzeichneten Bemerkungen in Ihrem Text ein wenig zu korrigieren, auch wenn Sie das vielleicht jovial-überheblich finden sollten. Die Abertausend Menschen, die im Iran seit Errichtung der islamischen Diktatur 1979 ermordet wurden, würden Ihnen wohl kaum beipflichten, wenn sie noch am Leben wären.
a) Sie sagen: Der Iran ist international anerkannt (wie Hitler-Deutschland damals)
Er ist aber der aktivste Unterstützer terroristischer Organisationen in Nahost wie Hamas (Gaza) und Hisbollah (Libanon) und weltweit, mordet seine eigene Bevölkerung seit drei Jahrzehnten und baut Atomwaffen, die er gegen Israel und die westliche Welt richten will.
b) Sie sagen: „Politisch neutral“
Genau diese wachsweiche Haltung ist es, die dem iranischen Terrorrregime die Bombe geradezu anbettelt und ihm hilft, weiter im eigenen Land zu morden, was das Zeug hält. Und eben diese Haltung ist es auch, die es dem Mullah-Regime ermöglicht, seine Vernichtungsdrohungen gegen Israel in die Tat umzusetzen und wirksame Sanktionen gegen das Regime zu lähmen.
c) Sie sagen: „Unseren Informationen zufolge“
Sorry: Wann schlafen und wann wachen Sie? Und vor allen Dingen: Wie schlafen und wie wachen Sie? Haben Sie Internetanschluss in Ihrer Wohnung?
d) Sie sagen: ”Zusammentreffen der in Deutschland lebenden Iraner“
Meinen Sie damit vielleicht die Vertreter der kommunistischen Exil-Schickeria um Bahman Nirumand oder dessen Adepten in den Feuilletons und mittleren bis oberen Etagen mancher Parteien, die sich eine Iranische Republik Light sehr wohl vorstellen können - eine Islamische Republik Light, deren humanistischer Fortschritt darin besteht, dass statt Steinigung Erhängung angesagt ist?
e) Sie sagen: "Dieser Gästekreis setzt sich lt. Aussagen des Veranstalters zu 95 % aus Ärzten, Ingenieuren und Hochschulabsolventen zusammen"
Das ist nun doch wirklich abstrus und geradezu peinlich: Sind wir auf der Brennsupp’n dahergeschwommen? Soziologen, Publizisten, Theologen, Philologen, Pädagogen, Politikwissenschaftler usw.: und das zu 100%, weil wir uns hundertprozentig für die Freiheit des iranischen Volkes engagieren und uns nebenbei dafür einsetzen, dass Sie Ihre Leberknödel auf einer bestimmten Betriebstemperatur kochen dürfen? Allerdings setzen wir unsere Kapazität nicht dafür ein, ein verbrecherisches Regime zu hofieren, sondern es zu stürzen und der Blüte der jungen iranischen Demokratiebewegung zum Durchbruch zu verhelfen.
f) Sie sagen: "Nach eingehender Überprüfung..."
Überprüfen sie bitte Ihr Gewissen, bevor Sie solch einen Sermon von sich geben. Dieser selbstgefällige Ton ist unerträglich!
g) Sie sagen: "Jedoch möchten wir uns für Ihre zahlreichen Anmerkungen bedanken!"
Verehrte Frau Volkhardt: Hier geht es nicht um „Anmerkungen“, sondern um Protest! Legen Sie bitte den Vollwaschgang in Sachen "Nachdenklichkeit" und "Gewissensprüfung" ein!
h) Sie sagen: "Bitte lassen Sie sich versichern, dass wir Ihre Ansichten respektieren!"
Wenn Sie sich mit unseren „Ansichten“ wirklich ernsthaft auseinandergesetzt hätten, wäre die Bagage des iranischen Terrorrregimes von Ihnen nicht eingeladen worden. Abgesehen davon lassen wir uns von Ihnen nicht gerne versichern: wir sind keine passiv reagierende Laufkundschaft, wie Ihre semantische Konnotation verheißt: Wir stellen Forderungen an Sie!
Sie haben in Ihrer Geschäftstradition über Jahrzehnte hinweg etliche Staatsoberhäupter höchsten Ranges beherbergt. Reputation - und das ist sicher - erlangen Sie mit diesem Deal nicht. Sie können nur verlieren, auch wenn kurzfristig die Kasse klingelt.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Dahlenburg
etc....
-----------
* was mit "ist uns zum jetzigen Zeitpunkt ein Rücktritt von dem geschlossenen Vertrag leider rechtlich unmöglich" gemeint ist, erschließt sich mir nicht. Vielleicht weiß da der eine oder andere Leser mehr....
P.S.: das Antwortschreiben habe ich heute Morgen an Frau Volkhardt abgeschickt.
Innegrit Volkardt, Geschäftsführende Gesellschafterin des Hotels und gelernte Hotelkauffrau, ließ ihre Antwort etwas hochnäsig-bieder ausfallen, um es diplomatisch zu formulieren. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück. Weiter unten meine ausführliche Entgegnung.
Vorlauf:
Frau Volkardts ziemlich selbstherrliche und von schlechter Kenntnis zeugende Antwort, die in dem unten stehenden Zitat für sich „eingehende Prüfung“ reklamiert, lässt befürchten, dass man nichts dazugelernt hat. Hat sie schon einmal an Baukränen aufgehängte Homosexuelle begutachtet, die Ermordung von Demonstranten der Demokratiebewegung registriert oder ist sie jemals gewaltsam verheiratet worden? Immerhin hat sie geantwortet. Bravo.
Schon ihre Attitüde verheißt jovial-arrogante Geschäftsmäßigkeit (fett herausgehoben durch mich). Der Rest ist blanker Unsinn. Und was heißt eigentlich “Unseren Informationen zufolge”?
Lesen Sie selbst, was Frau Geschäftsführerin schrieb, bevor Sie meine Antwort registrieren:
Sehr geehrte Damen und Herren,----------------------
unser Haus pflegt zu den Konsulaten aller international anerkannten Staaten gute Kontakte und wir verhalten uns stets politisch neutral.
Unseren Informationen zufolge handelt es sich bei der Veranstaltung in unserem Hause am 13. März um ein ”Zusammentreffen der in Deutschland lebenden Iraner“.
Dieser Gästekreis setzt sich lt. Aussagen des Veranstalters zu 95 % aus Ärzten, Ingenieuren und Hochschulabsolventen zusammen, wir sahen daher keinen Grund, diese Veranstaltung abzulehnen. Nach eingehender Überprüfung ist uns zum jetzigen Zeitpunkt ein Rücktritt von dem geschlossenen Vertrag leider rechtlich unmöglich.
Jedoch möchten wir uns für Ihre zahlreichen Anmerkungen bedanken! Bitte lassen Sie sich versichern, dass wir Ihre Ansichten respektieren!
Mit freundlichen Grüßen
Innegrit Volkhardt
Der Brief wimmelt nur so von Unverschämtheiten:
Freundlich wie ich nun mal bin, habe ich mir einen Antwortbrief aus der Hüfte geschnitzt:
Sehr geehrte Frau Volkhardt,
ich erlaube mir hiermit, die oben von mir fett kursiv gekennzeichneten Bemerkungen in Ihrem Text ein wenig zu korrigieren, auch wenn Sie das vielleicht jovial-überheblich finden sollten. Die Abertausend Menschen, die im Iran seit Errichtung der islamischen Diktatur 1979 ermordet wurden, würden Ihnen wohl kaum beipflichten, wenn sie noch am Leben wären.
a) Sie sagen: Der Iran ist international anerkannt (wie Hitler-Deutschland damals)
Er ist aber der aktivste Unterstützer terroristischer Organisationen in Nahost wie Hamas (Gaza) und Hisbollah (Libanon) und weltweit, mordet seine eigene Bevölkerung seit drei Jahrzehnten und baut Atomwaffen, die er gegen Israel und die westliche Welt richten will.
b) Sie sagen: „Politisch neutral“
Genau diese wachsweiche Haltung ist es, die dem iranischen Terrorrregime die Bombe geradezu anbettelt und ihm hilft, weiter im eigenen Land zu morden, was das Zeug hält. Und eben diese Haltung ist es auch, die es dem Mullah-Regime ermöglicht, seine Vernichtungsdrohungen gegen Israel in die Tat umzusetzen und wirksame Sanktionen gegen das Regime zu lähmen.
c) Sie sagen: „Unseren Informationen zufolge“
Sorry: Wann schlafen und wann wachen Sie? Und vor allen Dingen: Wie schlafen und wie wachen Sie? Haben Sie Internetanschluss in Ihrer Wohnung?
d) Sie sagen: ”Zusammentreffen der in Deutschland lebenden Iraner“
Meinen Sie damit vielleicht die Vertreter der kommunistischen Exil-Schickeria um Bahman Nirumand oder dessen Adepten in den Feuilletons und mittleren bis oberen Etagen mancher Parteien, die sich eine Iranische Republik Light sehr wohl vorstellen können - eine Islamische Republik Light, deren humanistischer Fortschritt darin besteht, dass statt Steinigung Erhängung angesagt ist?
e) Sie sagen: "Dieser Gästekreis setzt sich lt. Aussagen des Veranstalters zu 95 % aus Ärzten, Ingenieuren und Hochschulabsolventen zusammen"
Das ist nun doch wirklich abstrus und geradezu peinlich: Sind wir auf der Brennsupp’n dahergeschwommen? Soziologen, Publizisten, Theologen, Philologen, Pädagogen, Politikwissenschaftler usw.: und das zu 100%, weil wir uns hundertprozentig für die Freiheit des iranischen Volkes engagieren und uns nebenbei dafür einsetzen, dass Sie Ihre Leberknödel auf einer bestimmten Betriebstemperatur kochen dürfen? Allerdings setzen wir unsere Kapazität nicht dafür ein, ein verbrecherisches Regime zu hofieren, sondern es zu stürzen und der Blüte der jungen iranischen Demokratiebewegung zum Durchbruch zu verhelfen.
f) Sie sagen: "Nach eingehender Überprüfung..."
Überprüfen sie bitte Ihr Gewissen, bevor Sie solch einen Sermon von sich geben. Dieser selbstgefällige Ton ist unerträglich!
g) Sie sagen: "Jedoch möchten wir uns für Ihre zahlreichen Anmerkungen bedanken!"
Verehrte Frau Volkhardt: Hier geht es nicht um „Anmerkungen“, sondern um Protest! Legen Sie bitte den Vollwaschgang in Sachen "Nachdenklichkeit" und "Gewissensprüfung" ein!
h) Sie sagen: "Bitte lassen Sie sich versichern, dass wir Ihre Ansichten respektieren!"
Wenn Sie sich mit unseren „Ansichten“ wirklich ernsthaft auseinandergesetzt hätten, wäre die Bagage des iranischen Terrorrregimes von Ihnen nicht eingeladen worden. Abgesehen davon lassen wir uns von Ihnen nicht gerne versichern: wir sind keine passiv reagierende Laufkundschaft, wie Ihre semantische Konnotation verheißt: Wir stellen Forderungen an Sie!
Sie haben in Ihrer Geschäftstradition über Jahrzehnte hinweg etliche Staatsoberhäupter höchsten Ranges beherbergt. Reputation - und das ist sicher - erlangen Sie mit diesem Deal nicht. Sie können nur verlieren, auch wenn kurzfristig die Kasse klingelt.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Dahlenburg
etc....
-----------
* was mit "ist uns zum jetzigen Zeitpunkt ein Rücktritt von dem geschlossenen Vertrag leider rechtlich unmöglich" gemeint ist, erschließt sich mir nicht. Vielleicht weiß da der eine oder andere Leser mehr....
P.S.: das Antwortschreiben habe ich heute Morgen an Frau Volkhardt abgeschickt.
Montag, März 08, 2010
Sound on (3): My Friend Jack
Ich will ja nicht auf den (berüchtigten bayerischen) Putz hauen, aber das, was Laurel und Hardy hier zu My Friend Jack von The Smoke abliefern, ist schlicht gigantisch.
Dank Verlinkung von Michael Miersch auf Achgut im November 2008 hatte ich über 1.300 Zugriffe allein an einem Tag auf diesen Song.
Aber auch das Original von Smoke ist messerscharf!
Bitte hier für Smoke oder unten auf die Abbildung von Laurel und Hardy unten klicken.
Ihr bereut es nicht. Alles andere als langweilig!
Dank Verlinkung von Michael Miersch auf Achgut im November 2008 hatte ich über 1.300 Zugriffe allein an einem Tag auf diesen Song.
Aber auch das Original von Smoke ist messerscharf!
Bitte hier für Smoke oder unten auf die Abbildung von Laurel und Hardy unten klicken.
Ihr bereut es nicht. Alles andere als langweilig!
Fazit der Israel-Apartheid-Woche: Eine weitere Heimsuchung
Wenn es einen dynamischeren und zugleich subtileren Prozess der Delegitimierung, Dämonisierung und Vernichtungsandrohung gegenüber Israel gibt, der in seiner Hässlichkeit dennoch nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig lässt, dann ist es die fanatische Prozession der Feinde Israels an den Hochschulen weltweit.
Die Aktion nennt sich selbstherrlich Israel Apartheid Week und nistet sich mittlerweile aufdringlicher denn je in den Kolumnen der Mainstream-Medien ein.
HonestReporting hatte hier schon einmal darauf aufmerksam gemacht.
Die erbärmlich schlecht kaschierte Judenhatz geht also weiter....
Israel Apartheid Week Comes to Town
HonestReporting
Ins Deutsche übertragen von Bernd Dahlenburg (1)
Eine heimtückische Analogie kehrt an die Universitäten als Teil einer Verleumdungskampagne zurück, die Israel delegitimieren soll.
Der völlig missratene Vergleich zwischen dem ehemaligen Apartheidstaat Südafrika und Israel - besonders stark instrumentalisiert seit der Durban-Konferenz 2001 (Audio-Info hier [red.: castollux]) - hat beim Propagandafeldzug, Israel zu delegitimieren und seine Existenz zu bedrohen, eine entscheidende Rolle gespielt.
Die Strategie, bestehend aus Boykottaufrufen, Kapitalabzug und Sanktionen, besteht darin, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass Israel ebenso wenig Legitimität besäße wie das ehemalige südafrikanische Apartheidregime in Südafrika und mittels starkem Druck von außen beseitigt werden könne.
Diese bösartige Delegitimierungskampagne sucht nun zum wiederholten Mal als Teil der Israel Apartheid Week (im Folgenden IAW genannt) die Universitäten weltweit heim, darunter einige in den USA, Großbritannien und Kanada.
Dazu die Jerusalem Post:
Lawrence Hart schreibt im Hamilton Spectator (Ontario, Kanada):
Und Washington Post-Kolumnist Richard Cohen fügt hinzu:
Weitere Quellen
Das Thema Apartheidvorwurf gegenüber Israel wurde in der Vergangenheit mehrmals von HonestReporting aufgegriffen, so auch in diesem Beitrag [In Englisch]: Guardian Promotes Apartheid Slur.
Weitere Veröffentlichungen [ebenfalls in Englisch] von Organisationen, die sich speziell mit der Israel Apartheid Week auseinandersetzen:
• Der Blog Z-Word vom American Jewish Council mit weiteren Quellen.
• CAMERA mit einer eigenen Seite zum Thema Israel Apartheid Week.
• StandWithUs hat eine downloadbare pdf-Broschüre erstellt, in der die Apartheitvergleiche entzaubert werden (Über Internet Explorer zu öffnen).
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Hattip: Dr. Elvira Grözinger
(1) Ein leicht überarbeiteter Text wird demnächst von Prof. Daniel Krochmalnik (SPME-Mitglied) von der Hochschule für Jüdische Studien herausgegeben. Er ist Herausgeber der Quartalsschrift Jüdisches Leben in Bayern.
Die Aktion nennt sich selbstherrlich Israel Apartheid Week und nistet sich mittlerweile aufdringlicher denn je in den Kolumnen der Mainstream-Medien ein.
HonestReporting hatte hier schon einmal darauf aufmerksam gemacht.
Die erbärmlich schlecht kaschierte Judenhatz geht also weiter....
Israel Apartheid Week Comes to Town
HonestReporting
Ins Deutsche übertragen von Bernd Dahlenburg (1)
Eine heimtückische Analogie kehrt an die Universitäten als Teil einer Verleumdungskampagne zurück, die Israel delegitimieren soll.Der völlig missratene Vergleich zwischen dem ehemaligen Apartheidstaat Südafrika und Israel - besonders stark instrumentalisiert seit der Durban-Konferenz 2001 (Audio-Info hier [red.: castollux]) - hat beim Propagandafeldzug, Israel zu delegitimieren und seine Existenz zu bedrohen, eine entscheidende Rolle gespielt.
Die Strategie, bestehend aus Boykottaufrufen, Kapitalabzug und Sanktionen, besteht darin, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass Israel ebenso wenig Legitimität besäße wie das ehemalige südafrikanische Apartheidregime in Südafrika und mittels starkem Druck von außen beseitigt werden könne.
Diese bösartige Delegitimierungskampagne sucht nun zum wiederholten Mal als Teil der Israel Apartheid Week (im Folgenden IAW genannt) die Universitäten weltweit heim, darunter einige in den USA, Großbritannien und Kanada.
Dazu die Jerusalem Post:
Problematisch ist, dass die Verfechter der Apartheid-Analogie, falls ihnen nicht widersprochen wird, sich dazu veranlasst fühlen, die Meinungsfreiheit zu ersticken und eine offene Debatte an den Hochschulen mit Einschüchterungs- und Drangsalierungsversuchen zu unterdrücken.Wir empfehlen [hier] jene Medienbeiträge und Kommentatoren, die das Konzept der IAW als das durchschaut haben, was es tatsächlich ist und Kanadas National Post als "Festival des Fanatismus“ bezeichnet:
Erst kürzlich hinderten sie Botschafter Michael Oren daran, seine Rede auf dem Campus der University of California (Irvin) zu Ende zu führen, und am selben Tag störten sie in massiver Form Außenminister Danny Ayalon an der University of Cambridge (UK) und schrien (vermutlich) auf Arabisch "Schlachtet die Juden ab!“ Unterdessen beugte sich die Israel-Society derselben Universität dem aggressiven Druck moslemischer Studenten, einen Vortrag des Historikers Benny Morris abzusagen.
In ihrer eigentlichen Begrifflichkeit ist die IAW aufgrund zweier zueinander in Beziehung stehenden Aspekte beleidigend:
Zum einen veranlasst sie die Beteiligten, ein einzelnes Land zu verteufeln - eine an sich schon fanatische Praxis. Anders als z.B. „Antirassismus-Woche“ oder „Woche der Vielfalt“ verfolgt die IAW nicht ein bestimmtes Konzept, sondern nimmt eine bestimmte Personengruppe ins Visier, die durch Religion und Staatsbürgerschaft definiert wird. Zum anderen zieht sie dabei einen falschen und vergifteten Vergleich zwischen Israel und dem Südafrika der Apartheid-Ära.
Zusammengenommen ist die kombinierte Botschaft mehr oder weniger die gleiche, wie sie von Mahmoud Ahmadinejad und der Hamas kommuniziert wird - dass Israel ein einzigartig böser und fundamental illegitimer Staat sei. Auch wenn die Redner der IAW im Allgemeinen sorgfältig darauf achten, dass die Forderung nach Israels Vernichtung nicht explizit ausgesprochen wird: Diese Botschaft leitet sich selbstverständlich von der Behauptung ab, dass der jüdische Staat im fundamentalen Sinne unrechtmäßig sei.
Lawrence Hart schreibt im Hamilton Spectator (Ontario, Kanada):
Die abwegige Assoziation zwischen Apartheid und Israel ansprechend, unterstreicht Gideon Shimoni, emeritierter Professor am Institut für Zeitgenössisches Judentum der Hebräischen Universität Jerusalem, dass der historische Zusammenhang des jüdisch-arabischen Konflikts in Nahost sich fundamental von der Apartheid-Ideologie der Afrikaans sprechenden Weißen im Verhältnis zur schwarzen Bevölkerung in Südafrika unterscheidet. Er hebt hervor, dass der an Israel gerichtete Apartheidvorwurf ein hinterlistig gebrauchtes Werkzeug in den Händen derer ist, die den Rechtsanspruch der Juden auf eine existenzfähige nationale Heimstätte ablehnen.
Zudem vertritt er die These, dass „jene, die den Apartheidvorwurf in den Mund nehmen, angestaubte antizionistische Argumente verwenden…[und] leicht erkennbare Beurteilungsmaßstäbe von Doppelmoral auf Israel übertragen, was sich auf die charakteristische antisemitische Prämisse zurückführen lässt, dass alles, was Juden tun, an sich böse sei, ihr Nationalismus eingeschlossen."
Indem sie also „Apartheid“-Konstrukte auf israelische Politik und Handlungen beziehen, haben Israels Feinde das ultimative Vehikel für sich entdeckt, mit dem sie den jüdischen Staat und seine Unterstützer weltweit delegitimieren und dämonisieren können.
Und Washington Post-Kolumnist Richard Cohen fügt hinzu:
Das heutige Israel und das Südafrika von damals verbindet so gut wie nichts. In Südafrika beherrschte eine weiße Minderheit mit rabiaten Methoden die schwarze Mehrheit. Nichtweißen waren die Bürgerrechte verwehrt, und 1958 beraubte man sie sogar der Staatsbürgerschaft. Demgegenüber haben israelische Araber, die etwa ein Fünftel der Landesbevölkerung stellen, dieselben bürgerlichen und politischen Rechte, wie sie israelischen Juden zustehen. Araber sitzen als Abgeordnete in der Knesset und leisten Dienst im Militär, obwohl die meisten von ihnen von der Einberufung befreit sind. Was immer dies auch darstellt – und es sieht verdächtig nach liberaler Demokratie aus - kann keine Apartheid sein….Während diese neue Schlacht an den Hochschulen tobt, erscheint der falsche Apartheidvorwurf mit so schöner Regelmäßigkeit in den Medien und anderen Orten wie Jimmy Carters schändlichem Buch Palestine: Peace Not Apartheid.
Dennoch hören Israels Kritiker nicht auf, diesen Staat mit dem Apartheid-Attribut zu attackieren, obgleich sie doch wissen müssen oder wissen sollten, dass sie Verleumdung betreiben. Interessanterweise wenden sie den Begriff nicht auf Saudi-Arabien an, das ein System von Geschlechter-Apartheid aufrechterhält, wie man es sich besser funktionierender nicht vorstellen kann oder wie sonstwo in der arabischen Welt, wo Palästinenser nicht selten weniger Rechte besitzen als in Israel: Frauen dürfen nicht einmal Auto fahren, geschweige denn wählen.
Weitere Quellen
Das Thema Apartheidvorwurf gegenüber Israel wurde in der Vergangenheit mehrmals von HonestReporting aufgegriffen, so auch in diesem Beitrag [In Englisch]: Guardian Promotes Apartheid Slur.
Weitere Veröffentlichungen [ebenfalls in Englisch] von Organisationen, die sich speziell mit der Israel Apartheid Week auseinandersetzen:
• Der Blog Z-Word vom American Jewish Council mit weiteren Quellen.
• CAMERA mit einer eigenen Seite zum Thema Israel Apartheid Week.
• StandWithUs hat eine downloadbare pdf-Broschüre erstellt, in der die Apartheitvergleiche entzaubert werden (Über Internet Explorer zu öffnen).
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Hattip: Dr. Elvira Grözinger
(1) Ein leicht überarbeiteter Text wird demnächst von Prof. Daniel Krochmalnik (SPME-Mitglied) von der Hochschule für Jüdische Studien herausgegeben. Er ist Herausgeber der Quartalsschrift Jüdisches Leben in Bayern.
Freitag, März 05, 2010
Sound on (2)
Sound on (1)
Da meine Website Rudis Musicbox nicht (ganz) so häufig frequentiert wird, wie ich mir das seit November 2008 erhofft hatte (ehemalige DJ's sind ziemlich eitel), stelle ich ab heute in lockerer Folge den einen oder anderen Song ein, hinter dem wirklich mein Herzblut steckt.
Insgesamt habe ich bisher mehr als 600 Videos eingestellt. Wenn der eine oder andere Clip gesperrt oder gelöscht sein sollte, benachrichtigt mich bitte. Mittlerweile habe ich kaum noch Zeit, mich darum zu kümmern, bin also dankbar für jeden Hinweis, aber auch für jeden neuen Vorschlag. Meistens null Problemo bei Änderungen!
Zuerst Brown Sugar von den Stones (Live 1971).
Nur auf die Abbildung oder hier klicken! Great.
Insgesamt habe ich bisher mehr als 600 Videos eingestellt. Wenn der eine oder andere Clip gesperrt oder gelöscht sein sollte, benachrichtigt mich bitte. Mittlerweile habe ich kaum noch Zeit, mich darum zu kümmern, bin also dankbar für jeden Hinweis, aber auch für jeden neuen Vorschlag. Meistens null Problemo bei Änderungen!
Zuerst Brown Sugar von den Stones (Live 1971).
Nur auf die Abbildung oder hier klicken! Great.
Verwandtschaft kann man sich nicht aussuchen
Oder:
Ut sementem feceris, ita metes (1)
Man hat's nicht leicht mit Antisemiten in der eigenen Familie, die noch dazu an eingebildetem Hospitalismus "leiden", den sie ein Leben lang für alle eigenen Versäumnisse verantwortlich machen (zu Hospitalismus bei Heimkindern mehr, wenn Nachfrage besteht).
Ich wäre überhaupt nicht auf die Idee gekommen, diese Zeilen zu schreiben, wenn mich nicht ein Freund auf den Sachverhalt aufmerksam gemacht hätte. Und ich hätte auch nicht geahnt, dass ein naher Verwandter so viel Hass gegen die USA und Israel in sich trägt und - was noch schlimmer ist - nicht in der Lage ist, Texte zu recherchieren und Quellen sauber zu untersuchen. Darüber hinaus noch seinen eigenen Bruder zu denunzieren ist doch ein wenig heftig, oder nicht?
Seit Jahrzehnten hatten wir keinen vernünftigen Kontakt mehr miteinander....
Da hinterlässt doch glatt eine Person verwandtschaftlicher Provenienz im Blog eines veritablen Judenhassers einen hinterhältigen Leserbrief und lässt über mich Folgendes ab (Rechtschreib- und Tippfehler nicht korrigiert; besonders ärgerliche Dissonanzen fett herausgehoben):
Fußnoten:
1) Wie du aussäest, so wirst du ernten (Cicero)
2) Sondermüll: Erfordert das "Sonderbehandlung"?
3) Lesen bildet
4) Nicht zu verwechseln mit einem Bruder in Holland, der konsequent zu Israel steht
Ut sementem feceris, ita metes (1)
Man hat's nicht leicht mit Antisemiten in der eigenen Familie, die noch dazu an eingebildetem Hospitalismus "leiden", den sie ein Leben lang für alle eigenen Versäumnisse verantwortlich machen (zu Hospitalismus bei Heimkindern mehr, wenn Nachfrage besteht).
Ich wäre überhaupt nicht auf die Idee gekommen, diese Zeilen zu schreiben, wenn mich nicht ein Freund auf den Sachverhalt aufmerksam gemacht hätte. Und ich hätte auch nicht geahnt, dass ein naher Verwandter so viel Hass gegen die USA und Israel in sich trägt und - was noch schlimmer ist - nicht in der Lage ist, Texte zu recherchieren und Quellen sauber zu untersuchen. Darüber hinaus noch seinen eigenen Bruder zu denunzieren ist doch ein wenig heftig, oder nicht?
Seit Jahrzehnten hatten wir keinen vernünftigen Kontakt mehr miteinander....
Da hinterlässt doch glatt eine Person verwandtschaftlicher Provenienz im Blog eines veritablen Judenhassers einen hinterhältigen Leserbrief und lässt über mich Folgendes ab (Rechtschreib- und Tippfehler nicht korrigiert; besonders ärgerliche Dissonanzen fett herausgehoben):
Verehrter Oscar Mercator,-----------
ich bin auch ein Dahlenburg. Obendrein bin ich ein Bruder von Bernd Dahlenburg.
Wo Dahlenburg "draufsteht", ist aber zum Glück nur höchst selten auch Bernd "drin".
Ein USRAEL Fantast bin ich jedenfalls ganz gewiss nicht. Und das bin ich nicht, obwohl, nein, WEIL ich im gleichen Kindergefängnis wie Bernd (u. weitere Geschwister) eingesperrt war, wo gewaltsam eingebläute religiöse Gehirnwäsche, sowie vielfach körperliche und psychische Kindesmisshandlungen fast ohne Ende das tägliche Dasein bestimmten. Sowas prägt nun mal. Die einen engagieren sich mit dem Übel, werden mitunter ein aktiver Teil davon, die anderen ...
Obwohl ich die allweihnachtlichen Festessen in US-Kasernen ebenso gern mochte, wie die 5-Meter-Fahrten in US_Panzern, oder die "Waffenschauen" und die Sommer-Picnics auf dem US-Drillplatz im Haunstetter Wald, etc. bin ich einer von der Sorte geworden, die mein lieber Bruder Bernd gemeinhin mit Nettigkeiten wie zB. antiamerikanische linksfaschistische Antisemiten überhäuft.
Ich denke es ist deshalb nur zu verständlich, dass um nichts in der Welt in Verbindung gebracht werden will, mit religiösem Wahn und dem endlosen rassistischen, kriegshetzerischem schwachsinnig bis faschistoidem geistigen Sondermüll (2), mit dem mein Bruder Bernd einen leider nicht zu übersehenden Teil des Internets zumüllt.
Oscar Mercator, nicht ganz zufällig fand ich auf ihre Internetseite. Mein erster Eindruck geht in die Richtung ... uneingeschränkte Hochachtung (3).
Um aber für die Zukunft jede Verwechslung zwischen mir und meinem Bruder auf ihrer Seite im Voraus auszuschliessen, bitte ich Sie, künftig zum Nachnamen Dahlenburg immer auch den Vornamen zu nennen.
Gruß
Manfred Dahlenburg (4)
Fußnoten:
1) Wie du aussäest, so wirst du ernten (Cicero)
2) Sondermüll: Erfordert das "Sonderbehandlung"?
3) Lesen bildet
4) Nicht zu verwechseln mit einem Bruder in Holland, der konsequent zu Israel steht
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