Sonntag, September 30, 2012

Abgefackelte buddhistische Tempel sind für den SPIEGEL kein Thema


Das kann zumindest vorausgesetzt werden, weil vom Systemoperator des SPIEGEL kein Diskussionsforum eröffnet wurde.

Wenn es gegen die USA, Juden und den Staat Israel geht, kann man mit größter Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass der SPIEGEL einen Thread eröffnet - denn immer, wenn es um oben genannte Adressaten geht, ist mediale Aufmerksamkeit garantiert.

Verhalten sich aber Muslime besonders gewalttätig, wird in den Büroräumen der Hamburger Hafencity Order zu devotem Abducken erteilt.

Zufall ist das nicht, wie bei Abfassung und spachlicher Diktion des untenstehenden Beitrages festzustellen ist:

Koran-Beleidigung in Bangladesch: Muslime brennen Buddhisten-Tempel nieder

Daraufhin habe ich der Redaktion jetzt ein Feedback gegeben*:


*Meine Personalangaben in den Rubriken "Vorname" und "Nachname" habe ich im Original selbstverständlich exakt angeben. Ich hätte sie ja sonst auch nicht an den Sysop abschicken können. Danach habe ich sie für meinen Screenshot anonymisiert.

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Natürlich weiß ich, dass es auf taube Ohren stößt; schließlich akzeptiert man seit vielen Jahren höchstens 50%  meiner Foren-Beiträge, obwohl sie weder beleidigend noch unsachlich sind (kann jeder googlen), während plumper Antiamerikanismus sowie linker und islamischer Antisemitismus als bereichernde Elemente durchgewinkt werden, auch wenn sie in noch so schlechtem und gehässig formuliertem Deutsch abgefasst werden.

Aber auch in der Auseinandersetzung mit Mainstream-Medien wie dem SPIEGEL gilt: 

Du hast keine Chance, aber nutze sie.

Donnerstag, September 27, 2012

Was wäre die USA ohne Willie Nelsons "CITY OF NEW ORLEANS"?



Hier oder auf das Video klicken. Und hab' Dank für das Stirnband, Willie!



Kleine Anmerkung am Rande:

Ich hätte mir gewünscht, dass Senator McCain nicht zuletzt deshalb wieder angetreten wäre. Aber das ist heute leider Geschichte. Er würde den Republikanern im November einen Erdrutschsieg bescheren.

Im Februar 2008 hatte ich einen etwas elegischen Kommentar zu ihm verfasst, der m.E. aber heute noch mehr berechtigt ist als je zuvor, auch wenn ich mich in dem einen oder anderen Punkt, was Obamas innenpolitische Ausrichtung betraf, ein wenig verschätzt hatte. Ich bin auch kein Hellseher. Aber selbst in der Retrospektive wäre das reine Spekulation, speziell, was Obamas desaströse (antiisraelische) Außenpolititik und Gesundheitsreform betrifft.

Dass Obama auch sonst politisch komplett versagt hat und eigenes Versagen meistens durch billige Rhetorik kaschierte, muss man an dieser Stelle wohl nicht besonders hervorheben - und wenn, dann mit diesen Links (auf Castollux gibts zu Obama noch mehr zu lesen): 



ObamasTitanic hält Kurs

Bis bald und Servus
aus dem freien
und glücklichen Bayern
Bernd

Mittwoch, September 19, 2012

Zwei Arschkriecher und ein standfester Verteidiger der Meinungsfreiheit



Feigheit und Opportunität

"Ich will dazu aufrufen, dass wir nicht auch noch Öl ins Feuer gießen. Zwar gilt in Europa die Presse- und Meinungsfreiheit. Die Meinungsfreiheit ist aber nicht grenzenlos".

Außenminister Westerwelle [lt.Presseberichten] zu den neuen Karikaturen im französischen Satireblatt Charlie Hebdo. DieWebseite ist logischerweise - aus welchen Gründen auch immer - momentan sehr schwer aufrufbar.


Dagegen mutige Prinzipientreue

"Wir veröffentlichen Karikaturen über jeden und alles jede Woche. Wenn wir es aber mit dem Propheten machen, wird es Provokation genannt" 

Stephane Charbonnier, Chefredakteur des Charlie Hebdo


Dann nochmals Feigheit und Opportunität

Ein ganz besonders schäbiges Beispiel für vorauseilende Unterwerfung konnte man kürzlich in Norwegen registrieren, wo ein hoher Polizeioffizier öffentlichkeitswirksam in eine Moschee ging, um sich bei jenen zu entschuldigen, deren Glaubensbrüder zu Mord und Totschlag griffen, weil sie sich wieder einmal beleidigt fühlten.

Doch wenn er schon stellvertretend büßen wollte:

Er hätte seinen dämlichen Fauxpas vermeiden können, wenn er stattdessen -
da er sich schon so eitel in Pose werfen wollte -, gegenüber den amerikanischen und israelischen Botschaften oder bei den Juden in Norwegen und weltweit Abbitte wegen falscher Schuldzuweisungen geleistet und vielleicht noch einen Tag über seine Aktion nachgedacht hätte.

Warum, sagen Stefan Frank auf dem Blog von Lizas Welt sowie HonestReporting tags zuvor.

In diesem Zusammenhang sei besonders auf Norwegens zutiefst antisemitische Politik verwiesen, die Manfred Gerstenfeld sorgfältig unter die Lupe genommen hatte. Er bezeichnet das skandinavische Land als das judenfeindlichste in Westeuropa. Und das nicht zu Unrecht, wie man bei HEPLEV nachlesen kann.

Hier das Canossa-Video (Untertitel in Englisch, leicht zu übersetzen). Ein Klick auf die Abbildung funktioniert hoffentlich auch.

Bootlicking at its best

Samstag, September 15, 2012

Die islamische Welt muss sich bei UNS entschuldigen!

Mord und Totschlag im Maghreb, islamische Gewalttäter können schalten und walten wie sie wollen und ihr “Volkszorn“ wird - wie in Ägypten - von der obersten Führung geduldet und orchestriert



Galeere des islamischen Glaubens (Abbildung, Kalligraphie):


Galeere des Glaubens in arabischer Schrift. Segel: "Es gibt keinen Gott außer Allah und Muhammad ist sein Prophet". Rumpf und Ruder: "Ich glaube an Gott und an seinen Engel, seine Bücher, seine Propheten, an den Jüngsten Tag, die Vorherbestimmung, das Gute und Böse und an die Wiederauferstehung nach dem Tode." Quelle: Vorlage der Abbildung: Robinson, Francis: Der Islam. -- Augsburg : Bechtermünz, 1998

Dass aber westdeutsche Medien hier noch immer (man glaubt es kaum) einen Kotau nach dem anderen vollziehen, kann eigentlich nicht überraschen, weil der Kampf um demokratische Rechte wie Meinungsfreiheit in Deutschland und Europa längst den Bach runter zu gehen scheint und das Thema bei den meisten Muslimen in den Krisengebieten und hier nie im Vordergrund stand bzw. diejenigen jungen Liberalen und Intellektuellen in den Ländern vor Ort schnell von den islamischen Extremisten verdrängt wurden, nachdem sie (!) im Vorfeld  der “Revolution“ die Drecksarbeit, sprich Todesopfer, geleistet hatten. Danach kamen die Jakobiner des 21. Jahrhunderts, die islamischen Extremisten.

Und diese hatten nur auf die neu entstandene Lücke gewartet. Jeder halbwegs aufrichtige Mensch, der ein wenig analytische Fähigkeiten besitzt, musste das vorausahnen. 

Ausgerechnet ein in deutschen “Qualitätsmedien“ und Talkshows pausenlos herumgereichter Buntspecht wie der Ägypter Hamed Abdel-Samad, der sonst mit Henryk M. Broder die letzten verbliebenen Satire-Meilen Deutschlands abgrast, hatte sich einst vorschnell und viel zu positiv argumentierend aus dem Fenster gelehnt, was die Entwicklung in seinem Heimatland Ägypten betraf. Heute rudert er langsam zurück.

Aber ich will ja zum Thema zurückkommen:

Wenn schon von Entschuldigung die Rede sein sollte, dann sollte SIE, die ISLAMISCHE WELT, endlich Abbitte leisten

- weil dort  - und nicht nur dort - im Namen ihres Propheten Mohammed seit 1400 Jahren unschuldige Menschen ermordet werden

- weil Mohammed selbst mordete und morden ließ

- weil sie [die islamische Welt] sich außerstande sieht, sich von ihren mordenden Glaubensgenossen zu distanzieren

- weil sie Kindesmissbrauch als von Allah gerechtfertigt darstellt


- weil sie Analphabeten für künftige Mordanschläge rekrutiert

- weil sie (behinderte) Kinder zu Mordanschlägen verführt

- weil sie keine kritische(!) Exegese zulässt

- weil sie religiösen Wahn über Aufklärung und Vernunft stellt

- weil sie für sich stets einen Opferstatus beansprucht


- weil sie ihre theologisch-immanente Historie in die Zeit vor den jüdischen und christlichen Schriften verlegt, obwohl sie Jahrtausende später entstanden ist

- weil sie behauptet, dass ALLAH nicht Mondgott der polytheistischen vorislamischen Welt gewesen sei

- weil sie Jerusalem als heilige Stadt beansprucht (Die Stadt wird im Koran nie erwähnt)

- weil sie die Moderne ablehnt und dennoch selbst Mobiltelefone und Computer nutzt


- weil sie sich nicht eingestehen will, dass zwischen „arabisch-heiligem“ Urtext und
Sitz im Leben, wie es die biblische Theologie kennt – also der Realität – ein eklatanter Widerspruch besteht.

- weil, wie, sie glaubt, dass Arabisch DIE heilige Sprache schlechthin sei, die keine exegetische Hinterfragung oder Neuinterpretation des Korans dulde, da sie von ALLAH mittels Erzengel Gabriel selbst vermittelt worden sei.

- weil sie die freie Gesellschaft mit juristischen Mitteln aushebeln will

- weil sie sich auf linke und grüne Ideologie und deren Ego-Interessen stützt, um ihre Ziele durchzusetzen

- weil sie Terroranschläge weltweit als Heldentaten ignoriert oder glorifiziert

- Weil sie seit Jahrzehnten antisemitische Hetzschriften und Karikaturen weltweit verbreitet

- weil sie keinen
persönlichen und liebenden Gott (der Bibel) kennt und lehrt

- weil sie die universellen Menschenrechte missachtet

- weil sie Israel hasst

- weil sie Juden hasst, auch wenn sie hierzulande momentan in der Beschneidungsdebatte auf „Gleichklang“ schaltet

- weil sie keine geistliche Musik kennt (kennt jemand einen Muslim-Bach oder Paul Gerhard  mit geistlicher Intonierung und dazugehörigem Text oder einen geistlichen Chor?)

- weil sie Predigten meistens nicht mit Bedacht hält, sondern mit hasserfülltem und verfälschendem Tremolo

- weil sie nicht die persönliche Beichte kennt bzw. das gemeinschaftliche Gebet zum Gott der Bibel, den SIE für sich reklamiert, weil nach ihrer Meinung ein so genannter Urislam vor Judentum und Christentum existiert haben soll.

- weil ihre Imame lehren, dass es keinen Sündenfall des Menschen gegenüber Gott gäbe (bitte runterscrollen zu Darstellung im Islam)


- weil sie politisch berechnend agiert (Dawa), um zukünftige Wählerstimmen unter den Jungen zu generieren

- und weil sie meistens lügt, wenn sie Gesprächsbereitschaft vorgaukelt

Das müsste doch reichen, oder?


 

Samstag, September 08, 2012

Euro-Krise: Der Draghi-Drache wird abstürzen

Gestern titelte der SPIEGEL:
Trotz heftiger Kritik aus den eigenen Reihen stellt sich Angela Merkel hinter die Europäische Zentralbank. Die will künftig unbegrenzt Staatsanleihen von Krisenländern kaufen - eine Kehrtwende in der Euro-Rettungspolitik. Auch Finanzminister Schäuble verteidigt den neuen Kurs.

Ich bin (Details über mich in meinem Profil bei Castollux) sicher kein Kenner der Materie, was wirtschaftswissenschaftliche Spezifika betrifft, aber als interessierter Laie habe ich natürlich auch eine klare Meinung zum oben angeführten Thema.

Die Aussage Merkels wird dazu führen, dass zukünftig die Geber von den Schuldnern erpresst werden können, indem Letztere über die Europäische Zentralbank (EZB) die Notenpresse anwerfen lassen, also schlicht eine Inflation herbeiführen: eine dreiste Pervertierung der Maastrichter Kriterien und eine bizarre Entstellung des ursprünglich politisch (!) beabsichtigten Europa-Modells schlechthin.

Das Argument vieler linker Gleichmachungstheoretiker, Deutschland würde sich in diesem Fall unsoldirarisch verhalten, spricht allen Fakten Hohn: Deutschland ist schon jetzt am Rettungsschirm, der zurzeit etwa 700 Milliarden Euro umfasst, mit einem Anteil von etwa 170 Milliarden beteiligt. Und jede weitere Aufstockung, von der man mit ziemlicher Sicherheit ausgehen muss, würde das deutsche Stabilitätskriterium reißen, was nichts anderes bedeutet, als dass man mittelfristig selbst unter den Rettungsschirm flüchten müsste.

Die infantile Solidaritätseinforderung der Schuldnerländer, der massive Bürgschaftsaktionismus der EZB sei einer haushaltspolitischen Konsolidierung der Mitgliedsländer und derem wirtschaftlichen Aufbau geschuldet, hängt mir mittlerweile zum Halse heraus. Griechenland wäre bisher schon (!) bei den neuen vollmundig verkündeten Kriterien von Mario Draghi (Abbildung oben), was zukünftige Anleihenkriterien beträfe - grandios durchgerauscht.

Italien hängt wahrscheinlich innerhalb des nächsten Haushaltsjahres mit einer Billion drin, Spanien mit etwa der Hälfte dieses Umfanges, ohne dass strukturelle Veränderungen im Ansatz erkennbar wären. Warum schickt die Bundesregierung jetzt Spezialisten nach Spanien, um das dortige Ausbildungssystem reformieren sollen, also Schule und Berufsausbildung parallel zu organisieren? Die deutschen Fachleute haben sich vorher nicht aufgedrängt. Panik pur.

Dass es auch positiv geht, was die Reformierung der Staatshaushalte betrifft, hatten Portugal und Irland gezeigt: sie hatten die Staatsquote massiv gesenkt, ohne dass dort bürgerkriegsähnliche Zustände eingetreten wären. Über Portugal und Irland redet heute kein Börsenmakler mehr; und diese beiden Länder sind nicht mehr Gegenstand von Beurteilungen der Rating-Agenturen. Gab es eine Verelendungsdebatte in Portugal oder Irland? Nein!

Sind also Rating-Agenturen Brandbeschleuniger einer Entwicklung, wie hyperventillierend-revolutionäre Linke behaupten, oder sind sie knallharte Analysten? Ich sage, dass Letzteres zutrifft, auch wenn ich mir im Traum auch eine Welt vorstellen könnte, in der mir die Trauben in den Mund hängen.

Draghis Vorschlag bedeutet eine Einladung für hemmungslose Schuldenpolitik und völlig falsch verstandene "Solidarität". Vernünftige Haushaltspolitik, geschweige denn Einhaltung von Mastrichter Stabilitätskriterien kann man so nicht erreichen.

Prinzipiell ist Solidarität okay - aber sie muss auch mit EINGEHALTENEN VERPFLICHTUNGEN des Schuldners korrespondieren.

Man stelle sich einmal Folgendes vor: Ein Schuldner, der Insolvenz angemeldet hat, würde mit Hilfe einer politisch genehmen Bank weiterhin neue Schulden aufnehmen, ohne dass seine Verpflichtung zur Rückzahlung der Altschulden in den nächsten 20 oder 50 Jahren davon tangiert wäre.

Wirtschaftlich vernünftig? Nein!

Ethisch vertretbar?

Noch viel weniger, weil neue Schulden neue Abhängigkeiten erzeugen und weitere Schuldgefühle oder Schuldzuweisungen auslösen. Das ist immer so, wenn sich Schuldner und Gläubiger treffen und über Verbindlichkeiten streiten.

Einem Schuldner (auch privat übrigens!) erweist man überhaupt keinen Gefallen, wenn man ihm neue Kredit-Korridore eröffnet. Genau DIES wäre zutiefst asozial - und nicht die Verweigerung eines Kredits aus dem hoffentlich vorhandenen Verantwortungsgefühl des Beraters heraus, der zugegebenerweise natürlich auch Verkäufer ist. Da bleibt ehrlicherweise nur die Insolvenz als ultimative Lösung.

Zuletzt:

Europa könnte in eine veritable Inflation schlittern, wenn die Versprechen Draghis eingelöst werden sollten. Und was an dieser Konstellation besonders absurd ist:

Merkel, SPD und Grüne (auch Grüne und Piraten) säßen dann in einem Boot, was letztlich bedeuten würde, dass die Kanzlerin ihr politisches Grab schaufelte, weil CSU und FDP in diesem Punkt hoffentlich hart blieben, was mittelfristig das Ende der Koalition bedeutete - leider.

Doch nach Katharsis folgt bekanntlich ja Erneuerung und Wiederbeginn, aber nur, wenn Hirn (Verstand) und Herz (Seele) miteinander in Einklang sind.

Wie aber sollen Hirn und Herz miteinander hamonieren, wenn die EZB niemandem mehr verantwortlich sein wird, also weder nationalen Parlamenten noch den Bürgern der Mitgliedsländer?

Eingreifen ist dann nicht mehr möglich. Und genau das erzürnt die Bürger, weil sie sich zu Recht über den Tisch gezogen fühlen werden.

Wenn man in Europa so weitermacht, wird die ganz große gesellschaftspolitische Krise mit revolutionären Folgen unabwendbar sein. Aber vielleicht ist es ja gerade das, was die radikalen Sozen wollen.

Sonntag, August 12, 2012

Deutsche Olympioniken: Winner, Abgesoffene, Abgeschossene und ein wenig Politik

SPIEGEL ONLINE titelte gestern:

Deutschland hat das Finale des olympischen Hockey-Turniers gegen die Niederlande gewonnen. Doppel-Torschütze Jan Philipp Rabente war der Mann des Tages. Es ist bereits die vierte Olympia-Goldmedaille für ein Herren-Team des Deutschen Hockey-Bundes.

Die Gold-Hockey-Mannschaft der Herren, dazu besonders sympathisch Robert Hartings Olympia-Sieg (Diskus; Abbildung rechts), die Stabhochspringer, die Beach-Volleyballer Brink und Reckermann, die Kanuten, die Ruderer, die Turner und einige andere, die statt Silber auch Gold gewinnen hätten können, waren die Winner-Typen des deutschen Teams. All' diese Genannten.

Warum eigentlich?

Weil sie tierisch erfolgshungrig waren und sich nicht vorweg mit der schüchternen Devise „Dabei sein ist alles“ zufrieden geben wollten. Diese Maxime schien aber bei den meisten deutschen Olympioniken der jetzt abgelaufenen Spiele in London das Maß aller Dinge gewesen zu sein.

Als sich vorgestern die 4-x-100 Meter-Staffeln der Frauen im Finale auf den Start vorbereiteten, fuhr die Kamera – wie bei allen Sprintwettbewerben üblich – die Gesichter und Gesten aller Teilnehmerinnen ab. Die Startläuferin der USA schrie eine leidenschaftliche Ansage ins Mikrofon: „Go, Go, Go“, während die deutsche Kontrahentin auf der Außenbahn verlegen lächelte - so, als würde sie im Vornherein signalisieren: „Wir haben eh’ keine Chance, Hauptsache mitgemacht“. Kurze Zeit später und eine Stadionrunde zerschmetterte die US-Staffel den 27 Jahre alten [„Doping“-] DDR-Weltrekord (41,37) mit einer gigantischen Zeit von 40,82. Die deutsche Staffel landete auf dem fünften Platz. 

Sicher kein Zufall

Ganz abgesehen von den Bestleistungen der einzelnen Läuferinnen und Staffeln im Vorfeld der Spiele (USA-Sieg bei diesem Staffelwettbewerb sowieso klar) war diese Ansage mehr als aussagekräftig und beispielhaft für den Verlauf der Spiele in London generell: „Wir, die USA, verfügen über grenzenloses Selbstbewusstsein, und andererseits: „Wir, die BRD, sind froh, überhaupt dabei gewesen zu sein.“

Der überwiegende Teil der deutschen Olympiamannschaft - im Vorfeld der Spiele viel zu sehr überschätzt - trat mit einer psychischen und folglich körperlichen Blockade an, die zwangsläufig zu Misserfolgen führen musste, auch wenn der von mir oben erwähnte Sprintwettbewerb nicht unbedingt das beste Beispiel für deutsche Entschuldigungsmentalität liefert, da typisch für US-amerikanische und angelsächsische Winner-Gestik, die so überaus sympathisch und locker rüberkommt. Und außerdem sind diese Mädels meist auch noch hübscher als unsere. 

Ziehen wir doch einmal ein ehrliches Fazit: 

Beinahe ertrunken sind die deutschen Schwimmer, von Thomas Lurz (Silber bei 10 km Schwimmen) abgesehen, und abgeschossen wie Rebhühner die deutschen Schützen - beides hoch gehandelte Medaillenkandidaten mit etwa 15 eingeplanten Plaketten. Die wie immer favorisierten Fechter stachen sich selbst ins Knie…; also nochmal ein paar eingerechnete Medaillen. Und die Reiter (Vielseitigkeit ausgenommen; früher nannte man diese Disziplin ganz unkorrekt "Military") fielen fast von ihren Gäulen vor Langeweile.

Und was sich Kraul-Sprinterin Britta Steffen (Abbildung links: „Ich habe eingesehen, dass meine Leistung für die Weltspitze nicht reicht“ [wusste sie das nicht schon Wochen vorher?] sowie Lebens- und Trainingsgefährte Paul Biedermann ("wir hatten kein Glück, und dann kam auch noch Pech hinzu" [in Anlehnung an Bruno Labbadias' semantische Glanzleistung in den 1990er-Jahren bei Bayern München] an peinlichen Ausreden bei Interviews einfielen ließen, grenzt geradezu an Verarschung der Fans und TV-Zuseher.

Wie erklärt sich diese teilweise fast erbärmliche Entschuldigungsorgie, die sich in Formulierungen ergeht wie „Prima, dass ich in den Endkampf gekommen bin“, „Super, mehr hätte ich sowieso nicht geschafft“, “Platz 8 ist fantastisch“ und ähnlichen Formulierungen, die meine Leser in den letzten zwei Wochen bei der Verfolgung der Londoner Spiele sicher registriert haben. Woher kommt diese Wehleidigkeits- und Resignationskultur der Deutschen?

Ich denke, dass man hier die soziologischen Parameter in unserer auf HARMONIE getrimmten Gesellschaft generell heranziehen muss:

In einer Gesellschaft, in der alles, was von außen kommt, prinzipiell als GUT und Harmonie als das erstrebenswerte Ziel schlechthin angesehen wird (Man nehme als Beispiel den „Edlen Wilden“ in der Integrationsdebatte aus Sicht vieler Linker), kann mittel- und langfristig ein psychotischer Reflex nicht ausbleiben, der alles Eigene (Im weiteren Sinne, das müsste man noch diskutieren) als schlecht oder zumindest kritisch hinterfragbar und alles Andere als gut ansieht - allein, um der politischen Konformität des opportunistischen Ist-Zustandes zu entsprechen.

Auch im Sport....

Würde man nicht so handeln, begäbe man sich auf politisches Abstellgleis und die Sportförderung wäre - ja genau - futsch, weil nicht dem gesamtgesellschaftlichen Konsens entsprechend, der ja eben auf diese HARMONIE abgestimmt ist.

Oder nehmen das Beispiel Olympische HARMONIE:

So weit ich weiß, hat unser höchster Sportfunktionär Thomas Bach nicht gegen IOC-Präsident Rogge interveniert, als Israels Ansinnen, zum 40. Jahrestag der Ermordung von 11 israelischen Sportlern im Olympischen Dorf in München 1972 eine Schweigeminute im  Londoner Olympiastadion abzuhalten, abgelehnt wurde. Natürlich gehe ich nicht zwangsläufig davon aus, dass er ein Antisemit ist. Aber er ist zumindest ein selbstsüchtiger Opportunist. Na ja - im olympischen Dorf wurde dann doch eine Gedenkminute abgehalten.

Wenn Typen wie Thomas Bach einem Nationalen Olypischen Komittee vorstehen, darf man sich über Performance, Schläfrigkeit und unpolitische Einstellung manch deutscher Olympioniken nicht wundern. 



Was die sportlichen Perspektiven betrifft

Künftig sollte man Athleten, die offensichtlich selbst nicht an ihre Chance glauben und nur zum Gratulieren anreisen, allein unter [Leistungs-] Vorbehalt mitnehmen. Dazu dann vielleicht Kandidaten, die die Olympia-Norm zwar nicht schaffen, aber bereit sind, alles zu geben. Auf die paar Euro mehr käme es dann auch nicht mehr an, wenn man beim bisherigen Sponsoring durch das Innenministerium bliebe.

Im deutschen Leistungssport fehlt es - in der Breite wohlgemerkt - an Typen wie Robert Harting und den von mir ganz oben lobend erwähnten Athleten. Was seit zwei Tagen in den deutschen Medien diskutiert wird, gilt für die Zukunft des DOSB:

Man muss den Leistungssport, was seine konzeptionelle Ausrichtung betrifft, wesentlich stärker professionalisieren, was da hieße:

1) Zusammenziehung der besten Athleten an einem Stützpunkt über das ganze Jahr hinweg [ich denke da besonders an die Schwimmer]; nicht nur vor Großereignissen in bieder und funktionärstechnisch ausgerichteten Bundesleistungszentren.

2) Der Konkurrenzdruck in den Verbänden muss forciert werden. Das hat nichts mit unmenschlichen Anforderungen an ergraute Heimtrainer und 1968er-Brillenträger zu tun, sondern mit einer Stärkung der Winner-Mentalität. Gratulationstouren kann man auch als Goldmedaillengewinner abgeben. 

Und man muss endlich von der überkritischen Selbstkasteiungsmentalität abrücken, dass ein Gewinner automatisch ein Mensch wäre, dessen Leistung argwöhnisch hinterfragt werden müsse. Das gilt für alle Leistungsebenen.

3) Die Finanzierung der Athleten muss mehr, oder ausschließlich wie in den USA und den angelsächsischen Staaten, durch privates Sponsoring erfolgen, das die Doppelbelastung „Sport und Studium/Ausbildung“ über eine leistungsorientierte Vereinbarung zum Vorteil der Athleten abmildert, z.B. durch die Finanzierung eines Studiums auch nach Abschluss der sportlichen Laufbahn.

4) Etwas weniger Medienhype um vermeintliche Medaillenhoffnungen im Vorfeld von sportlichen Großveranstaltungen wäre sowieso angebracht - gerade dann, wenn man ehrlich einschätzen müsste, dass man nicht ganz vorne landen kann. Die kläglich-semantischen Windungen mancher deutscher Reporter der Öffentlich-Rechtlichen, wenn es darum ging, grauenhafte Leistungen deutscher Athleten klein zu reden, sprechen eine mehr als peinliche Sprache.

Und Gott bewahre uns zukünftig vor Wolf-Dieter Poschmann, dem ehemaligen mehr oder weniger begabten Mittelstreckenläufer und Syntax-Spezialisten, der als Live-Moderator das widerlich brüllende Auf und Ab in der Silbensprache der Sportberichterstattung erfunden hat. Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden im Alltag so "musikalisch" reden wie er. 

Sven Voss, wo warst du während der Olympischen Spiele? Ich habe dich vermisst!

Ach ja, hätte ich beinahe vergessen: Ariane Friedrich.  Die war auf Erfahrungs- und Aufbauurlaub in London. WOW! 

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Der Autor dieses Artikels hat über viele Jahre hinweg Leistungssport betrieben und ist heute noch sportlich aktiv (Große Radtouren und Bergwandern). Er weiß also, worüber er schreibt.


Montag, Juli 23, 2012

Zum Thema “Westjordanland judenrein halten“


Für Palästinenser ist es lebensgefährlich, auch nur im Traum daran zu denken, dass man an Juden Baugrundstücke oder Land verkaufen könnte.

Hinweis: Etawa 20 Prozent aller Israelis sind Araber bzw. Nichtjuden. So viel nebenbei zur "Apartheid" in Israel.

HEPLEV zitiert inhaltlich aus einem Artikel von Israel Matzav:
Osama Hussein Mansour war ein 49-jähriger „Palästinenser“, der dafür verantwortlich zeichnete, dass kein „Palästinenser“ Land an Juden verkauft. Jetzt ist er tot. Er sprang im dritten Stock des Militärgeheimdienstes der PA aus dem Fenster, nachdem ihm Kollaboration mit Israel bei Grundstücksverkäufen vorgeworfen wurde. (Sprang er wirklich? Oder wurde er gesprungen?)
Quelle (via HEPLEV; zweiter Absatz): Israel Matzav.

Sonntag, Juli 15, 2012

Apartheid in Israel?

Die Realität sieht anders aus.

Einfach nur die Fotoreihe durchblättern...


Gesucht: Eine neue Vorhaut für Professor Holm Putzke

Nachbetrachtung zu Anne Wills Beschneidungs-Exorzismus am 11. Juli in der ARD















(Bildquelle: ARD)

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Professor Holm Putzke sich einmal ähnlich vehement gegen Abtreibung eingesetzt hätte wie gegen die Beschneidung jüdischer Söhne. Ich sage bewusst „jüdischer Söhne“, weil ich weiter unten bzgl. Islam etwas differenzieren will (Ich hatte mir Putzkes Webseite angesehen).

Allein schon der oben genannte Sachverhalt macht ihn in höchstem Maße unglaubwürdig, da er von Traumata im Kindesalter spricht, obwohl er Säuglinge meint. Embryonale und pränatale Traumata scheint es demnach bei ihm - folgt man seiner Logik - überhaupt nicht zu geben. Traumata also erst, wenn der Mensch geboren ist (Die TV-C-Prominente Angelika Kallwass lasse ich vorerst außen vor, auch wenn diese Person eigentlich keine Bemerkung wert ist. Zu ihr komme ich ganz unten).

Schon an der grotesk-juristischen und fast hilflos anmutenden Argumentationsfolge Holm Putzkes erkennt man, dass er die ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung des Menschen, die eben auch(!) nicht tiefenpsychologisch von der Trennung der Nabelschnur bei der Geburt zu unterscheiden ist (übrigens auch schmerzhaft für Kind und Mutter, wie tagtäglich zu beobachten), komplett aus dem Radar verloren hat. Er hat sich wohl festgebissen….

Woran sich seine Begierde wirklich zu reiben scheint, ist das "Jüdisch sein", das "Jüdische" als Gesellschafts- und Lebensentwurf, symbolisiert im Ritual der Beschneidung, der körperlich akzentuierten Menschwerdung und vollzogenen Liebesbejahung zu Gott in Gemeinschaft mit den Eltern des Kindes. Seine Abneigung gegen religiöse Artikulierung jüdischen (Familien-) Lebens schlechthin ist in beinahe jeder seiner Ausführungen mit Händen zu greifen, obwohl er sich immer wieder bemüht, das vorher Gesagte im nächsten Satz zu relativieren. Putzkes Ausflüchte, er kritisiere auch die altersmäßig später vorgenommenen Beschneidungen an Knaben im islamischen Kulturraum, kann man nicht gelten lassen, weil er die Unterschiede kennt, wie er selbst bei Anne Will andeutete und sie dennoch nicht berücksichtigt.

Man kann es auch kürzer fassen: Zumindest argumentiert Holm Putzke antisemitisch, auch wenn er für sich natürlich kategorisch ausschließen würde, dass er selbst Antisemit sei (Bei gepflegt diskutierenden Antisemiten ist das obligatorisch). Dass ihm und Angelika Kallwass in Anne Wills Forum begeistert applaudiert worden war, bestätigt meine These eher als dass sie widerlegt werden könnte. Er trifft den Geschmack der antisemitischen Grundstimmung in unserer Gesellschaft - und das quer durch alle politischen Lager. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Und Professor Putzke weiß das auch. So dumm kann er nicht sein, dass er die Breitenwirkung seiner Thesen in der Bevölkerung nicht einkalkuliert hat.

Anmerkung:

In der von mir angesprochenen Diskussion bei Anne Will (ARD: "Beschneidungsurteil  -Religionsfreiheit ade?") vom 11. Juli wurde zudem ein äußerst wichtiger Aspekt ausgelassen:

Im Islam bzw. den Hadhiten beinhaltet die Beschneidung einen zentral politischen (!), aber auch Phallus-orientierten Aspekt, ebenso wie das Kopftuch und die (Ganzkörper-) Verschleierung etc., wie Seyran Ates richtig anmerkte. Dieses Argument wurde völlig außer Acht gelassen. Sonst fiel Frau Ates leider nur durch nerviges Humanismus/Feminismus-Gequatsche auf, das angeblich Brücken bauen sollte. Ziemlich enttäuschend ihre Performance diesmal, weil eher den Bescheidungsgegnern zuarbeitend.

Im Judentum hingegen bedeutet die Beschneidung am 8.Tag nach der Geburt (siehe Genesis 17,12) die Besiegelung des Bundes mit Gott, hat also nullkommanix mit Politik zu tun, mit religiöser Enkulturation aber ganz konkret. Ähnliches entwickelt(e) sich in allen neu aufgerichteten Gemeinschaften: Stärkung des Zusammenhalts durch Rituale nach innen und positive Abschottung nach außen, um identitätsstiftend wirken zu können. Diese zeremoniellen Bräuche waren nebenbei auch sehr sinnvoll, weil sie Krankheiten vorbeugten. Ähnlich verhielt es sich mit dem Verzicht auf Schweinefleisch: Jeder halbwegs Gebildete weiß, dass man Schweinefleisch nicht dörren kann und es sehr schnell vergammelt, wenn es permanenter Hitze ausgesetzt ist.

Schade auch, dass die ARD-Redaktion unterschiedliche Interpretationsansätze zum Thema zwischen Judentum und Islam entweder nicht herausarbeiten konnte oder schlicht ignorierte.

Ich tippe auf Letzteres, wie der Videozusammenschnitt zu Beginn der Sendung suggerierte, als direkt hinter dem Bild der jüdischen Beschneidung ein kleiner, weißgekleidet ausstaffierter muslimischer "Prinz" in einer Sänfte präsentiert wurde - so, als bestünde zwischen den beiden Religionen Judentum und Islam, ihren religiösen Praktiken und soziokulturellen Weichenstellungen ein unmittelbarer Zusammenhang, der durch einen scheinbar gemeinsamen Ritus reglementiert und zementiert werden würde.

Gemeinsam war und ist beiden Religionen lediglich die praktische Einsicht, dass ein unbeschnittener Penis und der Genuss von Schweinefleisch in bestimmten Jahreszeiten/Situationen/Regionen und bei bestimmten Verhaltensweisen schlicht zu Krankheiten führen kann. Die religiöse Begründung folgte meistens unmittelbar danach, weil man am Siechtum der Menschen zu erkennen glaubte, dass Gott für ein bestimmtes Hygiene- oder Konsumverhalten Strafen vorsah;  so dachte man zumindest, und die medizinische Maßnahme bzw. der Verzicht wurden als gottgegeben interpretiert, was sich ja letztlich auch als nicht ganz unvernünftig herausstellte.

Ein weiterer Beleg für die völlig konfus zusammengestellte Exegese der Beschneidung im Anne-Will-Talk war die mediale Zurschaustellung "Edler Wilder", wie Grüne und viele Linke die Zuwanderer in ihrer naiven Beglückungsperspektive sehen, also muslimische Mitbürger, die sich mehr oder weniger indifferent über ihre Beschneidungen äußerten, die weit nach (!) ihrem 8. Lebenstag vorgenommen waren, oft Jahre danach. Dass dann hier und da vereinzelte Traumata bestehen, lässt sich sicher nicht bestreiten. Das hängt aber vom Alter der beschnittenen muslimischen Befragten ab. Wären sie am 8. Lebenstag beschnitten worden (wie im Judentum), hätte sich mit Sicherheit keiner an dieses Ereignis erinnert.

An dieser Stelle frage ich mich: Warum wurde zu diesem Thema kein einziger der laut Putzke traumatisierten etwa 1.500 Juden, die ihm angeblich eine E-Mail geschrieben hatten, vor die Kamera gezerrt und bei Anne Will präsentiert? Billige Aufschneiderei also, mehr nicht. Wahrscheinlich hat Putzke seine Mails mittlerweile gelöscht….

Beinahe untergegangen in der Diskussion war die beiläufige Anmerkung des Gemeinde-Rabiners Yitshak Ehrenberg von der Synagoge in Berlin, dass der Welt durch Israel und die USA die meisten Nobelpreisträger geschenkt wurden - trotz Beschneidung. Oder vielleicht gerade deshalb?

Vorschlag:

Professor Holm Putzke sollte sich eine zusätzliche Vorhaut implantieren lassen, damit es wenigstens für den Aachener Friedenspreis, wo sich bisher so manche Antisemiten ein Stelldichein gaben, oder etwas Ähnliches in dieser lächerlichen Kategorie reicht; Seyran Ates sollte sich wieder auf das besinnen, was sie wirklich gut kann, nämlich ihre weibliche türkisch-atheistische Klientel verteidigen, und Angelika Kallwass auf ihre läppischen Psycho-Spielchen mit ausgeplauderten Indiskretionen und armseligen Exhibitionisten bei den kommerziellen Medien. Dass Kallwass vollkommen bescheuert ist, hat sie ja wieder einmal überzeugend demonstriert. Warum wird diese Psycho-Domina eigentlich immer wieder aufgetischt, und gibt es in der nach oben offenen Skala der Peinlichkeiten bei Einladungsorgien der Öffentlich-Rechtlichen denn keine Schamgrenze?

Was mir übrigens bei Frau Kallwass’ Äußerungen auch haften blieb:

Sie sagte in einem eigentümlichen Slang (siehe Video), dass ihr Großvater „auf gut deutsch“ vergast worden sei. Wenige Minuten später bemerkte sie aber, dass man das heutige Deutschland nicht für „damals“ verantwortlich machen könne. Zumindest problematisch, diese diffundierende Sprachregelung innerhalb weniger Minuten, oder nicht? Für mich würde sie als perfekte Alibi-Jüdin durchgehen, wenn sie denn Jüdin wäre. Falls nicht, wäre sie nur eine ganz billige Schwätzerin. Beides ist schon peinlich genug, um bei den Öffentlich-Rechtlichen als Gast eingeladen zu werden.

UPDATE, 19. Juli 2012


Eben habe ich einen Kommentar des PI-Herolds Michael Stürzenberger zum Thema gelesen. Dümmer, schlecht informierter und schlampiger kann man einen Kommentar nicht schreiben:

Er zieht seine (sonst teilweise durchaus berechtigte) Islam-Kritik an jüdischen Essentials auf und versucht so - wie erfolgreich im Leserfrum bei PI demonstriert - seine populistische Selbstdarstellung zu inszenieren. Schäbiger geht's kaum noch noch.

Mein Rat an den bekennenden Atheisten Michael Stürzenberger: Weniger Selbstdarstellung, viel Studium von Quellenmaterial und danach genaue Analyse!

UPDATE, 1. August 2012


Ich möchte meinen Kommentar zusätzlich mit zwei hervorragenden Beiträgen abstützen, die ich zum Thema gefunden habe. Die Lektüre lohnt sich.
“Besser früher als später“ von Peter Stephan Jungk (http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/besser_frueher_als_spaeter/)

Und:

“Das sagt der Anwalt: Erst einmal durchatmen“, von Nathan Gelbhart

http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/das_sagt_der_anwalt_erst_einmal_durchatmen/

Samstag, Juli 07, 2012

Matthias Küntzel nimmt Michael Lüders Iran-Analyse auseinander


Ja, es stimmt:

Mit meinem Kommentar zur neuesten Buchbesprechung von Dr. Matthias Küntzel (Im Bild rechts, Quelle: Mideastforum) des von Michael Lüders’ als „wissenschaftlicher Arbeit“ deklariertem Ammenmärchens zum Konflikt mit dem Iran bin ich vier Tage zu spät dran. Erschienen ist Küntzels Rezension am 3. Juli auf seiner Webseite.

Aber es lohnt sich allemal, Matthias' Zeilen zu lesen, weil sie exzellent durchdacht und sehr gut verständlich sind. Eigentlich sollte man den Permalink (oben) bookmarken.

Dieser Politikwissenschaftler, Publizist und Iran-Kenner zeichnet sich durch Eigenschaften aus, die ihn von etlichen Kollegen unterscheiden: saubere, fast penible Herangehensweise an wissenschaftliche Themata, wohltuende Sachlichkeit, sehr gewissenhafte Recherche, klares Urteilsvermögen und eine verständliche Sprache, fein gewürzt mit gelegentlich eingestreuter Ironie; vor allen Dingen aber durch profunde Kenntnisse, was die (gesellschafts-) politische und religiöse Verfasstheit des Iran betrifft*.

Nun hat er sich [besten Dank dafür] Michael Lüders vorgenommen - einen mehr als umstrittenen Roman- und Sachbuchautor, der in seinem Œuvre grundsätzlich keine Quellen benennt [so Küntzel]. Zum Vergleich: Castollux, der Autor dieses Artikels, zitierte in seiner Magisterarbeit „Die radikale Reformation. Täufer in Augsburg und Münster“ 204 Quellen.
 
Michael Lüders, links im Bild; man beachte sein joviales Grinsen (Quelle: Deutsche Welle)

Für einen allseits gefragten TV- und Tageszeitungen-Interviewpartner wie Lüders in Deutschland (wer und wo sonst?), der mittlerweile, obwohl er sich seine Welt zusammenstrickt wie die Radikalpazifisten ihre regenbogenfarbenen Schals und Pullover, von den Öffentlich-Rechtlichen und Privaten ebenso hofiert wird wie Peter Scholl-Latour, dessen mediale Präsenz in letzter Zeit aber eher gegen Zero tendiert, müsste das mehr als peinlich sein. Ist es aber nicht.

Also: Eine Wachablösung in den Medien, was die Personalfrage betrifft? Und warum wird Lüders immer wieder lau angeboten wie ein Stück Pizza Margherita, obwohl er von sauberer wissenschaftlicher Arbeit nichts versteht oder diese Arbeitsweise schlicht ignoriert? Er tritt ja nicht als Journalist auf, sondern als "Fachmann"! Haben wir zu wenig unabhängige und gute Journalisten, die "beide Seiten" interpretieren können?

Ja, leider!

Eigentlich kann es nicht überraschen, dass Michael Lüders bei nahezu allen Medien so gut “ankommt“: Er formuliert, oder besser gesagt, schwadroniert relativ unterhaltsam (Antisemiten schwadronieren gerne) -; also ganz so, wie man sich einen Guido Knopp vorstellt, der seit Jahren zeitgeschichtliche Dokumentationen für Couch-Potatoes** am Fließband herstellt und damit eher für passive Konsumentenhaltung sorgt denn für aktives Mitdenken, von aktiver gesellschaftspolitischer Beteiligung ganz zu schweigen.

Doch nun genug des Prologs. Hier geht’s zur exzellenten Rezension von Matthias Küntzel.  

Herzlichen Dank an ihn



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*Dazu hätte noch einige andere Autoren nennen können, wie z.B. Dr. Wahied Wahdat-Hagh, Dr. Stephan Grigat, Dr. Gudrun Eussner, die Webseite Free Iran Now u.a. Weitere Autoren sowie viele Blogs und manche Freie Autoren wie Simone Dinah-Hartmann bitte ich um Verständnis, da ich keine ausführliche Liste anfertigen will und hier allein Matthias Küntzels neueste Arbeit hervorgehoben werden soll.

**Das ist selbstverständlich nicht verallgemeinernd gemeint: Viele Menschen kommen aufgrund diverser beruflicher und privater Verpflichtungen einfach nicht dazu, sich besser zu informieren, geschweige denn selbst initiativ zu werden oder zu positionieren.